Vor 75 Jahren: Die Bombennacht von Dresden

  1. #1 von Zalman Yanowsky am 13/02/2020 - 21:42

    Man ist es den Opfern und ihren Angehörigen schuldig, der frechen Lüge von 25.000 Opfern zu widersprechen.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 13/02/2020 - 22:04

    #1 von Zalman Yanowsky am 13/02/2020 – 21:42

    „Man ist es den Opfern und ihren Angehörigen schuldig, der frechen Lüge von 25.000 Opfern zu widersprechen.“

    Ich denke auch, dass es viel, viel mehr Todesopfer waren! Warum belügt man uns?

  3. #3 von ingres am 13/02/2020 - 22:43

    Ich kann natürlich zur Zahl der Opfer nichts aussagen. Nur weiß ich genau, dass ich vor 60/55 Jahren in den Zeitschriften (vielleicht „Stern“ oder so) von 300000 oder 500000 Opfern gelesen habe. Insbesondere auch deshalb weil die Stadt mit Flüchtlingen (also echten Kriegsflüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten) überfüllt war. Für mich galt also bis vor wenigen Jahren immer die Zahl von 100000-den Opfern. Was stimmt weiß ich nicht, ich weiß nur, was vor 55/60 Jahren in den Illustrierten stand. Über Opferzahlen und die Rechtfertigung der Bombardierung zu hinterfragen empfiehlt sich nicht. Denn das gilt als Relativierung der Nazi-Verbrechen. Die die, die in diesen Sinne am aufrechtesten gegen diese Verbrechen stehen, haben an Merkel allerdings nicht unbedingt was auszusetzen. Die Leute hektisch werden und ich entfärben.

  4. #4 von ingres am 13/02/2020 - 22:45

    Ich kann natürlich zur Zahl der Opfer nichts aussagen. Nur weiß ich genau, dass ich vor 60/55 Jahren in den Zeitschriften (vielleicht „Stern“ oder so) von 300000 oder 500000 Opfern gelesen habe. Insbesondere auch deshalb weil die Stadt mit Flüchtlingen (also echten Kriegsflüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten) überfüllt war. Für mich galt also bis vor wenigen Jahren immer die Zahl von 100000-den Opfern. Was stimmt weiß ich nicht, ich weiß nur, was vor 55/60 Jahren in den Illustrierten stand. Über Opferzahlen zu sprechen und die Rechtfertigung der Bombardierung zu hinterfragen empfiehlt sich nicht. Denn das gilt als Relativierung der Nazi-Verbrechen. Die, die in diesen Sinne am aufrechtesten gegen diese Verbrechen stehen, haben an Merkel allerdings nicht unbedingt was auszusetzen. Die Leute werden hektisch und können sich entfärben.

  5. #5 von ingres am 13/02/2020 - 22:58

    #4 von ingres am 13/02/2020 – 22:45

    Das mit der hektischen Entfärbungsszene habe ich um 2000 rum erlebt. Der Betrffende harte den Spiegel aufgeschlagen. Und im Spiegel wurde in diesem Artikel um 2000 rum Tatsächlich die Frage gestellt , ob es sich bei den Bombardierungen deutscher Städte in der Endphase des Krieges um Kriegsverbrechen gehandelt haben könnte. Ich hätte dazu keine Stellung bezogen, aber die Frage darf ja wohl gestellt werden. Aber der Betreffende entfärbte sich hektisch und wollte auf der Stelle das Spiegel-Abo kündigen. Ich hatte mich zum Glück nicht in diesem Sinne geäußert, sonst wäre es schon 2000 zu Ende gewesen.

  6. #6 von Heimchen am Herd am 13/02/2020 - 23:13

    Germany 1945 ▶ Bombing of Dresden by US Army Air Force / Royal Air Force – cremation victims

    *https://www.youtube.com/watch?v=t8fYDPJ7ZLE

    Es waren Berge von Toten!

