Ein veganer Shitstorm

Einen veganen Sommer-Shitstorm verursachte M.M. Meyer, als sie einen Spargelhof am Ratzeburger See besuchte. Nachdem sie sich wunderte, dass es zum Spargel auch tierische Produkte gab, durfte man die Schweine selbst ansehen, die der Hof mit viel Platz, Einstreu und Wühlbereich hält und selbst vermarktet. Die Tiere lagen an einem heißen Tag nicht in der Einstreu, sondern unter der Sprühkühlung im Kotbereich, der alle zwei Tage abgeschoben wird. Sie suhlten sich, und es scheint manchem Veganer nicht einsichtig, dass Suhle dreckig macht, auch wenn die Suhle am Ende ja eine Hygienemaßnahme darstellt. Und dass der Betrieb die Sprühkühlung nicht im Einstreubereich anwendet, sollte sich selbst erklären.
Veganerin Meyer zeigte sich aber sehr erschrocken, dass die Tiere „da eingesperrt in ihren Fäkalien lagen…. ich fand das dermaßen widerlich… einige schweine haben mich angeschaut und sind zu mir gekommen und ich wusste nicht, was ich tun soll…“ Am Ende dann: „Ach ja, es handelt sich hier um den … Bauernhof.“
Veganerin Meyer hätte vieles tun können: Sie hätte den Tierhalter fragen können, was er da macht und warum. Sie hätte ein Biologiebuch wälzen können, um mehr über das Verhalten von Schweinen zu erfahren. Sie wäre am Ende sicher froh und mit neuer Erkenntnis vom Hof gegangen. Doch all das war offenbar nicht ihr Ansinnen.
Unter Gleichgesinnten lässt es sich gut lamentieren und so wurde auf einer Tierrechts-Seite heftig über den Hofbesuch hergezogen: Melden! Anzeigen! Medien benachrichtigen! Hofseite spammen, Landwirt beschimpfen. Die Familie selbst konnte sich auf der Tierrechtsseite nicht aufklären, da Kommentare geblockt wurden, kein unbekanntes Phänomen solcher Gruppierungen.
Besonders schlimm aber, dass eine A. Zimmermann-K. fragte, ob sie die Bilder im Rahmen einer Tierschutz AG in einer Schule nutzen dürfe. Sie sei überzeugt, „dass man die Menschen mit konkreten Beispielen viel leichter erreichen kann, als mit abstrakten Behauptungen“.
Liebe Frau Zimmermann-K. Da haben Sie Recht. Damit erreicht man Menschen. Aber vielleicht fragen auch Sie einfach den Landwirt, was er zu sagen hat, bevor Sie eine völlig faktenfreie Verurteilung nur aufgrund von illegal aufgenommenen Fotos, die aus einer vermenschlichten Sicht interpretiert wurden, weitertragen.
Schulen müssen in Zukunft vorsichtiger werden, was Vorträge dieser Art angeht. Denn solche „Vorträge“ entsprechen nicht dem Bildungsauftrag, sondern sind als Tierrechts-Indoktrination einzuordnen.
Tierliebe, die mit Menschenhass einhergeht, darf keine Unterstützung finden!

Quelle: Bauernverband Schleswig-Holstein

  1. #1 von Heimchen am Herd am 25/06/2021 - 18:43

    „Update: Inzwischen war das Kreisveterinäramt auf dem Hof, es wurde von Tierrechtlern informiert, ebenso wurden der Landrat und das Landwirtschaftsministerium informiert. Das Ergebnis der Kontrolle war durchweg positiv. Wie für jemand, der die Bilder fachlich zu deuten weiß, zu erwarten…“

    Hoffentlich reicht es jetzt diesem hysterischen Weib!