Meuterei im Mittelmeer

Das italienische Versorgungsschiff „Vos Thalassa“ entdeckte 67 Migranten in Seenot im Mittelmeer. Nach Seerecht ist man zur Rettung alles Menschen in Gefahr verpflichtet, und so nahm man die Flüchtlinge an Bord. Als der Kapitän den Geretteten aber erklärte, man müsse sie zurück nach Libyen bringen und der dortigen Küstenwache übergeben, begannen einige der Männer die 12-köpfige Besatzung zu bedrohen: Man würde sie umbringen, wenn man nicht nach Italien gebracht werde. weiter bei heute (Österreich)

  1. #1 von Cheshire Cat am 16/07/2018 - 21:16

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/907-13-juli-2018

    Alexander Wendt hat auf seiner Webseite ausführlich dargelegt, warum thailändische Jugendliche, die aus einer überfluteten Höhle gerettet werden, im fernen Westen mehr Empathie auslösen als aus dem Mittelmeer gefischte afrikanische Migranten, verknüpft mit den einschränkenden Worten: „Hätte nur einer der geretteten jungen Fußballer als erstes nach Verlassen der Höhle auf seinen Helfer eingeschlagen und versucht, ihm sein Handy zu entwinden – die Sympathiewelle mit den zwölf Jungen wäre zusammengebrochen, nicht nur in ihrem Heimatland, sondern weltweit.“

    Die hiesige Lückenpresse kann nicht jedes Feuer verschweigen, geschweige denn austreten, aber bei diesem, das Wendts Gleichnis idealtypisch illustriert, ja illuminiert, haben sie anscheinend aufgepasst, jedenfalls fand ich eben online nichts dazu. In Italien freilich und in den sozialen Medien wird der Fall, wie man sagt, heiß diskutiert: Ein Versorgungsschiff hat 66 Menschen aus Seenot gerettet – wie an dem Foto zu erkennen, handelt es sich um typische Flüchtlinge: jung, männlich, schwarz, vital, die Schwächsten der Schwachen, zumindest unter den Freibeutern –, woraufhin diese der Besatzung allerlei Schlimmes androhten, wenn man sie nicht stracks nach Italien bringe; die Crew musste sich verbarrikadieren und Hilfe rufen.

  2. #2 von Sophist X (@sophist_x) am 16/07/2018 - 22:12

    Ich schätze, die Italiener holen sich nicht irgendwelche aggressiven Kakerlaken ins Land, damit einer je nach Bedarf für unantastbar erklärten oder eben ausgesetzten Rechtsstaatlichkeit kein Leid geschehe.
    Gebt der libyschen Mafia, die die Küstenwache betreibt, ein paar stramme Millionen, damit die solche Kähne gleich nach dem Ablegen rechtsstaatlich auf den Meeresgrund schicken.

  3. #3 von Cheshire Cat am 16/07/2018 - 23:19

    @#3 von Sophist X (@sophist_x) am 16/07/2018 – 22:12
    „Ich schätze, die Italiener holen sich nicht irgendwelche aggressiven Kakerlaken ins Land, …“

    Doch, das machen sie weiter.
    Die neue „rechte“ Regierung versucht allerdings Scheiße den anderen europäischen Staaten aufzuzwingen. Da es in Europa immer noch genug politische Koprophile gibt, können die italienischen „Rechte“ es als Riesenerfolg deklarieren.
    Das sind aber keine „Rechten“, sondern einfach Scheiß-Nachbarn.
    „Südländer“ eben.
    *kotz*würg*erbrech*

    Ein Blick ins Geschichtsbuch verrät, wie zuverlässig Italiener sind.
    Es gelingt ihnen verlässlich, jede ernste Angelegenheit zur Farce werden lassen.

    Der Clown Berlusconi war mit Abstand der beste italienische Premierminister.
    Hat zwar auch den Nachbarn Müll vor die Tür gekippt, versuchte es aber zumindest nicht als Erfolg zu verkaufen.

  4. #4 von Cheshire Cat am 16/07/2018 - 23:47

    „Das italienische Versorgungsschiff „Vos Thalassa“ entdeckte 67 Migranten in Seenot im Mittelmeer. Nach Seerecht ist man zur Rettung alles Menschen in Gefahr verpflichtet, und so nahm man die Flüchtlinge an Bord.“

    Das war die übliche Asyl-Märchenstunde.

    Und so war es wirklich:
    https://www.thelocal.it/20180710/italy-turns-away-private-italian-ship-vos-thalassa-rescued-migrants-libya

    The Vos Thalassa is a private boat which works supporting offshore operations by French oil and gas company Total, but on Monday evening the ship responded to a distress call off the Libyan coast. Arriving on the scene before the Libyan Coast Guard, Vos Thalaassa took 66 migrants onboard and requested permission to dock in Italy, which was denied.

    Because the boat usually spends its time patrolling in the Mediterranean, it has been involved in migrant rescues before. In 2017, on one occasion the ship picked up more than 1,000 people in 24 hours, and last week it took 212 migrants aboard.

    Government sources cited by both Italy’s Rai News and newswire Ansa said that Vos Thalassa’s intervention was „not necessary“ since the Libyan Coast Guard was close by.