Heikos Liebesgrüße aus Moskau

Von Dirk Maxeiner

Wenn ein deutscher Außenminister ausgerechnet von Moskau aus – Seit‘ an Seit‘ mit dem russischen Außenminister – die USA angreift, dann hat das schon eine besondere Qualität. „Kein Staat hat das Recht, der EU ihre Energiepolitik zu diktieren. Und das wird auch nicht gelingen“, sagte Heiko Maas am Dienstag in Moskau nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Heimchen am Herd am 14/08/2020 - 14:42

    „Kein Staat hat das Recht, der EU ihre Energiepolitik zu diktieren.“

    Was gibt es daran auszusetzen? Ich bin auch der Meinung, dass sich die USA da rauszuhalten hat!
    Jeder Staat muss zuerst an sein Land denken, so wie Donald Trump das ja auch tut!

    „America first“ und jetzt eben „Germany first“! Gleiches Recht für alle!

  2. #2 von CheshireCat am 15/08/2020 - 00:34

    „… geht es aktuell (eigentlich aber schon seit Obama) um das Pipeline-Projekt „North-Stream 2.““

    Donald versucht Deutschland sein teueres Flüssiggas statt des billigeren russischen mit unlauteren Methoden aufzuzwingen.
    Das ist für ihn „Big Deal“, aber nicht für uns.

    „Deutschland brachte viele EU-Länder gegen sich auf, darunter die Osteuropäer,…“

    Die wollen Transitgebühren.
    Notfalls auch Gas stehlen (Ukraine).
    Mit North-Stream 2 kann Deutschland das vermeiden.

    „Im Streitfall könnte Russland damit drohen, den Gashahn zuzudrehen.“

    Das hat selbst UdSSR im kalten Krieg nie gemacht.
    Im heutigen schrumpfenden Öl- / Gas-Markt ist es ausgeschlossen.

    „Deutschland gibt also in den Augen der Amerikaner nicht nur zu wenig für die NATO aus, sondern finanziert auch noch den Erzrivalen Russland…“

    Russland war nach der Wende sehr pro-westlich gesinnt und versuchte sich in die westliche Zivilisation zu integrieren. Nach der ständigen Drangsalierung und Umkreisung durch NATO haben sich die russischen Beziehungen zum Westen ziemlich abgekühlt.

    Allerdings betrachtet Russland den Westen / die USA immer noch als „Partner“ (offizielle russische Redensart).
    Dass die USA Russland zum Erzrivalen zählen, ist angesichts des Konfliktes mit China Wahnsinn pur.
    Und Wahnsinnige können nicht gewinnen.

    „Wenn ein deutscher Außenminister ausgerechnet von Moskau aus – Seit’ an Seit’ mit dem russischen Außenminister – die USA angreift, …
    Als der chinesische Ministerpräsident Li bei einem Berlin-Besuch eine Spitze nach der anderen gegen Donald Trump setzte,…“

    Nach der Wende ist die amerikanische Politik absolut irrational geworden –
    USA machen sich einen mächtigen Feind nach dem anderen
    und setzen auf solche Verbündete wie Georgien, baltische Staaten usw. (die mehr kosten als bringen) oder Saudi Arabien (fundamentale Feinde des Westens).
    Deshalb steigen die USA so schnell ab.

    PS
    Der Artikel ist Müll…

  3. #3 von CheshireCat am 15/08/2020 - 00:34

    „…Wladimir Putin abhängig, dem man andernorts finstere Einmischungen in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten vorwirft.“

    Nun, „finstere Einmischungen in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten“ sind die bekannte Spezialität der USA.
    Auch Merkel-Regierung / EU versuchen es nach Kräften.

    So sehen es inzwischen die Chinesen:

    Interessant ist, dass USA nicht mehr als mächtiger Feind dargestellt werden, sondern nur noch als Schurke.