Goldverbot droht

Egal ob Wirtschaftskrise, Inflation oder Währungsreform: Gold ist die ultimative Absicherung für den Ernstfall. Dem Staat sind die Goldbestände von Privatpersonen nicht geheuer. Schon häufiger gab es Verbote. Nun häufen sich die Anzeichen für neue Repressalien. weiter bei FOCUS

  1. #1 von Heimchen am Herd am 11/12/2019 - 20:57

    „Laut der Steinbeis-Studie besitzen knapp drei Viertel aller Bundesbürger Gold in Form von Schmuck, Barren und Münzen oder mittelbar über Wertpapiere. Rechnerisch nennt jeder Deutsche über 18 Jahre über 58 Gramm Goldschmuck und 71 Gramm des Edelmetalls als Barren oder Münzen sein Eigen.“

    Ich habe viel Goldschmuck sogar Goldkronen, allerdings nur auf den Backenzähnen!

    https://www.goldankauf-ge.de/rechner/zahngold

    Beim Zahnarzt steht auf einem Plakat, dass man sein Zahngold spenden soll für arme Kinder
    in Rumänien! Soweit kommt es noch!

  2. #2 von ingres am 11/12/2019 - 22:24

    Nun, ich bin da Laie, aber es geht halt darum zu verhindern, dass Geld aus dem Bankenkreislauf herausgezogen wird. Man benötigt wohl so viel wie möglich Geld im Bankenkreislauf um den Kollaps so lange wie möglich zu verhindern. Möglicherweise benötigt dann der Staat nach dem Crash dann möglichst viel Gold um eine neue Währung aufzusetzen. Dabei stört dann wohl der private Goldbesitz. Aber das kann ich mir nicht so ganz zusammen reimen.

  3. #3 von ingres am 12/12/2019 - 00:28

    #2 von ingres am 11/12/2019 – 22:24

    Also es soll so viel wie möglich Geld im Bankenkreislauf bleiben, um den Crash hinauszuzögern. Das Geld ist dann beim Crash komplett weg und der Staat per Hyperinflation entschuldet, und die die keine Sachwerte haben, haben dann nichts mehr. Das wissen die auch alle ganz genau, denn das ist ja so gesetzmäßig. Die, die also das Geld auf der Bank haben (müssen, weshalb ja auch das Bargeldverbot in der Mache ist, was ja auch mit der Möglichkeit überhaupt Gold zu erwerben zusammen hängt) sollen den Staat möglichst lange stützen und sind dafür dann enteignet. Aber ich kann denen momentan keinen sachlichen Vorwurf machen, die können nicht mehr anders handeln. Denn die können ja selbst nicht mit 7500 Mrd haften, das kann eben nur der Bürger der noch Geldvermögen hat und jetzt dafür in Haft ist. Vorwürfe kann man nur noch an die Vergangenheit richten, aber das hilft nicht, außer wenn man sie bestrafen könnte.

  4. #4 von CheshireCat am 12/12/2019 - 00:56

    „die ultimative Absicherung für den Ernstfall“

    Nun, Gold kann man nicht essen.

    Wenn im Ernstfall Gold noch verboten wird, dann ist es wertlos und hilft beim Überleben nicht. Kann aber Kriminelle trotzdem locken.

  5. #5 von CheshireCat am 12/12/2019 - 01:03

    Apropos Gold

    Nun ist es halt weg
    Wie läuft die Inventur?

    https://deutsch.rt.com/inland/80019-usa-verbieten-bundesbank-zugang-zu-goldreserven-bpk/
    USA verbieten Bundesbank Zugang zu deutschen Goldreserven – Merkel-Sprecher lässt das kalt

    Noch immer lagern 1.236 Tonnen Gold der Bundesbank im Wert von circa 50 Milliarden Euro bei der Fed in New York. Die Bundesbank bemüht sich seit Jahren um die Erlaubnis, eine Inventur ihres Goldes in New York vornehmen zu können. Bis heute vergeblich.

