Wohnungsbau in Berlin? War mal.

Von Ulli Kulke

Jeder, der schon etwas länger in Berlin wohnt, kennt das Gefühl. Abgeordnetenhaus oder Senat beschließen irgendetwas, man glaubt es erst nicht, dann ärgert man sich, schließlich schüttelt man nur noch den Kopf, und irgendwann lacht man. Lauthals, vor allem, wenn man irgendwo erfährt, dass andere auch bereits in diesem Stadium angekommen sind. Gern auch, wenn Blödheit im Spiel ist. Oder, wie jetzt, beim Thema Mietendeckel, gleich mal Blödheit in Serie.

Seit Beginn der Diskussion über die Idee des Senats, die Mieten auf dem derzeitigen Niveau gesetzlich einzufrieren, fast jede Erhöhung für fünf Jahre (erstmal) zu verbieten, ja, die Mieten zu einem gewissen Teil staatlich verordnet sogar abzusenken, sagten kluge Köpfe voraus: Wenn das beschlossen wird, dürfte der Wohnungsbau in der Hauptstadt einbrechen. Der rotrotgrüne Senat bestritt dies vehement, die Linkspartei, auf deren Mist das Ganze gewachsen war, bezeichnete jeden, der so etwas behaupten würde, als Miethai oder dessen Büttel. Und jetzt? Nach Verabschiedung des Gesetzes? Überraschung, tata… Mehr auf der Achse …

  1. #1 von ingres am 17/11/2019 - 12:53

    Vor 50 Jahren hätte ich sicher auf Seiten der Linken gestanden. Hätte das einfach emotional nachgeschwätzt. Dann hätte mir ein Kollege im Zivildienst gesagt, dass das so aber vielleicht nicht funktioniert. Dann hätte ich das ernst genommen und drüber nachgedacht. So ist mir das damals ab und zu passiert, wir standen ja gut zueinander und haben viel gemeinsam unternommen. Ja und 10 Jahre später spätestens hatte ich all das begriffen. Vielleicht gibts ja soziale Marktwirtschaft, aber sozialen Sozialismus sicher nicht. Und bei dem amtierenden Linken ist es sich die Mischung aus Bosheit, Ideologie und Blödheit. Schlimm das man daran zugrunde geht.

  2. #2 von ingres am 17/11/2019 - 13:07

    Abgesehen davon, dass ich meine, dass man für innere und äußere Sicherheit einen Staat benötigt, meine ich, dass man ansonsten die Politik und den Staat ganz abschaffen könnte. Aber so ganz ginge das wohl doch nicht. Denn was würde den einzelnen hindern die Allgemeinheit zu schädigen, wenn es gar keinen Staat geben würde. Aktuell (und im Sozialismus allgemein) freilich ist der Staat der größte Schädling gegen den Bürger. Wo der der Mittelweg gelegen hätte? Ich werde den nicht mehr erleben. Und da sind wir vor 50 Jahren. Da kam immer Weihnachten ein Steiger vorbei seine Versicherungsbeiträge zu entrichten. Mein Vater arbeitete nebenbei für eine VS, da es vom Bergarbeiterlohn schleicht reichte. Das war immer ein Highlight. Der meinte: Hier sind die Kapitalisten die Verbrecher, im Sozialimus der Staat, was haben wir also derzeit?

  3. #3 von ingres am 17/11/2019 - 13:12

    #2 von ingres am 17/11/2019 – 13:07

    Übrigens, wie einfach der Steiger das vor 50-55 Jahren auf den Punkt gebracht hat. 55 Jahre später hat sich nichts geändert. Ist voll gültig. Freilich die Bibel ist schon 2000 Jahre gültig.

  4. #4 von CheshireCat am 17/11/2019 - 17:34

    „sagten kluge Köpfe voraus: Wenn das beschlossen wird, dürfte der Wohnungsbau in der Hauptstadt einbrechen“

    Es gab in Ost-Deutschland / Berlin einen Bau-Boom bei viel niedrigeren Mieten / Renditen. Warum soll jetzt der Wohnungsbau beim viel höheren Miet- / Renditenniveau einbrechen?
    Die auch mit Mietendeckel exorbitant hohe Mieteinnahmen sind sicher nicht der Grund dafür.

    Man kann sich aber vorstellen, dass das Kapital dorthin fließt, wo es (noch) keinen Mietendeckel und somit die Hoffnung auf noch höhere Renidte gibt.
    Der Räuber versucht es einfach dort, wo er mehr Beute erwartet.

    Aber irgendwann wird der Wohnungsbau trotzdem einbrechen (er verlangsamt sich schon überall), weil es einfach keinen Platz mehr gibt – das Land ist ja nicht aus Gummi und kann nicht gedehnt werden.

    „Der rotrotgrüne Senat bestritt dies vehement, die Linkspartei, auf deren Mist das Ganze gewachsen war“

    Nun, diesen Mist haben nicht die Linken gebaut, sondern die Globalisten und zwar durch Euro / Niedrigzins und Masseneinwanderung.
    Der Wohnungsmarkt ist dadurch völlig ruiniert – es herrscht Wohnungsnot.
    In dieser Situation kann der Markt nichts regeln (weil er nicht mehr existiert) und die Linken greifen notgedrungen zu Not-/Zwangsmaßnahmen (das machen in ähnlichen Situationen überigens alle Regierungen, unabhägig von Ideologie).

    Aber die Neo-Linken wären nicht Neo-Linken, wenn sie nicht schizophren wären – gleichzeitig fördern sie Masseneinwanderung (also noch mehr Nachfrage nach Wohnraum) – sie haben ja Berlin zum „sicheren Hafen“ für Invasoren aus Mittelmeer erklärt.

    „Beileibe nicht nur Miethaie sind auf die Barrikaden gegangen, Wohnungsbaugenossenschaften ebenso“

    Die Wohnungsbaugenossenschaften sind die schlimmsten Miethaie.
    Kleine private Vermieter halten sich meistens mit Mieterhöhungen zurück, weil sie ihre Mieter persönlich kennen und an guten Beziehungen mit ihnen interessiert sind (Mieter bewohnt ja ihr Eigentum und kann bei schlechter Behandlung Rache üben).

    Den Wohnungsbaugenossenschaften ist das alles egal. Sie werden von Angestellten verwaltet, die keinen Bezug zu Wohnungen / Mitern haben und nur Rendite vorweisen sollen.
    Folglich nutzen sie Wohnungnot aus und erhöhen völlig rücksichtlos die Mieten.

    Dass es irgendwann zu heftigen Gegenreaktionen kommt (von Mietendeckel / Enteignungen bis zum Unruhen/Aufstand), interessiert sie nicht.
    Raubtierkapitalisten können nur kurzfristig denken („Nach uns die Sintflut“).

    PS
    Dieser Artikel ist noch ein Versuch, von den wahren Verursachern der Miesere (globalistischen Kaputalisten) abzulenken.

  5. #5 von CheshireCat am 17/11/2019 - 17:34

    @#1 von ingres am 17/11/2019 – 12:53

    „Vielleicht gibts ja soziale Marktwirtschaft, aber sozialen Sozialismus sicher nicht.“

    FALSCH.
    Der Sozialismus im Ost-Block war schon sozial.
    Bildung, Medizin, und staatliche Wohnungen waren kostenlos,
    Nebenkosten der Wohnung gering, Energie, öffentliche Verkehrmittel, Urlaub im Ferienhaus der Gewerkschaft, Kindergarten (und es gab genug davon), Kultur kosteten sehr wenig usw. usf.

    Das Problem war, dass wegen der Ineffizienz der sozialistischen Wirtschaft das alles nur auf einem niedrigen Niveau existierte und wurde von der sozialen Marktwirtschaft weit übertroffen (was dem kapitalistischen System den Sieg bescherte).

    Dass der Markt automatisch einen höheren Lebensstandard als Sozialismus garantiert, ist übrigens eine Mär, siehe 3. Welt (Haiti z.B.). Edle Wilde beweisen, dass sie auch unter der freien Marktwirtschaft alles ruinieren können.

  6. #6 von ingres am 17/11/2019 - 18:16

    #4 von CheshireCat am 17/11/2019 – 17:34

    Unter Umständen kann natürlich auch der Staat bauen, wenn er das Geld am anderer Stelle dafür willkürlich abkassiert. Ob privat oder Staat, was besser ist, ist nicht so ohne weiteres zu sagen. Ich schrieb ja, der Staat ist halt notwendig, damit Einzelne die Gemeinschaft nicht willkürlich schädigen können. Das Problem ist eben dann gegeben, wenn der Staat zum Verbrecher wird. Und selbst wenn der Staat nicht zum Verbrecher wird, ist immer noch die Frage, wieso der Staat der bessere Bauherr sein soll. Das ist auch der Kardinalfehler aller gutartige Linken, die freilich momentan nicht an den Machthebeln sitzen. Dort sitzt das blöde Böse und kann freilich in der Tat gegen das globale Böse doch moralisch im Recht sein. Dass die Mieten wegen der Invasion steigen ist auch klar. Allerdings nicht, dass der Wohnungsbau dadurch zum Einbruch kommt. Der Staat kann momentan anscheinend nicht bauen.

  7. #7 von ingres am 17/11/2019 - 18:24

    #4 von CheshireCat am 17/11/2019 – 17:34

    Den Wohnungsbaugenossenschaften ist das alles egal. Sie werden von Angestellten verwaltet, die keinen Bezug zu Wohnungen / Mitern haben und nur Rendite vorweisen sollen.
    Folglich nutzen sie Wohnungnot aus und erhöhen völlig rücksichtlos die Mieten.

    Wieso sollten staatliche Angestellte einen sinnvolleren Bezug dazu haben. Sie beuten vielleicht nicht aus, aber lassen es verkommen. Das ist der Kardinalfehler der Linken, auch der gutartigen, zu meinen der Staat könne es besser weil er moralischer sei. Hab ich vor 50 Jahren auch nicht so gesehen. Ich hab doch v. Mises zitiert der vorhersagte, dass die SU bis Ende der 90-er existieren würde, weil Wohnungen ca 70 Jahre halten und die Leute danach kein Dach mehr über den Kopf haben.

  8. #8 von ingres am 17/11/2019 - 18:34

    #5 von CheshireCat am 17/11/2019 – 17:34

    Wieso soll die DDR sozial gewesen sein. Das wenige was verteilt wurde, wurde asozial vielen weggenommen. Was ist daran sozial, wenn die Brötchen immer stabil dasselbe Kosten und das von woanders her subventioniert wird. Deshalb gabs ja auch keine Produktivität in der DDR. Und der Sozialismus kann eben nur so existieren, bis er pleite ist. Unterdrückung der Meinungsfreiheit und Planwirtschaft gehören im übrigen auch zusammen und bedingen einander. Ob man ein soziales menschenwürdiges System der so Marktwirtschaft dauerhaft schaffen könnte ist natürlich fragwürdig. Der Sozialismus ist für mich jedenfalls keine Alternative. Er kann nur so wie in der DDR sein und geht pleite. Wie gehen auch pleite, wir haben ja auch nicht nur Globalismus, sondern auch sehr viel Sozialismus. Aber die Zusammanhänge sind schwierig, weil ja auch verfälscht.

  9. #9 von ingres am 17/11/2019 - 18:37

    Klonovsky hat ja zu 30 Jahre Mauerfall eine fantastische Rede gehalten. Alles grandios. Besonderer Leckerbissen: Honecker mußte 17 Millionen unterdrücken um einen Lebensstandard zu haben wie ein Handwerksmeister im Westen mit 17 Angestellten. Das war uns vor 45 Jahren schon klar, dass die Ausbeutung im Westen viel größer war, weil viel mehr auszubeuten war,

  10. #10 von CheshireCat am 17/11/2019 - 21:47

    @#8 von ingres am 17/11/2019 – 18:34

    „Wie gehen auch pleite, wir haben ja auch nicht nur Globalismus, sondern auch sehr viel Sozialismus.“

    Das ist eine verbreitete Mär unter Konservativen.
    Umverteilung und Mangelwirtschaft sind keine spezifischen Merkmale des Sozialismus (können unter jedem System vorkommen).

    Sozialismus wird durch Verstaatlichung der Produktionsmittel definiert (daraus folgt die staatliche Fürsorge und Isolationismus) und das gibt es in BRD nicht (in nennenswertem Umfang).

    In der vorhandenen Mangelwirtschaft (Wohnungsnot, Arbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigung, wachsende Armut) würde mehr Sozialismus (staatliche Wohnungsbau / Deckung der Mieten, mehr Beschäftigung im öffentlichen Sektor, staatliche Fürsorge, mehr Isolationismus / Mauer an der Grenze) wahrlich nicht schaden.

    @#9 von ingres am 17/11/2019 – 18:37

    „Honecker mußte 17 Millionen unterdrücken um einen Lebensstandard zu haben wie ein Handwerksmeister im Westen mit 17 Angestellten“

    Heute ist „Handwerksmeister“ kein Meister und hat nur 10 Angestellten: 2 Deutsche, 4 Ost-Europäer, die schlecht Deutsch sprechen und prekär beschäftigt sind (Mindestlohn), und 4 Personen unbekannter Herkunft, die gar kein Deutsch sprechen und schwarz beschäftigt sind (unter Mindestlohn). Dabei ist „Handwerksmeister“ qualitativ schlechter, aber teuerer als damals.

