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Kein Platz für Helden

Von Anabel Schunke

Gut ein halbes Jahr liegt der islamistische Anschlag von Carcassonne und Trèbes, bei dem der 26-jährige Täter Radouane Lakdim vier Menschen tötete und mindestens 12 weitere verletzte, nun zurück. Unter den Getöteten befand sich auch der Gendarmerie-Offizier Arnaud Beltrame, der sich freiwillig gegen die letzte Geisel austauschen ließ und kurz darauf vom Attentäter getötet wurde. Beltrame, der seine Ehefrau im Juni noch kirchlich heiraten wollte, verstarb am 24. März an den Folgen massiver Schnittverletzungen im Bereich der Kehle.

Nun wurde ein Antrag auf Umbenennung eines Platzes zu Ehren von Beltrame im Stadtrat der südfranzösischen Metropole Marseille abgelehnt. Als Grund gab man an, dass sich die Bevölkerung Marseilles in den Jahren verändert hätte und ein solcher Platz die Einwohner „provozieren könnte“. Mehr auf der Achse …

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Und schon wieder Köln

Von Dushan Wegner

Früher sagte man, Journalismus sei, abzudrucken, wovon ein anderer möchte, dass es nicht abgedruckt wird, denn alles andere sei PR. Ein anderes Wort für Regierungs-PR ist „Propaganda“. Heute sind es nicht selten Journalisten, die sich als Beschwichtiger verdingen, auf dass weniger laut bekannt wird, was Menschen vor Ort mit eigenen Augen sahen./ mehr auf der Achse …

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Staatsfeind Nummer 1

Von Anabel Schunke

„Druck auf Seehofer wächst“, titelt tagesschau.de. Auf der Startseite der Süddeutschen wird zeitgleich Seehofers Rücktritt gefordert. Auch aus den Reihen der Union kommt harsche Kritik. „Die CSU muss insgesamt über ihre Führung nachdenken“. Der Politikstil, den die CSU pflege, „passt nicht mehr in die Zeit“, ließ beispielsweise der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident und Merkel-Vertraute Daniel Günther gegenüber dem Handelsblatt verlauten. Ebenfalls personelle Konsequenzen fordern Norbert Röttgen und Ex-CSU-Chef Erwin Huber. Auch der Regierungspartner aus Berlin, darunter Bundestags-Vize Thomas Oppermann, fordert den Rücktritt Seehofers. Dabei sollte man meinen, die SPD sei mit der Aufarbeitung ihres eigenen Wahldesasters hinreichend beschäftigt. Die Ernennung Horst Seehofers zum Staatsfeind Nr. 1 zeigt indes deutlich, dass die etablierten Parteien nicht in der Lage sind, die eigentliche Ursache für ihr Scheitern zu erkennen. Mehr auf der Achse …

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Mein alternativer Klimabericht

Von Dirk Maxeiner

Der Weltuntergang ist mein ständiger Begleiter, seit ich mich mit dem Thema Klima beschäftige. Eigentlich war ich der Meinung, die Apokalypse sei qua Definition ein einmaliges Ereignis. Die Welt kann doch nicht zweimal untergehen. Aber wir schreiben das Jahr 2018. Da geht sowas.

Ich habe eine kleine Sammlung von Zeitungsbeiträgen der letzten 30 Jahre und weiß gar nicht, wie viele „letzte Chancen“, „Fristen“ und „Kipppunkte“ ich inzwischen munter überlebt habe. Mein Favorit ist „Bild“ vom 3. Februar 2007 mit der Überschrift „Unser Planet stirbt!“ und der Zusatzzeile: „Jetzt amtlich“. Mehr auf der Achse …

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Mit Herz und Songs gegen Rechts™

Ein Video gegen die AfD, gedreht von der Initiative „Künstler mit Herz“ und auf Facebook mehr als 2,6 Millionen Mal geklickt: Das war vor der Wahl. Und jetzt? Danach? Den Protestwählern den Wind aus den Segeln nehmen, sagt Liedermacher Roland Hefter.

„Künstler mit Herz“, so nennt sich eine bayerische Initiative, die sich gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft zur Wehr setzen will. In ihrem Video „Mia ned!“, das im Vorfeld der Wahl so viele Klicks im Netz bekam, sieht man den Münchner Liedermacher Roland Hefter, wie er eine immer weiter anwachsende Menschenmenge um sich schart und die Wahlziele der AfD klar und deutlich benennt. Mehr beim BR …

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Schul-Klassenkampf: Darf ich als Schüler mal was sagen?

Von Christoph Schrön

In der aktuellen Denunziations-Debatte sprechen alle über die Schüler hinweg, deshalb möchte ich mal auf unsere Situation zu sprechen kommen. Es gibt in Schulen demokratisch legitimierte Meinungen, die von Schülern besser nicht ausgesprochen werden sollten. Wer es dennoch tut, hat mit vielerlei Nachteilen zu rechnen / mehr auf der Achse …

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Das Antidepressivum: Nazispuren auf dem Dachboden

Von Archi W. Bechlenberg

Seit nunmehr zwei Jahren bin ich ein Nazi. Eigentlich sogar noch ein Jahr länger, aber da sagte mir das noch niemand. Ich erfuhr es erst, nachdem die ersten Texte von mir auf der Achse des Guten erschienen waren. Alte Bekannte, von denen ich teils seit Jahrzehnten nichts mehr gehört hatte, informierten mich über meine verwerfliche Verwandlung. Ich erinnere mich an einen, der offenbar seine eigenen Worte nicht in Gedanken fassen konnte, er bombardierte mich daher mit simplen Fragen („Wie kannst du nur?“) sowie zusammengeklaubten Zitaten von Kant, Camus und vermutlich Papst Konstanz XIV., Küblböck und Katzenberger. Da war es aber längst zu spät für eine Umkehr, denn inzwischen hatte ich ein gutes Jahr Zeit gehabt, um mir über die Politik des „Alles muss rein!“ substanzielle Gedanken zu machen. Mehr auf der Achse ...

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