Jetzt geht´s den Mohren überall an den Kragen

Heidelberg. Was transportieren Namen? Der Berliner U-Bahnhof Mohrenstraße jedenfalls wird künftig U-Bahnhof Glinkastraße heißen. Das teilten die Berliner Verkehrsbetriebe am Freitag mit. Begründung: Damit reagiere man auf die Debatte um den Straßennamen. Als weltoffenes Unternehmen lehnten die Verkehrsbetriebe jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung ab. Nun sorgt die Debatte um Begriff und Figur des „Mohren“ auch in Heidelberg für Kontroversen. weiter bei Rhein-Neckar-Zeitung

  1. #1 von Zalman Yanowsky am 10/07/2020 - 12:44

    Die Glinka-Geschichte in Berlin nicht zu früh hochkochen lassen! Erst wenn alle Amigos mit Steuergeldern versorgt sind für neue Straßenschilder, Formulare und womit sich noch Geld verdienen läßt bei Umbenennungen, die Glinkastraße umbenennen!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 10/07/2020 - 14:22

    Ja, lieber Zalman, das wird noch teuer werden!

    „Warum es keine gute Idee ist, den Berliner U-Bahnhof »Mohrenstraße« nach Michail Iwanowitsch Glinka zu benennen“

    https://www.juedische-allgemeine.de/kultur/schlechte-wahl/

    Dummheit oder Absicht?

  3. #3 von CheshireCat am 10/07/2020 - 23:23

    HOPPLA!

    Es ist inzwischen sogar der bunten Intelligenzija zu viel geworden:
    OFFENER BRIEF GEGEN BESCHRÄKUNGEN DER MEINUNGSFREIHEIT

    https://www.thewrap.com/harpers-letter-cancel-culture-jk-rowling-fareed-zakaria-wynton-marsalis/
    JK Rowling, Fareed Zakaria, Wynton Marsalis
    Decry Rising ‘Intolerance of Opposing Views’ In Public Letter
    Author, journalist and musician are among 150 intellectuals who question the “restriction of debate” in historic reckoning over racism

    https://harpers.org/a-letter-on-justice-and-open-debate/
    A Letter on Justice and Open Debate

    J.K. Rowling
    Salman Rushdie, New York University
    Francis Fukuyama, Stanford University

  4. #4 von CheshireCat am 10/07/2020 - 23:38

    https://www.sueddeutsche.de/bayern/coburg-stadtwappen-mohr-rassismus-nationalsozialismus-1.4951079
    Rassismus-Debatte in Coburg: Das verzwickte Stadtwappen

    Den „Mohren“ im Wappen wollen einige loswerden. Ein solches Unterfangen gab es schon einmal. Damals war die Stadt ihrer Zeit voraus – auf maximal unrühmliche Weise.

    … Coburg war zu der Zeit, als es dem Wappen an den Kragen ging, seiner Zeit tatsächlich voraus – auf maximal unrühmliche Weise: Hier gab es erstmals eine absolute Mehrheit für die NSDAP, hier flatterte die Hakenkreuzfahne erstmals an einem Amtsgebäude, hier gab es den ersten Nazi als Stadtbürgermeister. Franz Schwede hieß der, das ist jener Herr, von dem die eingangs genannten Zitate stammen.

    Jener Obernazi der Stadt war übrigens nur zum Teil erfolgreich mit seiner Wappenattacke. Von 1934 bis 1945 wurde zwar der sogenannte Mohr mit SA-Dolch samt Hakenkreuz ersetzt. Verehrt aber wurde der städtische Schutzpatron heimlich weiter. Und nach dem Krieg bekam er seinen angestammten Platz zurück – im Wappen. Und nun? Könnte der „Mohr“ erneut ersetzt werden, eine entsprechende Petition hat jetzt viel Zulauf.

  5. #5 von CheshireCat am 10/07/2020 - 23:51

    Eine Korrektur, die längst überfällig ist:

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