ZDF-Kinderprogramm wirbt für Kommunismus

Es steht wirklich auf ZDF „logo!”: „Im Kommunismus gehört allen gleichviel.” Niedlicher geht’s nicht. Der Zielgruppe Kinder sagt das ZDF, Kommunismus, eine gute Sache. Da ist selbst Wikipedia (die deutsche Ausgabe bekannt politisch einseitig) vergleichsweise radikal aufklärerisch. weiter bei Tichys Einblick

  1. #1 von Heimchen am Herd am 23/08/2019 - 10:05

    „Im Kommunismus gehört allen gleichviel.”

    Es müsste richtig heißen: Im Kommunismus sind alle gleich arm, außer den Funktionären, die leben
    in Saus und Braus!

    Dann will natürlich jedes Kind Funktionär werden!

  2. #2 von ingres am 23/08/2019 - 10:34

    „Im Kommunismus gehört allen gleichviel.”

    Nun mit Bezug auf eine Teilfrage in der Debatte unter „Armut für alle“ könnte man sich damit auf den Kompromiss einigen, dass die BRD ideologisch näher am Sozialismus ist als die damaligen realen Sozialisten. Das zeigt im übrigen die Perversität der BRD auf. Die BRD-Ideologie, bzw. das was inoffiziell als solche unter die Leute gebracht wird ist halt die perverse Steigerung (auch Ideologien müssen sich anscheinend immer „steigern“) des Originals. Keine Ahnung ob der Sozialismus überhaupt den Begriff der „sozialen Gerechtigkeit“ kannte, die BRD kennt ihn halt als Steigerung! Eine „freie“ Ideologie unter den Bedingungen der „Demokratie“ (der Dekadenz) ist anscheinend perverser als eine aus der Not geborene. Soziale Gerechtigkeit ist quasi die dekadente Variante des „gleich viel“.

  3. #3 von CheshireCat am 24/08/2019 - 01:24

    „Im Kommunismus gehört allen gleichviel.“

    Nun, Kommunismus gab es in der Praxis noch nirgends, deshalb kann man nur über theoretische Vorstellungen reden.

    Die Beschreibung bei den Klassikern ist recht nebulös.
    Das einzige was klar feststeht ist:
    „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialistisches_Leistungsprinzip
    Daraus kann man nicht „Im Kommunismus gehört allen gleichviel“ ableiten.

    Unter „Bedürfnissen“ sind nicht nur Brot und Wasser gemeint, sondern auch Selbstverwirklichung / Genuss, also daraus kann man auch nicht
    „Im Kommunismus sind alle gleich arm, außer den Funktionären“ ableiten
    (ganz geschweige davon, dass für solches Ideal kein Mensch kämpfen würde).

  4. #4 von CheshireCat am 24/08/2019 - 01:32

    Fortsetzung #3 von CheshireCat am 24/08/2019 – 01:24

    Nun, man könnte sagen, diejenigen, die so etwas behaupten, kennen nicht einmal den Unterschied zwischen dem Kommunismus und Sozialismus und meinen eigentlich den realen Sozialismus.

    Aus dem sozialistischen Leistungsprinzip
    „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seiner Leistung
    kann man aber auch keine Gleichheit ableiten
    (die gibt es also weder in der Theorie noch in der Praxis des Sozialismus).

    Was Armut unter Sozialismus anbelangt, da wird es richtig interessant.
    Sozialismus hat gegen die Soziale Marktwirtschaft (eine Mischform aus Sozialismus und Kapitalismus) der Industrieländer verloren,
    nicht aber gegen den Raubtierkapitalismus der 3.Welt – trotz enormer Ausgaben für Export der Revolution / Rüstung war der Lebensstandard im sozialistischen Block höher als in der 3.Welt (von wenigen Ausnahmen wie Öl-Königreiche abgesehen)

    Noch interssanter wird es, wenn man den realen Sozialismus mit dem heute herrschenden globalistischen Raubtierkapitalismus vergeleicht.
    Nicht weniger DDR-Büger, die beide Systeme kennen, meinen: lieber unter sozialisitischer Mangelwirtschaft leben als unter Buntheit / Hartz4 sterben.
    Hätte der sozialistische Block nicht mit Sozialer Marktwirtschaft konkurriert, sondern mit dem heutigen Bunten System, würde er noch heute bestehen.

    Und China, die sich selbst als sozialisitisch begreift,
    (real aber eine eine Mischform aus Sozialismus und Kapitalismus ist, allerdings nicht sozial)
    hat sich erfolgreicher und effektiver als globalistischer Raubtierkapitalismus erwiesen.

    FAZIT:
    Reine Systeme (Sozialismus / Raubtierkapitalismus) funktionieren in der modernen Welt auf Dauer nicht.
    Erfolgreich sind nur die MISCHMODELE aus Sozialismus und Kapitalismus.

  5. #5 von ingres am 24/08/2019 - 09:24

    Das Motto „jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ habe ich, da es ja widersprüchlich ist vor 45 Jahren so interpretiert: Marx muß davon ausgehen, dass jeder fähig ist oder, dass seine Bedürfnisse seinen Fähigkeiten angepaßt sind. Damit habe ich den Spruch als Unsinn abgehakt.(den Marxismus dann endgültig 4 Jahre später). Ich vernute(te), dass auch Marx die mystische Vorstellung hatte, dass wenn man im Sozialismus sei , sich automatisch eine Übereinstimmung zwischen Fähigkeiten und Bedürfnissen einstellen würde. So dass das Problem der Diskrepanz nicht auftreten würde. Er war ja stark philosophisch geleitet. Das wird ja auch aus seiner unsinnigen Auffassung deutlich, dass der Sozialismus gesetzmäßg auftreten muß. Dann erst der Kommunismus kommt. Was Lenin dann wieder zurecht schustern mußte, indem Kerenski zur bürgerlichen Revolution erklärt wurde.

  6. #6 von ingres am 24/08/2019 - 09:53

    #5 von ingres am 24/08/2019 – 09:24

    Kurze Erläuterung: Wieweit Marx aus ethischen Gründen oder aus Effizienzgründen den Sozialismus/Kommunismus forderte weiß ich nicht. Über die, die praktisch was verbessern wollten (wie Lassalle) hat er sich ja lustig gemacht. Ansonsten war es so: Die Geschichte war gesetzmäßig vorherbestimmt: Urgesellschaft,…, Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus sollten notwendig nacheinander folgen. Lenin mußte das dann zurechtbiegen. Denn statt im fortgeschrittenen Kapitalismus fand die Revolution in einem feudalen Land statt. Außerdem mußte Kerenski für die vor der sozialistischen (gesetzlich) notwendigen bürgerliche Revolution herhalten. Außerdem sollte der Sozialismus (gesetzmäßig) international aufgebaut werden, so dass Lenin den Aufbau „in einem Land“ erkören mußte. Offensichtlich alles albern.

