Archiv für Mai 2017

Zum evangelischen Kirchentag

Dem Reformator zu Ehren findet jetzt erst mal der große evangelische Kirchentag statt, bei dem der Zentralrat des ZK der EKD samt Fußvolk versammelt ist und laut Kursprogramm „Erfahrungen mit der Bibel in gerechter Sprache“ diskutieren will. Die Taten Luthers selbst werden gar nicht bis überhaupt nicht gewürdigt. Warum auch? Wer interessiert sich schon für einen Typen aus dem 16. Jahrhundert, der die Bibel zum ersten Mal ausnahmslos allen Gläubigen zugänglich machte, wenn es so starken Stoff zu besprechen gilt wie „Sadomasochismus und Christsein“? Als ich das dem Programmheft entnahm, war ich überrascht. Ich dachte immer, in evangelischen Kreisen würde Sadomasochismus bedeuten, sich eine Vortragsreihe von Margot Käsmann anzuhören. Aber es steckt mehr dahinter. Man muss die Käsmann dabei auch sehen. Bericht bei Philosophia Perennis

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Ahnungslosigkeit? Unfähigkeit? Verantwortungslosigkeit? Weltfremdheit?

Von Archi W. Bechlenberg

Der Abend des 22. Mai war milde, wir haben nach dem Abendessen den Gartenkamin angemacht und bei einem Wein dem Feuer zugesehen, und die Katze legte sich auf mich, und irgendwann bin ich auf der Bank eingeschlafen, und als ich wach wurde, war das Feuer runter gebrannt und es war 23.20 Uhr, und ich bin ins Haus gegangen und die Katze auf ihre nächtliche Tour.

Zu etwa dieser Zeit explodierte die Bombe des islamischen Terroristen in Manchester und tötete, verletzte und zerstörte die Seelen tausender, zumeist junger Menschen im Namen Allahs. Wieder einmal ist das eingetreten, was ich jeden Morgen, wenn ich die Medien einschalte, angstvoll erwarte. Das, was mit absoluter Gewissheit wieder und wieder geschieht und sich nur in seinen Dimensionen sowie dem Ort unterscheidet.

Die Kanzlerin in Berlin fand für das Attentat den Begriff „unbegreiflich“. Kann man seine Ahnungslosigkeit, Unfähigkeit, Verantwortungslosigkeit, Weltfremdheit, kurz, sein völliges politisches, geistiges und moralisches Versagen besser unter Beweis stellen, als durch das Wort „unbegreiflich“? Nicht begreifen kann man eine solche Tat doch nur noch, wenn man nicht die geringste Vorstellung davon hat, was in den Köpfen derjenigen vorgeht, die sich in einem Krieg gegen uns, unsere Kultur, unsere Freiheiten und Werte befinden. Wenn man immer noch glaubt, es seien nur die Taten einiger weniger Verwirrter, die den Islam nicht verstanden hätten. Wenn man immer noch nicht begriffen hat, dass durch fatale politische Fehlentscheidungen diesem Krieg das Schlachtfeld erst verfügbar gemacht wurde. Wenn man immer noch glaubt, der Kampf gegen Gegner und Kritiker dieser Verblendung sei wichtiger als der Schutz des Landes und seiner Bevölkerung. Mehr auf der Achse …

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Demnächst auch in unseren Städten

Rund 100 IS-Terroristen versuchen auf den Philippinen, eine ganze Großstadt unter ihre Kontrolle zu bringen. Präsident Duterte verhängt das Kriegsrecht und kündigt eine brutale Antwort an. Doch die Lage eskaliert weiter. Islamistische Extremisten haben in den Südphilippinen den Polizeichef der Stadt Marawi enthauptet. Das teilte Präsident Rodrigo Duterte mit und brach seinen Russland-Besuch ab. Er kündigte nach der Verhängung des Kriegsrechts im Süden des Landes an, mit äußerster Härte gegen islamistische Rebellen vorgehen. Etwa 100 Bewaffnete waren am Dienstag in die Großstadt Marawi vorgedrungen und versuchen, die Kontrolle über die Stadt zu erlangen. Seinen Landsleuten versicherte der 72-Jährige: „Habt keine Angst, ich komme nach Hause.“ An die Adresse der Rebellen sagte er: „Ich werde brutal sein.“ weiter bei n-tv

Demnächst auch in unseren Städten. Aber ob dann der Kanzler / die Kanzlerin auch zurück kommt, um zu kämpfen?

