„Aber die Kreutzzüge…“

  1. #1 von Heimchen am Herd am 29/10/2019 - 19:30

    Die Kreuzzüge!

    Sabaton – The Hammer Has Fallen

    *https://www.youtube.com/watch?v=nSCuej5A12E

    Das waren noch Zeiten!

  2. #2 von Heimchen am Herd am 29/10/2019 - 19:42

    Zu #1 von Heimchen am Herd am 29/10/2019 – 19:30

    Es ist kaum vorzustellen, dass die Christen heute so kämpfen würden! Vor lauter Nächstenliebe
    vergessen sie wer ihre Feinde sind und laufen ins offene Messer! Schuld daran sind natürlich
    die Kirchenfürsten, die einen Pakt mit dem Teufel (Islam) geschlossen haben!

  3. #3 von CheshireCat am 29/10/2019 - 22:13

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1229-16-oktober-2019

    Das Bundesfinanzministerium gibt eine Sonderbriefmarke heraus: „Franziskus und der Sultan“. Thema ist der kuriose Besuch des heiligen Franziskus bei Sultan Al-Kamil Muhammad al-Malik anno 1219 in Damiette (Ägypten) während des Fünften Kreuzzugs. „In Europa war in den Jahren zuvor durch ein päpstliches Schreiben aus dem Jahr 1213 und den anschließenden systematischen Einsatz von Kreuzzugspredigern für den Kreuzzug geworben und Hass gegen den Islam und die Muslime geschürt worden. Franziskus hegte trotz der allgemeinen Stimmung keine Vorbehalte gegen den vermeintlichen Feind, sondern versuchte im Gespräch mit dem Sultan, den Kreuzzug zu beenden und Frieden zu stiften. Dies ist ihm zwar nicht gelungen, die Begegnung ist aber ein frühes Beispiel des Kulturdialogs, in dem Respekt und der Wille zum Frieden im Vordergrund standen.“

    Und wieder die Frage: Dummheit oder Perfidie? Wissen die’s nicht besser, oder sind sie so pervers? In Europa wurde „Hass gegen die Muslime und den Islam geschürt“? Und umgekehrt? War da nicht vorher was? Die Eroberung des byzantinischen Kleinasiens samt Ausmordung christlicher Städte – 1067 wurde Caesarea nie¬dergebrannt, 1069 Iconium? Die Spur der Vernichtung, die der Wesir des Kalifats von Córdoba, al¬ Mansur, Ende des 10./Anfang des 11. Jahrhunderts durch Nordspanien gezogen hatte – Zamora im Jahre 981, Coimbra anno 987, Barcelona anno 985 und 1008, Santiago de Compostela 997. Der Einfall der muslimischen Seldschuken¬ in armenischer Städte – am schrecklich¬sten führten sie sich 1064 in der Hauptstadt Ani auf. Tausende massakrierte Jerusalem-Pilger – ein reich beladener Zug deutscher und niederländischer Pilger unter Führung des Bischofs von Bamberg wurde 1064 un¬mittelbar vor den Toren der Heiligen Stadt von Arabern überfallen und geplündert, 5000 Pilger kamen dabei ums Leben.

    Papst Urban II. rief 1095 die Christenheit dazu auf, „unse¬ren Brüdern im Orient“ zu Hilfe zu eilen. „Die Türken und die Araber haben sie angegriffen“, stellte der Papst korrekt fest. „Wenn ihr ihnen jetzt keinen Widerstand entgegensetzt, so wer¬ den die treuen Diener Gottes im Orient ihrem Ansturm nicht länger gewachsen sein.“ So kam es zum ersten Kreuzzug. Die Züge ins heilige Land glichen dem, was bei der Bundeswehr, sie ruhe in Frieden, „strategische Vorneverteidigung“ genannt wurde.

    PS: Apokryphe Berichte, dass Franziskus vor der Unterredung sein Kreuz abgenommen habe, galten lange als unglaubwürdig. Die neuere kirchliche Forschung hält sie täglich für glaubwürdiger.

    Kreuzzüge waren die Antwort auf die Eroberung der besetzten christlichen (byzantinischen) Gebieten von Moslems (und kamen eigentlich zu spät).

    Oder wie man heute sagt:
    „Unsere Sicherheit wird nicht nur, aber auch am Hindukusch verteidigt.“
    Peter Struck, SPD (!)

  4. #4 von Hogeritze am 30/10/2019 - 12:19

    Man sollte nicht alle Christen als wehrlose Lämmer betrachten. Im Donbass kämpfen auf Seiten der sogenannten ‚Seperatisten‘ Einheiten, die von ultrakonservativen Russisch Orthodoxen Christen ‚gesponsert‘ werden.
    Schon mal 2s1 Artilleriepanzer (115 mm Kanone) mit Aufschrift ‚Erzengel‘ und Ikonenflagge gesehen? Oder ein Zug BTR 80 Mannschaftstransporter mit Aufschrift ‚Gott ist mit uns‘? Die Truppen selbst haben oft Ikonenbilder auf ihren AK Sturmgewehren aufgeklebt.
    Es geht auch ganz anders…