Corona-Ende in Israel

Das israelische Gesundheitsministerium hat am Wochenende erklärt, dass ab dem 1. Juni fast alle verbleibenden inländischen Corona-Maßnahmen auslaufen werden, wie die Jerusalem Post berichtete. Die Regierung begründete diesen Schritt damit, dass die Corona-Zahlen auf 500 gesunken seien im Vergleich zu 88.000 auf dem Höhepunkt der Pandemie in Israel.
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  1. #1 von Heimchen am Herd am 26/05/2021 - 21:04

    Erstmals seit Ausbruch der Pandemie: Israel schafft Corona-Einschränkungen ab

    JERUSALEM, 25.05.2021 (NH) – Zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus hat Israel nahezu alle Einschränkungen im Rahmen der Pandemie abgeschafft. Selbst der international bekannt gewordene „Grüne Pass“ für Geimpfte und Genesene soll ab kommendem Dienstag nicht mehr gebraucht werden. Allein die Pflicht, Schutzmasken in geschlossenen Räumlichkeiten zu tragen, bleibt vorerst bestehen, sowie die Regelungen für die Ein- und Ausreise nach Israel. Gesundheitsminister Yuli Edelstein erklärte: „Wir haben die weltweit erfolgreichste Impfkampagne durchgeführt!“.

    Keine Unterschiede zwischen Geimpften und Ungeimpften

    Angesichts der niedrigen Sterblichkeitsrate, die trotz der Öffnung der israelischen Wirtschaft und des Bildungssystems konstant blieb, werden die Corona-Maßnahmen nicht verlängert. Demnach gilt die Verpflichtung einen “Grünen Pass” beim Einlass in Restaurants und bei Veranstaltungen vorzuweisen ab dem 1. Juni nicht mehr. In den kommenden zwei Wochen werden Fachleute über die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen entscheiden.

    Israelische Bürger, die gegen das Coronavirus geimpft oder nach einer Erkrankung genesen sind, erhielten am 21. Februar diesen Jahres den sogenannten „Grünen Pass“, mit dem es ihnen erlaubt war, Hotels, Theater, kulturelle und sportliche Veranstaltungen, wie auch Fitnessstudios, Schwimmbäder und Restaurant zu besuchen. Die Anwesenheit bei einer Hochzeit, Beschneidung oder anderen Feierlichkeiten wurde nur dann gestattet, wenn der Gast einen „Grünen Pass“ vorlegen konnte. Allen anderen ungeimpften Israelis war nur der Besuch im Supermarkt, Einkaufszentrum oder der Synagoge erlaubt. Der „Grüne Pass“ und dessen Vergünstigungen waren wohl der Schlüssel, die freiheitsliebenden Israelis nach drei ermüdenden Lockdowns zum Impfen zu bewegen.

    Trotz all diesen Lockerungen werden die Ein- und Ausreisebeschränkungen nach Israel beibehalten und falls nötig noch strengere Gesetzesentwürfe aufgesetzt. Die Entscheidungen des Gesundheitsministers Yuli Edelstein sind nach Rücksprache mit hochrangigen Beamten des Gesundheitsministeriums getroffen worden.

    „Erfolgreichste Impfkampagne der Welt“

    Edelstein sagte in einer offiziellen Erklärung: „Israel kehrt zur Normalität zurück. Vor weniger als einem halben Jahr haben wir die Impfkampagne gestartet. Dank der ausgezeichneten Arbeit der Mitarbeiter des Gesundheitswesens, der Krankenhäuser, des israelischen Magen David Adom, der Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums – und natürlich dank der unglaublichen Mobilisierung israelischer Bürger haben wir die erfolgreichste Impfkampagne der Welt durchgeführt. Wir ernten schon lange die Früchte der Impfungen, – wie eine sehr mit geringe Sterblichkeitsrate!“. Der israelische Gesundheitsminister fügte hinzu: „Jetzt ist es zum Glück medizinisch möglich, die Notwendigkeit des „Grünen Passes“ aufzuheben. Die Wirtschaft und die Bürger Israels werden noch etwas mehr aufatmen können! Dennoch müssen wir der Rückkehr zur Routine noch das Kleingedruckte beifügen: Das Gesundheitsministerium wird die Daten weiterhin überwachen, um einen weiteren Ausbruch zu verhindern, der uns zurückwerfen würde.“.

    Keine Reisen in „Rote Länder“

    Edelstein forderte die israelischen Bürger weiterhin dazu auf, nicht in Länder mit hoher Morbidität zu reisen und die Reisewarnungen des Gesundheitsministeriums zu befolgen. Auch in Ländern, die ab jetzt wieder besucht werden dürfen, sei es weiterhin wichtig, soziale Distanz einzuhalten.

    Corona-Statistiken versprechen Gutes

    Auf dem Höhepunkt der Pandemie gab es in Israel mehr als 10.000 Neuinfektionen pro Tag. Gestern waren es dagegen 12. Zum Höhepunkt der Coronakrise verzeichnete das Land 1.228 schwer kranke Patienten. Heute liegt die Zahl bei 59. Der israelische Rekord lag bei 88.000 aktiven Patienten, während aktuell nur 510 Fälle gemeldet sind. Damit liegt die Rate positiver Testergebnisse gerade einmal zwischen 0,1 und 0,2 Prozent.