  7. #7 von ingres am 24/08/2019 - 10:12

    #4 von CheshireCat am 24/08/2019 – 01:32

    Mir ist es zwar egal, ob der Kommunismus gegen irgend jemand nicht verloren hat, aber Aussagen über Systeme kann man so nicht treffen, zumal mal ja gar nicht sagen kann was ein System genau ausmacht. Aber man kann nicht Sozialismus in Rußland mit Kapitalismus in der 3. Welt vergleichen. Die Russen waren durchaus europäisiert, so dass selbst ein Sozialismus in Rußland (in der DDR sowieso) bessere Voraussetzungen hatte als ein Kapitalismus in Afrika. Aber im Grunde machen diese Vergleiche keinen Sinn. Der Kapitalismus ist m.E. auch kein System, sondern die natürliche Form des Wirtschaftens. Er wurde nicht erfunden, sondern entdeckt. Er war und ist da draußen. Aber die Globalisierung kann in der Tat die Verelendungstheorie von Marx doch noch Wirklichkeit werden lassen. Insofern geht (ginge) es nicht darum Systeme oder Mischsysteme aufzubauen, sondern Schädliches zu stoppen.

  8. #8 von ingres am 24/08/2019 - 12:01

    Erkenne übrigens erst jetzt, dass der Spruch im realen Sozialismus anscheinend abwich. Ich hatte bisher den Spruch von Marx vorausgesetzt. „Jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“. Wußte nicht, dass in der Praxis Bedürfnis durch Leistung ersetzt worden sei. Aber gut, natürlich mußte die Ideologie mannigfach der Praxis angepaßt werden. Der Spruch von Marx ist ja auch offensichtlicher, mystischer Blödsinn. Nichtsdestotrotz war vermutlich die Gleichheit ein ideologisches Lockmittel (im Sinne der Teilhabe an materiellem Reichtum) um Anhänger für den Umsturz hinter sich zu versammeln (jedenfalls wird es solche Lockmittel gegeben haben, mit der Forderung nach Leistung wird man es kaum versucht haben). Gleicheit war ja schon ein Motto der französischen Revolution. Da mehr Im Sinne von keine Standesunterschiede. Gleichheit kann unterschiedlich gemeint sein.

  9. #9 von Heimchen am Herd am 24/08/2019 - 12:15

    „Über Geld spricht man nicht, man hat es“.

    Jean Paul Getty (1892-1976), amerik. Ölindustrieller u. Milliardär.

    So ist es!

    Das gibt dann bloß wieder Neid und das will man ja nicht! 🙂

  10. #10 von Heimchen am Herd am 24/08/2019 - 12:21

    Fiddler on the roof – If I were a rich man (with subtitles)

    *https://www.youtube.com/watch?v=RBHZFYpQ6nc

    Herrlich!

  11. #11 von Heimchen am Herd am 24/08/2019 - 12:27

    Der Kommunismus ist die Religion der Atheisten!

  12. #12 von Heimchen am Herd am 24/08/2019 - 13:18

    Auf der Suche nach einer besseren Welt

    Der Atheismus liegt im Sterben

    Dem Sowjetstaat ist es zwar gelungen, sich die offizielle Kirche zu unterwerfen — die auch dem Zaren schon untertan war. Dennoch, so berichtet der Moskauer Bürochef der „New York Time“, Peter Grose, 33, scheitert der Kampf des Regimes gegen den religiösen Glauben vieler Sowjetbürger.
    Fünfzig Jahre Kommunismus haben nicht ausgereicht, die Religion in Rußland auszurotten. Die Kommissare der Kommunistischen Partei können das nicht erklären.

    n den marxistischen Schriften scheint alles völlig einleuchtend. Die offizielle Philosophie hat nachgewiesen, daß der Glaube an einen „Gott im Jenseits“ schwinden muß, je mehr die wissenschaftliche Erkenntnis des Menschen wächst. „So sollte es sein“, erklärt ein sowjetischer Funktionär zögernd einigen amerikanischen Kirchenmännern. „Ich muß allerdings zugeben, es geht sehr, sehr langsam.“

    In der Sowjet-Union haben sich die Kirchen angepaßt oder sind in den Untergrund gegangen, nur wenige haben ganz aufgegeben. Einige wurden bis zum Untergang verfolgt, andere erlebten einen Aufschwung. Die organisierte Religion ist in einem halben Jahrhundert der Unterdrückung nicht untergegangen.

    Weiterlesen hier: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46185333.html

    Der Spiegelartikel ist vom 30.10.1967! Da war die Pressewelt noch in Ordnung!

  13. #13 von Heimchen am Herd am 24/08/2019 - 13:24

    Unter Putin ist alles anders!

    Russland: Putin besucht Weihnachtsmesse in seiner Heimatstadt St. Petersburg

    *https://www.youtube.com/watch?v=5pgteoTwpK0

    Auch deshalb ist Putin mir sehr sympathisch!

  14. #14 von Heimchen am Herd am 24/08/2019 - 13:47

    Warum der Kapitalismus beibehalten werden muss

    Der Kapitalismus ist ganz von selbst entstanden, ohne intellektuelle Blaupause. Es ist die Wirtschaftsweise, die sich ergibt, wenn man die Menschen einfach machen lässt. Krisen gehören zum Kapitalismus wie das Bauchweh zum Festschmaus. Zehn Argumente zur Beibehaltung des Kapitalismus – und eines dagegen.

    Er ist ein Raubtier, verwandelt die Gesellschaft in ein Spielcasino und weckt die niedrigsten Instinkte wie Gier und Profitsucht. Seit die große Krise ausgebrochen ist, wird der freie Markt noch heftiger verdammt als ohnehin üblich. Kapitalismus ist allen suspekt, sogar den Kapitalisten.

    Es gibt Tausende von Büchern, die versuchen, ihn zu erklären, oder ihn kritisieren. Aber kein Denker kann ein Urheberrecht anmelden. Der Kapitalismus ist ganz von selbst entstanden, ohne intellektuelle Blaupause. Es ist die Wirtschaftsweise, die sie ergibt, wenn man die Menschen einfach machen lässt. Selbst in sozialistischen Ländern entstanden sofort Schwarzmärkte unter der planwirtschaftlichen Oberfläche.

    Alles lesen hier: https://www.welt.de/wirtschaft/article4017664/Warum-der-Kapitalismus-beibehalten-werden-muss.html

    11. Kapitalismus macht unglücklich

    „Freie Märkte führen trotz ihrer Krisen zu mehr Wohlstand. Doch Wohlstand macht nicht glücklich. Tendenziell nimmt das Glücksgefühl sogar ab. In den reichen, entwickelten Ländern ist die Zahl der Schwermütigen und Zukunftsängstlichen wesentlich höher als in armen aufstrebenden Gesellschaften. Denn das subjektive Glücksempfinden funktioniert ein bisschen wie die Börse. Käufer reißen sich nicht um Aktien solider, alter Firmen, sondern erwarten Traumgewinne von Neugründungen. Nicht, was ist, macht glücklich, sondern was wir erhoffen.