  7. #7 von 845 KRIMINALSTATISTIKEN +Verbrechenskarten & Listen + Bevölkerungsentwicklung am 13/02/2020 - 23:26

    Was für eine Frage ob es ein Kriegsverbrechen war.Seit wann sind Angriffe auf Zivilisten erlaubt???Wenn man militärische Ziele angreift und Zivilisten sterben dann ist es kein Verbrechen,aber eine ganze Stadt(ca. 700 Städte wurden bombadiert!)ist kein m. Ziel.Zudem hat man ja ganz gezielt operiert.Zuerst Bomben die die Dächer offenlegen sollten,danach Brandbomben und Angriffe auf Zivile Hilfskräfte.
    Wenn selbst die Britische Presse von 135000 Toten spricht,wer lügt dann wohl?
    https://www.journalistenwatch.com/2020/02/13/das-feilschen-linken/

    Ich habe mal gelesen das die Historikerkommission nur die identifizierten Toten zählte.Ich meine im TV wurde gesagt das diese H. ca. 20000 identifizierte zählte.

  8. #8 von Zalman Yanowsky am 14/02/2020 - 00:23

    @Ingres „…die Rechtfertigung der Bombardierung zu hinterfragen empfiehlt sich nicht.“ Das können wir ruhigen Gewissens jemandem überlassen, der es besser weiß als wir: M.J.M. Spaight, ehemals Staatssekretär des britischen Luftfahrtministeriums, veröffentlichte 1944 sein Buch „Bombing vindicated“, in dem er schrieb „Da wir uns über die psychologischen Wirkungen nicht im klaren waren, die von der propagandistischen Verdrehung der Tatsache ausgehen würden, daß wir es waren, die mit der strategischen Bomberoffensive begannen, schreckten wir davor zurück, unseren großen Entschluß vom 11.Mai 1940 in der ihm gebührenden Weise vor die Öffentlichkeit zu bringen.“ (J.M.Spaight, „Bombing Vindicated“, Bles, London, 1944, S. 74, zitiert bei F.J.P Veale, „Der Barbarei entgegen“). Der „große Entschluß“ bestand darin, daß in der Nacht zum 11. Mai 1940 (!) „achtzehn Whitley-Bomber Eisenbahnanlagen in Westdeutschland angriffen.“
    Veale erläutert: Die volle Bedeutung dieser Meldung, die erstmalig fast vier Jahre später durch Mr. Spaight bekanntgegeben wurde, wird erst bei näherem Zusehen und weiterer Überlegung erkennbar. Westdeutschland lag im Mai 1940 natürlich ebenso weit vom militärischen Operationsgebiet entfernt wie Patagonien. Bis zu diesem Tag hatten sich die Angriffe auf Ziele im militärischen Operationsgebiet oder ausgesprochen militärische Ziele, wie auf deutscher Seite die Insel Sylt und auf englischer Seite den Luftstützpunkt auf den Orkney-Inseln beschränkt. Dieser Angriff in der Nacht des 11. Mai 1940, so unbedeutend er an sich war, stellte ein epochemachendes Ereignis dar als die erste absichtliche Verletzung der Grundregel zivilisierter Kriegführung, wonach sich die Feindseligkeiten nur gegen die kämpfende Truppe des Gegners richten dürfen.

  9. #9 von Heimchen am Herd am 14/02/2020 - 10:21

    Warum der Luftkrieg ein Kriegsverbrechen war

    Rund tausend deutsche Städte und Dörfer sind im Bombenkrieg 1940 bis 1945 zerstört worden. Mehrere hunderttausend Zivilisten fielen Flächenbombardements zum Opfer. Am schlimmsten traf es Hamburg, wo in einer Woche bis zu 40 000 Menschen starben, und Dresden, wo es in einer Nacht wohl 25 000 Tote gab.

    Zahlen, die unvermeidlich eine Frage aufwerfen: Waren die alliierten Luftangriffe auf Deutschlands Hinterland rechtlich zulässig? Oder handelt es sich um Kriegsverbrechen? Können, müssen oder dürfen gerade nicht die deutschen zivilen Toten in ein Verhältnis gesetzt werden zu den Opfern des deutschen Vernichtungskrieges, gar des Holocausts?

