Die identitätslinke Läuterungsagenda

Von Dr. Sandra Kostner

Jedes Analysekonzept hat einen Ausgangspunkt. Jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, was mich dazu brachte, mich mit identitätslinken Läuterungsdemonstrationen und ihren Folgen zu befassen, führt mich meine Erinnerung zurück zu einer Geburtstagsfeier in Cairns im November 2003. Ich lebte damals seit ungefähr einem halben Jahr in dieser im tropischen Norden Australiens gelegenen Stadt und arbeitete für ein Museumsprogramm. Ein Freund hatte mich zur Party mitgenommen, auf der viele Lehrerinnen und Lehrer zugegen waren – mehrheitlich Kolleginnen und Kollegen des Gastgebers. Wenig überraschend drehten sich viele Gespräche um das Thema Schule. Ich hörte den Gesprächen mäßig interessiert zu, bis eine Lehrerin anfing, von ihren Unterrichtserfahrungen mit Aborigines zu erzählen. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von CheshireCat am 12/07/2019 - 00:34

    „Sie sagte, dass sie jahrelang versucht habe, diesen Kindern Englisch und Mathe beizubringen,…“

    Im Buntland ist inzwischen die Lage ähnlich:

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/1127-31-mai-2019

    Mit deprimierenden Thesen tritt der Bonner Kinder- und Jugendpsychiater Michael Winterhoff derzeit ins Offene und leider auch Offenkundige. Seiner empirisch gehärteten Ansicht nach schlappt ’schland quietschmunter einer intellektuellen und mentalen Katastrophe entgegen. So wie unsere Gesellschaft bislang organisatorisch, wirtschaftlich und technisch funktioniert habe, werde sie mit dem nachwachsenden Personal nicht fortbestehen können, statuiert Winterhoff im Interview. Die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, die derzeit heranwachsen, sei praktisch asozial, ohne Sinn für ihr Gegenüber oder Gespür für Situationen, außerstande, sich zu konzentrieren oder Prioritäten zu setzen. Aus den Betrieben höre er immer wieder, dass Praktikanten oder Auszubildende „keine Arbeitshaltung“ besäßen, „die sehen auch die Arbeit nicht, die haben keinen Sinn für Pünktlichkeit, erkennen Strukturen und Abläufe in der Firma nicht, sie können nicht priorisieren, nicht feststellen, welcher Reiz wichtig ist. Das Handy ist ihnen wichtiger als der Kunde, der vor ihnen steht.“

    Ungefähr seit der Jahrtausendwende gehe es bergab. …

    Die Digitalisierung habe die Menschen verändert, als Kinderpsychiater erlebe er in seiner Praxis, wie wenige Fünfjährige heute imstande seien, eine Schere oder einen Stift zu bedienen. 1995 konnten Viertklässler „noch drei- bis viertausend Wörter richtig schreiben, in schöner Schrift und völlig sicher“. Das sei passé. Den Grund habe man aber keineswegs allein in der Expansion virtueller Gewalten zu suchen: „Die Schulen wurden in den letzten 20 Jahren kaputtreformiert, die Lehrer können nicht mehr. Auf die wahren Probleme schaut man nicht.“ … Heute habe jeder zweite Schulabgänger Probleme, einen Beruf zu finden.

    Noch einmal der Kernsatz: Jeder zweite Schüler verharre mental und intellektuell im Kleinkindstadium, das heißt in den Sphären von „Ich will!“, „Ich will nicht!“, von „Igitt“ und „Juhu“, von „Schneller!“ und „Sofort!“, in den Gefilden von Lustprinzip und Leistungszumutungsverweigerung, über all die geistigen Defizite gar nicht zu reden. Das sind die Sozialfälle von morgen, die Beschwerdeführer von morgen, die Gewalttäter von morgen – wenn auch das Hirn nicht wächst, die Muskulatur tut es ja am Ende doch – und die Untertanen von morgen, sofern man ihnen hinreichend unterkomplexe Welterklärungen vorkaut, die sie verstehen können, ob in deren Zentrum nun beispielsweise ein alter arabischer Prophet oder eine junge schwedische Prophetin stehen.

    „Geliefert wie bestellt“, würde Hadmut Danisch kommentieren, und da beginnt die Sache gruselig zu werden. Die Partei, die mehr als jede andere für die Dekonstruktion resp. Demolierung des Bildungssystems sowie die Verramschung des deutschen Humankapitals verantwortlich ist, hat eben über 20 Prozent Stimmen bei der Europawahl bekommen, besonders viele von den Nachwachsenden, mithin eben auch nachwachsenden Debilchen. Bestellt? Keine üble Strategie, wenn’s denn eine sein sollte. Freilich keine besonders „nachhaltige“, um einen Lieblingsplapperbegriff dieses Milieus zu strapazieren, aber wer hat geglaubt, dass je ein Grüner über seine Pension hinausdächte?

    Es ist wenig verwunderlich, dass die Grünen das Wahlalter senken wollen und andere Rote sogar das Wahlrecht für geistig Behinderte fordern. Dazu passt auch, dass neuerdings „Youtuber“ als Papageien des gängigen Grünsprechs im Wahlkampf mitmischen. Erst wenn die Dummköpfe, von aller Arbeitserfahrung Unberührten und Nichtsteuerer eine Wahl entscheiden, ist eine linksgescheitelte Demokratie am Ziel.

    Ein Land, in dem der IQ sinkt, wird täglich reifer für eine autoritäre Herrschaft.

    http://www.bz-berlin.de/data/uploads/2017/08/93662480_1503068350-768×432.jpg Generation Raute

  2. #2 von CheshireCat am 12/07/2019 - 00:35


    Generation Raute