Nie wieder – ein schwaches Versprechen

Von Anabel Schunke, gefunden bei FB

Heute gedenken wir den über sechs Millionen Juden, die Opfer des Holocausts wurden.
„Nie wieder“ haben wir uns geschworen und doch lassen wir es zu, dass Antisemitismus und Israelhass in unserer Gesellschaft wieder zunehmend Verbreitung finden.
Wie viel ist so ein Bekenntnis wert, wenn es zwar Betroffenheit und Empörung über die schreckliche Vergangenheit hervorruft, aber uns keine Lehren für die Gegenwart ziehen lässt?
Karl Lagerfeld sagte einst: „Man kann nicht, selbst wenn Jahrzehnte dazwischen liegen, Millionen Juden töten und danach Millionen ihrer schlimmsten Feinde ins Land holen.“
Nun brauchen wir keine Zuwanderer, um schmerzlich festzustellen, dass es auch deutsche Rechts- und Linksextreme gibt, die ihrem Antisemitismus freien Lauf lassen. Anders als dem rechtsextremen Antisemitismus haben wir dem islamischen Antisemitismus, über den wir uns als Gesellschaft ausschweigen, jedoch nichts entgegenzusetzen. In vielen islamischen Ländern ist er tief in der Bevölkerung verankert und wird hier von Zuwanderern weiter ausgelebt und von Linken unterstützt oder zumindest verschwiegen.
Wenn heute jüdische Mitbürger davor gewarnt werden, in bestimmten Stadtteilen Berlins Kippa zu tragen, wenn sie auf offener Straße attackiert und beschimpft werden, wenn Synagogen polizeilich geschützt werden müssen, dann zu einem Großteil aufgrund der Zuwanderung aus islamischen Ländern.
Dass wir das zulassen, weil wir zu feige sind, Probleme im Kontext dieser Zuwanderung als Gesellschaft anzusprechen, ist eine unermessliche Schande und zeigt, wie wenig uns der Anspruch „Nie wieder“ bedeutet.
Dabei geht es nicht um Schuld, die keiner von uns, die wir in der Bundesrepublik nach 1945 geboren sind, trägt. Es geht um Verantwortung. Und wenn wir diese haben, dann gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern. Nicht gegenüber Muslimen und nicht gegenüber einem Zeitgeist, der uns zum Schweigen verdonnern will. Verantwortung für den Erhalt von Freiheit und Toleranz. Und Verantwortung dafür, an jenen Kritik zu üben, die diese freie, pluralistische Gesellschaft ablehnen.

  1. #1 von Heimchen am Herd am 27/01/2021 - 17:32

    Broders Spiegel: Die deutsche Holocaust-Vorstellung

    *https://www.youtube.com/watch?v=uWf2K33eyig

    Heute ist der 75. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und damit offizieller Holocaust-Gedenktag. Doch die offiziellste Gedenkveranstaltung fand bekanntlich schon vor ein paar Tagen in Yad Vashem statt. Die deutschen Medien feierten den Auftritt von Bundespräsident Steinmeier. Niemand erinnerte daran, dass derselbe Steinmeier den Herrschern in Teheran zum Jahrestag der Islamischen Revolution gratulierte, obwohl doch eines der Ziele der in die Jahre gekommenen Revolutionäre die Vernichtung des Staates Israel ist. Stattdessen konnten deutsche Medienkonsumenten lernen, dass deutsche Gedenk-Spezialisten das Holocaust-Gedenken eigentlich viel besser beherrschen als die Israelis.

    Das Video ist zwar vom letzten Jahr, aber das ist egal! Die Heuchelei der deutschen Politiker ist
    unerträglich!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 27/01/2021 - 17:38

    Special zu Henryk M. Broder »Vergesst Auschwitz«

    Herr Broder, Auschwitz steht als Metapher für den großen Zivilisationsbruch, den die Deutschen zu verantworten haben. In dem Gedenken an Auschwitz spiegelt sich das
    Eingeständnis der deutschen Schuld. Jetzt geben Sie die Parole „Vergesst Auschwitz“ aus. Muss diese Provokation auch noch sein?