    Laut einer Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2003 blicken nur 13 Prozent der Deutschen mit Optimismus in die Zukunft. China dagegen ist die optimistischste Nation. 54 Prozent der Chinesen glauben, die Zukunft werde besser als die Gegenwart. Je mehr Probleme gelöst sind, desto schärfer fällt der Blick auf die verbleibenden.“

    Wir befinden uns gerade in der Phase der Schwermütigen und Zukunftsängstlichen!
    Das heißt, es ging uns zu lange zu gut! Das bekommt anscheinend vielen Menschen nicht!

    Das kann ich von mir nicht behaupten! Ich ziehe auf jeden Fall den Kapitalismus vor! Wer
    Kommunismus will, der kann ja auswandern!

  15. #15 von CheshireCat am 24/08/2019 - 16:01

    @#8 von ingres am 24/08/2019 – 12:01

    „Nichtsdestotrotz war vermutlich die Gleichheit ein ideologisches Lockmittel (im Sinne der Teilhabe an materiellem Reichtum) um Anhänger für den Umsturz hinter sich zu versammeln“

    Warum vermuten, wenn man alles in den Geschichtsbüchern nachlesen kann?
    Die Versprechungen der sozialistischen Revolution 1917 waren z.B.

    – Macht den Räten
    – Fabriken den Arbeitern
    – Agrarland den Bauern
    – Frieden den Völkern

    Ich kann hier bei bestem Willen keine Gleichheit im Sinne der Teilhabe an materiellem Reichtum sehen.

  16. #16 von CheshireCat am 24/08/2019 - 16:02

    @#7 von ingres am 24/08/2019 – 10:12

    „Mir ist es zwar egal, ob der Kommunismus gegen irgend jemand nicht verloren hat, …“

    Die Frage ist wegen China immer noch aktuell.

    „Aber man kann nicht Sozialismus in Rußland mit Kapitalismus in der 3. Welt vergleichen.“

    Sie können der Sozialismus in Kuba mit kapitalistischen Ländern der Latein Amerika vergleichen (damals). Zum Einwand, dass Kuba von der Sowjet Union gefuttert wurde, kann man sagen, dass befreundete latein-amerikanische Diktaturen von den USA gefuttert wurden.

    „Der Kapitalismus ist m.E. auch kein System, sondern die natürliche Form des Wirtschaftens.“

    Jedes System ist die natürliche Form des Wirtschaftens, weil es letztendlich vom Niveau der materiellen Produktion bestimmt wird.
    Nach Marx ist auch Sozialismus natürlich, da er eine zwangsläufige Folge der kapitalistischen Entwicklung ist.

    „Aber die Globalisierung kann in der Tat die Verelendungstheorie von Marx doch noch Wirklichkeit werden lassen. Insofern geht (ginge) es nicht darum Systeme oder Mischsysteme aufzubauen, sondern Schädliches zu stoppen.“

    Mischsysteme erschienen schon in den 30-ern (z.B. USA) infolge der Wirtschaftskrise, um den Kapitalismus zu retten, der nicht mehr funktionierte, und auch als die Antwort auf die Bedrohung von Sozialismus.

    Mischsysteme mildern Schädliches bis zum erträglichen Ausmaß oder beugen es sogar vor (je nachdem wie sie gestaltet sind).

  17. #17 von CheshireCat am 24/08/2019 - 16:05

    @#5 von ingres am 24/08/2019 – 09:24

    „Das Motto „jedem nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen“ habe ich, da es ja widersprüchlich ist vor 45 Jahren so interpretiert: Marx muß davon ausgehen, dass jeder fähig ist oder, dass seine Bedürfnisse seinen Fähigkeiten angepaßt sind…“

    Da Marx nichts Definitives zu dieser Frage geschrieben hat, füllen Kommentare und Vermutungen dazu Bänder. Wenn man Zeit und Lust hat, kann man darüber lange philosophieren (überprüfen kann man das sowieso nicht).

    Fest steht nur, dass dieses Prinzip nur dann funktionieren würde, wenn sich Menschen freiwillig mäßigen (d.h. ihre Bedürfnisse den Möglichkeiten der Allgemeinheit anpassen).
    Und hier sind wir bei dem Punkt an dem Sozialismus / Kommunismus scheitert: MENSCH.
    Denn Menschen mäßigen sich nur unter ganz speziellen Bedingungen (kleine Gruppe der vertrauten Menschen wie Familie oder Kibbuz), ansonsten neigen die meisten dazu, von der Allgemeinheit so viel wie möglich zu nehmen und ihr so wenig wie möglich zu geben.

    Sozialismus / Kommunismus braucht also einen anderen Menschen, der nicht vorhanden ist, und funktioniert deshalb nur mit dem allgemeinen Zwang, der nicht von Dauer sein kann.
    Mischsysteme betrifft es nicht, weil sie Menschen genug Freiraum lassen.

  18. #18 von ingres am 24/08/2019 - 16:37

    #15 von CheshireCat am 24/08/2019 – 16:01

    Es ging also nicht um die Verbesserung von Lebensverhältnissen? Also um (mehr) Gleichheit im Sinne von mehr materieller Teilhabe? War alles reiner Idealismus? Ich meine, da es im Sozialismus ja in der Tat keine Gleichheit gab, sondern eben die Unfreiheit der (systematisch) Ungleichen (also die Bonzen und den Rest) spielt es eigentlich keine Rolle ob die Anhänger der Revolution auch an Gleichheit geglaubt haben. Und auch das aktuelle System der BRD will ja mitnichten Gleichheit herstellen. Es benutzt ja lediglich die Vokabel „soziale Gerechtigkeit“ dazu, sich gegenüber den Bürgern moralisch zu präsentieren. Ich gebe aber zu, die Charakterisierung des Sozialismus als die Herstellung von Gleichheit bei mir ins Wanken geraten ist. Aber es hat für die Beurteilung des Sozialismus nun wiederum für mich keine Auswirkungen.

  19. #19 von ingres am 24/08/2019 - 16:50

    #16 von CheshireCat am 24/08/2019 – 16:02

    Nun ich glaube nicht daran, dass der Mensch seine Angelegenheiten jemals in den Griff bekommen wird. Auch nicht, wenn die Invasion in der BRD noch mal beendet würde und dann bester Wille herrschen würde (auch wenn man natürlich gegen die Invasion vorgehen muß). Insofern ist der Kapitalismus selbstverständlich die natürliche, erfolgreichste Form des Wirtschaftens (für zivilisierte Nationen). Wenn es da Probleme gibt, dann nicht weil der Kapitalismus falsch wäre, sondern weil (wie schon die Bibel) wußte die Welt eben ein Jammertal ist. Wenn man also Maßnahmen trifft, wenn es zu Problemen gekommen ist, dann führt man ja kein neues System ein, sondern versucht Anpassungen vorzunehmen, bis es eben irgendwann endgültig aus ist. Aber zu glauben es gäbe das (Misch)-System, dass ohne Probleme gerecht ist, so naiv war ich nie.

