Zum Sprachdiktat bitte!

Von Lukas Rich

Irritierend sind weniger die Debatten rund um die Verwendung von „gendergerechter Spra­che“ als vielmehr die Metho­den zu deren Durchsetzung.

Dem Zeitgeist verpflichtete Themen wie die Forderung nach „gendergerechter Sprache“ rücken während der Covid-19-Pandemie in den Hintergrund. Der Ruf nach stilistischen Sprach­mitteln wie Gender*sternchen, Binnen-I, Gender-x oder sub­stan­tivierten Parti­zipien ist vorläufig verstummt. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass diese Debatte mit dem Abflachen der Corona-Kurve wieder an Fahrt gewinnen wird. Wohl­gemerkt: Unter linguis­tischen Gesichtspunkten sind die sich stellenden Fragen inter­essant: Ist es tatsächlich so, wie dies feministische Stimmen pro­pagieren, dass mit der Ver­wend­ung des generischen Maskuli­nums Frauen ebenso wie nicht­­binäre Geschlechts­identitäten ausgeschlossen werden? Oder gibt es nicht viel­­mehr in der deutschen Spra­che gar keinen Zusammenhang zwischen sprach­lichem Ge­schlecht (Genus) und bio­logischem Geschlecht (Sexus)? Über solche Fragen lässt sich trefflich streiten, und das ist auch gut so. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von ingres am 01/06/2020 - 11:56

    Natürlich kann man die Diskussion führen. Das Wörtchen „man“ kommt sicher nicht von ungefähr. Das liegt daran, dass Männer stärker sind und halt von der Natur die Aufgabe zum Kampf und zur Führung bekommen haben. Trump 1,88, Das macht nun mal einen anderen Eindruck als eine ebenfalls intelligente Frau, die halt 1,60 ist. Auch hat die Natur bei Männern im Äußeren ganz andere Akzente gesetzt als bei Frauen.Breie Schultern, Stechender Blick hängen auch mit dem Prinzip des Führens zusammen. Wer nimmt denn den hier ernst, wer würde den ernst nehmen, wenn unseres Gesellschaft nicht völlig pervers wäre.
    Ja und da hat die Sprache sicher nicht zufällig z.B. das „man“ entwickelt. Und auch die Betonung der männlichen Sprachformen. Frauen sind abgeleitet, auch bei den Namen. (Man vgl. z. B russische Familiennamen )Aber wo (und auch mit anderen Dingen) war und wäre das Problem. So ist es nun mal. Die Frau hat andere Aufgaben und Bedeutungen.

  2. #2 von ingres am 01/06/2020 - 12:00

    #1 von ingres am 01/06/2020 – 11:56

    Ach so, ich wolte fragen, wer z. B. den hier ernst nimmt.

    https://quotenqueen.wordpress.com/?s=lindh

  3. #3 von Heimchen am Herd am 01/06/2020 - 15:33

    „Parlamentsmitglieder haben die Funktion, die unterschiedlichsten politischen Mein­ungen und Weltanschauungen ihrer Wählerschaft ungefiltert in den demokratischen Prozess einzuspeisen. Dabei sind – letztlich politisch motivierte – Sprachregelungen fehl am Platz. Die erzieherische Forderung nach Gendersprache kann und darf in einer funktionier­enden Demokratie nicht bewirken, dass die politische Minderheit ihren Sprachgebrauch an die linguistischen Präferenzen der Mehrheit anpassen muss, um sich überhaupt Gehör ver­schaffen zu können. Solche Sprachdiktate sind demokratiefeindlich und letztlich totalitär. Denn Freiheit des Individuums ist immer auch Freiheit der Sprache.“

    Genauso ist es!

  4. #4 von CheshireCat am 01/06/2020 - 23:20

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