Ökonom Markus Krall zu den wirtschaftlichen Aussichten

  1. #1 von Heimchen am Herd am 31/03/2020 - 20:17

    „Das Corona-Virus war der Auslöser für eine schon lange schwelende Wirtschaftskrise, sagt der Volkswirt und Publizist Markus Krall im Exklusiv-Interview mit COMPACT-TV. Am Ende werden der Zusammenbruch des EU-Währungssystems und massive Enteignungen stehen.“

    Da müssen wir uns alle warm anziehen!

  2. #2 von CheshireCat am 01/04/2020 - 01:13

    „Wirtschaftliche Aussichten“

  3. #3 von CheshireCat am 01/04/2020 - 01:32

    „Ökonom Markus Krall zu den wirtschaftlichen Aussichten“

    Nun, Markus Krall hat früher einen totalen Crash infolge der Rezession vorausgesagt.
    Es kommt aber fast immer anders als man denkt.
    Und es ist auch diesmal so.

    Wir sehen zwar einen Crash infolge der Corona-Pandemie, aber keinen totalen.
    China hat Corona schon im Griff und erholt sich.
    Intelligente Staaten (Japan, Süd-Korea & Co.) haben gewisse Einbussen, aber keinen Crash.

    Hart getroffen hat es die Länder, die den Anfang der Epidemie verbockt haben.
    Politiker sind aber wild entschlossen, die Krise mit Steuer- / Luftgeld zuzuschütten
    (denn sie wissen, dass sie eine große Krise nicht überleben).

    Ich sehe (noch) keinen totalen Crash.
    Wenn man im Westen Corona zügig in Griff bekommt, wird sich die Wirtschaft erholen.
    Es ist sogar ein kurzer Boom wegen Nachhol-Effekte zu erwarten.

  4. #4 von ingres am 18/04/2020 - 08:22

    Es gibt leider nur noch eine einige Hoffnung. Ich habe noch nicht verstanden, wie die Situation entsteht, dass das gedruckte Geld nachfragewirksam wird, so dass die Hyperinflation entsteht. Klar ist mir nur, dass die Güter mit der Nachfrage im Gleichgewicht bleiben müssen. Krall erklört das leide in diesem Video nicht, sondern behauptet die Nachfragewirksamkeit, wenn die Zombies gerettet werden müssen. Aber es müssen ja darüber hinaus weitere Billionen geduckt werden. Praktisch für Alle und Jedermann. In einem anderen Video sagt Krall wiederum genau das, dass nämlich die „Scholz-Bank“ Helikoptergeld an alles und Jeden vergeben wird. Daraufhin habe ich beides zusammen gebracht (Krall hat es nicht hinreichend erklärt): eine für die nach Corona geringere Produktion zu hohe Nachfrage. Aber die Hoffnung besteht darin, dass ich das nicht verstehe.

  5. #5 von ingres am 18/04/2020 - 08:33

    #4 von ingres am 18/04/2020 – 08:22

    Ich meine, in dem Video in dem Krall die Scholz-Bank (also Kreditvergabe durch den Finanzminister) spricht er nicht davon, dass Nachfragewirksamkeit entsteht. Das habe ich mir dazu gedacht, weil ich die Hyperinflation verstehen wollte, die Krall an anderer Stelle nur behauptet. Aber es ist ja so, den um ihre Existenz gebrachten Menschen müßte ja geholfen werden. Dann müßte die Produktion den Wettlauf mit den Hilfen gewinnen. Ich weiß nicht, ob das tatsächlich verstanden ist, was da kommen wird. Zunächst mal muß ja nur genug zu essen und zu trinken da sein. Aber Essen und Trinken sind ja nicht völlig unabhängig vom Preis anderer Güter und nicht unabhängig von der Logistik usw. . Also noch bleibt Hoffnung; denn ich versteh das Szenario nicht. Aber das Luftgeld muß ja irgendein Gegengewicht bekommen.

  6. #6 von ingres am 18/04/2020 - 08:53

    #5 von ingres am 18/04/2020 – 08:33

    Ich meine, es muß eigentlich jedem klar sein, dass es vorbei ist. Ich will mich also nicht lächerlich machen. Aber ich bin eben derart redlich, dass ich dem eben das volle Verständnis wie es kommen kann, entgegenstelle. Ich weiß auch nicht, ob die Hyperinflation von 1923 vergleichbar ist. Muß ich mir nochmal ansehen. Da wurde meine ich wegen Kriegs-Forderungen das Geld gedruckt. Aber wieso kam es in Umlauf und wurde nachfragewirksam? Um Forderungen ans Ausland zu bezahlen mußte man also im Inland Geld drucken und wieso wurde es nachfragewirksam? Vermutlich, weil Mangel bestand und jeder nun mit dem Geld versuchte für sich den Mangel auszugleichen. Erklärt habe ich das noch nirgendwo gefunden. Der Mainstream meint nur, dass das mit der Hyperinflation noch nicht verstanden sei. Und Krall hats zum Glück auch noch nicht nachvollziehbar erklärt.

  7. #7 von ingres am 18/04/2020 - 09:41

    Ich denke natürlich schon, dass Krall nachgedacht hat und als promovierter Ökonom da mehr Ahnung hat als ich. Ich muß mir das irgendwie zusammen suchen. Bei der klassischen Hyperinflation gibt der Staat wohl die Anleihen aus und entschuldet sich. Die Draghi-Methode (oder QE) kauft ja Anderen Staatsanleihen ab, so dass die den Cash woanders investieren können. Anscheinend wird das für Essen und Trinken nicht nachfragewirksam. Krall spricht explizit von der Nachfragewirksamkeit, wenn die Zombie-Unternehmen gerettet werden. Das versteh ich so, dass die Zombies davon eben nicht in Aktien und Immobilien investieren oder in Unternehmen. sondern dieses Geld benötigen um ihren laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Zombies also echte Konsumenten sind. Also dann scheint mir die Hyperinflation nun leider klar. Ich hatte bisher das Problem die Zombies als Konsumenten (bezogen aufs Essen) zu sehen. Aber es geht ja allgemein um die Nachfrage.

  8. #8 von ingres am 18/04/2020 - 09:55

    #7 von ingres am 18/04/2020 – 09:41

    Der Schlüssel in der Erklärung der kommenden Hyperinflation (es ist ja nicht primär so, dass der Staat sich entschulden will) liegt also darin, dass die Erhöhung der Geldmenge für Alle eben in den Konsum geht. Das Geld geht an die Konsumenten, in die Realwirtschaft und in den Verbrauch nicht nur an Investoren.
    Was ich freilich immer noch denke, ob es nicht zumindest theoretisch denkbar ist den Verbrauch mit der Produktion in Einklang zu bringen. Denn vor Corona war ja die Produktion mit dem Bedarf der Zombie-Unternehmen und des Konsumenten wohl im Einklang. Also ich meine es dürfte dann, wenn die Wirtschaft wieder anläuft (nach Corona gibt es ja nicht mehr, es geht ja jetzt mit Corona weiter) kein Ungleichgewicht bestehen. Da komm och jetzt nicht weiter. Aber langfristig ist ja die Frage, wer zahlt die „Kredite“ zurück. Aber gut, die permanente Verarmung ist ja eh im Gange, die kann man ich lange durchstehen.

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