ntv in Panik: Maaßen kandidiert

Totgesagte leben länger, heißt es. So verhält es sich wohl auch mit der CDU. Die wurde noch bis zur Jahrtausendwende neben vielem anderen auch immer von einem damals schon anachronistischen Rechtsaußen-Flügel geprägt – migrationsfeindlich, knochenkonservativ in allen gesellschaftlichen Fragen und liberal nur da, wo es um Freiheiten für Unternehmen und ihre Eigentümer ging; getragen von Politikern, die gar nicht wussten, wen sie mehr hassen sollten: Grüne oder Sozialisten. Lang ist das her, könnte man meinen. Doch die mögliche Bundestagskandidatur von Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen ist der Versuch der letzten Unverbesserlichen, das Rad der Zeit zurückzudrehen, und im Vorbeigehen der ihnen so verhassten Angela Merkel den größtmöglichen Stinkefinger zu zeigen.

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  1. #1 von Heimchen am Herd am 08/04/2021 - 15:35

    „Nun ausgerechnet Hans-Georg Maaßen den aussichtsreichen Wahlkreis 196 zuzuschanzen, wo 2017 zusammen rund 34 Prozent der Erststimmen auf den Kandidaten der CDU entfielen und 23 auf den der AfD, ist ein Akt der maximalen Distanzierung von der Bundes-CDU; ein Affront gegen Merkel, Laschet, Generalsekretär Paul Ziemiak und eigentlich jeden in der Moderne lebenden Christdemokraten.“

    Hans-Georg Maaßen ist ein konservativer Politiker, wie er in der CDU nur noch selten anzutreffen
    ist! Leider hat Merkel aus der CDU eine grüne Partei gemacht und alles christliche und konservative
    verbannt! Maaßen hätte das Zeug, die CDU wieder für konservative Wähler attraktiv zu machen!
    Aber lieber wäre es mir, wenn er zur AfD wechseln würde, der einzigen konservativen Partei, die
    wir noch haben!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 08/04/2021 - 15:39

    Maaßen-Kandidatur: Schiebung hinter den Kulissen

    Von MANFRED ROUHS | Am 16. April 2021 hätte eine regionale Wahlkreisvertreterversammlung der thüringischen CDU Hans-Georg Maaßen, den ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, als Bundestagskandidaten für den Wahlkreis 196 Suhl-Schmalkalden-Meiningen-Hildburghausen-Sonneberg aufstellen sollen – oder einen anderen Wahlbewerber, falls der sich gegen Maaßen durchgesetzt hätte.

    Aber darauf mag es die Bundes-CDU offenbar nicht ankommen lassen. Der Termin ist gestrichen, bislang ersatzlos. Das meldet die „Zeit“.

    Dem Bericht zufolge bestätigt der thüringische CDU-Landesvorsitzende Christian Hirte die politische Hängepartie in seinem Landesverband: „Ein neuer Termin für die Wahlkreisvertreterversammlung ist zwischen den Kreisverbänden meines Wissens nach noch nicht abgestimmt.“

    Bei der Bundes-CDU brannte offenbar die Hütte, nachdem Hans-Georg Maaßen am 1. April seinen Hut in den Ring geworfen und öffentlich die Bereitschaft zur Kandidatur erklärt hatte. Nachdem über Ostern die Hoffnung verflogen war, es könnte sich eventuell um einen Aprilscherz handeln, zog die Parteispitze die Notbremse und ließ die Nominierungsversammlung platzen. Unklar ist jetzt, wie es weitergeht.

    Abhilfe könnte ein Parteiausschluss-Verfahren gegen Maaßen schaffen, das seit Monaten im Gespräch ist. Fragt sich nur, worauf ein Ausschluss des 58-jährigen Juristen aus der Union begründet werden könnte? Anderer Meinung zu sein als Merkel und Laschet dürfte für einen gerichtsfesten Parteiausschluss nicht ausreichen. Außerdem läuft der CDU-Führung die Zeit davon: Am 19. Juli ist Abgabeschluss für die Wahlvorschläge.

    http://www.pi-news.net/2021/04/maassen-kandidatur-schiebung-hinter-den-kulissen/

    Man darf gespannt sein, wie es weiter geht mit Hans-Georg Maaßen!

  3. #3 von Lomar am 08/04/2021 - 19:26

    Das Problem ist, dass Maaßen der AfD Stimmen kosten und somit die etablieren Strukturen festigen wird. Von daher unterstelle ich mal, dass er auch mit dem Segen der Bundes-CDU antreten wird. Er soll einen MP Höcke verhindern. Allerdings besteht schon auch die Gefahr für die CDU, dass Maaßen nach der Wahl bei der AfD weniger Berührungsängste haben wird als andere Politiker und es zu einer Koalition zwischen CDU und AfD kommen könnte. Ich persönlich würde AfD-Wählern raten, dabei zu bleiben und nicht auf Maaßen zu setzen.

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