    Das ist der globalistische Fortschritt, der DDR attraktiver erscheinen lässt
    (mit solchem „Handwerksmeister“ damals würde die Mauer noch heute stehen).

  11. #11 von ingres am 17/11/2019 - 23:39

    #10 von CheshireCat am 17/11/2019 – 21:47

    Also ich bin nun kein Fachmann für das was man bei uns bereits Sozialismus nennen kann. Ich verstehen darunter, das Marktgesetze schädlich außer Kraft sind. In einem Gespräch mit Krall hat dieser da Bereiche genannt, die in diesem Sinn bereits sozialistisch funktionieren. U.a . Gesundheitswesen und Wohnungsbau. Kann ich genauer nachprüfen. Sicher hat er auch allgemein von 10000-senden von Vorschriften gesprochen die das Unternehmertum behindern (und die uns hoffnungslos hinter die USA zuückwerfen, also z.B. bei Computer und Biotech usw.) Auch deswegen werden wir crashen, sage ich. In diesem Sinne haben wir selbstverständlich Sozialismus. Was ist ein Mietendeckel anderes. Nutzen kann er nichts, er kann nur den Mandel verstärken. Und es ist ja soweit, dass BMW verstaatlicht werden soll.

  12. #12 von ingres am 17/11/2019 - 23:45

    @ Cheshire-Cat

    Nun der Handwerksmeister -Vergleich bezog sich auf die damalige Zeit. Und es mag ja sein, dass der Kapitalismus unweigerlich in seine globale Phase übertreten mußte. Kann sein, dass das gesetzmäßig so ist, dass sich das Kapital derart verwerten muß. Mag sein, dass das durch keine Politik der Welt im Kapitalismus zu verhindern ist.Mag sein. Ich bin kein Dogmatiker. Aber der Sozialismus ist leider keine Alternativ. Höchstens im Vergleich zur Verkommenheit des aktuellen Kapitalismus. Übrigens mein Ex-Bekannter hat die Aussage geprägt dass die Globalisierung tatsächlich zur Verelendung Im Marxschen Sinne führen. Ja vielleicht ist das Kapitalismus-Gesetz

  13. #13 von ingres am 17/11/2019 - 23:56

    #12 von ingres am 17/11/2019 – 23:45

    Ich würde grundsätzlich 2 Dinge trennen. Die Globalisierung von den normalen Grundlagen kapitalistischen Wirtschaftens. Der normale Kapitalismus hat uns die komfortabelste und auch außerordentlich glückliche Phase beschert, wenn man das mit den Zuständen in anderen Teilen der Welt während dieser Zeit vergleicht (z.B. auch mit denen in der DDR). Momentan hat sich allerdings die Hölle ausgebreitet und wird sich auch vollenden. Ob mit gesetzmäßiger Notwendigkeit, weiß ich nicht. Die meisten Menschen wissen ja auch noch gar nicht, dass sie in der Hölle leben, vielleicht werden die nach dem Crash gar nicht bemerken. Wir reden hier immer nur über das was wir wahrnehmen.

  14. #14 von ingres am 18/11/2019 - 00:10

    #13 von ingres am 17/11/2019 – 23:56

    Was ich vergessen habe. HInsichtlich des normalen kapitalistischen Wirtschaftens ist es so, dass man ja oft von Marktversagen spricht, wenn schlimme Dinge geschehen sind. Nun da kann man eventuell i.a. von Politik-Versagen sprechen. Nämlich dann, wenn die Politik die falschen Anreize gesetzt hat, die der Markt marktgerecht aufgegriffen hat, freilich ohne sich um schädliche Konsequenzen zu kümmern. In diese Sinne verzerrt die Politik den Kapitalismus u.U eben auch spzialistisch. Die Globalisierung ist nun wohl wiederum markgerecht. Wo in diesem Fall allerdings die Politik vielleicht eingreifen müßte. Aber die Globalisierung an sich ist weitgehend rational und kann den Arbeiter ins Elend stürzen (bzw. wird es tun). Aber der Import arbeitsunfähiger gehört nicht vollumfänglich dazu. Das ist weitgehend ein rein politisches Phänomen.

  15. #15 von CheshireCat am 18/11/2019 - 02:42

    @ingres

    „Also ich bin nun kein Fachmann für das, was man bei uns bereits Sozialismus nennen kann. Ich verstehe darunter, das Marktgesetze schädlich außer Kraft sind…
    Sicher hat er auch allgemein von 10000-senden von Vorschriften gesprochen die das Unternehmertum behindern…“

    Es ist schon erstaunlich, was alles in den Begriff Sozialismus gepackt wird.
    Staatliche Regulierung kann es unter jedem System geben. Es gab sie z.B. während der Großen Rezession in den kapitalistischen USA und zwar um Kapitalismus vor Sozialismus zu retten.
    Und überbordene Bürokratie gab schon im alten China.

    Mit solcher Vermischung der Begriffe kommt man überhaupt nicht weiter.

    „Auch deswegen werden wir crashen, sage ich. In diesem Sinne haben wir selbstverständlich Sozialismus.“

    Nicht alles, was crashen kann, ist Sozialismus.
    1929 hat z.B. Kapitalismus gecrashed (und wurde nur durch staatliche Eingriffe gerettet).

    „Der normale Kapitalismus hat uns die komfortabelste und auch außerordentlich glückliche Phase beschert,…“

    FALSCH.
    Die glückliche Phase hat uns die Soziale Marktwirtschaft beschert, die ihrerseits dank der Konkurrenz von Sozialismus entstand.
    Sobald die sozialistische Konkurrenz verschwand, wurde die Soziale Marktwirtschaft abgeschafft, und es entstand globalistischer Raubtierkapitalismus, der sofort schwere Krisen verursacht.

    „Hinsichtlich des normalen kapitalistischen Wirtschaftens ist es so, dass man ja oft von Marktversagen spricht, wenn schlimme Dinge geschehen sind. Nun da kann man eventuell i.a. von Politik-Versagen sprechen. Nämlich dann, wenn die Politik die falschen Anreize gesetzt hat, die der Markt marktgerecht aufgegriffen hat, freilich ohne sich um schädliche Konsequenzen zu kümmern…“

    Heute ist es im Westen genau umgekehrt: meistens diktieren die mächtigen globalistischen Kapitalisten den degenerierten Politikern Gesetze, die dem kapitalistischen Globalismus freie Hand geben. Folglich ruinieren Kapitalisten alles (was immer geschieht, wenn man ihnen freie Hand gibt).

    „Aber der Sozialismus ist leider keine Alternative“

    Heute funktionieren auf Dauer weder reiner Kapitalismus noch reiner Sozialismus, sondern nur Mischsysteme wie Soziale Marktwirtschaft (oder unsoziales chinesisches System).

  16. #16 von ingres am 18/11/2019 - 04:50

    #15 von CheshireCat am 18/11/2019 – 02:42

    Nun es gibt sinnvolle staatliche Interventionen und sozialistische Interventionen. Den Firmen die Ableitung von Abwässern zu verbieten,, wenn die Fische sterben ist eine sinnvolle Intervention. Ein Mietendeckel kann das aber niemals sein. Es mag überbordende Demokratie überall gegeben haben, sie ist jedenfalls tödlich, wenn sie so wie in der EU grassiert und sozialistisch sicher auch, was ist denn das Eingriffssystem par excellence, als solches definiert, wenn nicht der Staat der keine Ahnung hat. Von freier Hand für Kapitalisten habe ich nicht gesprochen, sondern nur von unnützen Vorschriften, es gibt auch nützlich, selbst in unseren Irrenhaus, sogar von den Irresten der Irren, den Verkommensten der Verkommenen, den Grünen Völkermördern angeleiert. Aber um das Verhältnis Staat Kapitalisten muß ich noch mal nachdenken.

  17. #17 von ingres am 18/11/2019 - 04:59

    #16 von ingres am 18/11/2019 – 04:50

    All das was ich schreibe ist natürlich in einem ideologisch verzerrten politischen System Makulatur. All dies gilt nur für normale politische Zeiten. Wodurch die Zeiten derart verzerrt sind ist für mich freilich eine offene Frage. Ich habe noch keine konsistente Interpretation gefunden. Wenn es schlecht für den europäischen Arbeitnehmer ist, wenn die Software in Indien geschrieben wird, so ist es doch ökonomisch rational, vermute ich mal. Aber es ist nicht rational hier arbeitsunfähige Gewalttäter zu importieren. Mag sein, dass Globalisten dahinter stehen, aber es ist nicht konsistent.

  18. #18 von ingres am 18/11/2019 - 05:38

    Vielleicht sollte man sich auch mal über die Begriffe Kapitalismus, Marktwirtschaft, soziale Marktwirtschaft verständigen. Soziale Markwirtschaft ist für mich kein formal zu beschreibendes System, sondern das sind die sozialen Vereinbarungen die zufällig politisch gelten. Sie sollten nur nicht offen asozial sein. Marktwirtschaft ist Produktion nach den Bedürfnissen des Kunden. Kapitalismus ist: die freie Verwirklichung von Produktionsideen, das Eigentum an Ideen und selbstverständlich an dem was man sich erworben hat, was man bezahlt hat. Sofern die Produktion schaden anrichtet muß sie natürlich begrenzt, geregelt usw. werden. Zum Kapitalismus gehören vermutlich wohl auch Prinzipien wie mit Kapital zur Ermöglichung der Produktion umgegangen wird. Da kenn ich mich aber nicht so aus. Außer, dass es eben wohl die Zinsen sind, der Kredit. Ich weiß nicht wie das dagegen im Sozialismus läuft.

  19. #19 von ingres am 18/11/2019 - 09:42

    #18 von ingres am 18/11/2019 – 05:38

    Ein klarer Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus ist natürlich, dass im Kapitalismus jede Chance genutzt werden kann um Geld zu machen. Natürlich müssen immer Regeln beachtet werden, aber de Asylindustrie ist ja eine Verbrecherindustrie, freilich gefördert vom Staat. Im Sozialismus bestimmt der Staat was gemacht wird und insofern ist er dann auch im Fall des Falles der Verbrecher. Also in Bitterfeld z.B. eben mit der Umweltverschmutzung, die ja auch mangels Produktivität nicht abgestellt werden konnte. Aber sicher können auch im Sozialismus private Verbrechen begangen werden, aber sind wohl enger begrenzt. Da gibts mehr die Korruption in der Staatsbürokratie.

  20. #20 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 - 09:49

    #18 von ingres am 18/11/2019 – 05:38

    „Ich weiß nicht wie das dagegen im Sozialismus läuft.“

    Wenn die Grünen an die Regierung kommen, dann wirst Du wissen, wie es im Sozialismus läuft!
    Ich persönlich möchte mich gar nicht erst mit dem Sozialismus beschäftigen! Ich weiß, dass der
    Kapitalismus auch negative Seiten hat, aber die positiven Seiten überwiegen! Man siehe sich
    doch mal die ganzen Firmen an, die nach dem Krieg gegründet wurden, sie waren alle sehr
    erfolgreich, machten sehr gute Geschäfte! Made in Germany war DAS Markenzeichen, obwohl
    es ja eigentlich davon abhalten sollte, deutsche Waren zu kaufen, aber das Gegenteil war eingetreten! Wir hatten das Wirtschaftswunder unter Ludwig Erhard, mussten Gastarbeiter einstellen, damit man die vielen Aufträge erfüllen konnte!

    1955: Das Wirtschaftswunder

    *https://www.youtube.com/watch?v=JTNfAzCmhgg

    Man könnte fast meinen, die Deutschen brauchen mal wieder einen Krieg, damit die Wirtschaft
    wieder neu erblüht!

  21. #21 von ingres am 18/11/2019 - 10:14

    #20 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 – 09:49

    Nun, Cheshire-Cat argumentiert ja so, dass der Kapitalismus eben notwendig krisengeschüttelt ist und momentan sogar in die Phase der Vernichtung der Menschen in seinem Herrschaftsbereich eingetreten ist. Das kann ich beides nicht widerlegen. Die Krisen gab es und wenn man so will gibt es heute die größte der Krisen. Nur zu einen ist der Sozialismus nun keine Alternative. ich hätte keine 37 Jahre in der DDR zubringen wollen, etwa in Bautzen oder Herrenschönhausen. Nun ist es aber so, man muß zumindest in Erwägung ziehen, dass die ökonomische nicht mit der politischen Krise identisch sein muß. Ich hab die Krisen im Kapitalismus also so gesehen, dass das Leben eben immer gefährdet ist, ´da auch die natürliche Form des Wirtschaftens für Wohlstand nicht beweisbar beherrschbar ist. Ich kann nicht sagen, dass es immer nur schlechte oder böse Politik war.

  22. #22 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 - 11:07

    #21 von ingres am 18/11/2019 – 10:14

    Im Kapitalismus muss jeder einzelne Mensch für sich selbst sorgen und entscheiden was er will!
    Im Sozialismus entscheidet der Staat alles und der einzelne Mensch darf nicht selbst entscheiden!
    Im Kapitalismus hat man Freiheiten im Sozialismus ist man unfrei!

    Im Kapitalismus kann man alles verlieren und pleite gehen, im Sozialismus kann man nichts verlieren, denn wer nichts hat, kann auch nichts verlieren!

