Merkel sagt das böse Wort

Auf dem evangelischen Kirchentag ist es der Kanzlerin rausgerutscht: Zwangsmitgliedschaft beim GEZ-TV. Auch der Rest der Diskussion ist sehenswert und lässt die Haare zu Berge stehen. Im Windschatten des Datenschutzes deutscher Spießer vor amerikanischen Spionen denkt man über die Einführung eines „öffentlich-rechtlichen“ Internets für Deutschland nach. So soll der letzte freie Gedanken- und Nachrichtenaustausch der Bürger kontrolliert und durch Volkserzieher moderiert werden. Hintergrund ist natürlich die die vorgeschobene Sorge über die Datensicherheit der Bürger, die der Staat bekanntlich mit Abschaffung des Bankgeheimnisses und Staatstrojaner sonst auch nicht so genau nimmt, sondern die Sorge über den Kontrollverlust über die Köpfe, nachdem das freie Internet den Erziehungsjournalismus in Bedrängnis gebracht hat. Staat, Parteien, Kirchen und Gewerkschaften greifen nach dem Internet. Das Model könnte auch für Iran und Nordkorea interessant sein.

  1. #1 von Heimchen am Herd am 14/06/2015 - 11:03

    „Merkel sagt das böse Wort“

    Tatsächlich…sie hat es gesagt, jetzt bin ich aber platt!

    Ansonsten kann ich mich nur dem anschließen, was Ihr oben geschrieben habt,
    genauso ist es!

  2. #2 von Heta am 14/06/2015 - 13:13

    denkt man über die Einführung eines “öffentlich-rechtlichen” Internets für Deutschland nach…

    „Man“ ist aber nicht Merkel, sollte man festhalten, damit keine neuen Gerüchte in die Welt gesetzt werden, sondern eine gewisse Frau Prof. Dr. Petra Grimm, Dekanin und Ethikbeauftragte an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Der TV-Ausschnitt oben unterschlägt, worauf Merkel reagiert hat, nämlich auf besagte Petra Grimm, die von einem „gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Facebook“ fantasiert, wo die Daten der User sicher seien und nicht auf Märkten verhökert werden könnten. Die Kanzlerin wehrte ab und damit war das Thema gegessen, „als Angebot, für das ich zahle, okay“, sagte sie, „aber nicht unter der Maßgabe, dass jeder Deutsche sich beteiligen muss“. Hier, ab 49:50:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2416350/Schoene-digitale-Welt-#/beitrag/video/2416350/Schoene-digitale-Welt-

    Was nicht heißt, dass die Landesmedienanstalten nicht eines Tages gezwungen werden könnten, Gelder für ein öffentlich-rechtliches Facebook bereitzustellen, so wie man die LfM in NRW zwingt, 1,6 Millionen für eine „Stiftung Vielfalt und Partizipation“ zur „Förderung“ des (rotgrünen) Lokaljournalismus abzuzweigen; die SPD-Hessen hat Ähnliches im Sinn. Die Landesmedienanstalten werden aus Rundfunkgebühren finanziert und wissen gar nicht, wohin mit dem vielen Geld.

  3. #3 von Aman am 14/06/2015 - 18:50

    stotterndekinderloseneulandoma gehört wie die GEZ abgeschafft

  4. #4 von Aman am 18/06/2015 - 15:02

    Die Demonstration „Bareinzahlung“ geht in die nächste Runde

    Hessischer Rundfunk lehnt Barzahlung der Rundfunkgebühr ab

    http://www.golem.de/news/reaktion-auf-protestaktion-hessischer-rundfunk-lehnt-barzahlung-des-rundfunkbeitrags-ab-1506-114741.html

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