„Naiv bis zynisch“

Leserbrief zu einem Artikel in der NZZ:

Naiv bis zynisch

Ein NZZ-Journalist setzt sich für die Legitimität des Burka-Tragens ein. Dabei begeht er dermassen viele Sach- und Logikfehler, dass man mit Kritik nicht nachkommt.

Bereits das erste Wort, bereits seine Prämisse, wonach es sich beim Burka-Verbot um eine Kleidervorschrift handelt, ist falsch. Die Burka (der Niqab, die Vollverschleierung) ist kein Kleid. So wenig wie eine Ku-Klux-Klan-Kutte ein Kleid ist.

Die Burka ist ein MITTEL zur Entindividualisierung der Frau, ein WERKZEUG zur Beschämung des weiblichen Körpers, ein INSTRUMENT zur Unsichtbarmachung der Frau im öffentlichen Raum. Die Burka ist eine «Territorialabsteckung» für Männer untereinander. Bedeckte Frauen, die nicht zur Familie gehören, sind für Männer sexuell tabu. Im Umkehrschluss heisst das: Unbedeckte Frauen (also ohne das Kopfhalstuch, ohne Tschador oder Burka) sind vogelfrei.
Wenn also die Prämisse falsch ist, dann sind auch alle nachfolgenden Argumente, die der NZZ-Journalist daraus folgert, falsch. Und vor allem unlogisch.

Ja, sogar zynisch und menschenverachtend, ist die Aussage, dass ein Burkaverbot kontraproduktiv sei, weil die Frauen sich deswegen daheim verbarrikadieren. 1. Der Gesichtschleier ist bereits eine Barrikade. Eine zwischenmenschliche Kommunikation ist nicht möglich. 2. Die Drohung, dass das Gefängnis aus Stoff dem Gefängnis aus Beton weicht, ist ja bereits der Beweis, dass es sich beim Tragen der Burka um einen Zwang handelt. Warum macht sich ein NZZ-Journalist dieses Erpressungsargument von Fundamentalisten zu eigen?

Ob Frauen die Burka freiwillig tragen, tut aber letztlich auch nichts zur Sache: Frauen, die „freiwillig“ volle Verschleierung tragen, akzeptieren und unterstützen die Vorstellung der Unterordnung der Frau unter den Mann, seine Vormundschaft. Sie akzeptieren und unterstützen auch die patriarchalische und religiöse Vorstellung der sündigen Frau, die, falls unverschleiert oder nicht ordentlich bekleidet, verantwortlich für die «Versuchung» des Mannes ist.

Vollends naiv ist die Aussage, dass „die Freiheit“ auch konservative Muslime und vor allem deren Kinder überzeuge. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade die Freiheit (mit Unterstützung von Sozialhilfe) ermöglicht es, in einer Parallelgesellschaft zu leben.
Je mehr Frauen den Kopf einbandagieren und das Gesicht verdecken, desto höher wird der Druck auf andere Mädchen und Frauen, es ebenso zu tun.

Der NZZ-Journalist behauptet zudem, dass Burka- oder Nikab-Trägerinnen hierzulande eine absolute Rarität seien. Diese Aussage ist falsch. Und man kommt wohl nur zu einer solchen Ansicht, wenn man in seiner Journi-Bubble lebt und zwischen Szenequartier, Redaktion, Fitness-Club und In-Bars verkehrt.
Wer aber tagsüber rund um Moscheen, türkischen oder asiatischen Lebensmittelgeschäften und in wenig privilegierten Wohnlagen verkehrt, kann täglich weit mehr als ein Dutzend Frauen mit Gesichtsverschleierung allein in der Stadt Zürich sehen. Aber ein NZZ-Journalist geht halt nie um 10 Uhr im Denner in Seebach einkaufen oder kommt nie um drei Uhr nachmittags bei einem islamischen Kulturzentrum vorbei.

Ganz abgesehen davon kommt kaum das Gefühl von «Freiheit» auf, wenn man im Sommer in der Altstadt sitzt und Dutzende saudische Burka-Trägerinnen sieht, die hinter ihren kurzbehosten Männern in Polo-Shirts hinterherlatschen.

Wer das Burka-Tragen legitimiert, legitimiert das Recht von Fundamentalisten auf ihre frauenfeindliche Weltanschauung. Burka tragen hat nichts mit Kleidervorschriften zu tun, sondern mit Sexismus.

Nun kann man natürlich immer noch gegen ein Burka-Verbot sein, aber dann bitte mit ehrlichen Argumenten: Sagt doch einfach, dass Menschenverachtung erlaubt sein muss.
(Isabella S)

  1. #1 von tyrannosaurus am 21/03/2019 - 12:15

    Allerdings macht der VERMUMMUNGSZWANG in vielen der Herkunftsländer Sinn!
    Wie dort in früheren Zeiten auch das Vieh durch Einzäunung und bewaffnete Bewachung geschützt werden musste vor nachbarlichen Raubbanden,
    so müssen auch heute noch die im Wert dort noch unter dem Vieh angesiedelten VIELWEIBER durch die Haaremsbesitzer vor den Nachstellungen der notgeilen Frauenlosen geschützt werden!
    Denn merke:
    Wenn EINMANN 4 Weiber besitzt –
    gehen 3 andere EINMÄNNER leer aus.
    Das ist übrigens der Grund für die andauernden Stammesfehden, Kriege und Frauenraubzüge in den Wüsteneien, Urwäldern, Steppen und Todeswüsten des „SÜDLANDES“.
    Einschließlich der über Jahrhunderte sich ausdehnenden BLUTFEHDEN und BLUTRACHEN.
    So war es damals überall.
    Siehe:
    „Der Raub der schönen Helena“ mit anschließendem Rachefeldzug gegenTroja
    in der griechischen Sagenwelt.
    Und auch in den „Tiefen deer Menscheit“ bei den primitiven Stämmen und Horden.
    Die VIKINGS z.B. waren hauptsächlich auf Frauenraub aus.
    Die SShariafraktion ist offensichtlich in der Steinzeit hängengeblieben.
    Den einzigen Fortschrit den die SShariaausbreitung in AFRICA gebracht hat war die Ächtung des dort bis in die 19hunderter Jahre weit verbreiteten KANIBALISMUS.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 21/03/2019 - 20:07

    Man sollte diesen Fabian Schäfer mal in eine Burka stecken, mal sehen, ob er das Burkatragen
    immer noch so toll findet?!

  3. #3 von CheshireCat am 21/03/2019 - 20:42

    „Die Burka ist ein MITTEL zur Entindividualisierung der Frau ….“

    Unter Burka kann man auch einiges verstecken (von Sprengstoff bis Maschinengewähr).
    *Inshallah!*

  4. #4 von CheshireCat am 22/03/2019 - 10:44

    Korrektur #3 von CheshireCat am 21/03/2019 – 20:42

    Maschinengewehr

  5. #5 von CheshireCat am 22/03/2019 - 10:44

    HOPPLA

    Neuseeländische Polizei

    Warum nicht gleich so?

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