    Ich denke, wenn Deutschland sozialistisch werden sollte, ist das einzig Gute daran, dass die
    Asylanten Deutschland fluchtartig verlassen werden, da es dann hier nichts mehr zu holen gibt
    für sie! Der Sozialismus ist immer gescheitert, weil irgendwann geht das Geld aus und dann ist
    Feierabend!

  23. #23 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 - 11:28

    Das war noch ein guter Wirtschaftsminister!

    09.01.1967
    MINISTER / SCHILLER
    Der Regenmacher

    Ein schmächtiger Twen-Typ mit Kassenbrille, der wie ein gelehriger Klassenprimus- wirkte, tat im schleswigholsteinischen Schloß Tremsbüttel den ersten Schritt einer ausgeklügelten Nachkriegs — Karriere. Nach kalorienarmer Mittagstafel stritt er mit dem Rechtsprofessor Walter Hallstein, mit CDU-Verleger Gerd Bucerius, der FDP-Liberalen Hildegard Hamm-Brücher und anderen am Kamin über Deutschlands Wiederaufbau.
    Hans Werner Richter, Vorsänger der Literaten-Gruppe 47 und Teilnehmer der politischen Schloßgespräche, erinnert sich des seltsamen Ankömmlings:
    „Schiller, sagte der junge Mann und verbeugte sich, und ich verbeugte mich auch, und ich dachte, wie kommt dieser junge Mann hierher, er ist für diese Konferenz doch viel zu jugendlich. Was soll dieses ewige Lächeln, diese verhaltene Ironie, diese Neigung zum Witz in dieser so ernsten Situation?“
    Karl August Schiller war damals — im April 1947 — immerhin 36 Jahre alt und bereits ordentlicher Professor für Volkswirtschaft an der Universität Hamburg.

    Weiterlesen hier: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45522510.html

    Sehr guter Artikel vom Spiegel!

  24. #24 von CheshireCat am 18/11/2019 - 16:36

    @#16 von ingres am 18/11/2019 – 04:50

    „Nun es gibt sinnvolle staatliche Interventionen und sozialistische Interventionen…“

    Es ist unter Konservativen leider üblich geworden, alles, was ihnen nicht gefällt „sozialistisch“ zu nennen (praktisch das Synonym von „teuflisch“).

    Das ist nicht nur falsch, sondern auch schädlich.
    Denn so wird der (reine) Sozialismus (der schon längst tot ist) bekämpft, und die wahren Verursacher der Miesere (globalistische Kapitalisten) bleiben im Hintergrund und lachen sich ins Fäustchen.

    @#17 von ingres am 18/11/2019 – 04:59

    „Wenn es schlecht für den europäischen Arbeitnehmer ist, wenn die Software in Indien geschrieben wird, so ist es doch ökonomisch rational, vermute ich mal.“

    Ob eine Handlung rational ist, hängt von deren Ziel ab.
    Wenn das Ziel das Wohl des eigenen Landes ist, dann ist die oben genannte Handlung irrational und schädlich.
    Wenn das Ziel die Gewinnmaximierung ist, dann ist diese Handlung rational.
    Das Ziel der Kapitalisten ist bekanntlich die Gewinnmaximierung.

    „Aber es ist nicht rational hier arbeitsunfähige Gewalttäter zu importieren.“

    Auch das ist nach pervertierter Logik der bunten Degeneraten rational (Rettung vor Inzucht, Erhöhung der Diversität, Replace Immigration, Resettlement usw. usf.).
    Diese Logik werden aber gesunde Menschen niemals verstehen können.

    @#18 von ingres am 18/11/2019 – 05:38

    „Vielleicht sollte man sich auch mal über die Begriffe Kapitalismus, Marktwirtschaft, soziale Marktwirtschaft verständigen.“

    Das ist schon längst geklärt (darüber sind schon viele dicke Bücher geschrieben).
    Ganz kurz:

    KAPITALISMUS ist Marktwirtschaft + privates Eigentum auf Produktionsmittel / Finanzen. Das Ziel der Kapitalisten ist der maximale Profit (und nicht die Bedürfnissen des Kunden, Verwirklichung von Produktionsideen usw.).
    Daraus folgen hohe Ausbeutung / Produktivität, Innovationen, permanente Arbeitslosigkeit, (zyklische) Krisen, Expansionsdrang, hohe Zerstörungskraft usw.

    SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT ist Kapitalismus mit starker staatlicher Regulierung mit dem Ziel hohe soziale Standards durchzusetzen (das war fürs Überleben in Konkurrenz mit Sozialismus zwingend notwendig).

    Der Kern des SOZIALISMUS ist staatliches Eigentum auf Produktionsmittel / Finanzen. Daraus folgen Planwirtschaft, staatliche Fürsorge, repressives politisches System, Isolationismus usw.

  25. #25 von CheshireCat am 18/11/2019 - 16:38

    @#20 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 – 09:49

    „Wenn die Grünen an die Regierung kommen, dann wirst Du wissen, wie es im Sozialismus läuft!“

    Die Grünen sind keine Sozialisten (haben ja Agenda 2010 unterstützt).
    Unter Grünen wird es kapitalistischen Globalismus mit Öko-Diktatur geben – das hat mit Sozialismus überhaupt nichts zu tun.

    @#22 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 – 11:07

    „Im Kapitalismus muss jeder einzelne Mensch für sich selbst sorgen“

    Nach deinen eigenen Angaben hat für dich dein (reicher) Mann gesorgt.
    Was war das?
    Heimchen-Sozialismus nach dem Motto: „Wasser predigen, aber selber Wein saufen“?

    „Im Kapitalismus hat man Freiheiten …“

    Wer kein ausreichendes Eigentum hat, MUSS sich unter Kapitalismus für wenig Lohn ausbeuten lassen.
    In West-Europa hat er noch die Option auf „Hartz4“ zu verrecken.
    Aber die reiche Oberschicht kann tatsächlich tun, was sie will.
    So sieht es mit Freiheit aus.

    „Im Kapitalismus kann man alles verlieren und pleite gehen, …“

    Wie schon Marx richtig angemerkt hat:
    „Proletarier haben außer ihren Ketten nichts zu verlieren“.

    FAZIT
    „Du sollst nicht darüber schreiben, wovon du keine Ahnung hast.“
    (1. Blog-Gebot)

    PS
    Bevor dich wieder Hysterie erfasst:
    Ich bin kein Sozialist, sondern Anhänger der Sozialen Marktwirtschaft nationaler Prägung.

  26. #26 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 - 17:26

    #25 von CheshireCat am 18/11/2019 – 16:38

    Blablablabla…wie immer!

  27. #27 von ingres am 18/11/2019 - 18:10

    #24 von CheshireCat am 18/11/2019 – 16:36

    Nun Sie können ja eine schädliche Intervention nennen die nicht sozialistisch ist. Mietendeckel ist Sozialismus. Subventioenen sind Sozialismus. Sie müßten nun markwirtschaftliche Interventionen nennen die schädlich sind. Wie gesagt: Interventionen, kein „Laufen lassen“. Wär interessant.
    Die Aufträge nach Indien hatte ich lediglich als ökonomisch rational bezeichnet. Ob es gesellschaftlich akzeptabel ist, ist eine andere Frage. Da kann man ja intervenieren. Marktwirtschaftlich wäre das nicht. Ob es sozialistisch wäre, weiß ich nicht. Es könnte sich auch als nicht sinnvoll herausstellen. Wie man maximalen Profit machen will ohne die Kundenbedürfnisse zu beachten ist mit nicht klar. Soziale Marktwirtschaft ist nach ihrer Definition eine sehr gefährliche Sache, wenn die Standards erwürgen. Das müßte man austarieren. Die USA jedenfalls haben die meilenweit bessere High-Tech. Sicher kein Zufall.

  28. #28 von ingres am 18/11/2019 - 18:26

    #24 von CheshireCat am 18/11/2019 – 16:36

    Ich möchte noch einml deutlich sagen, dass ich „soziale Marktwirtschaft“ nicht für definierbar halte. Ich habe es habe es nie verstanden (Hayek, ich wette drauf auch nicht) und nur für ein politisches Schlagwort gehalten. Im Grunde genommen ist jede Marktwirtschaft sozial. Denn irgendein Lohn wird immer gezahlt. Welcher Lohn nun genau ist von vielen Faktoren abhängig. Eben auch davon, dass ein Unternehmen wirtschaftlich arbeitet und konkurrenzfähig bleiben muß. Darauf kann der Staat keinen Einfluß nehmen. Wenn dann ist es Sozialismus.

  29. #29 von ingres am 18/11/2019 - 19:04

    @Cheshire-Cat

    Wie gesagt, „soziale Markwirtschaft“ ist nicht definierbar (Marktwirtschaft schon), da sozial nicht definierbar ist. Es gibt zwar Vorstellungen von sozial, aber kein objektives Maß. Was an Sozialem möglich ist, ist darüber hinaus von den jeweiligen Randbedingungen (ökonomisch und politisch) abhängig. Sie dagegen meinen, dass der gute Zustand der Sechziger und Siebziger den Begriff definiert und meinen, dass der heutige schlechte Zustand rein mutwilig herbeigeführt wurde. Das aber ist nicht bewiesen. Man kann darüber sinnieren und zu dem Ergebnis kommen, dass es besser sein könnte (wenn Merkel nicht das Geld ans Ausland geben würde). Aber anzunehmen es gibt ein Maximum, dass auch dann immer existieren kann, wenn niemand es mutwillig zerstört ist doch nicht nachweisbar. Wenn die Wirtschaft einbricht, dann kann es eben nicht immer dauerhaft dieselben sozialen Leistungen geben. Insofern gibt es kein Maß für soziale Marktwirtschaft.

  30. #30 von CheshireCat am 18/11/2019 - 19:14

    @#27 von ingres am 18/11/2019 – 18:10

    „Mietendeckel ist Sozialismus. „

    NEIN!
    Unter Sozialismus gibt es keinen Mietendeckel!
    Die Wohnungen sind entweder kostenlos oder die Miete ist symbolisch,
    auf jeden Fall gibt es keine (drastischen) Mieterhöhungen und somit keinen Mietendeckel.

    Mietendeckel ist ein Instrument unter Kapitalismus, um KAPITALSITISCHE Auswüchse zu bremsen!

    „Subventionen sind Sozialismus.“

    NEIN!
    Subventionen sind ein ganz normales Instrument der (kapitalistischen) Wirtschaftspolitik, um z.B. innovative Unternehmen zu fördern oder eigene Unternehmen gegen ausländische Konkurrenz zu unterstützen.
    Können natürlich (wie alles) missbraucht werden.
    Sind aber kein Spezifikum von Sozialismus.

    „Wie man maximalen Profit machen will ohne die Kundenbedürfnisse zu beachten ist mit nicht klar.“

    Ganz einfach.
    Grenzen öffnen, das Land mit Invasoren überfluten.
    Der Wohnraum wird knapp, die Mieten schießen in die Höhe.
    Man macht maximalen Profit ohne überhaupt etwas zu tun – man kann jetzt ja jede Bruchbude vermieten.
    (Die Verluste durch Masseneinwanderung werden sozialisiert).

    „Soziale Marktwirtschaft ist nach ihrer Definition eine sehr gefährliche Sache, wenn die Standards erwürgen.“

    So funktioniert Soziale Marktwirtschaft:
    „Wo Menschen am längsten arbeiten und damit die geringste Freizeit haben, kaufen sie die wenigsten Güter.“
    „Ich will, dass meine Arbeiter gut bezahlt werden, damit sie meine Autos kaufen.“
    Henry Ford

    @#28 von ingres am 18/11/2019 – 18:26

    „Ich möchte noch einml deutlich sagen, dass ich „soziale Marktwirtschaft“ nicht für definierbar halte. Ich habe es habe es nie verstanden…“

    Nicht alles, was man nicht versteht, ist nicht definierbar.

    Auch ich verstehe Quantenmechanik nicht ganz (und bin hier in guter Gesellschaft).
    Sie ist trotzdem definierbar und existiert real, was durch ihre realen Erfolge sichtbar ist.
    Ähnlich ist es auch mit Sozialer Marktwirtschaft.

    „Im Grunde genommen ist jede Marktwirtschaft sozial. Denn irgendein Lohn wird immer gezahlt…“

    Das war ein guter (Hayek-)Witz.

  31. #31 von ingres am 18/11/2019 - 19:45

    #30 von CheshireCat am 18/11/2019 – 19:14

    Nun wenn die Mieten nicht steigen, bzw. das Wohnen nichts kostet, dann ist das offensichtlich ein prinzipieller Mietendeckel. Der wird von irgendwoher subventioniert. Oder kommt das auf der Luft. Ein Privatmann hat keine Lust beim Vermieten drauf zu zahlen und wird also nicht bauen. Also kann nur noch der Staat ihm das Geld über die Steuer wegnehmen und dafür bauen, also Sozialismus betreiben. In einem der letzten Gespräche mit meinem Ex-Bekannten meinte der übrigens, dass der Elektro-Strom nichts kosten würde. Ich dachte und wer bezahlt den dann, habs aber vergessen. Quantenmechanik kann man schon definieren. Warum es mit sozialer Markwirtschagt nicht geht, hab ich ja ausgeführt. Ich wiederhole es noch mal. Wieso kann ein zufälliger Standard ewig gültig sein, wenn die Ressourcen zusammen brechen. Kostet nichts, bezahlt der Staat oder wie? Aber ich beende das jetzt hiermit.