  20. #20 von ingres am 24/08/2019 - 17:01

    @CheshireCat

    Ich muß jetzt aber endlich die konkrete Frage stellen. Was soll denn „soziale Gerechtigkeit“ sein. Wie soll sie konkret ausgestaltet sein? Ist es der Sozialstaat? Ansonsten kann es ja nichts sein, denn im Wirtschaftsleben und im Leben überhaupt kann ja niemand einen (materiellen) Anspruch stellen (außer im rechtlich gültigen Rahmen). Wenn es wenn überhaupt eben nur der Sozialstaat sein kann (auch wenn das mit sozialer Gerechtigkeit nichts zu tun hat, sondern nur mit Hilfe) was für ein Sozialstaat soll es denn dann sein? Unter den gegenwärtigen verzerrten Bedingungen ist die Frage nicht zu beantworten. Und wenn denn „soziale Gerechtigkeit“ eine so wichtige Weiterentwicklung ist, ja wieso dann nicht den Sozialstaat auf die ganze Welt ausweiten. Insofern läge Merkel völlig richtig.

  21. #21 von ingres am 24/08/2019 - 18:35

    #17 von CheshireCat am 24/08/2019 – 16:05

    Ich denke, dass die Antwort ziemlich simpel ist. Marx hat entweder wissentlich groben Unfug verfaßt oder er glaubte tatsächlich naiv an die Schaffung eines neuen Menschen (damals hatte die philosophische Spekulation noch einen hohen Stellenwert) zum Heil der Welt. Ob er sich Letzteres so vorstellte wie Lyssenko es dann propagiert hat (das im Sozialismus die Pflanzen kooperieren weil es nun den Sozialismus gibt) kann man nicht wissen. Aber auch die französische Revolution hatte ja ähnlich Vorstellungen zur Grundlage. Man glaubte die Probleme (das Elend) mit Anwendung der Mathematik auf die Gesellschaft lösen zu können. Heute glaubt man weniger CO2 wäre die Lösung.

  22. #22 von ingres am 24/08/2019 - 18:48

    #21 von ingres am 24/08/2019 – 18:35

    Es gibt noch eine 3. Möglichkeit, die aber ebenfalls eine mystische Grundlage hat. Marx glaubte vielleicht an unbegrenzte Ressourcen (an das CO2-Problem usw. dachte er noch nicht). Unter unbegrenzten Ressourcen kann jeder seine Bedürfnisse befriedigen, wenn man zusätzlich daran denkt, dass es auch Menschen gibt die freiwillig unterhalb der Möglichkeiten ihrer Bedürfnis-Befriedigung bleiben. Damit hätten wie die aktuelle Situation in der BRD. Aber das geht ja nicht gut.

  23. #23 von CheshireCat am 24/08/2019 - 23:13

    @#18 von ingres am 24/08/2019 – 16:37

    „Es ging also nicht um die Verbesserung von Lebensverhältnissen?“

    Doch.
    Aber Sozialisten haben NICHT versprochen, dass alle GLEICHVIEL haben werden.

    Sozialisten wollten z.B. Fabriken den Arbeitern geben, damit Arbeiter alles selbst organisieren (ohne Ausbeutung durch Kapitalsten) und es ihnen dadurch besser geht.
    (Das haben sie 1917 tatsächlich getan und es funktionierte nicht).

    Aber niemand hat versprochen, dass z.B. ein Arbeiter und ein Geselle gleich bezahlt werden (was selbst aus der Sicht des Arbeiters Unsinn wäre).

  24. #24 von CheshireCat am 24/08/2019 - 23:25

    @#19 von ingres am 24/08/2019 – 16:50

    „Insofern ist der Kapitalismus selbstverständlich die natürliche, erfolgreichste Form des Wirtschaftens (für zivilisierte Nationen).“

    Nun, wenn Kapitalismus sich selbst überlassen wird, richtet er alles zugrunde: Umwelt, Gesellschaft, Staat und letztendlich sich selbst. Weil sein Motor Gier und sein Ziel nur Profit sind. Deshalb muss er reguliert werden.

    Und je entwickelte die Technik / Gesellschaft, desto gefährlicher können die Folgen der wilden Wirtschaft sein und desto stärker muss Kapitalismus reguliert werden.
    In den modernen Industrieländern sind deshalb nur Mischformen erfolgreich (Markt + staatliche Regulierung + Sozialstaat).
    Wenn Kapitalismus von der Leine gelassen wird, verursacht er sofort schwerste Krisen (siehe z.B. 2008 und 2015).

    Man kann es bildlich so vorstellen:
    Ein starker, aber dummer Bulle (Kapitalismus) zieht die Fuhre (Gesellschaft), muss aber von Fuhrmann (Staat) gesteuert werden, sonst landet Bulle samt Fuhre im Abgrund.

    „Aber zu glauben es gäbe das (Misch)-System, dass ohne Probleme gerecht ist, so naiv war ich nie.“

    Auch ich habe es nie behauptet.
    In den Mischsystemen gibt es natürlich auch Probleme, aber keine Katastrophalen wie beim wilden Kapitalismus.

  25. #25 von CheshireCat am 24/08/2019 - 23:49

    @#32 von ingres am 24/08/2019 – 14:16
    https://quotenqueen.wordpress.com/2019/08/21/armut-fuer-alle/#comment-185534

    „Wie verhindert dieses System (abgesehen davon, dass es in jeder Hinsicht verkommen ist), dass alle Menschen so viel haben können wie sie haben wollen. „

    Dieses System (globalistischer Raubtierkapitalismus) sorgt durch Überflutung mit Arbeitskräften aus dem Ausland für real hohe Arbeitslosigkeit, Lohndumping und prekäre Arbeitsverhältnisse.
    Wer kein Vitamin B hat, dem bleibt Niedriglohn-Leiharbeit / Teilzeitarbeit / befristete Arbeitsverträge / „Selbständigkeit“ usw., von denen man nicht richtig leben kann, oder gleich Hartz4.

    Durch Masseneinwanderung sorgt globalistischer Raubtierkapitalismus für hohe Immobilienpreise und Mieten, so dass der Niedriglohn-Arbeiter von seinen Groschen schon die Hälfte oder mehr dem Vermieter abgeben muss (eigenes Häuschen kann er schon vergessen).

    @#20 von ingres am 24/08/2019 – 17:01

    „Ich muß jetzt aber endlich die konkrete Frage stellen. Was soll denn „soziale Gerechtigkeit“ sein. Wie soll sie konkret ausgestaltet sein? Ist es der Sozialstaat?“

    Jede Gesellschaft / Klasse / Schicht hat eigene Vorstellungen darüber.
    Ich kann also nur für europäische Arbeitnehmer sprechen.

