Bundesregierung ohne Zahlen

Von Peter Grimm

Wenn die Bundesregierung gefragt wird, von wie vielen Asylbewerbern die Identität nicht eindeutig geklärt ist, dann müsste diese Frage doch zu beantworten sein, denkt man sich als Bürger, denn im Asylverfahren dürfte die Identität des Antragstellers ja doch eine gewisse Rolle spielen. Weit gefehlt. Auf die Frage „Wie viele Identitäten von Schutzsuchenden sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung nicht eindeutig geklärt?“ gibt die Bundesregierung, also genauer das Bundesinnenministerium, die Antwort: „Hierzu wird keine Statistik geführt“. Mehr auf der Achse ….

  1. #1 von Heimchen am Herd am 15/01/2020 - 20:49

    „Auf die Frage „Wie viele Identitäten von Schutzsuchenden sind derzeit nach Kenntnis der Bundesregierung nicht eindeutig geklärt?“ gibt die Bundesregierung, also genauer das Bundesinnenministerium, die Antwort: „Hierzu wird keine Statistik geführt“.“

    Das muss man sich mal vorstellen, was für ein Armutszeugnis! Ich habe das Gefühl, die wollen
    überhaupt nicht wissen, wer sich bei uns alles aufhält! Rein kommt jeder, aber raus kommt
    keiner so leicht! Sowas gibt es nur in der Irrenanstalt Deutschland!

  2. #2 von CheshireCat am 15/01/2020 - 23:46

    Wenn die Statistik geführt wird, macht es nicht viel besser.

    NEUES AUS DER ANSTALT
    Abteilung FOLGEANTRÄGE

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article204859074/Asyl-Bilanz-2019-Jeder-fuenfte-Erstantrag-in-Deutschland-betrifft-ein-Baby.html
    Asylbilanz 2019

    Die Zahl der Asylanträge ist im zurückliegenden Jahr erneut zurückgegangen, lag aber immer noch über dem Niveau der Jahre vor 2014, also über Vor-Krisen-Niveau. Wie das Bundesinnenministerium (BMI) am Mittwoch mitteilte, wurden 2019 insgesamt 165.938 Asylanträge gestellt. Darunter waren 142.509 Erstanträge, die übrigen waren sogenannte Folgeanträge.

    Diese werden überwiegend von abgelehnten Asylbewerbern gestellt, die direkt im Anschluss noch einmal versuchen, mit einer neuen Fluchtgeschichte anerkannt zu werden. Doch auch nach einer Abschiebung oder freiwilligen Ausreise erneut einreisende Antragsteller nutzen diese Folgeanträge.