  32. #32 von ingres am 18/11/2019 - 19:52

    #31 von ingres am 18/11/2019 – 19:45

    „Quantenmechanik kann man schon definieren“ muß weg. Hatte ich vergessen zu löschen. Und dann sollte es noch heißen: „habs aber vergessen zu sagen“. Also zu frage, wer den Strom bezahlt, wenn der nichts kostet. Das denken Leute, die Vorteile nehmen und meinen, dass das nicht jemand anders weggenommen wird. Wobei der kostenlose Strom sicher kompletter Blödsinn war, oder eben ein Subventionsmodell, das Andere bezahlen.

  33. #33 von ingres am 18/11/2019 - 20:11

    Ich will noch ein Erlebnis zum Besten geben. Es war so 1977, ich saß in einem Seminar, wo es um Auswirkungen von Ölkrisen oder so gehen sollte. Genau erinner ich mich nicht. Aber da saßen die Anti-Kapitalisten und es kam an einer Stelle die Diskussion auf Kosten. Irgendwas machten die Kapitalisten nicht, weil es zu viel kosten würde. Ja da könne man sehen, es seien die Kosten war die allgemeine Empörung. Nun ich war da ja noch links, aber so blöd war ich auch da schon nicht, als ich vorher noch linker gewesen war. Mir war auch als Linker immer klar, dass Arbeit etwas kostet und daher ein Kostenfaktor ist. Ich dachte bei mir: ja wenn man im Kommunismus einen Kanal baut und die Arbeiter weder bezahlt werden und nichts zu essen bekommen und dann im Kanal verbuddelt und durch andere ersetzt werden, dann ist der Kanal kostenlos.

  34. #34 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 - 20:36

    „Wohnungsbau in Berlin“

    So wohnt man in NRW, naja, wenn man es sich leisten kann! Und bitte keinen Neid!

    „Faszination Wohnen – Engel & Völkers exklusiv“ in NRW

    *https://www.youtube.com/watch?v=VZbGsblDT9k

    Immer diese bösen Kapitalisten! 😉

  35. #35 von Heimchen am Herd am 18/11/2019 - 20:44

    Und so wohnt übrigens Ben Streubel vom SWR 3, den ich jeden Abend im Radio höre, wenn
    ich zu Bett gehe! Der Typ hat immer gute Laune!

    Stuttgart aus der Perspektive von Spiderman

    *https://www.youtube.com/watch?v=qUATa_MOKrM

    Mittendrin in einer der meistfrequentiertesten Einkaufsstraßen Europas ist das Zuhause von SWR3 Moderator Ben Streubel. Mit ihm zieht Moderatorin Sonja Faber-Schrecklein durch die Nacht.

  36. #36 von CheshireCat am 19/11/2019 - 00:26

    @#31 von ingres am 18/11/2019 – 19:45

    „Warum es mit sozialer Markwirtschaft nicht geht, hab ich ja ausgeführt. Ich wiederhole es noch mal. Wieso kann ein zufälliger Standard ewig gültig sein, wenn die Ressourcen zusammen brechen.“

    Was Sie ausführen (zufälliger Standard, der ewig gültig ist) geht tatsächlich nicht.
    Hat aber mit Sozialer Markwirtschaft nichts tun. Die sozialen Standards dort werden natürlich nicht zufällig, sondern nach Möglichkeiten der Gesellschaft definiert und der Realität angepasst.
    Wichtig ist dabei, dass es mehr oder weniger sozial gerecht (Profite und Lasten werden gerecht verteilt) geht.

    Da Sie soziale Gerechtigkeit auch für nicht definierbar halten, versuche ich es anders zu erklären:
    Das ist NICHT sozial gerecht

    Goldenes Klo mit Brillanten

  37. #37 von Axel Kuhlmeyer am 19/11/2019 - 09:26

    Mehr als das, was da ist, ist nicht zu verteilen.

    Es ist eine Illusion zu meinen, je bunter die Leute, je mehr bunte Leute ins Land strömen oder gar geschleift werden, desto größer die Wohlfahrt des Landes. Dies mag vielleicht kurzfristig der Fall sein in Zeiten der Hochkonjunktur, aus rein egoistisch – lobbiistischen Motiven ausgeheckt und politisch inkorrekt – korrumpiert – umgesetzt.

    Aber jede Münze hat nun mal seine Kehrseite. Der Affe sieht nur die Zahl, die ihn hypnotisiert.
    Das Aufschlagen in der Realität wird schmerzlich werden.

  38. #38 von ingres am 19/11/2019 - 09:27

    #36 von CheshireCat am 19/11/2019 – 00:26

    Immerhin haben sie einer Basiserkenntnis zugestimmt (Abhängigkeit von sozial und begrenzten Ressourcen). Unter gegeben Umständen das Beste zu erreichen ist keine Definition, sondern Tagespolitik. Das kann jeder nach seinem Gusto fordern. Auch die Grünen und Kevin Kühnert. Ich halte das nur nicht für sinnvoll egal wie unzweifelhaft gut die Forderungen sind. Meinen Sie nicht auch, dass die Mietendeckler gute Menschen sind, dass Kevin Kühnert nicht ein guter Mensch ist. Der will BMW verstaatlichen und damit sicher die Mieten deckeln. Das ist doch absolut gut. Aber ich sehs sachlich anders. Jetzt werden Sie sagen: ja die Politik muß mehr und das Richtige machen, Ja Politik eben (nach Ideologie und Ressourcen), aber keine definierte Handlungsanweisung..

  39. #39 von ingres am 19/11/2019 - 09:53

    #38 von ingres am 19/11/2019 – 09:27

    Übrigens alles was ich schreibe gilt nur dann, aber es gilt eben auch dann, wenn die Realität nicht durch die Invasion verzerrt wäre. Unter den verzerrten Bedingungen ist es völlig sinnlos irgendwelche anderen politischen Maßnahmen zu diskutieren, weil man nicht weiß welchen Anteil die Verzerrung an den Phänomenen hat. Aber auch unter unverzerrten Bedingungen bleibt „soziale Marktwirtschaft“ Tagespolitik (ein politisches Schlagwort) und ist daher nicht definierbar. Bleiben sozialistische Maßnahmen sozialistische Maßnahmen. Im übrigen ist es schwierig: Die Invasion ist eine Verzerrung der Realität, die Globalisierung nicht unbedingt.

  40. #40 von ingres am 19/11/2019 - 12:04

    Ich möchte als Letztes folgende Meta-Anmerkung machen. Dabei will ich auch Meta-Klartext sprechen. Ich bin in keiner Weise naiv oder heilsgläubig. Nicht einmal als ich mich für einen Marxisten hielt. Insofern kenne ich keine allgemeine Rettung für die Probleme. Ich kenne allerdings persönlich niemand, der nicht irgendwie heilsgläubig ist. M.E. sind die Probleme auch jenseits unabsichtlicher oder gezielter politischer Fehler inhärent. Daher bin ich natürlich immer in der schwierigeren Situation als Heilsgläubige. Auch das pochen auf „sozialer Marktwirtschaft“ ist ein solcher Heilsglaube. Das soziale kann man versuchen, aber es ist nicht gezielt steuerbar und von Ressourcen abhängig. Deshalb ist es schön, dass es z.B. Mathematik gibt und damit beschäftige ich mich viel lieber. Einfach aus Spaß.

  41. #41 von ingres am 19/11/2019 - 13:23

    Übrigens auch der Begriff Marktwirtschaft besagt nichts, außer, dass es sich eben am Markt regelt. Aus nichtssagenden Begriffen wird natürlich in der progressiven Welt ein ganzer Rattenschwanz von Unterbegriffen: freie, soziale, Ökosoziale Nachhaltige, Humane, Ethische, Zivilisierte Marktwirtschaft. Alles Blödsinn. Entweder es regelt sich grundsätzlich am Markt (d.h. ein PC kostet 100000, dann kann ich ihn nicht kaufen oder 500, dann kann ich ihn kaufen, das ist alles). Oder es wird staatlich festgesetzt. Das daneben auch in normalen Zeiten eingegriffen werden kann ist selbstverständlich. Aber das ist Tagespolitik, dafür gibt es kein Rezept. Abwasser reinigen erzwingen ist sinnvoll, Mietendeckel nie. So simpel ist das.

  42. #42 von CheshireCat am 19/11/2019 - 15:30

    @ingres

    „Meinen Sie nicht auch, dass die Mietendeckler gute Menschen sind, dass Kevin Kühnert nicht ein guter Mensch ist.“

    NEIN.
    In einer Notsituation greift jede Regierung (egal ob gut oder schlecht) zu Notmaßnahmen.
    So haben während des 2. WK Kapitalisten, Kommunisten und Nazis fast die gleichen Notmaßnahmen durchgeführt.

    Die Globalisten haben ohne Krieg eine ähnliche Notsituation (Wohnungsnot) geschafft.
    So blöd muss man erstmal sein.

    „Der will BMW verstaatlichen und damit sicher die Mieten deckeln.“

    Mietendeckel bedeutet Mieten nur begrenzen, nicht subventionieren.

    „Aber auch unter unverzerrten Bedingungen bleibt „soziale Marktwirtschaft“ Tagespolitik (ein politisches Schlagwort) und ist daher nicht definierbar.“

    Jede Wirtschaftspolitik wird durch Tagespolitik implementiert.
    Wenn man aber sinnvoll handeln will und nicht „auf Sicht fahren“ wie die Mutti aller bunten Idioten, dann muss man ein Konzept / Theorie / Ideologie haben (= „definieren“ nach Ihrem Sprachgebrauch).

    „Die Invasion ist eine Verzerrung der Realität, die Globalisierung nicht unbedingt.“

    Globalisierung (internationaler Austausch von Waren / Informationen) ist normal und existiert schon seit Antike.
    Die Invasion ist die Folge des Globalismus (moderne Pervertierung der Globalisierung).

    „Übrigens auch der Begriff Marktwirtschaft besagt nichts, außer, dass es sich eben am Markt regelt…
    Entweder es regelt sich grundsätzlich am Markt … Oder es wird staatlich festgesetzt.“

    Es ist inzwischen hinreichend bekannt, dass der Markt nicht alles regeln kann oder er regelt es so, dass danach verbrannte Erde bleibt oder die sozialistische Revolution kommt.
    Deshalb muss der Staat regulierend eingreifen (und so die Marktwirtschaft retten).

    „Abwasser reinigen erzwingen ist sinnvoll, Mietendeckel nie.“

    Wenn Ihr Vermieter mal ihre Wohnung „modernisiert“ und danach Ihnen die Miete um 300% erhöht, dann werden auch Sie nach Mietendeckel rufen (denn umziehen können Sie wegen der Wohnungsnot nicht – der Wohnungsmarkt ist kaputt und regelt nichts).

  43. #43 von ingres am 19/11/2019 - 17:29

    Wenn Ihr Vermieter mal ihre Wohnung „modernisiert“ und danach Ihnen die Miete um 300% erhöht, dann werden auch Sie nach Mietendeckel rufen (denn umziehen können Sie wegen der Wohnungsnot nicht – der Wohnungsmarkt ist kaputt und regelt nichts).

    Sie verwechseln Moral mit Analyse. Wenn meine Miete um 300% erhöht wird, wird man mich entweder kampfunfähig machen oder töten müssen. Nach einem Mietendeckel werde ich nicht rufen, Denn der Mietendeckel ist auch sachlich falsch, wenn es mich trifft. Und auch von der AfD erwarte ich keinen Mietendeckel, dann trete ich aus. Vernunft muß Vernunft bleiben.

  44. #44 von ingres am 19/11/2019 - 18:43

    Was ich nicht begreife ist, dass wir uns hier nicht darauf einigen können, dass ein Mietendeckel sinnlos und sogar kontraproduktiv ist. Klappt es, wenn ich die Charakterisierung sozialistisch dafür weglasse. Ansonsten ist doch klar, dass ein Mietendeckel keinen Wohnraum schafft und sogar den Bau verhindert. Wir sind doch hier nicht in einem Blog der der Grünen, mit denen man kein logisches Wort wechseln könnte. Natürlich ist klar, dass auch freie Mietpreise bei Knappheit keine Lösung sein können. Und für den der knapp bei Kasse ist gäbe es eh nur Mietgeld. So doof bin ich ja auch nicht.
    Natürlich wird durch den Mietendeckel von den Flüchtlingsursache abgelenkt. Insofern greift auch der Artikel zu kurz. Aber er ist zum Mietendeckel korrekt. Ein Mietendeckel ist immer (immer!) sinnlos und verhindert Wohnungsbau.

  45. #45 von CheshireCat am 20/11/2019 - 00:18

    @ingres

    „Wenn meine Miete um 300% erhöht wird, wird man mich entweder kampfunfähig machen oder töten müssen.“

    Das macht die Polizei gerne bei der Zwangsräumung. Vor einem deutschen Rentner hat sie keine Angst.

    Aber haben Sie bitte Verständnis dafür, dass nicht jeder (z.B. Familien mit Kindern) kampfbereit ist und deshalb nach Mietendeckel ruft.

    „Was ich nicht begreife ist, dass wir uns hier nicht darauf einigen können, dass ein Mietendeckel sinnlos und sogar kontraproduktiv ist.“

    Mietendeckel ist unter normalen Umständen (funktionierender Markt) tatsächlich sinnlos und kontraproduktiv.