    Soziale Gerechtigkeit / Sozialstaat sollen Folgendes leisten

    – Innere Sicherheit
    – Arbeit für alle, die arbeiten können
    – Löhne von denen man nicht nur überleben, sondern auch leben kann
    – Akzeptable Arbeitsbedingungen (also keine prekären)
    – Ausreichende medizinische Versorgung / Pflege
    – Bezahlbarer ausreichender Wohnraum
    – Förderung der Familie / Kinder
    – Chancengleichheit, also Zugang zu Bildung und Aufstiegsmöglichkeiten
    – Für diejenigen, die unverschuldet nicht arbeiten können (Krankheit, Behinderung, Arbeitslosigkeit usw.), ausreichende Hilfe (zum Leben und um aus diesem Zustand raus zukommen)
    – Es kann sein, dass ich etwas vergessen habe.

    Da die Sozialtöpfe nicht unendlich sind,
    SOLL DER SOZIALSTAAT NUR DIE EIGENEN BÜRGER VERSORGEN.

    „Und wenn denn „soziale Gerechtigkeit“ eine so wichtige Weiterentwicklung ist, ja wieso dann nicht den Sozialstaat auf die ganze Welt ausweiten. Insofern läge Merkel völlig richtig.“

    Spricht nichts dagegen.
    Sozialstaat muss aber jedes Volk selbst erarbeiten und gestalten.

    Und ein Regierungschef soll nicht die Welt versorgen, sondern dafür sorgen, dass Sozialstaat in BRD funktioniert (was heute nicht mehr gegeben ist).

  26. #26 von CheshireCat am 24/08/2019 - 23:51

    @#21 von ingres am 24/08/2019 – 18:35

    „Ich denke, dass die Antwort ziemlich simpel ist. Marx hat entweder wissentlich groben Unfug verfaßt oder er glaubte tatsächlich naiv an die Schaffung eines neuen Menschen (damals hatte die philosophische Spekulation noch einen hohen Stellenwert) zum Heil der Welt.“

    Die Missstände des Kapitalismus sind krass und sollen kritisiert werden.
    Das hat Marx ziemlich gut und richtig gemacht.

    Die Rezepte für die Heilung vorzuschlagen, ist allerdings viel schwieriger.
    Die Richtung hat Marx richtig erraten (staatliche Regulierung), was später in den erfolgreichen Mischmodellen implementiert wurde.
    Was aber Marx selbst vorgeschlagen hat, war eine Utopie, die auf Dauer nicht funktioniert und viele Opfer gekostet hat.

    Ein Grund dafür ist, dass Marx und die meisten Adepten, „Intelligentsia“ waren, also niemals selbst in der Wirtschaft gearbeitet haben. Sie wussten einfach nicht, wovon sie redeten.

  27. #27 von CheshireCat am 25/08/2019 - 00:21

    @ingres

    Ich möchte hier noch ein Paar Anmerkungen zu Ihren Kommentaren aus
    https://quotenqueen.wordpress.com/2019/08/21/armut-fuer-alle/
    machen, weil Sie hier diese Punkte wiederholen.

    Ich verstehe nicht, warum Sie ständig über den MYSTISCHEN MARXISMUS reden.
    Sicher gab es bei Marxisten einige Idealisten (aber keine Mystiker, weil Marxisten Atheisten / Materialisten sind). Sie waren allerdings ziemlich schnell von Realisten / Praktikern wie Stalin eliminiert.
    Von Mystizismus keine Spur.

    Ich verstehe auch nicht, warum Sie LYSENKO hervorheben.
    Er war nur ein Mitläufer von Tausenden, die auf dem System parasitierten, und über Leichen gingen, um Karriere zu machen.
    Sicher hat er Schäden angerichtet, war aber nicht der Verursacher der Hungersnot (die Folge der Kollektivierung der Landwirtschaft).

    Das Ziel der Sozialisten ist nicht das harmonische Leben mit der NATUR, sondern Ausbeutung und Veränderung der Natur, was auch in der Praxis geschah.
    Schließlich stand Sozialismus in Wettbewerb mit Kapitalismus und wollte expandieren.
    Überhaupt ist der klassische Sozialismus nicht umweltfreundlich, sondern technisch-fortschrittlich orientiert.
    Und was Neo-Linke dazu absondern, soll niemanden interessieren, weil sie Wohlstandsdegeneraten sind.

  28. #28 von ingres am 25/08/2019 - 04:29

    #25 von CheshireCat am 24/08/2019 – 23:49

    ich hatte nur schon gedacht, dass Sie genau diese Punkte für „soziale Gerechtigkeit“ anführen würden. Ich hatte ja auch geschrieben, dass die aktuelle Situation (durch die Invasion) verzerrt ist und mich deshalb auf 1960 bezogen. Die angeführten Punkte sind sicher für ein gedeihliches Leben unerläßlich haben aber i.a. nichts mit sozial und gerecht zu tun (jedem einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen ist aber „normal“ nicht machbar) . Sie stehen (standen 1960) Jedem zu der erfolgreich am wirtschaftlichen Prozeß teilnimmt und sich an dessen Finanzierung beteiligt (beim Beitrag dazu könnte man von sozial gerecht sprechen). Derjenige der das nicht kann dem kann man halt Hilfe leisten. Das mag sozial sein, aber ich wüßte nicht was daran gerecht sein soll. „Soziale Gerechtigkeit“ ist damit weiter eine leere ideologische Worthülse. Und genau so wird sie ja auch verwandt.

  29. #29 von ingres am 25/08/2019 - 04:52

    #28 von ingres am 25/08/2019 – 04:29

    Es ist übrigens ganz interessant. Wenn man die Begrifflichkeiten sauber durchdenkt, dann kommt man zwangsläufig zu Auffassungen wie sie auch anderswo bereits formuliert sind. Mir war instinktiv sofort klar, dass die angeführten Punkte nichts mit sozial und gerecht zu tun haben. Aber es dauerte ein wenig bis ich das in obigem Kommentar ausdrücken konnte. Ich habe nochmal Hayek gegoogled und siehe da der formuliert auch in diesem Fall identisch (ich habe das vorher nicht gelesen): (https://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Gerechtigkeit#Friedrich_August_von_Hayek)
    Aber dort werden ja auch andere Leute behandelt. Mal sehen was die zum Thema meinen. Rawls „Theorie der Gerechtigkeit“ wollte ich vor 40 Jahren mal lesen. Aber es kam nicht mehr dazu. Ich glaube (glaubte) nicht, dass über Hayek hinaus etwas Begründbares zu sagen ist.

  30. #30 von CheshireCat am 25/08/2019 - 15:28

    @#28 von ingres am 25/08/2019 – 04:29

    „jedem einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen ist aber „normal“ nicht machbar“

    Ist schon machbar (im öffentlichen Sektor).
    Ist übrigens sinnvoller als Hartz4,
    Wäre auch bezahlbar (50 Milliarden, die für Invasion ausgegeben werden)
    und die Gesellschaft hätte etwas davon.

    Aber die Globalisten sind noch dümmer als Kommunisten
    – sie geben lieber Geld für Selbstmord (Invasion aus der 3. Welt) aus.