    Auch die Statistiken der Coronavirus-Stationen in israelischen Krankenhäusern deuten auf ein Ende der Pandemie hin: In 22 Krankenhäusern im Land gibt es keinen einzigen Coronavirus-Patienten. Zudem befindet sich im ganzen Land kein medizinisches Personal in Quarantäne.

    In Israel gibt es 832.375 Corona-Genesene und 5.440.000 Personen wurden mit mindestens einer Dosis geimpft. 5.113.000 haben bereits ihre eine zweite Impfdosis erhalten. Bei den über 50-jährigen Israelis sind rund 92 % geimpft oder haben sich von Covid-19 erholt.

    Gestern wurden 19.530 Tests durchgeführt, die positive Rate lag bei 0,1 %. Der Ansteckungskoeffizient von gestern beträgt 0,93.

    https://www.fokus-jerusalem.tv/2021/05/25/erstmals-seit-ausbruch-der-pandemie-israel-schafft-corona-einschraenkungen-ab/

    Hoffen wir mal das Beste für Israel! Hoffentlich gibt es keine Langzeitschäden!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 26/05/2021 - 21:08

    Israel bringt Impfung für Jugendliche auf den Weg

    JERUSALEM, 23.05.2021 (DK) – Von Impfeuphorie und Impfneid ist die Rede: Seitdem weltweit im Fernsehen Bilder von gut besuchten Cafés und Geschäften in Tel Aviv zu sehen sind, gilt Israel als eine Corona-Oase. Über 60 Prozent der volljährigen Bevölkerung des kleinen Landes sind bereits vollständig geimpft worden. Die Zahlen sprechen für sich: Jeden Tag werden lediglich eine Handvoll Neuinfektionen gemeldet und insgesamt liegen derzeit nur noch 65 schwerwiegende Fälle vor. Nun nimmt Israel Kurs auf den nächsten Meilenstein zur Herdenimmunität. Schon Ende diesen Monats sollen die ersten 12- bis 15-jährigen Jugendlichen geimpft werden. Doch Eltern sind gegenüber dem Vakzin kritischer, wenn es um ihre eigenen Kinder geht.

    Experten-Gremium will Impfung für Teenager in zwei Wochen zulassen

    Das israelische Gesundheitsministerium bereitet sich auf eine neue Impfkampagne vor. Nach langen Gesprächen mit Mitarbeitern von Pfizer entschied sich ein Experten-Gremium des Ministeriums einstimmig dafür, die Impfung auch für Teenager zuzulassen. In den nächsten Tagen soll das Projekt gestartet werden. Anfang diesen Monats hatte die US-amerikanische Gesundheitsbehörde die Zulassung des Pfizer-BionTech-Impfstoffs für Kinder über 12 Jahren erteilt. Bei rund 2000 freiwilligen Jugendlichen der Pilotstudie wurden ähnliche Symptome wie auch bei erwachsenen Geimpften festgestellt. Neben Schüttelfrost und Fieber treten auch Gliederschmerzen auf. Zu ernsteren Nebenwirkungen sei es jedoch nicht gekommen.

    Nicht nur in Israel, sondern auch in anderen Ländern der Welt wird die Corona-Impfung an Kindern heiß diskutiert. Viele sprechen sich gegen diesen nächsten Schritt der Regierung aus. Schließlich geht die Letalitätsrate unter Kindern in Israel auf Null zu. Es wurden allerdings seit Beginn der Coronakrise über 1400 Kinder aufgrund der Erkrankung mit COVID ins Krankenhaus eingeliefert. Obwohl Corona bei Kindern im Normalfall asymptomatisch verläuft, galten die Schulen im vergangenen Sommer als Katalysator der zweiten Welle. Die Vereinigung der Kinderärzte hat sich für die Impfung ausgesprochen, doch Eltern bleiben weiterhin skeptisch.

    Herzmuskelentzündung als mögliche Nebenwirkung von Impfung

    Israel gilt im weltweiten Impfwettbewerb als Versuchskaninchen. Im Mittelpunkt des medialen Interesses stehen dabei die Auswirkungen des Impfstoffes von Pfizer. Forscher untersuchen derzeit Fälle von Myokarditis, einer Herzmuskelentzündung, die bei einem Dutzend junger Menschen nach der Impfung aufgetreten ist. Die Zahlen seien allerdings auf 5 Millionen Geimpfte gerechnet verschwindend gering. Es ist sogar noch unklar, ob die Anzahl an Entzündungen ungewöhnlich hoch ist. Noch gibt es keine Hinweise auf einen direkten Zusammenhang. Dennoch behalten israelische Wissenschaftler das Phänomen im Auge, da es vorrangig bei jungen Männern auftritt.

    https://www.fokus-jerusalem.tv/2021/05/23/israel-bringt-impfung-fuer-jugendliche-auf-den-weg/

    Es sind nicht alle Israelis erfreut, dass sie die Versuchskaninchen sind!