    In der Notsituation (Wohnungsnot) ist sie sinnvoll, weil sie den Mietern finanzielle Entlastung bringt. Produktiv ist sie natürlich auch in der Notsituation nicht, denn sie bringt keine Lösung, sondern lindert nur die Symptome.
    MIETENDECKEL IST GENAUSO SINNVOLL UND PRODUKTIV
    WIE SCHMERZMITTEL BEI SCHWERER KRANKHEIT.

    Die Lösung ist die Rückkehr zum normalen Wohnungsmarkt, was die Globalisten verhindern.
    Das ist ein exemplarisches Beispiel wie der Kapitalismus, wenn er freie Hand bekommt, alles zugrunde richtet, sich selbst inklusive.

    „Ansonsten ist doch klar, dass ein Mietendeckel keinen Wohnraum schafft und sogar den Bau verhindert.“

    Es ist richtig, dass Mietendeckel Wohnbau nicht stimuliert (dafür ist er aber nicht gedacht).
    Aber Mietendeckel verhindert Wohnbau nicht – er wird ja nur dann eingeführt, wenn die Mieten (und folglich die Rendite) hoch genug sind.

    „Ein Mietendeckel ist immer (immer!) sinnlos“

    FALSCH.
    Wie schon oben erwähnt: was unter normalen Umständen sinnlos ist, kann in Not notwendig sein.

    Und grundsätzlich:
    Was sinnvoll oder sinnlos ist, hängt entschieden davon ab FÜR WEN.
    Denn verschiedene Akteure haben verschiedene Interessen und Ziele, die den Sinn bestimmen.
    Der Sinn ist also RELATIV, wie auch Moral und überhaupt alles, was von menschlichen Interessen bestimmt wird.

  46. #46 von CheshireCat am 20/11/2019 - 01:26

    @ingres
    Zu #45 von CheshireCat am 20/11/2019 – 00:18

    „Was sinnvoll oder sinnlos ist, hängt entschieden davon ab FÜR WEN.
    Denn verschiedene Akteure haben verschiedene Interessen und Ziele, die den Sinn bestimmen.“

    Es dauert allerdings oft ziemlich lang, bis manche Akteure ihre Interessen erkennen.
    So habe ich Arbeitnehmer getroffen, die zu meiner Verwunderung Einwanderung in den Arbeitsmarkt begrüßen.
    Und Sie sind ein erstaunliches Beispiel, dass ein Mieter Mietendeckel ablehnt.
    Verstehe das, wer will.

    Der Lernprozess wird enorm beschleunigt, wenn man selbst betroffen ist
    (= lernen durch Schmerz).
    Ist aber immer noch keine Garantie, dass man sich auf eigene Interessen besinnt.
    (Z.B. Neo-Linke, die keine bezahlbare Wohnung finden, fordern trotzdem noch mehr Einwanderung).

  47. #47 von ingres am 20/11/2019 - 08:41

    #45 von CheshireCat am 20/11/2019 – 00:18

    1. Ich habe nicht gesagt, dass die Polizei Angst vor mir hat, ich werde mich lediglich maximal zur Wehr setzen. Wie das dann ablaufen würde weiß ich nicht, Ist dann auch völlig egal.
    2. Ich habe gesagt, dass ich nicht nach einem Mietendeckel rufen werde, weil er sinnlos ist. Man kann allerdings Mietgeld zahlen. Das stört dem Markt nicht so direkt, da der Vermieter nicht direkt tangiert ist. Ob es insgesamt einen Unterschied macht, weiß ich nicht. Die Allgemienheit muß zahlen und leidet.

    Aber Mietendeckel verhindert Wohnbau nicht – er wird ja nur dann eingeführt, wenn die Mieten (und folglich die Rendite) hoch genug sind.

    Da muß ich drüber nachdenken. Ich bin ja objektiv. Solche Argumente mag ich. Kann nicht dumm sein, muß ja drüber nachdenken. Mal sehen was rauskommt.

  48. #48 von ingres am 20/11/2019 - 08:54

    #45 von CheshireCat am 20/11/2019 – 00:18

    Ein Mietendeckel hat dann nichts mit Moral und Ethik zu tun, wenn er sinnlos ist und das Gegenteil vom dem erreicht was er bewirken soll und die Lage sogar verschlimmert. Würde er die Situation insgesamt verbessern und nicht verschlechtern dann kann man aus moralischen Gründen drüber nachdenken. Ich denke, Hilfe über Wohngeld kann man leisten, der Mietendeckel verhindert die Investition. Es geht dabei nicht um Moral, sondern die normale menschliche Natur. Von der habe ich immer gesagt, dass Marx die Rechnung ohne sie gemacht hat, auch als ich noch glaubte Marxist zu sein. Und ich lehne den Mietendeckel so lange ab, wie ich weiß, dass er kontraproduktiv ist. Aktuell sowieso, weil ja die Flüchtlinge die Ursache sind, weshalb auch Mietgeld nicht hilft. Aber da sind wir bei der Ideotie und der Ideologie des Systems.

  49. #49 von ingres am 20/11/2019 - 09:13

    #46 von CheshireCat am 20/11/2019 – 01:26

    Ich fordere übrigens keine höheren Mieten, ich lehne halt nur schädliche Maßnahmen (wie Mietendeckel ab, nochmal , ist momentan sowieso Unfug, wegen der Flüchtlinge, aber rotgrün ist eh vollidiotisch, So habe ich z.B. am Ende, als wir nach Schwierigkeiten bei einer kleinen Firma gelandet waren die Einrichtung eines Betriebsrats abgelehnt. Ich wußte, dass die Firma mich nicht mutwillig entlassen würde, sondern dass wenn, es einen Sinn haben würde wieso also Betriebsrat?
    Im Zivildienst bin ich in die so schwere Pflege gegangen. Irgendwann schlug der Direktor vor den im Pflegedienst tätigen Zivis den Sold von 120 auf 500 DM zu erhöhen. Es war Knappheit und die wollten in die Pflege locken. Ich hab das abgelehnt, wegen Ungleichbehandlung und wegen Reservearmee. Aberes wurde beschlossen und ich habe die 500 dann genommen. Was dazu führte, dass ich bei freier Verpflegung und 100 Trinkgeld/Monat dann die Tausender im Schrank liegen hatte.

  50. #50 von ingres am 20/11/2019 - 10:01

    Ach was mir noch einfällt. Ich habe auch mal einen Prozeß gegen eine Wuchermiete geführt. Das was ein Staffelmietvertrag den ich unterschrieben hatte, weil ich das Suchen nach einer passenden Wohnung leid war. Aber irgendwann war meine Leidensfähigkeit dann am Ende. Der Mietspiegel war zu eindeutig. Ich hab das gewonnen und die Miete war sicher immer noch überhöht, aber blieb auf dem Anfangsstand stehen. Wurde auch nicht mehr erhöht. Unser System war nicht immer in allem schlecht. Vermieter habe ich Anständige und Haie kennen gelernt. Am schlimmsten war der Vermieter eines Lochs bei Marburg. Im Studentendorf wars dann preiswerter und in ca 30 Punkten besser. Der „Schreibtisch“ in dem privaten Wohnheim bestand z. Beispiel auf zwei Brettern (eins senkrecht, eins waagerecht). Der Vermieter wurde damals vom Asta wegen Wucher verklagt. Der Asta, das waren damals durchaus noch Leute mir denen man zumindest reden konnte, ohne um sein Leben zu fürchten.

  51. #51 von ingres am 20/11/2019 - 10:14

    #50 von ingres am 20/11/2019 – 10:01

    In Marburg habe ich aber auch den anständigsten privaten Vermieter kennengelernt. Ich wollte aus dem Studentendorf raus, weil das Publikum ab 1975 immer schwerer erträglich wurde. Keine schlechten Menschen, wenn man mal ins Gespräch kam, aber irgendwie infantiler und so. Vielleicht schon Auswirkungen der Schulreformen ab 1968. Ich hatte wahnsinniges Glück. Zunächst wäre ich fast weit weg vom Dorf für einen hohen Preis in einem Etablissment gelandet wo zwar Frauenbesuch nicht zulässig war, aber ich mir die Dusche mit der Tochter hätte teilen müssen. Nur wegen der Frauenklausel habe ich abgelehnt und am nächsten Tag 5 Minuten zu Fuß vom Dorf die Anzeige gesehen. Als ich besichtigte kam schon der nächste Interessent. Aber ich was schneller. Es war preiswerter, ich konnte im Dorf weiter meine Wäsche waschen und Kontakt halten. Beim Weggang von Marburg erließ mir der Vermieter die halbe Monatsmiete, weil ich zur Monatsmitte auszog.

  52. #52 von ingres am 20/11/2019 - 10:47

    #45 von CheshireCat am 20/11/2019 – 00:18

    Aber Mietendeckel verhindert Wohnbau nicht – er wird ja nur dann eingeführt, wenn die Mieten (und folglich die Rendite) hoch genug sind.

    Ich kann nicht zustimmen, denn erstens ist nicht sicher, wie die Rendite ist. Es gibt ja jetzt schon genug Risiken, Ich würde privat keine Wohnung vermieten, Wer weiß was für ein Theater man da hat. In München hatten sie vor mir einen Tunesier, der zwar in der Küche Hammel gebraten und auf dem Balkon Hühner gehalten hat, aber Geld haben sie nichts gesehen bis sie ihn raus hatten (1988). Wer geht da noch das Risiko des Deckels ein, zumal ja der Deckel auch rückwirkend gelten kann und Berlin ja sogar gilt, meine ich. Also ich denke es schreckt ab und ist daher kontraproduktiv, was die Irren und Ideologen freilich nicht interessiert.

  53. #53 von ingres am 20/11/2019 - 11:38

    Apropos Kündigungsschutz. Es tut mir leid, aber auch das ist Schwachsinn. Es gibt keine soziale Markwirtschaft. Das ist dann eben keine Marktwirtschaft. Es führt dazu, dass gute Singles entlassen werden und nicht so gute Familienväter bleiben. Das macht die Unternehmen kaputt. Wegen der Kündigungsmodalitäten können die Banken wegen notwendigen Rückstellungen,wegen der hohen Belastung nicht in ausreichendem Maß kündigen. Also werden Unbeteiligte mit in den Crash gerissen. Google ist feministisch usw. korrupt und schwachsinnig. Aber da verdienen die Besten das meiste. Nicht die Ältesten. Ein solche Gesellschaft hat bessere Überlebenschancen.

  54. #54 von ingres am 20/11/2019 - 13:03

    Übrigens vielleicht noch eine OT-Randanmerkung, weil es in den Bereich Wohnung und auch System-Untergang paßt. Ich war ja permanent auf Achse, auch in Berlin. Da machten wir ein Projekt und der Kollege kam aus Berlin. Es was die Zeit um die Wiedervereinigung und man schlug vor, ich sollte nach Berlin gehen und das Pendeln zwischen München und Berlin zu vermeiden. Ich war gerne in Berlin. Das war teilweise ganz gut in den Hotels, gab Spesen und war interessant. Aber ich meinte: nee, ob Berlin Boomtown wird (womit man mir das schmackhaft machen wollte) oder Armenhaus, das ist nicht ausgemacht. Ich wußte natürlich nicht wie prophetisch das war. Aber da hätte ich mir was ans Bein gebunden.

  55. #55 von CheshireCat am 20/11/2019 - 16:37

    @ingres

    „Ich habe nicht gesagt, dass die Polizei Angst vor mir hat,…“

    Ich habe damit gemeint, dass mit einem arabischen Clan die Polizei anders verfahren würde als mit einem deutschen Rentner.

    Sie können sich aber an ihre linken Jahre erinnern und Hausbesetzer werden (mit denen geht man sehr behutsam um).

    „Man kann allerdings Mietgeld zahlen…“

    Sie meinen wahrscheinlich Wohngeld – es ist wirklich kontraproduktiv.
    Es ist eine SUBVENTION für Mieter (die aber Normalverdiener nicht kriegen).
    Wie bei jeder Subvention für Käufer wird sie vom Verkäufer auf den Preis drauf geschlagen –
    Wohngeld wird von Vermietern einkalkuliert und heizt den Einstieg der Mieten an.

    „Ein Mietendeckel hat dann nichts mit Moral und Ethik zu tun, wenn er sinnlos ist und das Gegenteil vom dem erreicht was er bewirken soll und die Lage sogar verschlimmert. Würde er die Situation insgesamt verbessern und nicht verschlechtern dann kann man aus moralischen Gründen drüber nachdenken.“

    Mietendeckel verbessert / verbessert die Situation NICHT.
    Er lindert nur die Symptome wie SCHMERZMITTEL bei der Krankheit.

    „Der Mietspiegel war zu eindeutig… Unser System war nicht immer in allem schlecht.“

    Dieses System funktioniert nur solange wie der Markt funktioniert.
    Ist der Markt kaputt (Wohnungsnot), steigt der Mietspiegel unaufhaltsam und die Mieterhöhungen sind rechtmäßig.

    In unserem Fall wurde der Wohnungsmarkt von Globalisten zugrunde gerichtet.
    Es zeigt, dass Globalismus noch schlimmer als Krieg / Katastrophen (die zu ähnlichen Zuständen führen) ist, denn er erledigt ihre Zerstörungsarbeit viel gründlicher und nachhaltiger.

