Was ist eigentlich „rechts“? Der Islam ist rechts

Von Chaim Noll

Wer heute in Deutschland als modern, fortschrittlich, weltoffen gelten will, widmet sich dem „Kampf gegen rechts“. Er wird täglich als allgemeine Parole ausgerufen, damit wir nicht vergessen, den inneren Feind auszuspähen und zu bekämpfen. „Der Verfassungsschutzbericht zeigt klar, wo die größte Gefahr für unsere Demokratie ist“, ließ dieser Tage die Genossin Dreyer, Parteivorsitzende der SPD verbreiten: „Der Feind steht rechts“. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von ingres am 30/06/2019 - 15:55

    Nun hier zeigt sich das Liberalismus-Problem der Achse. Der Islam mag in zweierlei Hinsicht „rechts“ sein. Indem er an „Traditionen“ um jeden Preis festhält, bzw. sie totalitär lebt. Mit beidem kann der Libertäre der „Achse des Guten“ sich nicht recht anfreunden. Wenn schon, dann müßte man beachten, dass der Islam beiden Bedeutungen von „rechts“ (also konservativ und rechtsextrem) einen spezifisch islamischen Anstrich gibt. Wenn man den Islam aber einfach mal so als „rechts“ bezeichnet dann diskreditiert man „rechts“ als politische Haltung generell. Aber was soll falsch an der Erkenntnis sein, dass Menschen ungleich sind und dass deshalb Hierarchien natürlich und notwendig sind. Daraus folgt ja nicht, dass hierarchisch niedrig stehende Menschen rechtlos sind. Aber wenn man libertär ist kann man schnell rechts und rechtsextrem vermischen.

  2. #2 von CheshireCat am 30/06/2019 - 16:03

    Ein verwirrender Artikel, weil er eine schwachsinnige Definition von „Rechts“ aus BolscheWiki verwendet.

    Die klassische Definition von Rechts / Links geht von der Eigentumsfrage aus:
    Rechte sind für Privateigentum, Linke für mehr staatliche / öffentliche Eigentum (hier gibt es mehrere Abstufungen).
    Bei dieser klaren Definition soll man bleiben.

    Nun, der Hauptkonflikt heute ist kein klassischer Konflikt zwischen Rechts / Links, sondern zwischen GLOBALISTEN UND ANTI-GLOBALISTEN.
    Und hier wird es kompliziert.

    Globalismus ist das moderne Hauptmittel der kapitalistischen Gewinnmaximierung.
    GLOBALISTEN sind globalistische Kapitalisten (unter der Führung des Finanzkapitals), ihre Diener (z.B. Medien, „Wissenschaftler“ usw.), aber auch Neo-Linke (aus verschiedenen Gründen), zahlreiche (betrogene) Gutmenschen und Idioten („Kreative“ / „Intelligentsia“), die sich als Weltbürger fühlen (obwohl die Welt von ihnen nichts wissen will).
    Da Globalismus die Basis ihrer Existenz (westliche Zivilisation) zerstört, muss man sie als Selbstmörder und Wohlstandsdegeneraten bezeichnen.

    ANTI-GLOBALISTEN sind alle, die von Globalismus benachteiligt sind:
    Normalbürger, Arbeitnehmer, Arbeitslose, klassische Linke, aber auch Teile des Industriekapitals (die Nationalstaat als Basis brauchen).
    Anti-Globalisten werden von Globalisten irrtümlicherweise als „rechts“ diffamiert, was die Nähe zu Nazis suggerieren soll (die übrigens in Wahrheit eher links waren).
    KEIN VERNÜNFTIGER MENSCH SOLL BEI DIESEM BLÖDSINN MITSPIELEN.

    Was Islam anbelangt.
    Islam mischt sich in Eigentumsfragen nicht ein (wie die meisten Religionen). Er kann also weder rechts noch links sein.
    Er ist aber eine totalitäre Ideologie, und das ist genug, um ihn abzulehnen.

  3. #3 von CheshireCat am 30/06/2019 - 16:16

    @#1 von ingres am 30/06/2019 – 15:55

    Man soll „rechts / links“ (private / öffentliche Eigentum) mit „konservativ / liberal“ nicht vermischen – das sind absolut verschiedene Begriffe.

    Es gibt liberale Rechte (z.B. FDP, die für jeden Blödsinn zu haben ist, Hauptsache modern) und konservative Linke (z.B. klassische Linke – die linke Nomenklatur in real-sozialistischen Ländern war und ist stockkonservativ).

    In Islam gibt es schon liberale Strömungen, die aber von konservativer Mehrheit konsequent abgelehnt werden. Auf diese Strömungen zu setzen (wie es die westliche „Elite“ macht) ist Selbstmord (was für die degenerierte westliche „Elite“ charakteristisch ist).

  4. #4 von CheshireCat am 30/06/2019 - 16:28

    Zu #2 von CheshireCat am 30/06/2019 – 16:03

    Hier sieht man, was Kämpfer gegen Rächz wirklich wollen:

  5. #5 von https://luegenpresse2.wordpress.com/ am 30/06/2019 - 18:34

    Rechts heisst so wenig Staat wie möglich.
    Links und Islam heisst der Staat bestimmt alles.

  6. #6 von ingres am 30/06/2019 - 23:00

    Der eklatante Fehler des Artikels liegt darin, dass er uns mit der Vorstellung des Autors von rechtsradikal konfrontiert. „Rechts“ und nahezu gleichbedeutend damit rechtsradikal und das was im Kampf gegen rechts gemeint ist, ist ja aber für das System etwas ganz anderes. Das System „kämpft“ ja nicht gegen Neo-Nazis, sondern gegen jede abweichende Meinung und dafür benötigt es ja sogar die Existenz von einigen Neo-Nazis.. Der Islam äußert sich ja aber gar nicht zum System, sondern baut sich einfach seine Parallelwelt. Der Kampf gegen rechts ist ja nur ein ideologisches Druckmittel gegen indigene Abweichler und damit reines Mittel zum Machterhalt. Und damit kann das „rechts“ im „Kampf gegen rechts“ auch mit keiner offiziellen Definition von Rechts übereinstimmen. Der Ausgangspunkt des Artikels ist also in jedem Fall falsch gewählt.

  7. #7 von ingres am 30/06/2019 - 23:11

    Was der Autor uns sagen will ist freilich, dass dem Islam Dinge durchgelassen werden, die keinem Einheimischen gestattet sind. Das bringt er aber überflüssiger- und fälschlicherweise mit dem Begriff „rechts“ in Verbindung.