Maske und Maulkorb

Von Peter Grimm

Neulich fiel mir das alte kleine Gebotsschild an der Tür eines Linienbusses ins Auge. Es gemahnte Fahrgäste mit Hunden schon lange Zeit, dass sie ihrem vierbeinigen Liebling im Bus einen Maulkorb anlegen müssen. Heutzutage fällt dieses Schildchen neben den wesentlich größeren und prägnanteren Aufklebern an den Bustüren, welche die Maskenpflicht für alle Zweibeiner vorschreiben, kaum noch auf. Den Verkehrsbetrieben ist offensichtlich die Maskenpflicht für Menschen ungleich wichtiger als die Maulkorbpflicht für Hunde. In etlichen Zügen der Berliner S-Bahn lässt sich auf den ersten Blick nicht einmal mehr der Maulkorbgebots-Aufkleber finden. Aber wann wurden solche Gebote in Berlin je wirklich durchgesetzt? Hunde ohne Maulkorb sah und sieht man in Berliner Stadtbahnzügen deutlich häufiger als welche mit. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Heimchen am Herd am 29/07/2020 - 19:44

    Die Leute wollen nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, ist ihnen zu gefährlich!

    So soll der Nahverkehr gerettet werden

    Wer in der Corona-Krise mehr zu Hause ist, ist weniger unterwegs – klar. Für den Weg ins Home-Office braucht’s keinen Bus und keine Bahn. Das haben in den vergangenen Monaten besonders die Nahverkehrsunternehmen in NRW deutlich zu spüren bekommen. Mit einer bundesweiten Werbekampagne wollen Bund, Länder und Verkehrsunternehmen nun wieder für die Nutzung des ÖPNV werben. Unter dem Motto #BesserWeiter wollen sie verloren gegangenes Vertrauen (und Fahrgäste) zurückgewinnen.

    Weiterlesen hier: https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/corona-oepnv-auswirkungen-100.html

    Es war ja schon vor Corona gefährlich in der Bahn!

  2. #2 von CheshireCat am 30/07/2020 - 01:06

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1408-29-juli-2020

    Ich schrieb hier vor einigen Wochen, die Maskentragerei sei zwar unsinnig, aber es sei immer noch wirkungsvoller, eine Maske zu tragen als keine. Das muss ich wohl zurücknehmen. Die Dinger sind reine Symbolik. (Sieht man allein daran, dass auch ein Schal oder ein Halstuch als Mundschutz akzeptiert werden.) Sie sollen das Erregungslevel hoch- und die Untertanen bei möglichst miserabilistischer Stimmung halten. Die sehr selten zu sehenden medizinischen Schutzmasken ausgenommen, sind die Masken wirkungslos, vielleicht sogar eher Brutstätten für Mikroben als Schutz. Die Mundwindel etwa, welche ich mir vors Gesicht hänge, wenn ich einkaufe oder Bahn fahre, habe ich nie gewaschen, sie steckt mit dem Kleingeld in der Jackettasche, wäre ich Viren- statt Ringträger, würde dieser Lappen wie eine famose Petrischale funktionieren. Aber die Mitwelt ist beruhigt.

    Desto unangenehmer ist die wachsende Hysterie beim Durchsetzen der Maskenpflicht. Etwa wenn im ICE die Lady sechs Plätze weiter den Schaffner darauf hinweist, dass ich meine abgesetzt habe. Sobald er Konformität herstellen kann, ist der gute Deutsche ganz bei sich.
    Einschaltung für Esel*innen: Ich habe nicht gesagt, dass das Virus harmlos ist, sondern lediglich, dass die Masken zu seiner Bekämpfung allenfalls als Propagandawaffe beitragen.

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