Beethoven als Hassobjekt

Von Volker Seitz

Die angestrengte Suche nach Feindbildern geht weiter. Unter dem Titel „Jetzt gehen Bilderstürmer auch noch auf Beethoven los“ schreibt Elmar Krekeler auf Welt-Online am 18.9.2020:  

„Nach dem klassischen linken und elitären Denkmuster, dass Erfolg ja prinzipiell verdächtig ist, dass damit irgendwas nicht stimmen kann, dass da eine Verschwörung hinter stecken muss, rücken sie [Vox, ein eher linkes digitales Nachrichtenportal] mit den Waffen der Cancel Culture nun auf das größtmögliche musikalischer Denkmal vor, um es in der Nachfolge von Kant & Co vom Sockel zu stoßen. Beethoven im Allgemeinen und die Fünfte im Besonderen seien Symbole der Exklusion und des ‚elitism‘ der Weißen. Und Beethoven, den afroamerikanische Aktivisten immer mal wieder als Schwarzen für sich zu reklamieren versuchen [ihm wurden maurische Vorfahren angedichtet], ein ‚white supremacist‘“. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Heimchen am Herd am 23/09/2020 - 20:41

    „Beethoven als Hassobjekt“

    Das ist alles nur noch als krank zu bezeichnen!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 23/09/2020 - 20:43

    Beethoven – Moonlight Sonata (FULL)

    *https://www.youtube.com/watch?v=4Tr0otuiQuU

    Herrliche Musik!

  3. #3 von CheshireCat am 23/09/2020 - 21:50

    „Beethoven im Allgemeinen und die Fünfte im Besonderen seien Symbole der Exklusion und des ‚elitism‘ der Weißen.“

    Das ist doch klar, weil

  4. #4 von CheshireCat am 23/09/2020 - 21:51

    Die nächste Stufe sieht so aus:

    Zwischenergebnis:

    Bürlüner Symphoniker spielt EU-Hymne in Görlitzer Drogen-Park

    Schließlich wird Musik im EU-Kalifat als unislamisch verboten.

  5. #5 von CheshireCat am 23/09/2020 - 21:57

    Noch ein Grund Beethoven zu hassen:

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1303-19-februar-2020

    Vor einem Monat habe ich an dieser Stelle einen Leser zitiert, der auf die äußert flexible Betextbarkeit von Beethovens inwischen zur EU-Hymne downgegradeten „Ode an die Freude“ hinwies (hier, bis nach unten scrollen).
    *https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1285-26-januar-2020

    Der Palimpsest wurde dieser Tage neu beschriftet von achtbaren Brexitians und zugleich von der Schmach erlöst, primär den Auftritten von Bürokraten und Canaillen sekundieren zu müssen:

    Fuck you, European Union!
    Tally-ho, you fuckings pricks!
    We are the United Kingdom,
    You can eat our spotted dicks!

    Das ganze Freudenlied finden Sie hier.
    *https://www.youtube.com/watch?v=RpxV9xuqLeA

  6. #6 von CheshireCat am 23/09/2020 - 23:50

    *https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1447-23-september-2020

    Jede Wahrheit braucht einen Mutigen, der sie ausspricht – so oder so ähnlich lautete einmal der Kampagnenslogan für ein deutsches Boulevardblatt. Galt damals, gilt heute, gilt immer.

    „Rassismus ist nichts anderes als ein rabulistischer Doppelbegriff für den blanken, unerträglichen, gewalttätigen, kriminellen Neid auf Weiße.“
    Also schreibt Hadmut Danisch.
    *https://www.danisch.de/blog/2020/09/22/die-analyse-des-rassismus-eine-definition/


    „Es geht nicht, wie immer behauptet, um white supremacy. Es geht um black inferiority.“ Die ganze „Black Lives Matter“-Bewegung mit ihrer Lust am Zerstören der „weißen“ Gesellschaft, am Plündern, am Niederbrennen von Straßenzügen, die Forderung nach Bevorzugung an den Universitäten, es gehe bei alldem, so Danisch, um nichts anderes als „dieses latente Minderwertigkeitsgefühl, weil man selbst nichts hinbekommt und ansehen muss, wie die Weißen in den letzten 500 Jahren im Alleingang die Welt neu erfunden und die Moderne geschaffen haben.

    Ein Rassist ist nicht etwa einer, der irgendwie noch Nazi-Gedanken hat, sondern schlicht einer, auf den man neidisch ist und sich deshalb unterlegen fühlt. Deshalb auch diese Frontalangriffe auf Wissenschaft, Ingenieurswesen, Finanzwesen, Kunst. (…)

    Und deshalb ist ein Rassist jeder, auf den man neidisch ist. Jeder, der mehr leistet als der neidische Teil. Deshalb ist die amerikanische Linke auch so bedacht darauf, wirklich alles zu zerstören, worauf man irgendwie neidisch sein könnte und sich selbst in einen Zustand zurückzuversetzen, auf den niemand mehr neidisch sein könnte.“

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