Die SPD hat neue Sterbehelfer

Von Peter Grimm

ie halbe SPD-Mitgliedschaft hat sich für die passenden Sterbehelfer entschieden, die den bislang quälend langsamen, aber konstanten Niedergang nun entscheidend beschleunigen dürften. Es ist also eine gute Zeit, schon einmal mit den Nachrufen auf die einst stolze deutsche Sozialdemokratie zu beginnen. Daran erinnerten in der Partei schon einige Zeit nur noch schwindende Restbestände der alten Mitgliedschaft. Wenn sich die in jüngster Vergangenheit führenden Genossen wie Gabriel, Stegner, Schulz, Scholz oder Maas in die einst ehrwürdige Marke SPD kleiden, dann wirkt das längst so peinlich wie die Auftritte von abgehalfterten Heiratsschwindlern. Insofern ist die Entscheidung für das Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Führung der SPD eine gute Nachricht, weil die Partei nun noch konsequenter als zuvor ihrem Ende entgegensteuert. Für die meisten Deutschen ist es allerdings noch unvorstellbar, dass eine einst große Partei wirklich vollkommen untergehen kann, einfach, weil es in der deutschen Nachkriegsgeschichte noch nicht geschehen ist. In vielen anderen europäischen Ländern hat man diese Erfahrung schon machen dürfen. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von ingres am 03/12/2019 - 11:09

    Das ist die Frage. Die SPD ist zwar kaum noch vorhanden (1972 hab ich sie überzeugt gewählt und sie war mit über 46% stärkste Partei). Aber ihr Einfluß ist so groß, dass sie sich jetzt den Kommunismus leisten kann und immer stärker propagiert.

  2. #2 von ingres am 03/12/2019 - 11:31

    Es ist auch müßig über das Verschwinden von SPD und CDU zu sinnieren. Relevant ist ja nur was das für die Einheitspartei bedeutet. Die hat momentan lediglich 15% verloren und somit mit 85% mehr als jemals eine andere Parei hatte. Wiewohl man natürlich sehen muß, dass das von Fall zu Fall innerhalb der Einheitspartei noch zu gewissen Problemen führt.

  3. #3 von Heimchen am Herd am 03/12/2019 - 15:08

    „Es ist also eine gute Zeit, schon einmal mit den Nachrufen auf die einst stolze deutsche Sozialdemokratie zu beginnen.“

    Totgesagte leben länger! Man soll sich nicht zu früh freuen! Es kann noch viel passieren, womit
    wir gar nicht rechnen! Vielleicht ein Zusammenschluss zwischen SPD und die Linke! Wer weiß?!

  4. #4 von Axel Kuhlmeyer am 03/12/2019 - 16:27

    Leute von Substanz und Qualität würden sich nie für dieserart Selbstmord – Kommandos der SPD zur Verfügung stellen.
    Man sieht insofern auf einen Blick, mit wem wir es dieses Mal zu tun haben.

    Wie lange werden sich diese Emporkömmlinge nun halten können?

  5. #5 von CheshireCat am 03/12/2019 - 18:06

    Apropos Sterbehelfer

    Auch CDU hat Sterbehelfer.
    Ich habe meinen Favoriten für CDU-Kanzlerkandidatur: Diverse Diana Kinnert

    Es wird CDU endgültig begraben und hat das passende Totengräber-Look:

    PS Es war gestern 02.12.2019 bei Phoenix in „Unter den Linden“ – das muss man sehen.