    „Ich kann nicht zustimmen, denn erstens ist nicht sicher, wie die Rendite ist.“

    Heute verdienen sich Vermieter zumindest in den größeren Städten schon eine goldene Nase.
    Wenn man Mietendeckel einführt, werden sie sich weiter eine goldene Nase verdienen.
    Auch wenn sie bauen und auf diesem Niveau vermieten, werden sie ordentlich verdienen.
    Wo liegt das Problem?

    Das Problem liegt darin, dass Gier stärker als Verstand ist und der Kapitalist immer mehr will.
    Dafür ist aber der Staat da, um kapitalistische Gier zu begrenzen, bevor das arbeitende Tier vor Erschöpfung stirbt oder rebelliert.
    Es ist letztendlich im eigenen Interesse der Kapitalisten, dass ihr Wahn begrenzt wird.

    „Apropos Kündigungsschutz.“

    Kündigungsschutz ist ein anderes Thema.
    Der Sinn des Kündigungsschutzes ist, „Hire and Fire“ Zustände wie in den USA zu vermeiden, also minimale Sicherheit / Planbarkeit für Arbeitnehmer.
    Kann und soll reformiert werden – dadurch wird die Soziale Markwirtschaft nicht erschüttert.

    „Das ist dann eben keine Marktwirtschaft.“

    Die Erfahrung zeigt aber, dass man mit Sozialer Markwirtschaft insgesamt besser fährt (auch nach Marktkriterien), schon deshalb weil die Verluste durch negative Seiten des Kapitalismus geringer sind.

  56. #56 von ingres am 20/11/2019 - 18:11

    #55 von CheshireCat am 20/11/2019 – 16:37

    Wie gesagt, man kann im Prinzip über vieles reden (aber es ist Tagespolitik und kein Kochrezept). Es bringt sowieso nichts wegen der Verzerrung. Und bis zum Crash auch nichts. Ich habe jedenfalls hören müssen, dass die Grünen und Kevin Kühnert schon die richtigen Sozialpolitiker sind. Muß jeder für sich selbst entscheiden. 85% denken das ja auch. Nachdenken muß ich noch darüber wieso die Globalisierung den Wohnungmarkt kaputtgemacht hat . Ach so wohl schon wegen der Flüchtlinge. Nun ja, das ist die Verzerrung. Ich dachte erst die Mieten steigen wegen Indien usw.
    Dann haben wir ja nun doch noch einen versöhnlichen Abschluß.

  57. #57 von ingres am 20/11/2019 - 18:30

    Machen wir mal ein Gedankenexperiment: Der Crash ist vorbei, die Verzerrung auch (die Flüchtlinge sind vor der Hyperinflation zurück in ihren Kral geflohen. Die AfD hat 51% und ingres ist MInister für Soziales und Wohnen. Jeder kann sicher sein, dass ich das äußerste Soziale und versuchen würde jedem ein Dach über dem Kopf zu geben. Aber ich wage zu bezweifle, dass ich das schaffen würde. Weder über Anreize noch über Mietendeckel, noch durch Zähmung des Globalismus noch über sonstwas. Auch 1950-60 wird wohl ein ewiger Wunschtraum bleiben. Und ob es ein Rezept für das Optimum gibt ???????

  58. #58 von ingres am 20/11/2019 - 18:35

    #57 von ingres am 20/11/2019 – 18:30

    Und ehrlich gesagt, ich glaube die Leute würde eher Kevin Kühnert und Annalena Baerbock das Vertrauen schenken, wenn die die Mieten Deckelung propagieren, soziale Gerechtigkeit versprechen und BMW enteignen. Auch nach dem Crash aufs Neue. Aber im Ernst , ich weiß ob und wie der Neuaufbau nach dem Crash vonstatten gehen wird.

  59. #59 von CheshireCat am 20/11/2019 - 22:28

    @#57 von ingres am 20/11/2019 – 18:30

    Die Behebung der Wohnungsnot ist möglich (auch ohne Crash / Sozialismus).
    Dafür sind „nur“ politische Macht und Wille notwendig.

    Maßnahmen:
    – Grenze für Illegale schließen. Aufnahmestopp für Asylanten / Flüchtlinge.
    – Alle Asylanträge überprüfen, für unberechtigte / nicht mehr berechtigte Asylanten / Flüchtlinge keine Duldung mehr – ohne Fütterung werden die meisten selbst gehen, ansonsten Abschiebung.
    – Soziale Leistungen, staatliche / kommunale Wohnraum nur für deutsche Staatsbürger – die Einwanderer ins Sozialsysteme gehen von selbst.

    Schon dadurch werden Wohnraum und Finanzmittel frei.
    Weiter:
    – Frei gewordenes Geld in soziale Wohnungsbau investieren
    – EZB zwingen (BRD ist der größte Anteilseigner) Zinsen auf das normale Niveau anzuheben.
    – Steuerliche Entlastungen / günstige Kredite für private Wohnungsbau.
    – Deregulierung, Vereinfachung der Vorschriften, Kürzung des Genehmigungsverfahrens für Wohnungsbau.

    So kann Wohnungnot in kürzer Zeit behoben werden.
    Danach soll Wohnbau durch restriktiver Vergabe der Gründstücken begrenzt werden – es muss Platz für Natur bleiben.
    Ohne Masseneinwanderung wird es kein Problem sein (Bevölkerungszahl stagniert ja seit Jahrzehnten).

    Das Problem ist, dass ohne Crash / Erschütterungen selbstmörderische globalistische Politik wahrscheinlich fortgesetzt wird.
    Degenerierte „Elite“ ist nicht in der Lage umzusteuern.

  60. #60 von ingres am 20/11/2019 - 22:53

    #59 von CheshireCat am 20/11/2019 – 22:28

    @#57 von ingres am 20/11/2019 – 18:30

    – EZB zwingen (BRD ist der größte Anteilseigner) Zinsen auf das normale Niveau anzuheben.

    Das geht nicht, das bedeutet den sofortigen Crash. Denn alles beruht momentan auf den niedrigen (Minus) Zinsen. Das ist nicht mehr reparabel. Was auch immer die Herrschendne antreibt, sie wollen den Crash wohl so lange wie möglich hinauszögern, was freilich den schrittweisen KO bedeutet.

  61. #61 von ingres am 20/11/2019 - 23:37

    #60 von ingres am 20/11/2019 – 22:53

    Der nächste KO-Schritt wird die Abschaffung oder Besteuerung des Bargelds sein. Um wegen immer niedriger Zinsen einen Bank-Run (->Bankenpleite) zu verhindern muß das Bargeld genauso entwertet werden wie das Geld was zu Minuszinsen auf den Konten liegt. In der kommenden Rezession müssen die Zinsen zusätzlich gesenkt werden, was die Ersparnisse spürbar entwerten wird. Geld abheben (wenn mans noch darf nutzt nichts, weil man dann bar mehr bezahlen muß als per Kreditkarte. Es gibt keinen Ausweg mehr. Wer nur Geld hat wird sich ab dem nächsten Jahr um 5% entwerten. Wer 100000 hat verliert also davon nächstes Jahr mindestens 5000. Oder er muß sie ausgeben. Bisher wurde das mit Vorgehen gegen Geldwäsche verbunden. Keine Ahnung sie es jetzt kaschieren werden. Auf die Straße gehen nutzt auch nichts, weil die Politik gar nichts anderes mehr machen kann.

  62. #62 von ingres am 20/11/2019 - 23:50

    #61 von ingres am 20/11/2019 – 23:37

    Also Fachleute meinen, dass sogar die Deutschen auf die Straße gehen (also nicht nur gegen Rechts oder um das Klima zu retten), wenn das Bargeld abgeschafft wird. Ich glaube das zwar nicht, aber wird so die Vorhersage das als den digitalen Euro anpreisen. Digital ist ja in aller Munde und damit so meint man werden sie es kaschieren und damit, dass es nur fair ist das Bargeld wie die Einlagen zu besteuern. Na ja und dann, so sollen die meinen, dass dann niemand mehr auf die Straße geht. Und es nutzt ja eh nichts. Denn die Politik kann nichts mehr machen, selbst wenn sie jetzt gutartig wollte.

  63. #63 von ingres am 21/11/2019 - 00:05

    #62 von ingres am 20/11/2019 – 23:50
    Übrigens was für mich besonders lustig war. Ich habe ja bei den Linken angefangen zu bloggen, weil mein Herz noch irgendwie links schlug, glaubte ich, selbst als ich schon Sarrazin verstanden hatte. Das irre bei den LInken war nun für mich, dass die IWF, die EU, EZB, also die Agenten des Kapitals zu ihren Helden erkoren hatten. Heute weiß ich, dass sie nützliche Idioten sind, aber andererseits demolieren sie ja die EZB-Gebäude und müssen diese Kapitalisten j a hassen. Nun gut die sind komplett bekloppt. Was sehr lustig war, war, dass sie damals (so 2008/9) dazu über gingen den Feind sogar zum Helden zu machen. So erinner ich mich, dass Strauss-Kahn also ein reines Kapitalisten-Schwein) als er mal eine Hotel-Affäre hatte sofort von den Linken entschuldigt wurde, man wolle ihm was anhängen, weil er ja so viel fortschrittliches gemacht habe.

  64. #64 von ingres am 22/11/2019 - 10:22

    @Cheshire-Cat

    Ich lese gerade: Dobrindt fordert Verbot von Minuszinsen. Was meinen Sie, stehe ich auf Dobrindt und finde das super. Nee, ich habe nie Minuszinsen gefordert, sie schaden mir nämlich und sind pervers und kündigen den Crash. Aber es wird nicht crashen, denn der Crash wird verboten. Aber warum wähle ich jetzt nicht Dobrindt, der will doch was Gutes für mich. Nun, ich weiß, dass die Minuszinsen keine Bösartigkeit der Globalisten sind (vielleicht die Folge), auch nicht von Merkel, auch nicht von den Grünen. Es ist das einzige Mittel den Crash so lange wie möglich durch den Crash auf Raten zu ersetzen. Wenn ich also die Aufhebung der Minuszinsen fordere würde ich eine sinnvolle Maßnahme attackieren und mich selbst sogar sofort umbringen. Gut beim Mietendeckel würde mich das nicht umbringen, aber da der falsch ist spreche ich mich als Mieter dagegen aus. So bin ich halt.

  65. #65 von ingres am 22/11/2019 - 10:46

    #64 von ingres am 22/11/2019 – 10:22

    Was mich wundert ist übrigens, dass man nicht rein formallogisch auf die Unsinnigkeit eines Mietendeckels schließt. Denn es ist doch eindeutig, dass in diesem Land nie etwas anderes „getönt“ wird als ideologisierte Effekthascherei.

  66. #66 von ingres am 22/11/2019 - 10:50

    #65 von ingres am 22/11/2019 – 10:46

    Zweite logische Prämisse: Wenn der Kapitalismus schon degeneriert ist wird er auch nur Degeneriertes hervorbringen. Also ist der Mietendeckel degeneriert. Das Erstaunliche ist für mich, dass man sich hinsichtlich eigenen Wünschens von der eigenen grundlegenden Einschätzung verabschiedet.

  67. #67 von CheshireCat am 23/11/2019 - 02:07

    @#64 von ingres am 22/11/2019 – 10:22

    „Nun, ich weiß, dass die Minuszinsen keine Bösartigkeit der Globalisten sind (vielleicht die Folge), auch nicht von Merkel, auch nicht von den Grünen.“

    Minuszinsen sind direkte Folge des globalistischen Projektes EURO
    und eine indirekte Folge der Maximierung der Gewinne (= Maximierung der Ausbeutung) unter Globalismus und zwar so effektive, dass zu viel Gewinn nicht sinnvoll investiert werden kann (Zinsen = Preis des Geldes).

    „Es ist das einzige Mittel den Crash so lange wie möglich durch den Crash auf Raten zu ersetzen.“

    FALSCH.
    Niedrigzinsen verleiten Staaten / Unternehmen zum Schuldenmachen statt sich anzustrengen.
    So werden Finanzen ruiniert, Ressourcen verschwendet, falsche Investitionsentscheidungen getroffen, Reformen verzögert, Konkurrenzfähigkeit sinkt.
    Niedrigzinsen sind wie eine Droge, die letztendlich zum Kollaps und Tod führt.

    Drogenentzug (Zinserhöhung) ist zwar schmerzhaft, aber notwendig (wenn man leben will).
    Muss natürlich vorsichtig durchgeführt werden, damit der Patient nicht kollabiert.

    „Ich lese gerade: Dobrindt fordert Verbot von Minuszinsen.“

    Dobrindt ist einer der wenigen, der noch den Restverstand besitzt
    (hat Draghi „Falschgeldmünzer“ genannt).

    @#66 von ingres am 22/11/2019 – 10:50

    „Zweite logische Prämisse: Wenn der Kapitalismus schon degeneriert ist …“

    Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem und kann an sich nicht degeneriert sein.
    Degeneriert sind westliche „Eliten“ und ein Großteil der Bevölkerung, die mit dem Globalismus (moderne Phase des Kapitalismus) nicht umgehen können (selbst Beduinen können das und profitieren davon), schlimmer noch – sie pervertieren ihn noch so, dass er für sie tödlich wird.

