Archiv für die Kategorie Journalismus

„Verantwortungsvoller Journalismus“

Von Burkhard Müller-Ullrich

Vorbei sind die Zeiten, da irgendein Propagandaministerium den Journalisten befahl, Lügen zu schreiben. Die Sache läuft jetzt gaaanz, gaaanz anders. Der österreichische Presserat bietet unerfahrenen Kollegen Tipps, wie sie auf Linie bleiben, falls sie angesichts der üblen Tatsachen mal nicht so sicher sind. „Checkliste“ heißt so etwas neckisch, sozusagen Correctness für Dummies.

Bei dieser Checkliste geht es selbstverständlich um etwas sehr Edles, nämlich „verantwortungsvollen Journalismus“. „Verantwortungsvoll“ ist so ein Giftwort wie Toleranz: Angestrahlt von moralischem Glanz, wirkt es als höchst effizientes Machtinstrument, um Tatsachen zu verbiegen, Leute zu bedrängen und politische Süppchen zu kochen. „Verantwortungsvoll“ kommt gleich hinter „nicht hilfreich“ – der berühmten Mundtotmachung durch Machthaberin Merkel. Weiter hier auf der Achse …

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„Hymne auf einen Widerling“

Wenn die Lügenpresse hyperventliert, dazu noch über die Rede eines vormaligen Medienlieblings, dann hat Sarah Wagenknecht als Oppositionsführerin ihre Aufgabe wohl gut erfüllt. Jan Rübel, ein Journalist am Rande des Nervenzusammenbruchs:

Die demokratische Partei in den USA habe Hillary Clinton als Kandidatin des „Establishment“ aufgestellt und damit Donald Trump den Weg ins Weiße Haus geebnet. Die Wähler hätten nämlich dann ein „Weiter so“ abgewählt. Und schließlich an die Bundesabgeordneten direkt: „Offensichtlich hat ein Trump wirtschaftspolitisch mehr begriffen als Sie“, sagte sie mit Blick auf seine Ankündigung eines Investitionsprogramms.

Dazu lässt sich zusammenfassen: Mit dem Begriff des „Establishment“ bedient sich Wagenknecht einer beliebten Metapher der Rechten. Sie betreibt die Spaltung zwischen dem „Volk“ und der „Politik“ – eine Spaltung, die ihr nie gelingen wird, denn Politiker gehören immer auch zum Volk, und den Bürgermeister will ich sehen, der sich vor Bürgerversammlungen die Ohren zuwachst, oder den Bundestagsabgeordneten, der seine Sprechstunden schwänzt.

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Mit allen Mitteln

Die AfD rutscht nach rechts – und ihre Wähler auch

Die Anhänger der AfD sind nach einer Umfrage im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung seit 2014 genauso nach rechts gerückt wie die Partei selbst.

Aus der am Montag veröffentlichten Studie geht hervor, dass inzwischen fast 74 Prozent der AfD-Sympathisanten eine „abwertende Haltung zu Asylsuchenden für richtig halten.

Vor zwei Jahren waren noch knapp 57 Prozent dieser Meinung. Fremdenfeindlichkeit unterstützen der Umfrage zufolge mittlerweile 46,5 Prozent der AfD-Anhänger (2014: 33,2 Prozent). Zu Muslimfeindlichkeit bekennen sich 43,5 Prozent (2014: 30,2 Prozent). Weiter hier in der Welt …

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ZDF: Schon wieder gelogen

Nach massivem Druck durch die sozialen Netzwerke musste das öffentlich-rechtliche Fernsehmagazin Frontal21 Teile seines Beitrags wegen Falschdarstellung zurückziehen. Im Beitrag wurden Mordversuche von Immigranten als Taten von »Rechtsradikalen« präsentiert. Die »Richtigstellung« kann als Kleingedrucktes in der Rubrik »Korrekturen« des ZDF- Senders nachgelesen werden. Eine Entschuldigung? Fehlanzeige. weiter bei Metropolico

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„Über Einzelfälle berichten wir nicht“

(David Berger) „Über Einzelfälle berichten wir nicht“. So rechtfertigte das ZDF gleich mehrmals sein Schweigen zu dem brutalen Hamburger Mord an einem 16-Jährigen. Jetzt zeigt ein Bekennerschreiben des „Islamischen Staats“, dass der Vorfall alles andere als ein Einzelfall war. Von dem Vorfall in Hamburg hatten die Hamburger Morgenpost und als einzige überregionale Zeitung die „Bild“ berichtet: In den späten Stunden des 16. Oktober war der 16-jährige Victor von einem „südländisch aussehenden“ Mann brutal hinterrücks erstochen, seine 15-jährige Freundin, die ihn begleitete, in die Alster gestoßen worden. Der Junge überlebte nicht. weiter hier

Siehe auch: Linke stören Trauerfeier

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SPD-Zeitung hetzt gegen Christinnen

Über 100 Frauen haben am Samstag in Frankfurt gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution demonstriert. Dabei waren sie überwiegend dunkel gekleidet und hatten ihre Münder mit schwarzem Klebeband verschlossen, um zu zeigen, dass viele Frauen keine Stimme haben. Die Frankfurter Rundschau (FR) überschrieb ihren Bericht darüber mutmaßlich deswegen mit „Der schwarze Block des Herrn“. „Schwarzer Block“ ist im Zusammenhang mit Demonstrationen ein feststehender Begriff für gewaltbereite Gruppierungen, die sich vermummen, um für die Polizei nicht identifizierbar zu sein. Die Überschrift ist eine unnötige und nicht nachvollziehbare Kriminalisierung der Demonstrantinnen. weiter bei Pro Medienmagazin

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Ungarn dürfen heute abstimmen

Wo Politiker sich an Wohl und Meinung des Volkes orientieren, müssen sie keine Angst haben, das Volk abstimmen zu lassen. Entsprechend groß ist der Hass von Volksverrätern und ihren schreibenden Handlangern auf Politiker wie Viktor Orban. In Ungarn findet heute eine Volksabstimmung statt, ob die EU-Bürokraten bestimmen dürfen, welche und wie viele Ausländer das Land aufnehmen muss. Die FAZ schäumt: Ungarn „veranstaltet“ eine Volksabstimmung, bei der Orbans „bestellte Antwort“ zu erwarten sei. zum Artikel der FAZ

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