    Der Bundesrechnungshof bezeichnet die Tatsache, dass die Bundesbank noch nie eine Inventur ihres Goldes in New York vorgenommen hat, weil sie die Lagerräume nicht betreten darf, in einem Gutachten als „rechtswidrig“.

    Ebenso moniert der Rechnungshof, dass die New Yorker Fed keinerlei Haftung für das Gold der Bundesbank übernimmt. Sollte sich irgendwann herausstellen, dass es ganz oder teilweise fehlt, hätte die Bundesrepublik einfach Pech gehabt.

  6. #6 von ingres am 12/12/2019 - 01:04

    #4 von CheshireCat am 12/12/2019 – 00:56

    Deshalb habe ich ja auch immer noch nicht verstanden wieso der Goldkauf verboten werden soll. Bzw. ich denke schon zu verstehen, dass momentan kein Geld aus dem Bankenkreislauf gezogen werden soll. Ich dachte sonst immer weil man damit auch direkten Zugriff auf alles Geld hat. Aber das ist ja im Crash eh wertlos. Also kann es eigentlich nur momentan als Stütze dienen. Was dann im Crash mit dem Privatgold ist, ist mir nicht klar. Aber die USA haben sich sicher was dabei gedacht jahrzehntelang den Privat-Besitz von Gold zu verbieten. Aber das versteh ich im Moment nicht. Vielleicht stehts in der Wikipedia. Aber wahrscheinlich benötigt der Staat alles um die neue Währung zu decken.

  7. #7 von CheshireCat am 12/12/2019 - 01:40

    @#6 von ingres am 12/12/2019 – 01:04

    Goldverbot, sowie Bargeldverbot soll der Einschränkung der Freiheit des Bürgers / weiterer Kontrolle / Ausbau der Macht dienen.

    Wenn alles bargeldlos übers Internet abläuft, dann ist praktisch jeder relevante Schritt des Bürgers kontrollierbar.
    Der bargeldlose Bürger kann auch ganz schnell eingeschränkt (Kontensperren) oder enteignet werden (hat man früher z.B. durch Einführung des neuen Geldes gemacht – das war aber umständlich).

  8. #8 von ingres am 12/12/2019 - 09:19

    #7 von CheshireCat am 12/12/2019 – 01:40

    Nee, das glaube ich nicht, dass das nur der Kontrolle dient. Ich sag, ja die haben dann direkt Zugriff auf Einen. Aber das dient nicht nur der Kontrolle des Einzelnen. Das war vor Jahren meine ich mal so die Standarderklärung. Aber da steckt jetzt mehr dahinter. Was soll der einzelne Normalbürger denn groß anstellen. Das würde dann ja einfach nur dazu dienen Opositionelle direkt zu vernichten. Das ist doch zu auffällig und das kann man doch jetzt schon genau so auffällig. Das System hat sich doch längst geoutet und trifft kaum auf Widerstand.. Nein, der Einzelne hat doch eh keine Chance mehr in der Diktatur. Aber in der Masse muß er das System stützen. Nicht politisch, aber als Teinehmer am ökonomischen Prozeß.

  9. #9 von Axel Kuhlmeyer am 12/12/2019 - 14:46

    Mit Gold lebt man gefährlich. Wo etwas ist, ist noch mehr zu holen.

    Wie, wo will man sicher verkaufen? Wofür?
    Viele, viele Fragen müßten geklärt werden.

    Der Krise und der folgenden Katastrophe ist nicht mehr zu entweichen.
    Der Michel bekommt die Quittung für Merkels Politik, seine eigene Schlafmützigkeit.

  10. #10 von CheshireCat am 12/12/2019 - 14:54

    @#8 von ingres am 12/12/2019 – 09:19

    “ dient nicht nur der Kontrolle des Einzelnen“

    Nicht nur der Kontrolle des Einzelnen, sondern der Erleichterung der finanzpolitischen Maßnahmen für die Massen, z.B. Enteignungen (bei bargeldlosen Bürgern per Knopfdruck möglich).