    „Erstaunliche ist für mich, dass man sich hinsichtlich eigenen Wünschens von der eigenen grundlegenden Einschätzung verabschiedet.“

    Das ist normal.
    Einschätzungen, Ideologien usw. werden von Interessen / Wünschen der Menschen diktiert.
    Unser Hirn bedient letztendlich unsere Biologie

    „Wie schon David Hume wusste, entspricht es der menschlichen Natur, dass unsere Motive und Antriebe (passions) vorrational sind. Sie bedienen sich der Vernunft (reason) als Instrument, um zu ihren Zielen zu gelangen. Die Vernunft ist also Dienerin unserer Gefühle, sie stellt weder Motive noch Antriebe bereit. Wir bedienen uns ihrer zur Verfolgung unserer im vorrationalen Raum entstandenen Ziele.
    Auch die vernünftigste Politik gründet im Vorrationalen.
    Motive entstehen per definition im vorrationalen Raum und der Verstand ist lediglich ein Erhellungsinstrument.“
    (PI-Fund)

  68. #68 von ingres am 23/11/2019 - 09:37

    #67 von CheshireCat am 23/11/2019 – 02:07

    1. Ich meinte, ich weiß nicht ob es das Ziel der Globalisten war Minuszinsen zu erreichen. 2. Minuszinsen sind insofern notwendig, weil es sonst instantan zum Crash kommt. Deshalb werden sie auch nicht verboten werden. 3. Dobrindt ist als Teil des Systems selbstverständlich ein ideologischer Schwätzer. Sie bestätigen also was ich meine, wenn ich schreibe, dass man sich wegen eigener Wünsche selbst die Schergen des Systems gut redet.4. Richtig, ich wollte degeneriertes System schreiben. 5. Nun ich möchte auch, dass der EURO nicht crasht (wenn er auch weg muß) weil ich hätte, da topfit, gerne noch das nächste Jahr überlebt, Aber ich kann ob dieses Wunsches die Realitäten nicht verleugnen und weiß daher zusätzlich dass Dobrindt nur ein Schwätzer sein kann da das System (da degeneriert) nur ideologische Geschwätz hervorbringen kann. Das meine ich immer, dass man vieles rein logisch erfasen kann.

  69. #69 von ingres am 23/11/2019 - 09:48

    #68 von ingres am 23/11/2019 – 09:37

    Übrigens man könnte vielleicht die Zinsen um 0,1% anheben, das weiß ich nicht. Nur was soll das. Außerdem werden die Zinsen nicht angehoben werden, sondern nächstes Jahr auf -5% gesetzt werden. Insofern ist eben nicht mal ein Jahrzehnte langes schrittweises Anheben um immer 0,1% mehr möglich. Aber ich werde das wohl nicht beweisen können (denn was wäre ein Beweis, dass Krall dasselbe sagen würde? Nein außerhalb von Mathematik und Physik ist da nichts möglich)), Und Sie werden dann im Crash noch sagen, wenn man die Zinsen angehoben hätte, hätte es nicht gecrasht, aber die Globalisten hätten die Minuszinsen benötigt. Insofern ist letztlich niemals etwas beweisbar (außer in der Mathematik usw. , da ist die Evidenz zu groß zu widersprechen) und die Schuld des Globalismus ist eine perfekt immunisierte (unwiderlegbare) Theorie. Wie es ja auch der Marxismus ist, bzw war, da er ja nicht mehr aktuell ist.

  70. #70 von ingres am 23/11/2019 - 09:59

    #69 von ingres am 23/11/2019 – 09:48

    Ich behaupte übrigens nicht, dass es keinen satanischen Globalismus gibt. Ich stelle lediglich in Frage, dass der Globalismus die Absicht hatte die Welt zu crashen, bzw. dass der Globalismus momentan die Minuszinsen benötigt. Und selbst wenn er sie benötigen würde, dass Minuszinsen nochmal (vor dem Crash) durch normale Zinsen ersetzt werden können. Wenn, dann müßten wir uns also konkret über die zu erwartenden Auswirkungen von Zinserhöhungen unterhalten, statt einfach nur zu unterstellen, dass die Globalisten all das in ihrem Plan benötigen. Wobei ich durchaus davon ausgehe, dass Minuszinsen den Globalisten gelegen sind (worüber man freilich exakt nachdenken müßte). Nur sind sie eben auch dann nicht abzuschaffen, da die ZInserhöhung nicht mehr möglich ist. Und wie gesagt nicht mal der Crash wird die Theorie entscheiden. Deshalb, wenn jetzt kein konkretes Argument mehr kommt, wars das.

  71. #71 von CheshireCat am 23/11/2019 - 16:26

    @#68 von ingres am 23/11/2019 – 09:37

    „Minuszinsen sind insofern notwendig, weil es sonst instantan zum Crash kommt.“

    Das ist mir neu und das habe ich nicht verstanden.
    Es gibt viele Länder, die finanziell noch schlechter da stehen als BRD (z.B. USA oder Japan) – es gibt dort aber keine Minuszinsen ohne Crash.

    Ganz im Gegenteil.
    MINUSZINSEN SIND FÜR PRIVATE ANLEGER EINE PSYCHOLOGISCHE GRENZE.
    Bei Minuszinsen wird Geld aus der Bank abgezogen und die Bank kann schnell pleite gehen.
    Wird es massenweise gemacht, dann gehen viele Banken pleite, es kommt zur Kettenreaktion und zum Kollaps des Finanzsystems (Crash).
    Und dann können Merkel und Scholz nicht wie 2008 sagen: „Bleibt ruhig, ihr Geld ist in der Bank sicher“ (obwohl sie gar keinen Einfluss darauf hatten).
    Denn jeder weiß, dass es nicht sicher ist (Minuszinsen).

    Das ist ein einfaches und realistisches Crash-Szenario.
    Es scheint, dass selbst die bunten Idioten in der Regierung das verstehen (Finanzministerium macht sich angeblich Sorgen).

    @#69 von ingres am 23/11/2019 – 09:48

    „Übrigens man könnte vielleicht die Zinsen um 0,1% anheben, das weiß ich nicht. Nur was soll das.“

    Niedrigzinsen sind schädlich, weil sie falsche Anreize setzen,
    siehe #67 von CheshireCat am 23/11/2019 – 02:07
    Sie müssen auf das normale Niveau angehoben werden, aber langsam (sonst crasht Süd-Europa).
    Dieses Problem hätten wir ohne Euro (globalistische Konstruktion) nicht.

    @#70 von ingres am 23/11/2019 – 09:59

    „Ich behaupte übrigens nicht, dass es keinen satanischen Globalismus gibt. Ich stelle lediglich in Frage, dass der Globalismus die Absicht hatte die Welt zu crashen“

    Globalismus ist die moderne Phase des Kapitalismus und ist so satanisch wie das schlechte Wetter.
    Gesunde Menschen schützen sich davor (oder sogar profitieren davon), Degeneraten gehen daran zugrunde.

    Auch hat Globalismus keine subjektiv Absicht die Welt zu crashen, sondern im Gegenteil die Gewinne der Kapitalisten zu maximieren.
    Aber wie jede ungebändigte Form des Kapitalismus führt er objektiv zu schweren Krisen und (Selbst)Zerstörung.
    Man kann schon jetzt sagen, dass er gescheitert ist – er wird überall von Völkern als widernatürlich angelehnt.
    Die Suche nach Ersatz hat schon begonnen: Rückkehr zu Nationalstaaten (Trump), Kapitalismus mit menschlichem Antlitz usw.
    Nur die bunten Vorgestrigen hier wollen davon nichts wissen.

  72. #72 von ingres am 23/11/2019 - 20:25

    Sie meinen also echt die Minus-Zinsen und Anleihekauf-Orgie machen die aus Jux-und Dollerei und um die Profite der Globalisten zu sichern. Es mag ja sein, dass das die Profite der Globalisten auch sichert, das wird schon so sein, Nur wenn die Anleihen nicht aufgekauft werden, dann gibt es Pleiten über Pleiten. Dann wären schon seit 2008 die Banken und die Staaten gekippt. Und ja, dann wären die Einlagen der Sparer weg gewesen. Auch ich hätte keinen Pfennig mehr. Und ich hätte auch die LV nicht mehr bekommen, Insofern war es schon immer Unfug zu sagen, die Milliarden kommen bei den Griechen als Hilfe nicht an. Natürlich nicht, dass mußte den Zusammenbruch des Finanzsystems verhindern und war sogar insofern legitim, da Griechenland damit seine Schulden bediente, was im Prinzip (auch für jeden Privatmann) selbstverständlich ist.

  73. #73 von ingres am 23/11/2019 - 20:36

    #72 von ingres am 23/11/2019 – 20:25

    @Cheshire-Cat

    Mir wird aber langsam klar, wieso Sie derart auf den Holzweg sind. Sie sehen die gesamte Politik unter den Aspekt der Profitsicherung der Globalisten. Nun will ich gar nicht bestreiten, dass die überall mitmischen und einer Politik die gegen ihre Interessen geht auch versuchen würden den Garaus zu machen (aber ich weiß auch nichts drüber). Nur die Politik kann gar keine Finanzpolitik mehr machen die den Interessen der Globalisten widersprechen würde. Hätten die Globalisten ein Interesse an höheren Zinsen könnte die Politik das nicht machen, denn das würde die Zombies in die Pleite reißen, damit die Banken, Und Italien sofort kippen, damit der Euro und damit würde die Target-Billion fällig usw. In jedem Fall ist dass alles unüberschaubar, so dass man eben seit 2008 den Konkurs verschleppt. Das wird aber nicht ewig gehen,

  74. #74 von ingres am 23/11/2019 - 21:01

    Übrigens ich unterscheide mich von manchen (dem meisten weiß ich nicht) professionellen Crash-Erwartern darin, dass ich hinsichtlich der aktuellen Finanz/Fiskalpolitik) nicht von Schweinereien usw spreche. Natürlich ist das alles unnatürlich (die verdeckte Staatsfinanzierung durch die EZB sogar verboten) was da abläuft. Nur dazu ist keine böse Absicht oder die Bedienung irgendwelcher Interessen erforderlich. Die können nicht mehr anders handeln, wenn sie nicht den sofortigen Zusammenbruch auslösen wollen. Nun kann man sich fragen, hätten sie anders handeln können. Vielleicht ja. Dann hätte man Griechenland pleite gehen lassen müssen, mit allen Konsequenzen für die Griechen, Nur aber eben mit unüberschaubaren Konsequenzen für den Rest Europas, Deshalb verwaltet man nur 11 Jahre den Konkurs. Ob man zusätzlich noch Interessen bedient? Kann sein, ist aber zufällig.

  75. #75 von CheshireCat am 23/11/2019 - 21:07

    @#72 von ingres am 23/11/2019 – 20:25

    „Sie meinen also echt die Minus-Zinsen und Anleihekauf-Orgie machen die aus Jux-und Dollerei und um die Profite der Globalisten zu sichern…“

    NEIN.
    Das machen die Südländer, die EZB übernommen haben (mit freundlichen Genehmigung der debilen Mehrkill), um ihre marode Wirtschaft / Länder zu stützen.
    Hat aber mit der Abwehr vom Crash direkt nichts zu tun – es gibt genug marode Länder, die ewig siechen.

    @#73 von ingres am 23/11/2019 – 20:36

    „Mir wird aber langsam klar, wieso Sie derart auf den Holzweg sind. Sie sehen die gesamte Politik unter den Aspekt der Profitsicherung der Globalisten.“

    NEIN.
    Ich berücksichtige auch historische (System-Entwicklung) und ethnisch-biologische (Degeneration) Aspekte.

    „Nur die Politik kann gar keine Finanzpolitik mehr machen die den Interessen der Globalisten widersprechen würde.“

    Das ist eben das Problem, dass die (degenerierte) Politik so schwach ist.
    Die Aufgabe der Politik ist, den blinden Ochsen (Kapitalismus), der die Karre (Staat, Gesellschaft) zieht, zu steuern (Wirtschafts- / Finanzpolitik, Gesetzgebung usw.), damit der Ochse mit dem Karren nicht in den Abgrund läuft.
    Das ist der Normalfall.
    Wenn aber der Steuermann Demenz hat, funktioniert es eben nicht.

  76. #76 von CheshireCat am 23/11/2019 - 21:11

    Korrektur #75 von CheshireCat am 23/11/2019 – 21:07

    mit der Karre

  77. #77 von ingres am 24/11/2019 - 12:32

    #75 von CheshireCat am 23/11/2019 – 21:07

    Nochmal zum Abschluß: Die Politik kann die ZInsen nicht erhöhen, dann crasht es. Wenn aber weiter zur Abwehr des Crashs über Minus-Zinsen Geld gedruckt wird, dann crasht es auf Raten und schließlich ebenfalls ganz. Merkel läßt sich auch nicht von den Südländern aufs Glatteis führen. Vielleicht von Macron, obwohl andere wieder sagen, Merkel will genau dadurch (also durch deutsches Geld die Macht über Europa,). Es ist keine andere Politik als die Draghis und demnächst die von Lagarde möglich, wenn man den Crash (für alle, außer die Superreichen) maximal strecken will. Das freilich sagt kein Crash.Prophet so exakt. Krall kommt am nächsten wenn er meint, theoretisch sei vor einem Jahr noch Rettung möglich gewesen. Nun da müßte ich sein Modell mathematisch kennen, um das zu prüfen.

