Archiv für die Kategorie Das Merkel

Sag mir, wo die Freunde sind

Von Jesko Matthes

„Ausspähen unter Freunden, das geht gar nicht.“ (Angela Merkel im Oktober 2013)

Kanzlerin und Öffentlichkeit fällt es heute schwer, zu diesem Satz entspannt und ehrlich Stellung zu nehmen, wenn auch aus verschiedenen Gründen. Vielleicht liegen diese Schwierigkeiten dennoch tief darin verwurzelt, dass der Satz falsch war, ist und bleibt: ein historischer Selbstbetrug, an dem die Kanzlerin auch noch öffentlich festhält.
Deutschland als „Freund“?

Ein kurzer Blick auf Deutschland zeigt, dass dieses Land in den letzten gut 100 Jahren selten als „Freund“ wahrgenommen worden ist, und wenn, dann meist von Mächten, die heute so nicht mehr existieren. Im Ersten Weltkrieg waren es vor allem die Donaumonarchie und, wenn auch nur kurz neutralisiert, das postrevolutionäre Russland, im Zweiten Weltkrieg waren es dann totalitäre Mächte, das faschistische Italien, das Japanische Kaiserreich und die Regimes verschiedener Sympathisanten und Kollaborateure, vor allem in Europa, von Finnland bis zum Balkan. Von einer Freundschaft zu Frankreich, Großbritannien, den USA und Russland konnte bereits seit 1871 die meiste Zeit überhaupt keine Rede sein, eher vom krassen Gegenteil. Und soweit es nach 1945 zu Freundschaften kam, so waren es erzwungene und geteilte Freundschaften, hüben zu den Westmächten, drüben zum Ostblock, die einander bis an die Zähne atomar bewaffnet gegenüber standen. Mehr auf der Achse …

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Angie-Speech: Formeln des Nichts

Von Rainer Grell

Wenn ich Angela Merkel reden höre, bin ich immer wieder erstaunt, wo ihre hohen Zustimmungswerte in Umfragen herkommen. Aussehen und Ausstrahlung können es nicht sein, und ihre Reden erst recht nicht.

Chaim Noll hat als Stärke von Barack Hussein Obama unlängst dessen Redekunst ausgemacht, weil er es wie kein anderer US-Präsident vor ihm verstanden habe, „angenehme Gefühle auszulösen, grenzenlose Hoffnung zu schüren, diffuse Träume in Bewegung zu setzen“. Zwar konnte ich bei mir derartige Wirkungen nicht feststellen, aber Obama war ja auch nicht „mein Präsident“.

Bei Merkel kann ich mich nicht so rauswinden. Hier muss ich Farbe bekennen: Ihre Reden lösen bei mir nicht mehr aus als das Gefühl peinlicher Betretenheit, bestenfalls von Langeweile (bei den Reden zum Jahreswechsel oder bei ihrem Podcast „Angela Merkel – die Kanzlerin direkt“ – wer kommt denn auf die Idee, so etwas zu abonnieren? – habe ich ohnehin immer die Stumm-Taste gedrückt und schaue lieber meine Frau an. Weiter auf der Achse …

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

erdogan-besucher

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Deutsche Frauen schutzlos

Es ist eine erschreckende Umfrage: Mehr als die Hälfte der Frauen glaubt, dass Deutschland für sie unsicherer geworden ist. 58 Prozent gaben in einer Emnid-Umfrage für „Bild am Sonntag“ an, dass öffentliche Orte heute für sie weniger sicher seien als früher. 48 Prozent der Frauen meiden bereits bestimmte Gebiete in ihrem Wohnort, 16 Prozent tragen Pfefferspray nach Einbruch der Dunkelheit bei sich, noch mehr überlegen, sich selbiges zuzulegen. Das ergab eine Umfrage der „Bild“-Zeitung. weiter bei FOCUS

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Merkel: Alles paletti, alles richtig gemacht

Von Thomas Rietzschel

„The same procedure as every year.“ Das immer Gleiche in der selben Reihenfolge. Zuerst der große Spaß, wenn Miss Sophie mit Gästen tafelt, die nur noch in ihrer Einbildung leben. Danach die schwere Prüfung: Sieben Minuten Merkel am Stück. Die Auflistung eingebildeter Erfolge, verquickt mit der Ermahnung des Volkes zur Zuversicht. Dazu das sorgfältig geschminkte Lächeln, abwechselnd mit dem Ausdruck der Kränkung, einem Anflug von Schmerz, der die Landeskinder belehrt, es der Landesmutter nicht schwerer zu machen, als sie es ohnehin schon hat.

Schließlich war es gerade im abgelaufenen Jahr für die Kanzlerin „bitter und widerwärtig“ genug, dass „Terroranschläge von Menschen begangen“ wurden, die sie, Angela Merkel, eingeladen hatte „in unserem Land angeblich Schutz zu suchen“. Und was hat sie nicht sonst noch alles getan, für die „Europäische Union“ oder die „parlamentarische Demokratie“. Immer wieder ist es ihr gelungen, den Abgeordneten da wie dort die Arbeit abzunehmen, indem sie sich über das umständlich zu handhabende Recht hinwegsetzte, selbst ohne viel Federlesens entschied, worüber man in Brüssel wie in Berlin unendlich lange hätte beraten müssen. Die Glück der Willkommenskultur, die Energiewende, den florierenden Schuldentransfer innerhalb der EU – alles verdanken wir dem entschlossenen Handeln unserer unermüdlich vor sich hin regierenden Bundeskanzlerin. Weiter auf der Achse …

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Merkels Neujahrsrede klingt wie ein Hohn für die Opfer des islamischen Terrors

Was werden sich die Opfer des islamischen Terrors von Würzburg, Ansbach und zuletzt in Berlin bei der Neujahrsansprache der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel denken? In ihrer Rede – der Text wurde bereits in mehreren Medien veröffentlicht – spricht Merkel zwar davon, dass 2016 ein Jahr schwerer Prüfungen war und benennt den Terrorismus als die schwerste Prüfung, doch versucht sie zu beschwichtigen:

Unser Staat tut alles, um seinen Bürgern Sicherheit in Freiheit zu gewährleisten. Weiter bei unzensuriert.at …

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Die schon länger hier nicht wohnen

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