Archiv für die Kategorie Antisemitismus

Bundespräsident ehrt Judenmörder

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Dienstag am Grab des früheren Palästinenserführers Yassir Arafat in Ramallah einen Kranz niedergelegt. Nach Angaben der örtlichen deutschen Vertretung ist es das erste Mal, dass ein deutscher Bundespräsident den früheren Präsidenten auf diese Weise ehrt. Arafat wurde 1994 gemeinsam mit Israels damaligem Regierungschef Itzhak Rabin und Außenminister Shimon Peres mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Vielen Israelis galt er dennoch als Unterstützer der Terrors, während Palästinenser ihn als Galionsfigur ihres Strebens nach Unabhängigkeit sahen. weiter bei Standard

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„Juden rügen, ohne vor den Kopf zu stoßen“

Steinmeier verzichtet auf das Treffen mit den beiden NGOs. Er muss damit rechnen, dass jedes seiner Worte und jede seiner Gesten in Jerusalem akribisch genau beobachtet wird: Dennoch ist zu erwarten, dass er seine Kritik an der israelischen Siedlungspolitik vorbringen wird. Auch sein Anliegen, die friedliche jüdisch-arabische Koexistenz, wird er betonen. Anders als Gabriel wählt er dafür einen anderen, aus israelischer Sicht wohl weniger provokativen Weg. Als ehemaliger Spitzendiplomat kennt er die israelischen Empfindlichkeiten und weiß zu rügen, ohne seine Gastgeber vor den Kopf zu stoßen. Steinmeier setzt auf Symbole. (…)

Einen weiteren Kranz wird Steinmeier laut Programm in Ramallah, der de-facto-Hauptstadt der Palästinenser, am Grab von Jassir Arafat niederlegen. Auch das hat Symbolkraft, war Arafat an seinem Lebensende doch faktisch von Israel unter Hausarrest gesetzt worden, weil er als Terrorist galt, der den Frieden verhinderte. Ob Steinmeier Palästinenserführer Mahmoud Abbas – er wird ihn am Dienstag vor dem Rückflug nach Berlin zum Lunch treffen – mit kritischen Fragen zum Friedensprozess konfrontieren will, wird sich zeigen.

Das Handelsblatt berichtet über Steinmeiers diplomatische Meisterleistung im Juden rügen.

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Judenhasser gegen Radiohead

Zahlreiche Künstler haben an die Rockband Radiohead appelliert, ein für für den Sommer geplantes Konzert in Tel Aviv abzusagen. In einem offenen Brief riefen die Künstler, darunter Pink-Floyd-Musiker Roger Waters, die britische Band auf, ihren politischen Positionen treu zu bleiben und sich wegen der israelischen Politik gegenüber den Palästinensern einem Boykott anzuschließen. Der Brief wurde auch vom südafrikanischen Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu unterzeichnet. weiter bei news-republic

Der Pfaffe ganz vorn dabei. Pfui Teufel.

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Fallrückzieher: Berliner Schule mit Nahostkonflikt

Von Roger Letsch

„Störe meine Kreise nicht“– das waren der Legende nach die letzten Worte des griechischen Gelehrten Archimedes von Syracus, bevor ihn ein römischer Soldat erschlug. Es ist leider nicht überliefert, in welchen geistigen Sphären der Gelehrte gerade geflogen war, als er so unsanft in der Realität aufschlug. Sein Aufenthalt dort dauerte jedoch bestenfalls noch einige Sekunden. Die Elternschaft und das Lehrerkollegium der Friedenauer Gesamtschule müssen „nach einem antisemitischen Vorfall“ schon einige Tage am Boden bleiben, bemühen sich aber sehr, wieder Wind unter die Flügel zu bekommen.

Der „Vorfall“ betraf einen 13-jährigen jüdischen Schüler, für den sich seine Eltern eine als besonders multikulturell geltende Schule in Berlin ausgesucht hatten. Was er dort erlebte, ist mit Mobbing nur sehr euphemistisch umschrieben. Das Spektrum der „Aufmerksamkeiten“ seiner Mitschüler reichte von Beleidigungen über „ich kann nicht dein Freund sein, weil du Jude bist – Juden sind Mörder“ bis zu körperlicher Gewalt. Die Eltern mussten ihren Sohn von der Schule nehmen. Schlimm genug, dass solche Vorfälle an unseren Schulen längst keine Einzelfälle mehr sind, ist es hier jedoch die Reaktion der Schule, die aufhorchen lässt. Mehr auf der Achse …

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Endlich melden sich Juden zu Wort

In acht Punkten hat die Gruppe „WerteInitiative“ ein jüdisches Positionspapier zur Bundestagswahl 2017 zusammengestellt. Es soll demnächst den größten Parteien des Landes – CDU/CSU, SPD, Grünen, Linkspartei, FDP und AfD – mit der Aufforderung zugehen, dazu Stellung zu nehmen. Die Antworten sollen veröffentlicht werden und den deutschen Juden – ausdrücklich aber auch nichtjüdischen Interessierten – als Hilfe bei der Wahlentscheidung im September dienen. Bericht über eine überfällige Initiative bei WELT

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Bunt ist schön

Jüdischer Junge verlässt Schule nach Antisemitismus-Vorfällen

Weil ihn Mitschüler bedrohen und rassistisch beschimpfen, nehmen die Eltern ihren 14-jährigen Sohn von der Schule. Das sorgt im Ausland für Aufsehen, nun wendet sich die Schulleitung an die Öffentlichkeit. Mehr in der Welt …

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Widerspruch gegen Judenhasser in der UN

Natürlich nicht von Deutschland oder einem anderen Staat, sondern von der NGO UN-Watch:

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