  78. #78 von ingres am 24/11/2019 - 12:39

    #77 von ingres am 24/11/2019 – 12:32

    Zur Verdeutlichung: Draghi, Merkel usw. sind sicher zu jeder Schandtat gegen die Interessen der Menschen bereit. Merkel ist sicher bösartig. Draghi kenn ich dafür zu wenig. Dürfte ein skrupelloser Hai sein. Aber egal wie bösartig diese Leute sind, Die Minuszinsen beruhen nicht auf Dummheit, nicht auf Bösartigkeit, nicht auf Druck der Südländer. Die sind ein riesiges Beschäftigungsprogramm und die Stütze aller maroden Staatshaushalte. Also verbotene Staatsfinanzierung durch die EZB. Das ist aber keine fehlerhafte Politik, sondern die einzige Möglichkeit den finalen Knall so lange wie möglich hinauszuzögern. Letztlich habe ich seit 2008 keinen Moment jemals anders gedacht. Ich wußte nur nicht wie lange man den Crash strecken kann. Das weiß ich auch jetzt nicht. Keine Ahnung ob Kralls Modell das auf den Tag genau voraussagt. Aber passieren wird es.

  79. #79 von ingres am 24/11/2019 - 12:43

    Auch eine starke Politik nutzt nichts mehr. Im Klartext heißt das, auch eine AfD könnte den Crash nicht mehr verhindern. Auch die AfD kann die Zinsen nicht mehr erhöhen.

  80. #80 von ingres am 24/11/2019 - 13:10

    Mich hat übrigens von Anfang an beim Euro nur interessiert, dass mit jemand ein Konzept liefert, wie man aus dem Euro rauskommt, so dass ich am leben bleibe (und es damit eben keinen Crash gibt). 2008 hatte ich keine Ahnung vom Geldsystem. Seitdem habe ich einiges und wohl das Wesentliche darüber gelernt (auch wenn ja niemand wissen soll was Geld genau ist. Insofern habe ich das auch innerhalb der AfD angebracht und in privaten Gesprächen erwähnt. Ich habe immer Artikel gesucht, die einen begründeten Ausweh zeigten (egal was dazu notwendig sei und ob es auch sehr „schmerzhaft sei“. Ich fand nie etwas. Von Lucke habe im mal was von einer Parallelwährung gelesen, aber nicht verstanden, was das retten soll. Aber gerne, wenn jemand mir ein geschlossenes Konzept der Überwindung des Euro vorlegt, dann würde ich eine andere Haltung einnehmen. Das Konzept würde ja nicht realisiert, aber es wäre dann ja als Theorie eine Möglichkeit.

  81. #81 von Heimchen am Herd am 24/11/2019 - 13:54

    #77 von ingres am 24/11/2019 – 12:32

    „Nochmal zum Abschluß“

    *https://www.youtube.com/watch?v=6AqR2rzQ_VE

    Mein Gott, jetzt hast Du es oder doch nicht? 🙂

  82. #82 von CheshireCat am 24/11/2019 - 15:37

    @#77 von ingres am 24/11/2019 – 12:32
    @#78 von ingres am 24/11/2019 – 12:39

    Sie bringen keine Argumente, sondern wiederholen immer wieder die Behauptung, dass Minuszinsen unbedingt notwendig sind, um Crash zu verhindern.
    Sie sollen schon erklären WARUM (wenn Sie das selbst verstehen).

    @#80 von ingres am 24/11/2019 – 13:10

    „Mich hat übrigens von Anfang an beim Euro nur interessiert, dass mit jemand ein Konzept liefert, wie man aus dem Euro rauskommt, …“

    Die Karre Euro ist so tief im Dreck, dass es keine Möglichkeit gibt, ohne Verluste aus dem Euro rauszukommen (BRD hat in EZB riesige Forderungen gegenüber Südländern).

    Um Verluste zu begrenzen schlägt man Folgendes vor:

    – Rausschmiss bzw. „freiwilliger Austritt“ der größten Nieten wie Italien.
    – Spaltung in Nord- und Süd-Euro
    – Rückkehr zu Nationalwährungen mit Beibehaltung des Euros (Parallelwährung wie früher ECU)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_W%C3%A4hrungseinheit

  83. #83 von ingres am 24/11/2019 - 16:31

    #82 von CheshireCat am 24/11/2019 – 15:37

    Ach Sie versehen nicht, dass die nierigen Zinsen überflüssige Arbeitsplätze am Leben halten. Auch durch die mir entgangenen Zinsen. Sie verstehen das auch dann nicht wenn Fachleute dasselbe sagen? Obwohl was benötigt es dazu einen Fachmann. Die ganze Wirtschaft läuft auf Kredit. Ich war überrascht als ich mal mitbekam, dass z.B. Apple, dass ja mehr Gewinn macht als anderen Riesenumsätze. Kredite aufnimmt, ich dachte früher immer die investieren aus dem Gewinn. Wie genau weiß ich nicht, aber es sie machens irgendwie eben auch über Kredit. Und wenn die Zinsen steigen können die, die nur von den Krediten leben nicht mehr leben. Was soll ich da begründen?Vielleicht bringen Sie mal ein Argument, wie die Zombies und die Staaten überleben wollen, wenn die Zinsen steigen. Mit welchem Crash man den Euro beendet wenn man austritt weiß ich nciht. Ich denke der wird nicht gering sein.

  84. #84 von CheshireCat am 24/11/2019 - 16:47

    @#83 von ingres am 24/11/2019 – 16:31

    Zum einen:
    NIEDRIGzinsen sollen im Konjunkturtief die Wirtschaft ankurbeln / stützen, im Aufschwung werden sie angehoben.
    Das hat man immer so gemacht ohne Crash zu verursachen.
    Warum jetzt Niedrigzinsen ewig bestehen sollen, ist nicht klar.

    Zum anderen:
    Sie sagen, dass sogar MINUSzinsen unbedingt notwendig sind, um Crash abzuwenden.
    Das ist überhaupt nicht klar.

    Im Gegenteil:
    Wie in #71 von CheshireCat am 23/11/2019 – 16:26 erklärt, Minuszinsen können zum Crash führen.

  85. #85 von ingres am 24/11/2019 - 16:51

    Übrigens, ich weiß im einzelnen nicht wer die Zombies sind. Es muß sei allerdings geben, wegen der zu hohen Beschäftigung in der Krise (egal was davon gelogen ist, wenn man die Lüge abzieht, ist es immer noch zu hoch). Ich gehe davon aus, dass z.B, Zalando einer ist. Die laufen sicher nur auf billigem Geld. Die Zamwers werden bei der Pleite ihren Schnitt gemacht haben alle anderen schauen in die Röhre. Dann die Call-Center. Dann die kleinen Läden die an den Ecken eröffnen und nach einem Jahr wieder weg sind. Der Kredit ist dann verbraten und es was auch vorher bereits klar. Die kriegen dann HartzIV, zurückgezahlt wird nichts. Und die guten Firmen werden sich auch strecken, wenn die Zinsen angehoben würden, zumal in der Rezession.

  86. #86 von ingres am 24/11/2019 - 18:53

    #84 von CheshireCat am 24/11/2019 – 16:47

    Jetzt gebe ich auf! Mehr als Niedrigzinsen muß man nicht wissen! Denn: warum gibt es die Niedrigzinsen, doch weil höhere Zinsen nicht machbar sind, wenn der Zusammenbruch vermieden werden soll. In 3 Jahren sollen die PIGs u.a. Italien umschulden (das ist dann ein zu Krall alternativer Zeitpunkt). D.h. meine ich, dass alte Kredite durch neue abgelöst werden. Auch in der Systempresse ist dann die Rede davon, dass ein bestimmtes Zinsniveau dabei nicht tragbar ist. Entweder man zahlt das Niveau oder man bekommt keinen Kredit oder senkt sie Zinsen.Was dann auch keinen Kredit von privat mehr gibt, die EZB druckt dann und kauft. Das ist ungedecktes Geldmenge (-> Inflation) Man könnte ja Italien pleite gehen lassen. Aber was heißt das dann? Aber ich kann jetzt nicht mehr.

  87. #87 von CheshireCat am 25/11/2019 - 00:58

    @#85 von ingres am 24/11/2019 – 16:51

    Was Sie hier beschreiben, sind normale Vorgänge in der Marktwirtschaft:
    Unternehmen, die unter normalen Marktbedingungen nicht bestehen können, gehen pleite.
    Das ist kein Grund, Zinsen ewig niedrig zu halten.

    Natürlich müssen Zinsen behutsam angehoben werden, damit sich Marktteilnehmer anpassen können / um große Pleitewelle zu vermeiden.

    @#86 von ingres am 24/11/2019 – 18:53

    „Jetzt gebe ich auf!…“

    Ich verstehe Ihre Schwierigkeiten:
    Denn ES GIBT KEINEN SACHLICHEN GRUND FÜR DAUERHAFTE NIEDRIGZINESN (von Minuszinsen ganz zu schweigen).
    Wenn eine Land marode ist (wie Italien), soll es wie alle anderen maroden Länder saniert werden – dafür ist IWF zuständig.

    Die Finanzierung der maroden Süd-Länder / Unternehmen durch EZB sind kriminelle Handlungen (Verletzung der Neutralität, Insolenz-Verschleppung, Enteignung der Sparer), die nichts retten, sondern (lang- / mittelfristig ?) zum Niedergang (im ungünstigen Fall zum Kollaps / Crash) führen.
    Mehr braucht man darüber nicht sagen.

  88. #88 von ingres am 25/11/2019 - 11:41

    Ich habe 10 Minuten überlegt, ob ich noch was antworte. Ich wills noch mal ganz elementar machen. Ein Webfehler des Euro war ja (ich nehme an die Kritiker der Einführung, wie Hankel haben das gesehen (und ich habs nicht registriert weil ich dachte ich verstehs nicht), dass unterschiedliche Wirtschaftsräume einheitliche Zinsen hatten. Für die Südländer waren die zu niedrig und die kamen so an billiges Geld, was einen Pseudo-Boom z.B. beim Bau auslöste. Heute stehen die ungenutzt. Z.b: fand die EM in Portugal statt, Folge des Euro. Das alles flog im Gefolge der US-Immobilienkrise dann auf. Seitdem benötigen insbesondere die Südländer (wobei die BRD ja eigentlich auch pleite ist) niedrige Zinsen um die Staatspleite abzuwenden. Staaten kommen auch durch hohe AL in Schwierigkeiten. Um die niedrig zuhalten sind die Zinsen ebenfalls niedrig. Aber i.w. sind die Zombies eben die Folge der niedrigen ZInsen um die Staatspleiten abzuwenden.

  89. #89 von ingres am 25/11/2019 - 11:53

    #88 von ingres am 25/11/2019 – 11:41

    Fortsetzung (Bei 10 Zeilen liegt die Grenze, dann verschwindet der Kommentar) … nur die Zombies existieren jetzt (zwei indirekte Beweise habe ich angeführt). Da die Zombies existieren wird es nun für jede Gesellschaft zum Risiko wenn die Zinsen steigen, noch dazu in einer Rezession. Für die Südländer ist es der Staatsbankrott, Für die BRD das Risiko durch steigende AL. Und die Konkursbücher würden endgültig geöffnet. Nichts würde mehr zurückgezahlt. Das gesamte Finanzsystem würde sicher zusammen brechen. Es ist ja nicht nur ein Lehman Brothers. Deshalb ist es zwar richtig, dass die Südländer eben die Minuszinsen benötigen, wegen der Vernetzung, die BRD aber auch (und auch wegen dann unvermeidlich steigender AL) In den USA ja man die ZInsen leicht angehoben, aber hat auch schon wieder aufgehört. Da gibts ähnliche Probleme. Und ja, auch dei FED wird sicher irgendwann die EU mit retten, aber das wird auch nichts nutzen

  90. #90 von ingres am 25/11/2019 - 11:59

    #89 von ingres am 25/11/2019 – 11:53

    Und zum Schluß: was ich nicht weiß ist, ob man Italien, Griechenland pleite gehen lassen könnte ( und deren Bürger verrecken lassen kann, passieren wirds ja eh, eben nur verzögert) und die BRD sich dann noch irgendwie retten könnte. Das spricht ja von dem Fach-Propheten niemand an (da ich ja ohnehin der Einzige bin der sich klar ausdrückt, Krall spricht eben nur von Verarmung). Ich habe dazu nie einen Artikel gefunden. Ich selbst kanns mir leider nicht vorstellen. Und ja, eine solche Politik würde ja nicht gemacht und wäre auch unter 51% AfD sicher nicht durchsetzbar. Dieser ist Abschluß also rein hypothetisch.

  91. #91 von ingres am 25/11/2019 - 12:24

    Ach eins noch der Vollständigkeit halber und weils eigentlich das Einzige ist was mich interessieren würde. Krall meint ja, dass es nach seinem Modell in einem Jahr passiert da seien die Banken durch die Bank rettungspleite. Friedrich meint spätestens 2023, weil die die Umschuldungen der Südstaaten bevorstehen. Nun das kann ich nicht beurteilen, ich denke aus dem Bauch heraus, dass es unvermeidlich ist und jeden Tag passieren kann. Aber was interessant war:Krall machte in einem Vortrag die Anmerkung, dass nach seinem Modell vor einem Jahr theoretisch noch eine Rettung möglich gewesen wäre. Wie gesagt, nach demselben Modell, dass jetzt den Point of no return erreicht hat. Das würde mich interessieren. Aber jetzt muß ich mal wieder was Vernünftiges machen.