    (…)In England ist die Diskussion noch längst nicht ausgestanden. Denn die Frage, ob die Royal Air Force im Kampf gegen Nazi-Deutschlands zu verwerflichen Mitteln gegriffen hat, rührt an Grundfesten des nationalen Selbstverständnisses. Wann immer das Thema in britischen Zeitungen aufkommt, ist die Erregung groß.

    Entsprechend gespalten waren die Reaktionen auf Graylings Buch, das zu klaren Antworten kommt: „War das Flächenbombardement Unrecht? Ja. Ein schweres Unrecht? Ja.“ Kaum zu ertragen für traditionsbewusste britische Seelen ist Graylings nächste Frage: „Hätten sich die Besatzungen weigern sollen, Flächenangriffe zu fliegen?“ Seine Antwort ist wie sein ganzes Buch bemerkenswert abgewogen: „Ja, in einer idealen Welt, die es nicht gibt und erst recht nicht im Krieg, hätten sie darauf bestehen sollen, nur Angriffe gegen tatsächliche militärische und industrielle Ziele zu fliegen.“

    Ob eine unterschiedlose Flächenbombardierung von Städten mit dem Ziel, die „Moral“ der Bevölkerung zu brechen, zulässig war, ist nicht einfach zu klären. Und das aus mindestens drei Gründen: Das seinerzeit gültige positive Kriegsvölkerrecht schloss solche Angriffe nämlich erstens nicht aus. Zwar hatten 1922/23 Völkerrechtsexperten Regeln für den Luftkrieg beraten. Das Ergebnis war ein Entwurf, der unter anderem festlegte: „Das Luftbombardement zur Terrorisierung der Zivilbevölkerung und Zerstörung oder Beschädigung von Privateigentum nichtmilitärischen Charakters ist verboten.“ Doch traten diese Luftkriegsregeln nie offiziell in Kraft.

    Zweitens banden die alliierten Luftangriffe auf die deutsche Heimatfront in großem Umfang militärische und industrielle Kapazitäten, wie der britische Historiker Richard Overy immer wieder betont. Ob allerdings der Krieg wirklich länger gedauert hätte, wenn die Wehrmacht ein paar tausend Flakgeschütze und ein paar hundert Jäger mehr an den Fronten zum Einsatz hätte bringen können, muss Spekulation bleiben. Auch in diesem Fall wäre die materielle Überlegenheit der Westalliierten und der Roten Armee 1944/45 drückend gewesen – und Deutschland musste ja erst nahezu ganz besetzt werden, bevor die Wehrmacht kapitulierte.

    Drittens schließlich standen vor allen britischen Flächenbombardements gegen Deutschland (die US-Bomber haben in Europa vor allem Präzisionsangriffe geflogen; ihre fürchterlichen Flächenbombardements trafen vor allem Tokio, Kobe und Yokohama) die Angriffe der deutschen Luftwaffe. Selbst wenn die Zerstörung der Rotterdamer Innenstadt und der Industriestadt Coventry gerade noch als militärisch gerechtfertigte Angriffe mit zivilen „Kollateralschäden“ bewertet werden können, so waren doch die Attacken auf Warschau 1939 und auf London 1940/41 unterschiedslose Bombardierung ziviler Ziele. Durfte die Royal Air Force mit gleichen Mitteln zurückschlagen?

    Anthony Graylings lesenswertes Buch gibt klare Antworten – und sperrt sich schon in der Einleitung gegen jede Instrumentalisierung durch Geschichtsmanipulatoren aus der rechtsextremen Ecke: „Selbst wenn die alliierte Bomberoffensive teilweise oder völlig moralisch verwerflich gewesen sein sollte, reicht dieses Unrecht auch nicht annähernd an die moralische Ungeheuerlichkeit des Holocaust heran.“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

    https://www.welt.de/print-welt/article715809/Warum-der-Luftkrieg-ein-Kriegsverbrechen-war.html

    Möge jeder für sich entscheiden!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.