    „Derjenige der das nicht kann, dem kann man halt Hilfe leisten. Das mag sozial sein, aber ich wüßte nicht was daran gerecht sein soll.“

    Es gibt doch reiche Erben, die ohne Arbeit gut leben.
    Es ist dann gerecht, dass auch die Armen, die unverschuldet nicht arbeiten können, auch (über)leben dürfen.

    „„Soziale Gerechtigkeit“ ist damit weiter eine leere ideologische Worthülse.“

    Für Sie vielleicht, aber nicht für Benachteiligte.
    Sprechen Sie darüber mit Niedriglohnarbeitern oder Arbeitslosen – Sie werden garantiert viel Neues erfahren.

  31. #31 von CheshireCat am 25/08/2019 - 15:29

    @#29 von ingres am 25/08/2019 – 04:52

    Selbstverständlich gibt es viele bezahlte Propagandisten, die Schweinereien des kapitalistischen Systems als natürlich / von Gott gegeben / gut / nützlich / progressiv / unvermeidlich usw. anpreisen (die gibt es ja in jedem System).

    Da soll man sich an die Worter Lenins erinnern:

    Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politischen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen.

    W. I. Lenin

  32. #32 von CheshireCat am 25/08/2019 - 16:16

    Korrektur #30 von CheshireCat am 25/08/2019 – 15:28

    50 Milliarden, die jährlich für Invasion ausgegeben werden

  33. #33 von ingres am 25/08/2019 - 17:34

    #30 von CheshireCat am 25/08/2019 – 15:28

    Das ist natürlich das Problem, dass man die volle Wahrheit den Menschen nicht sagen kann. Deshalb kann ich eben auch kein Politiker sein wiewohl ich immerhin AfD Mitglied bin. Natürlich muß auch die AfD letztlich von sozialer Gerechtigkeit reden (oder sie vermeidet es, als leere Worthülse kann sie es jedenfalls nicht bezeichnen) sonst versteht der Normalbürger von vornherein nichts. Natürlich kann er die logische Wahrheit eines Hayek nicht verstehen. Was ich jemand mit der Erfahrung von HartzIV auch nicht übel nehme. Es ist aber ja auch nicht schlimm, denn ich spreche mich ja wie Hayek für den Sozialstaat aus. Vermutlich für denselben wie Sie (nur hat der eben nichts mit gerecht zu tun). Allerdings muß man noch berücksichtigen welche Ressourcen jeweils zur Verfügung sehen. Das begrenzt den Sozialstaat.

  34. #34 von ingres am 25/08/2019 - 17:45

    #30 von CheshireCat am 25/08/2019 – 15:28

    Das mit dem Anstellen der Langzeitarbeitslosen beim Staat habe ich mal (nicht ganz ernst gemeint) mit einem Bekannten besprochen. Aber wie gesagt, es müssen die Ressourcen vorhanden sein und was ist das dann für ein Staat. Das wäre ja Sozialismus pur. Wir haben auch gemeint man könne Leute ein Loch schaufeln lassen und es wieder zuschaufeln lassen. Es ist alles nicht so einfach. Eine echte Lösung für das Schicksal des Einzelnen gibt es nicht. Die Gesellschaft die wir um 1960 hatten war eine sehr gute Lösung, aber keine Lösung, die gibt es nicht. Momentan (wer weiß wie lange schon) ist die Leistung für Deutsche durch Migranten reduziert. Aber auch wenn das gelöst wäre (was aber nicht mehr klappen kann) kann man das Problem der Arbeitslosigkeit nicht lösen. Aber man muß natürlich gegen Mißstände aufstehen.

  35. #35 von ingres am 25/08/2019 - 17:57

    Es gibt ein Problem mit der Vokabel „soziale Gerechtigkeit“. Sie ist ganz klar Unsinn, Und es wird damit Schindluder getrieben. Die Menschen werden damit vorgeführt und zwar ganz im Sinne Lenins. Man kann die Vorgeführten aber paradoxerweise nicht über diese Vorführung aufklären, denn die Vorgeführten würden den Aufklärer als ihren Feind ansehen. So funktioniert ja ohnehin das System BRD. Es ist aber auch nicht nötig die Leute darüber aufzuklären. Es reicht ja, dass man z. B. als AfD Machbares fordert und das was die herrschenden Schurken den Vorgeführten als „soziale Gerechtigkeit“ verkaufen sauber entlarvt. Das Problem ist nur, die AfD müßte auch da ehrlich sein und begrenzte Ressourcen beachten. Was die Vorgeführten ihr aber übel nehmen würden.

  36. #36 von ingres am 25/08/2019 - 18:17

    Übrigens, ich möchte darauf hinweisen, dass ich 45 Jahre lang unhinterfragt davon ausgegangen bin, dass der Sozialismus angeblich Gleichheit schaffen will. Auch Popper baut das ja in seine griffige Argumentation gegen den Sozialismus ein. Zwar bringt das nun für die Beurteilung des Sozialismus für mich keine neuen Erkenntnisse. Aber es ist eigenlich fast logisch, dass der Sozialismus sich nicht primär für Gleichheit interessiert, denn es geht ja nicht und es bildet sich sofort ein Bonzen-System, weil es praktisch auch gar nicht anders möglich ist. Trotzdem bin ich noch nicht sicher, dass der Gleicheitsgedanke nicht unterschwellig aktiv ist (oder war). Bzw. dass der Sozialismus als Ganzes (also implizit) auch als Realisierung des Ideals der Gleicheit (oder größerer Gl0eichheit angesehen wurde. Aber als explizites Ziel macht das ja tatsächlich keinen Sinn.

  37. #37 von CheshireCat am 25/08/2019 - 21:41

    Ich würde ein afrikanisches Land als Fluchtziel vorschlagen.
    Das hat folgende Vorteile:

    – Der Flüchtling vor Rächz kann sich dort den Edlen Wilden opfern und seine Erbschuld begleichen.

    – Dadurch werden Sozialtöpfe und Wohnraum der BRD entlastet – es bleibt also mehr für Versorgungssuchende.

    Aus klimapolitischer Sicht wäre allerdings das Nicht-Atmen gegen Rächz doch die totalere und radikalere Lösung.

  38. #38 von CheshireCat am 25/08/2019 - 21:43

    Korrektur
    #37 von CheshireCat am 25/08/2019 – 21:41
    gehört in den Strang
    https://quotenqueen.wordpress.com/2019/08/25/abhauen-gegen-rechts/
    und soll hier gelöscht werden.

  39. #39 von CheshireCat am 25/08/2019 - 22:04

    @ingres

    „Das mit dem Anstellen der Langzeitarbeitslosen beim Staat … was ist das dann für ein Staat. Das wäre ja Sozialismus pur. „

    Mit dem Anstellen der Langzeitarbeitslosen beim Staat haben die USA in den 30-ern begonnen (Große Depression). Dadurch wurden sie nicht sozialistisch, sondern wurden vor Sozialismus gerettet.