    Ich sehe weit und breit keine Provokation. Was das Gedenken an Auschwitz angeht, so ist längst der deutsche „Sündenstolz“ (Hermann Lübbe) an die Stelle der deutschen Scham getreten – wenn es die je gegeben hat. Wir waren die größten Schurken, jetzt sind wir die größten Büßer.

    Nochmals: Ist für Sie denn gar nichts sakrosankt?

    Nicht dieses ritualisierte Gedenken. Ginge es nach mir, würde ich Auschwitz dem Erdboden gleichmachen. Auschwitz ist zu einem Disneyland der Gruselkultur verkommen. Zuletzt hat die Bundesrepublik 60 Millionen Euro zugesagt, um die Baracken vor dem Verfall zu retten
    und den verrosteten Stacheldraht zu ersetzen. Mich interessiert der letzte Holocaust so sehr wie der Auszug aus Ägypten. Mich interessiert, wie wir die Gegenwart meistern, den nächsten Holocaust verhindern.

    Jetzt begründen Sie das mal!

    Das Gedenken an die toten Juden hat sich vollkommen von den Opfern gelöst und dient nur noch dazu, den Tätern und deren Nachkommen ein gutes Gefühl zu verschaffen. Deswegen fangen alle Reden über Israel oder den Nahost-Konflikt mit der Formel an: „Gerade wir als Deutsche…“ Weiter geht es mit der Frage, wieso ein Volk, das dermaßen gelitten hat (die Israelis), nun ein anderes Volk (die Palästinenser) so schlecht behandelt. Und sie enden mit
    der Aufforderung an die Juden, endlich die Lehre aus der Geschichte zu ziehen, so wie „wir“ es getan haben. Das deutsche Interesse an den Juden ist das eines resozialisierten Kriminellen, der zum Bewährungshelfer mutiert ist und seine ehemaligen Opfer mahnt, nicht in seine
    Fußstapfen zu treten.

    Haben Sie nicht Angst, mit solchen Schlagzeilen den alten wie neuen Rechten in die Hände zu spielen?

    Ich wüsste nicht, wie und womit. Was Israel angeht, sind sich die neuen Rechten und die alten Linken doch einig: Das Ding muss weg. Mir geht es im Übrigen nicht darum, wem ich in die Hände spielen könnte. Im Grunde schreibe ich, damit mir eine Sache, die ich nicht verstehe, klarer wird. Beispielsweise warum die progressive Linke sich mit Gaddafi solidarisiert und kein Wort über die Massaker an der syrischen Bevölkerung verloren hat.

    Warum ein Provinz-
    Konflikt wie der im Nahen Osten so viele Energien mobilisiert, während wichtigere Konflikte unbeachtet bleiben. Warum Deutschland sich bei der Libyen-Abstimmung im Sicherheitsrat der Stimme enthält. Inzwischen kann ich mir dieses asymmetrische Phänomen von Wahrnehmung und Reaktion erklären. Es lässt sich mit einem Satz des isländischen Gen-Forschers Kari Stefansson ausdrücken: „Adolf hat die Deutschen noch immer fest im Griff!“

    https://www.randomhouse.de/Special-zu-Henryk-M-Broder-Vergesst-Auschwitz/Vergesst-Auschwitz/aid35755_7865.rhd

    Genauso ist es!

  3. #3 von Heimchen am Herd am 27/01/2021 - 17:42

    Yaakov Shwekey ✡ WE ARE A MIRACLE

    *https://www.youtube.com/watch?v=cmyKFLQDHns

  4. #4 von Heimchen am Herd am 27/01/2021 - 17:55

    Palästinenser: Juden haben den Holocaust selbst verursacht

    JERUSALEM, 27.01.2021 (TM/TPS) – Die Welt gedenkt heute der Opfer des Holocaust. Anlass ist die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee am 27. Januar 1945. Doch 76 Jahre später ist der Judenhass nicht verschwunden, im Gegenteil: Rund um den Globus nehmen antisemitische Lügen zu. Während europäische Politiker vor allem auf die Gefahren durch Rechtsextreme hinweisen, wird der Judenhass in vielen Ländern mit islamischer Mehrheit ganz offen zur Schau getragen.

