Nächster „Nazi“: Harald Schmidt

Dafür, dass die „Junge Freiheit“ gleich einen Artikel daraus macht, kann er nichts. Harald Schmidt, Komiker und Satiriker der ersten Stunde, hat dem österreichischen ORF ein Interview gegeben, das am heutigen Donnerstag gesendet wird, und das hat es durchaus in sich: „Heute würde ich mir sehr genau überlegen, was ich auf einer Bühne mache.“ Und: „Mit den heutigen Maßstäben, auch der Political Correctness, der Sprachpolizei und des linksliberalen Mainstreams, hätte ich meine Show nach einer Woche abgenommen bekommen.“ weiter bei FAZ

  1. #1 von CheshireCat am 12/07/2019 - 00:00

    NEUES AUS DER ANSTALT
    Abteilung MEINUNGSFREIHEIT

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1118-13-mai-2019

    Der Knechtseelen und womöglich gar Gesinnungslumpen einer ist, bei aller unterstellbaren Satirüberbietungsgeneigtheit, der Reiseschriftsteller und PEN-Vizepräsident Ralf Nestmeyer, dessen Bekenntnis zur Staatsführung und spätes coming-out als oppositionsfeindliche Hofseele bei dafür Empfänglichen wehmütige Erinnerungen an die ja immerhin sprachbegabte Honecker-Schranze Hermann Kant zu wecken vermag.

    Folgende Bekenntnisse entließ Nestmeyer im Interview mit der Deutschen Welle der geblähten Brust:

    1. Er sehe „in Deutschland eine Tendenz, dass die Meinungsfreiheit bedroht ist“ – durch die Rechtspopulisten, indem sie von ihr übermäßigen Gebrauch machen.

    2. Proteste „von der rechten Seite“ führten „oft zu Gewaltausbrüchen“ – diskret unterließ er es zu erwähnen, dass diese Gewalt in neundreiviertel von zehn Fällen von Linksextremisten ausgeht, weiß aber eh jeder.

    3. „Die Freiheit des Wortes ist ganz wichtig für den PEN. Wir versuchen, Offenheit zu schaffen und ein möglichst breites Diskussionsspektrum zu ermöglichen.“ Aber „nahezu alle, wenn nicht sogar alle Positionen“ der AfD seien „untragbar“; es sei folglich und füglich „obsolet, sich konstruktiv mit ihnen auseinanderzusetzen“.

    4. Durch Deutschland erstrecke sich „glücklicherweise eine ganz tolle Medienlandschaft“. Er habe „keinen Zweifel daran“, vertraut also blind darauf, dass die Berichte „renommierter“ Medien und des öffentlich-rechtlichen Rundfunks „auf gründlicher Recherche basieren. Da kann es immer mal wieder einen kleinen Ausrutscher geben – siehe der Fall Relotius beim Spiegel –, aber das ist dann im Promillebereich.“ (Vielleicht sollte man die Relotiaden tatsächlich aus der Promille-Perspektive betrachten; schließlich ist auch bei der DDR-Presse gesoffen worden, was die von über sie laufenden Läusen lädierten Lebern hergaben.)

    5. Der PEN „sieht keine Veranlassung für eine direkte Interaktion mit der Neuen Rechten. Wir wollen nicht in einen Dialog treten, weil deren Agitation nicht des Dialogs würdig ist. Es ist verlorene Liebesmühe, diesen Gedankenstrukturen zu folgen.“ Die Freiheit des Wortes ist zwar wichtig für Le PEN, aber „ein möglichst breites Diskussionsspektrum“ ist eben nicht dasselbe wie ein breites.

    Aus dem Juste Milieu dringen inzwischen täglich aggressive geistige Bankrotterklärungen.