  11. #11 von ingres am 12/12/2019 - 17:27

    #10 von CheshireCat am 12/12/2019 – 14:54

    Nun bei der Enteignung wurde ich halt stutzig. Im Crash findet die Enteignung ja eh durch die Hyperinflation statt, da benötigt man keinen Knopfdruck mehr. Und momentan gibts ja(auf ewig) keine Zinsen, (für Gold aber auch nicht) und dafür noch mäßige Inflation. Und dann war eben die Frage, wieso sollen die Bürger im Crash noch zusätzlich enteignet sein, indem sie kein Gold besitzen. Manche haben ja auch Häuser usw. Draus habe ich geschlossen, dass das Geld nur momentan im Bankenkreislauf so lange wie möglich eine Scheinfunktion haben soll und das danach der Staat alles Golf für die neue Währung benötigt.

  12. #12 von CheshireCat am 12/12/2019 - 17:54

    @#11 von ingres am 12/12/2019 – 17:27

    Ich habe nirgends geschrieben, dass die Enteignung im Crash stattfinden soll.

    Der Staat kann z.B. Finanzmaßnahmen durchführen, die der Enteignung gleich sind, um den Crash zu verhindern.
    Z.B. ein Teil der Ersparnisse gegen eine Zwangsanleihe tauschen, um die maroden Staatsfinanzen zu sanieren.

    Normalerweise lösen solche Maßnahmen einen Abzug des Geldes aus den Banken mit bekannten hässlichen Bildern der Schlangen vor den Geldautomaten.
    Der bargeldlose Bürger kann sich aber gar nicht wehren.

  13. #13 von ingres am 12/12/2019 - 18:33

    #12 von CheshireCat am 12/12/2019 – 17:54

    An so was wie Zwangsanleihen habe ich nicht gedacht. Ich dachte nicht, dass der Staat in der aktuellen Situation meint es bringe noch was den Bürgern das Geld direkt wegzunehmen. Es machts ja über die Zinsen bereits. Ich meine im 3. Reich gabs solche Anleihen für den Krieg, aber wie wollen die Zwangsanleihen in Friedenszeiten rechtfertigen. Die müssen ja auch an die Zeit nach dem Crash denken. Obwohl ich könnte mir Zwangs-Okoanleihen schon vorstellen. Aber bringt das was gegen das Gelddrucken? Die VdL will dich ne Billion oder mehr für das Klima verpulvern. Ich dachte dass soll die EZB drucken, denn wo soll das sonst noich herkommen?

  14. #14 von CheshireCat am 12/12/2019 - 21:28

    @#13 von ingres am 12/12/2019 – 18:33

    „Ich meine im 3. Reich gabs solche Anleihen für den Krieg, aber wie wollen die Zwangsanleihen in Friedenszeiten rechtfertigen.“

    Tja, wir haben jetzt Zustände (offene Grenzen, Invasion, Straflosigkeit für ausländische Verbrecher usw.), die normalerweise nur nach einem verlorenen Krieg oder einer schlimmen Naturkatastrophe herrschen.

    Globalismus trifft degenerierte Gesellschaft schlimmer als jeder Krieg.

    „Ich dachte dass soll die EZB drucken, denn wo soll das sonst noich herkommen?“

    Heute ist es natürlich leichter, (Zwangs)Anleihen an die EZB zu verkaufen, die sie mit Luftgeld bezahlt. Es wird aber nicht ewig so bleiben. Irgendwann wird EZB zur Bad Bank, voll gestopft mit maroden Anleihen und wird den Anleihen-Einkauf einstellen müssen oder jegliche Glaubwürdigkeit verlieren (dadurch wird Euro zur Schrott-Währung).

    Dann muss BRD ans Geld ihrer Bewohner ran (deren Guthaben ungefähr so groß ist wie öffentliche Verschuldung).