Umsturz im Konjunktiv

Von Thomas Rietzschel

Wir sind knapp an einem Staatsstreich vorbeigerauscht, den acht Männer aus Sachsen begehen wollten. „Was genau die acht Männer vorhatten, ist nicht bekannt, aber offenbar planten sie einen Anschlag…, an dem Tag, an dem das Land die deutsche Einheit feiert“, hieß es dazu in den Tagesthemen. Die ganze Berichterstattung fand im Konjunktiv statt, mit Füllwörtern wie „mutmaßlich“ und „offenbar“. / mehr auf der Achse …

  1. #1 von Cheshire Cat am 05/10/2018 - 21:33

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/966-2-oktober-2018
    Der Süddeutsche Beobachter meldet: „Die mutmaßliche Terrorgruppe ‚Revolution Chemnitz‘ strebte nach Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden den rechtsradikalen Umsturz der Bundesrepublik an.“

    Zu siebent.

    „Die mutmaßlichen Terroristen hätten, so die Erkenntnisse der Ermittler, die Gesetze des Rechtsstaats außer Kraft setzen wollen.“
    Hätten wollen? „Mögen hätt ich schon wollen, aber dürfen habe ich mich nicht getraut“ (Karl Valentin).
    (…)
    Bis irgendein konkreter Schuldvorwurf vorliegt und meine Mutmaßungen widerlegt, stellt sich die Sache für mich so dar: Es gibt in Sachsen eine Neonazi-Szene, deren Angehörige im Wesentlichen Bier trinken, lärmen, randalieren, hin und wieder Ausländer angreifen, sofern die mal in Unterzahl auftauchen, und vor allem im Netz resp. via Chat ihre Phantasien austauschen, was sie alles tun würden, wenn sie könnten, wie sie wollten, und nicht ohnmächtige Dumpfbacken wären. Ein paar dieser Rechtsextremen, die ohnehin von V-Männern umstellt sind, gerieten, wie ein Qualitätsjournalist formulieren würde, ins Visier der Fahnder, weil die Führung nach den Nicht-Hetzjagden von Chemnitz Ermittlungsresultate begehrte, die nachträglich die Vorwürfe gegen praktisch die gesamte Stadt rechtfertigen sollten. Um die gewünschen Nachrichten zu liefern, schlugen, wie der Qualitätsjournalist weiter formulieren würde, die Ermittler so schnell wie nur möglich zu. Den Genossen Medienschaffenden ist die edle Aufgabe übertragen, den Fall möglichst hoch zu hängen und vor allem eine Verbindung zu Pegida und der AfD herbeizuschreiben, speziell in Sachsen, wo die Rechtspopulisten kurz davor stehen, stärkste Partei zu werden. Der crescendierende Ruf nach dem Verfassungsschutz gehört zum Spiel.

    Sollten die Verhafteten tatsächlich Anschläge vorbereitet haben, müssen sie selbstverständlich hinter Gitter. Aber auch wenn sich die Anschlagspläne – und die Umsturzpläne sowieso – als bloße Wichsphantasien entpuppen, wird man die Buben verklagen und einsperren. Auf der Rechten sind, anders als bei der Antifa und den Clans, Gewalttaten unnötig; ihre Vorbereitung, ja sogar Ankündigung genügt. Notfalls wird man die Gruppe, anders als Antifa und Clans, zur kriminellen oder terroristischen Vereinigung erklären. Auch das gehört zum Spiel.

  2. #2 von Cheshire Cat am 05/10/2018 - 21:54

    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! SCHOCK !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Russische GRU-Hacker haben Merkels Mikrofon manipuliert.

    https://www.express.de/news/politik-und-wirtschaft/chaos-bei-israel-besuch-dolmetscherin-flucht-ins-mikro–merkel-ist-voellig-irritiert-31393724
    Chaos bei Israel-Besuch. Dolmetscherin flucht ins Mikro, Merkel ist völlig irritiert.

    Mikro fiel aus, nichts war zu hören.

    Es knackt und krächzt nur.

    „Scheiße”, sagt die Dolmetscherin laut. „Das war nicht auf dem richtigen Punkt.”

    Anschließend wird die Übertragung der Pressekonferenz beendet.


    Stimmen im Kopfhörer: „Kalinka, Kalinka, Malinka, moya… Ay-lyuli, lyuli, ay-lyuli…“

    PUTIN, HÖR ENDLICH AUF!

  3. #3 von Sophist X (@sophist_x) am 05/10/2018 - 23:12

    >#2 von Cheshire Cat am 05/10/2018 – 21:54
    >Mikro fiel aus, nichts war zu hören.

    Der Herrgott hatte ein Einsehen und hat der Welt den Lügensalat erspart.
    Vielleicht hatte Merkel es aber auch bei Helge abgeschaut, für den Fall, dass die Auslandspresse unerwünschte Fragen stellt.

    h ttps://www.youtube.com/watch?v=Lcf-H1L8Jmc