    „Strafe für jüdische Bosheit“

    Die Juden haben den Holocaust durch ihr Verhalten auf sich gezogen. Das behauptete in dieser Woche das offizielle Fernsehen der Palästinensischen Autonomiebehörde. Der Völkermord sei von Europa als Strafe für „jüdische Verschwörungen und Bosheit“ erfolgt. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas hatte zuvor erklärt, dass die Europäer jahrhundertelang „alle 10 bis 15 Jahre“ Massaker an Juden begangen hätten, die im Holocaust gipfelten. Dies alles sei eine Reaktion auf jüdisches Verhalten gewesen. Abbas unterstrich, dass „der Hass auf die Juden nicht auf ihre Religion zurückzuführen ist, sondern auf ihre soziale Rolle, die mit Wucher und Banken usw. verbunden war.“ Damit wiederholte er klassische antisemitische Vorstellungen.

    Die Fatah-Partei, die von Abbas geleitet wird, hat dazu ein Propagandavideo produziert. Juden werden darin als böse und bedrohliche Kraft dargestellt, gegen die sich die Europäer verteidigen mussten. Die Juden, erklärte die Fatah, „führten ein Projekt an, um die Menschheit zu versklaven.“

    „Israel ist ein Projekt des Satans“

    Der Oberste Scharia-Richter der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Al-Habbash, ist Abbas persönlicher Berater in Islamfragen. Er hat gelehrt, dass der palästinensische Krieg gegen Israel im Wesentlichen der historische Konflikt des Islam gegen die Juden sei. Die seien Verbündete des Satans und verbreiteten Böses und Falsches. Der jüdische Staat Israel sei „Satans Projekt“, beteuerte er.

    Laut einer aktuellen Studie sind die Palästinenser die antisemitischste Volksgruppe der Welt. Trotz des offen zur Schau gestellten Judenhasses, der sich auch durch palästinensische Schulbücher zieht, wird die Autonomiebehörde von europäischen Regierungen jährlich mit Hunderten von Millionen Euro unterstützt.

    Das jüdische Volk dürfe nie mehr schutzlos denjenigen gegenüberstehen, die es vernichten wollten. Das erklärte Israels Regierungschef Netanjahu anlässlich des Holocaust-Gedenktages. „Wir erinnern uns an dieses dunkelste Kapitel in der Geschichte der Menschheit, als ein europäisches Land beschloss, ein Programm zur Ausrottung eines jeden Juden zu verabschieden und die volle Macht eines modern entwickelten Industriestaates zu mobilisieren, um diesen unglaublichen Albtraum zu verwirklichen“, so Netanjahu weiter. Die Welt habe jedoch aus dem Holocaust keine Lehren gezogen: „Die Krankheit des Antisemitismus verbreitet sich weiterhin. Ein Impfstoff zum Schutz vor dem Antisemitismus-Virus muss noch gefunden werden.“ Antisemitismus sei die offizielle Staatspolitik des Iran, finde sich aber auch in amerikanischen Universitäten und bei europäischen Eliten.

    Netanjahu: Wir sind nicht mehr wehrlos

    Der israelische Regierungschef wies auf den großen Unterschied zwischen der Zeit des Holocaust und der Gegenwart hin: Damals seien die Juden wehrlos gewesen und hätten andere um Hilfe bitten müssen. „Heute sind wir fest in unserem alten Land verwurzelt, frei und stark in unserem unabhängigen Staat.“ Man dürfe die Vergangenheit nicht vergessen. Das jüdische Volk werde nie mehr schutzlos sein gegenüber Mächten, die seine Zerstörung anstreben.

    Israel begeht seit 1951 mit dem Yom HaScho’a einen eigenen jährlichen Gedenktag, 2021 am 8./9. April.

    https://www.fokus-jerusalem.tv/2021/01/27/palaestinenser-juden-haben-den-holocaust-selbst-verursacht/

    Jetzt versteht man auch, weshalb die Linken die Palis so lieben!

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