    „Wir haben auch gemeint, man könne Leute ein Loch schaufeln lassen und es wieder zuschaufeln lassen.“

    Es ist genug sinnvolle Arbeit da (dreckige Straßen, kaputte Infrastruktur, Mangel an Pflegekräften, Null-Service usw.), sie kann aber nicht bezahlt werden.
    Wenn man 50 Milliarden pro Jahr nicht für Invasoren, sondern für die Lösung genannter Probleme verwendet, dann könnten man sehr viele Leute einstellen.

    „… kann man das Problem der Arbeitslosigkeit nicht lösen.“

    Tatsächlich, Arbeitslosigkeit ist eine Kerneigenschaft des Kapitalismus.
    Man kann aber durch verschiedene Maßnahmen dieses Problem bis zum erträglichen Ausmaß mildern.

    „Bzw. dass der Sozialismus als Ganzes (also implizit) auch als Realisierung des Ideals der Gleicheit (oder größerer Gl0eichheit angesehen wurde. Aber als explizites Ziel macht das ja tatsächlich keinen Sinn.“

    Es ist nicht böse, sondern konstruktiv gemeint:
    Ja älter man wird, desto schwieriger es wird, eigene Meinung trotz Fakten aufzugeben.
    Wenn man aber das Problem erkennt, kann man dem entgegenwirken.

  40. #40 von ingres am 25/08/2019 - 23:47

    #39 von CheshireCat am 25/08/2019 – 22:04

    Bis zu Sarrazin habe ich gedacht, dass Arbeitslosigkeit am allgemeinen Rückgang der Nachfrage in den Boomjahren liege. Heute weiß ich nicht wieviel davon durch unsinnige „Migration“ und Zerstörung der Bildung und fehlerhaftes Schleusen von Leuten in die Geistes“wissenschaften“ erzeugt wurde. Könnte man erst erfahren, wenn man den Prozeß noch rückgängig machen könnte. Es wäre jedenfalls fraglich die Leute beim Staat anzustellen auch wenn man sie nicht benötigt.
    Ich habe doch bezüglich Sozialismus und Gleichheit nach 45 Jahren eine gewisse Revision vorgenommen. Ich werde den Restzweifel wohl nicht mehr überprüfen können. Ansonsten habe ich nie Probleme meine Ansicht zu ändern wenn ich überzeugt werde. Nie gehabt und auch aktuell nicht. Ich habe mich früher gezielt immer mit konträren Positionen befaßt. Nur meine Ansicht über Merkel und BRD steht fest.

  41. #41 von CheshireCat am 26/08/2019 - 00:44

    @#40 von ingres am 25/08/2019 – 23:47

    „Bis zu Sarrazin habe ich gedacht, dass Arbeitslosigkeit am allgemeinen Rückgang der Nachfrage in den Boomjahren liege. Heute weiß ich nicht wieviel davon durch unsinnige „Migration“ und Zerstörung der Bildung und fehlerhaftes Schleusen von Leuten in die Geistes“wissenschaften“ erzeugt wurde. „

    ARBEITSLOSIGKEIT IST EINE KERNEIGENSCHAFT DES KAPITALISMUS.
    Selbst „Vollbeschäftigung“ wird als 4-5% Arbeitslosigkeit definiert.

    Sie resultiert einerseits aus der hohen Produktivität des Kapitalismus (folglich braucht man weniger Arbeiter), andererseits aus der Ausbeutung / schlechte Bezahlung (folglich geringe Nachfrage).
    (Die soziale Marktwirtschaft mildert den zweiten Faktor, und so kann die Nachfrage angekurbelt und Arbeitslosigkeit verringert werden.)

    Arbeitslosigkeit ist ein Druckmittel der Kapitalisten gegen Arbeitnehmer, und Kapitalisten versuchen sie hoch zu halten. In BRD haben Kapitalisten den schwachen Staat überrollt, Gewerkschaften gekauft, globalistische Neo-Linke gezüchtet und so Masseneinwanderung ermöglicht, die den Arbeitsmarkt kaputt macht (schon seit 60-ern).

    In letzter Zeit kommen allerdings hauptsächlich ungebildete Schmarotzer über Asylschiene, die selbst für einfachste Tätigkeiten ungeeignet sind. Deshalb wird die Fachkräftemangel-Mär propagiert, was im neuen „Fachkräfteeinwanderungsgesetz“ gipfelte. Diese Fachkräfte sollen ZUSÄTZLICH zu Asylanten kommen. (Wo all diese Fachkräfte und Asylanten wohnen sollen, ist ein Geheimnis der Altparteien.)
    Die real vorhandenen Niedriglohnarbeitsplätze sind allerdings für echte Fachkräfte uninteressant, so wird dieses Gesetz als ein weiteres Einfallstor für Schmarotzer dienen.

    „Heute weiß ich nicht wieviel davon durch unsinnige „Migration“ und Zerstörung der Bildung und fehlerhaftes Schleusen von Leuten in die Geistes“wissenschaften“ erzeugt wurde. … Es wäre jedenfalls fraglich die Leute beim Staat anzustellen auch wenn man sie nicht benötigt.“

    „Fachkräfte“ aus der 3.Welt kann man nirgends gebrauchen (sonst wird BRD selbst zum 3.Welt Land) – die soll man abschieben.
    Einheimische Arbeitnehmer könnte man weiterbilden und einstellen.

    Vor allem muss man den Arbeitsmarkt durch Beendigung der Masseneinwanderung wiederherstellen. Vielleicht braucht man dann gar keine Beschäftigungsmaßnahmen vom Staat.

  42. #42 von ingres am 26/08/2019 - 01:26

    #41 von CheshireCat am 26/08/2019 – 00:44

    Teil1:

    Ich halte nicht so viel von Aussagen wie dass die Arbeitslosigkeit zum Kapitalismus gehört. Denn die Alternative ist ja dann künstliche Beschäftigung. Ich weiß nicht mehr wie das in der DDR war. Offiziell gabs da keine AL. Aber ich meine verdeckt doch irgendwie, jedenfalls in jedem Fall verdeckt durch unsinnige Arbeit. Das ist ja letztlich auch keine Lösung, so dass der Kapitalismus (abgesehen von Verzerrungen, wie sie momentan extrem sind) da einfach des ehrliche System ist. Ansonsten gehört AL leider zum (effizienten) Wirtschaften dazu. Auch ohne Reservearmee-Strategie. Aber wie gesagt, ich weiß nicht wieviel die Politik einerseits durch Totalversagen, andererseits durch den geplanten Genozid an den Einheimischen dazu beiträgt.

  43. #43 von ingres am 26/08/2019 - 01:36

    #41 von CheshireCat am 26/08/2019 – 00:44

    Teil2:

    Bis zu Sarrazin dachte ich die Politik ist reine Show und hat damit nichts zu tun, Aber das könnte anders sein, auch im positiven Sinn. Aber wenn man bedenkt was alles passieren müßte und dass es im Gegenteil jeden Tag weiter bergab geht,, das sieht aussichtslos aus. Die Politik (es ist ja nur noch Ideologie) unternimmt ja nicht nur nichts Positives, sondern sorgt ja für die totale Zerstörung der Wirtschaft und der Gesellschaft. Und es ist noch kein Natürlich müßte dieses korrupte, geisteskranke Agieren aufhören, Das ist alles so selbstverständlich, dass ich mich dazu nicht mehr äußere. Und es ja keinerlei Land in Sicht.

