NYT: „Ein Wirrkopf wie Merkel“

Die “New York Times” glaub, Merkels größter Fehler sei gewesen, dass sie aufgehört habe, konservativ zu sein.

Unlimitierte Großzügigkeit sei “ein sicherer Weg zum Bankrott”. Eine liberale Migrationspolitik sei klug, “Hals-über-Kopf”-Migration dagegen nicht. Grenzen zu erkennen sei eine essentielle Aufgabe konservativen Regierens.

Merkel würde so drohen – trotz großer Leistungen – als ungewollte Zerstörerin der EU in die Geschichte einzugehen. “Sind 13 Jahre an der Macht nicht genug?”, fragen die Amerikaner deshalb.

“Es steht zu viel auf dem Spiel, als dass ein Wirrkopf wie Merkel weiter im Amt bleibt.”

Das schreibt nicht die AfD, sondern die führende Zeitung der US-Liberalen, die New York Times.

  1. #1 von Sophist X (@sophist_x) am 10/07/2018 - 18:59

    >Europa habe jahrelang eine erstaunlich liberale Flüchtlings- und Migrationsppolitik vertreten, >analysiert die “NYT”.

    Gleich beim ersten Punkt landen die linken Analysierer bei der NYT ziemlich weit abseits. Statt ‚liberal‘ muss man es suizidal nennen.

    >Die Integrationsbemühungen seien aber ungleich halbherzig gewesen.

    Zwei Sätze, zwei Lügen, das ist Merkel-Liga. In keinem Fall scheitert Integration an der mangelnden Migrationseuphorie der Medien oder an der Knauserigkeit der Politik. Wenn sich jemand nicht integrieren will, dann gibt es eben keine Integration, egal wie man sich bemüht.

  2. #2 von Cheshire Cat am 10/07/2018 - 21:28

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/900-2-juli-2018

    Nein, die Übergeschnappte im Kanzleramt hat fertig, egal wie lange sie von ihrer Lakaien und Schranzen noch gestützt wird. Sie kann in Europa nichts mehr durchsetzen oder verhindern. „Als Spielfeld bleibt ihr nur noch Berlin. Und auch dort reicht ihre Kraft nur noch aus, um die Union effektvoll in die Luft zu jagen“, notiert Alexander Wendt.

    „Seit 2015 zieht sich ein konstantes Muster durch Merkels Asylpolitik: Sie schaltete alle Ampeln auf Grün für mehr Migration nach Deutschland, und wehrte sich – bis zur Stunde – hartnäckig gegen die kleinste Begrenzung“, fährt Wendt fort. „Angela Merkel ist ganz offensichtlich fest entschlossen, als Kanzlerin der unbedingten und ungebremsten Migration unterzugehen.“ Eine sehr deutsche Angelegenheit.

  3. #3 von Heta am 11/07/2018 - 14:15

    Das Wort „muddler“ würde ich nicht mit „Wirrkopf“ übersetzen, to muddle through heißt durchwurschteln, was es in Bezug auf Angela Merkel wohl besser trifft. Die ganze NYT-Passage:

    Großzügigkeit ist eine Tugend, aber unbegrenzte Großzügigkeit ist eine Schnellstraße in den Bankrott. Humanitäre Gesinnung ist lobenswert, aber nicht, wenn du von anderen verlangst, dass sie die Lasten und Kosten zu teilen haben. Eine sehr liberale Einwanderungspolitik ist vernünftig, aber unkontrollierte Einwanderung ist es nicht. Das Wissen, wo klare Grenzen zu ziehen sind, ist eine der Grundlagen konservativer Staatsführung.

    Bewunderer sprechen von Merkel, als ob sie Europas letzter Löwe sei, die einzige Führungsperson mit der Vision und Fähigkeit, die EU zu retten. Es gibt vieles, was an der Kanzlerin zu bewundern ist, aber so, wie die Dinge jetzt liegen, wird sie eher in Erinnerung bleiben als diejenige, die Europa, wenn auch unbeabsichtigt, zerstört hat. … Und sind dreizehn Jahre im Amt nicht genug? … Es steht zu viel dem Spiel, als dass eine, die sich wie Merkel durchwurschtelt, dabei bleiben sollte.

    Ich würde auch nicht sagen, dass die „New York Times“ Merkels Rücktritt fordert, wie es in allen Gazetten lesen ist. Das linksliberale Blatt leistet sich auf ihren Meinungsseiten auch konservative Gastkolumnisten wie Bret Stephens; gleich nach seiner ersten Kolumne vor einem Jahr gab es einen Aufruhr („Klimaleugner!“) und sogar Abo-Kündigungen. („Der letzte Löwe“ ist eine Anspielung auf Churchill.)

  4. #4 von Heta am 11/07/2018 - 15:24

    #1 von Sophist X:

    Bei Bret Stephens steht an der Stelle nichts von „liberaler Flüchtlings- und Migrationspolitik“, das ist „HuffPost“-Übersetzung, Europas Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik könne „erstaunlich großzügig“ sein, steht da, seine „Integrations- und Assimilationsbemühungen“ seien aber meist „halbherzig und reaktiv“ gewesen, schreibt Stephens mit Link zu einem Artikel über Schweden: „Why is Sweden tightening its borders after years of welcoming migrants?”.

    Das Merkel-Foto oben, das illustrieren soll, wie eine resolute Merkel Trump die Meinung geigt, ist vom Bundespresseamt verbreitet worden. Auf dem Foto erkennt man indes, dass Trump nicht in Richtung Merkel sieht, sondern Macron zuhört, „der auf dem vom Kanzleramt ausgewählten Foto allerdings fast komplett verdeckt war“, schreibt Alexander Wendt – hier seine treffende Analyse eines Manipulationsversuchs:

    https://www.publicomag.com/2018/07/bruennhilde-merkel/

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