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Emanzipierte First Lady ärgert Linke

Es war ein spektakulärer Auftritt, den die First Lady der USA in Saudi-Arabien hinlegte. Melania Trump ist überhaupt die emanzipierteste Präsidentengattin, die das Weiße Haus in der Neuzeit gesehen hat. Unter der sengenden Hitze von Riad wartete geduldig ein König, doch die Türen der „Air Force One“ blieben verschlossen. Wurde dahinter noch diskutiert? Es heißt, ihr Mann sei dagegen gewesen. Doch dann öffnet sich die Tür, und die Präsidentengattin betritt das Spielfeld. Diese Frau hat Hosen an. Im wahrsten Sinne des Wortes. Schlicht und schwarz. Aber was braucht es mehr, wenn die ganze Welt weiß, darunter schwitzt unter der heißen Sonne Saudi-Arabiens der Luxuskörper eines ehemaligen Nacktmodels? Das wussten auch all die Herren in Riad. weiter bei Birgit Kelle in der WELT

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Falsches Opfer – und vor allem: Falscher Täter oder, wie man Fremdenhass erzeugt

Vom Hörensagen aufgeschrieben :

Eine Lehrerin einer Berliner Schule unternahm mit ihrer Klasse einen Ausflug. Ein stark traumatisiertes Willkommenskind schlug ihr von hinten einen Knüppel über den Kopf, weil es sich über sie ärgerte, und zwar so doll, dass sie im Krankenhaus genäht werden musste. Sie erstattete Anzeige. Drei Polizisten versuchten, ihr das auszureden, weil es doch sowieso keinen Sinn habe. Sie blieb dabei. Dann suchte sie sogar der Schulleiter mit demselben Anliegen zu Hause auf. Inzwischen droht dem Opfer die Suspendierung, weil es gewagt hatte, „Flüchtlinge“ anzuzeigen.

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Wahlbetrug: 2204 AfD-Stimmen unterschlagen

Am Mittwoch präsentierte der Landeswahlleiter nun die Ergebnisse dieser Überprüfung. Demnach sind 50 Stimmbezirke von Fehlern zu Ungunsten der AfD festgestellt worden. Im Vergleich zum vorläufigen Ergebnis, kommt die Partei nach der Korrektur auf 2204 zusätzliche Stimmen. „Einige Fehler erwecken den Eindruck, nicht ausnahmslos zufällig geschehen zu sein“, sagte Schellens Stellvertreter Markus Tiedtke im Ausschuss. Bericht bei RP

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Das lange Beschweigen einer Ideologie

Von Peter Grimm

Wieder ist es so ein Morgen nach einem mörderischen Anschlag vom Vorabend. Im Umgang mit Attentaten vor der Haustür entwickeln wir immer mehr Routine. Dazu gehört auch, möglichst lange möglichst zurückhaltend zu sein, wenn es um das mutmaßliche Tatmotiv geht. Zwar hat wahrscheinlich jeder eine Vermutung im Hinterkopf, wenn er hört, dass es ein Selbstmordanschlag war, durch den am Ende eines Pop-Konzerts in Manchester mindestens 22 Personen ums Leben gekommen sind, doch niemand mag bis zur endgültigen Klärung das I-Wort im Zusammenhang mit dieser Mordtat erwähnen. Läge ein rechtsextremes Motiv nahe, wären Journalisten und Politiker womöglich etwas großzügiger in ihren Spekulationen.

Aber halten wir uns an das, was wir wissen und das erzählt am Morgen danach der Polizeichef von Manchester, Chief constable Ian Hopkins. Er bestätigt, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Verübt habe ihn ein Einzeltäter, er sei tot. Der Täter habe anscheinend einen selbstgebauten Sprengsatz mit sich getragen. Es werde jetzt untersucht, ob er Teil einer größeren Gruppe gewesen sei. Es gebe 22 Tote, unter ihnen befänden sich mehrere Kinder. Mehr auf der Achse …

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