  44. #44 von ingres am 26/08/2019 - 08:11

    #39 von CheshireCat am 25/08/2019 – 22:04

    Ich habe mir gedacht, ich google mal nach „Sozialismus“ Gleichheit. Ich habe in der Tat kein Originalzitat dazu gefunden. Lediglich die Interpreten sprechen immer wieder davon, dass der Sozialismus u.a. (größere) Gleicheit verwirklichen wolle (aber es ist auch in Bezug auf das Christentum davon die Rede (diesbezüglich habe ich auf PI mal den Sozialismus als auf Jesus basierend bezeichnet) . Allerdings hat das wie gesagt auf meine Beurteilung des Sozialismus keinen Einfluß. Hat ja alles immer folgerichtig in Diktatur, Mangel und auch Mord geendet. Aber ich meine, der Sozialismus hat seinen Anhängern eben vielleicht das Gefühl größerer Gleichheit vermittelt wegen angeblicher Beteiligung am Besitz der Produktionsmittel. Ich weiß mein Onkel sprach 1968 (bei einem DDR-Besuch) von so was (ob er von Geichheit sprach weiß ich nicht.. Mein Vater veralberte das danach; Dem gehören da die Leuna-Werke.

  45. #45 von ingres am 26/08/2019 - 08:33

    #44 von ingres am 26/08/2019 – 08:11

    Teil1:

    Mein Großvater der auch in der DDR lebte meinte zum Sozialismus immer (es wurde bei den Besuchen kaum politisiert, außer 68 mit meinem Onkel); „Planung ist gut, aber Fehlplanung ist schlecht“. Ich meine grundsätzlich, dass es Unsinn ist systemische Veränderungen am Reißbrett zu planen. Der Kapitalismus ist das einzig natürliche System (wenn er überhaupt eins ist), früher auch die asiatischen Gesellschaften, die den Kapitalismus aber übernommen haben. Man kann also höchstens am Kapitalismus rumbasteln. Alles andere ist überhaupt keine Alternative oder führt zu Diktatur, Mangel und Mord.

  46. #46 von ingres am 26/08/2019 - 08:34

    #45 von ingres am 26/08/2019 – 08:33

    Momentan wird aber nicht am aktuellen Kapitalismus gebastelt, sondern eine völlig irre, komplett geisteskranke Multiideologien-Diktatur errichtet. (Gender, „Feminismus“, Frauen sind die besseren Menschen, gegen weiße Männer, Multikulti, Klimawahn,Buntheit, wahnhafte Nazikeule, alle sind gleich, Minderheiten sind gleicher, je perverser das Minderheiten Merkmal, desto besser. Ein Irrsinn, wie es ihn in der Geschichte der Menschheit noch nicht gegeben hat. Letztlich weit schlimmer als jeder Sozialismus und auch rein politisch ideologisch weit schlimmer als die Nazis.

  47. #47 von ingres am 26/08/2019 - 09:10

    #46 von ingres am 26/08/2019 – 08:34

    Fortsetzung:

    Nicht zu vergessen das geisteskranke „Ausländerdings“, besonders mit Bezug zu Moslems und Negern. Duldung einer staatlich geförderten Terrortruppe namens Antifa. Politkorrekte Inquisition in allen Lebensbereichen (Arbeitsplatz, Fußball, Kindergarten, Zöpfe und körperliche Tüchtigkeit sind Nazi).
    Indoktrination in der Schule, Abschaffung von Noten usw. Politisch, ideologische Gleichschaltung aller gesellschaftlicher Gruppen. Im Gegensatz zur DDR hat der BRD-Bürger niemand der ihm beisteht. In der DDR gab es zumindest wohl kirchliche Opposition. Medien komplett gleichgeschaltet.
    Gibt sicher noch mehr. Wie soll das noch umzukehren sein?

  48. #48 von ingres am 26/08/2019 - 13:26

    Teil1:

    Wenn ich formal den Begriff „soziale Gerechtigkeit“ der Bedeutung der Gerechtigkeit entkleidet habe, dann heißt das natürlich nicht, dass ich unsoziales Verhalten, insbesondere des Staates rechtfertige oder gering schätze. Nein dafür gibt es ja Begriffe wie Betrug, Korruption und Tatbestände wie Untreue usw. Ein Beispiel für Betrug und Untreue findet sich heute hier: (http://www.pi-news.net/2019/08/sonnenkoenig-syndrome-in-merkel-ministerien/). Natürlich müßte das eigentlich bereits juristisch als Verbrechen klassifiziert und abgeurteilt werden. Aber leider findet sich kein Ankläger und die Gesetze sind wohl leider nicht so, dass man Anklage erheben könnte.

  49. #49 von ingres am 26/08/2019 - 13:31

    Teil2
    ………

    Falls es aber eine Gesellschaft nach dieser geben sollte, sollte man drüber nachdenken entsprechende Gesetze einzuführen. Das wären dann zusätzliche Regeln die durch das Bedürfnis nach Gerechtigkeit entstanden wären, aber die Anwendung ist dann nicht mehr sozial gerecht, sondern einfach regelgerecht, so wie heute die Lohnfortzahlung usw.
    Insofern will ich zusätzlich anmerken, dass es zwar den „Tatbestand“ der „sozialen Gerechtigkeit“ nicht gibt. Aber das Bedürfnis mach Gerechtigkeit und damit auch die Vorstellung der „sozialen Gerechtigkeit“ natürlich auch dazu beitragen kann die Verbrechen der Politik bloß zu stellen und zu ahnden. Allerdings wird die Vokabel meist von den Polit-Verbrechern selbst benutzt um Augenwischerei zu betreiben.

  50. #50 von ingres am 26/08/2019 - 14:24

    #39 von CheshireCat am 25/08/2019 – 22:04

    Das hier (http://www.pi-news.net/2019/08/sonnenkoenig-syndrome-in-merkel-ministerien/) zeigt übrigens wie problematisch es ist wenn Leute beim Staat eingestellt werden. In der freien Wirtschft muß man auf Effizienz achten, alles andere schmälert den Gewinn. Der Staat kann das Geld eben auch sinnlos raushauen. Also wenn überhaupt ist das eine sehr problematische Maßnahme. Es wäre natürlich etwas anderes wenn ein seriöser Staat die Beschäftigung beim Staat gegen die Zahlung von HartzIV abwägen würde, aber das könnte eben auch eine Eigendynamik gewinnen. Aber das nur als rein theoretische Anmerkung weils heute gerade einen Anlaß gab.

  1. ZDF-Kinderprogramm wirbt für Kommunismus — quotenqueen – Lügenpresse Fake News & Co.

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