Was den Mainstream bewegt

Wie der Mord an Susanna F. eine Stadt spaltet

Seit Susanna tot ist, sprechen die Menschen in Mainz von Angst. Die einen fürchten sich vor Asylbewerbern, die anderen vor der AfD. Die Auswirkungen sind schon spürbar.

Von Helena Wittlich

Vor dem roten Pavillon auf dem Mainzer Gutenbergplatz steht ein Mann im Regen. Seit Minuten schon. Regungslos, ganz in Schwarz gekleidet. Das Wasser rinnt sein bleiches Gesicht hinunter, durchnässt die Kleidung. Er schaut auf den Boden vor sich. Unter dem Zeltdach liegt eine einzelne Rose, daneben dutzende brennende Teelichter. Sie formen das Wort Susanna. Mehr im Tagesspiegel …

  1. #1 von Sophist X (@sophist_x) am 15/06/2018 - 13:15

    Die einen fürchten sich vor Asylbewerbern, die anderen vor der AfD.

    Das ist der Satz des Monats. Die einen fürchten sich, von Merkels Abschaum gefoltert und vergewaltigt werden, die anderen fürchten sich, von der AfD…

    Man kann den Satz nicht sinnvoll beenden. Es ist aber ein schöner Indikator für die Wirkung der Propaganda in den Regierungsmedien.

  2. #2 von Cheshire Cat am 15/06/2018 - 16:14

    „Was den Mainstream bewegt“

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/890-14-juni-2018

    Das Zentralorgan für Empathie und angewandten Humanitarismus Spiegel online sorgt sich um die Stimmung in Mainz.

    „Der Lebensgefährte von Susannas Mutter macht die Wohnungstür auf, müde und unrasiert. Es tue ihm leid, aber er wolle nichts sagen. Dann macht er freundlich die Tür zu. Eine Ahnung dessen, was in ihm vorgeht, bietet sein Facebookprofil. Vor Susannas Verschwinden veröffentlichte er Fußballclips und Videos von sizilianischen Stränden.

    Jetzt teilt er ein Video der AfD-Fraktionschefin Alice Weidel, die Merkels Rücktritt fordert. Oder Bilder, die Angela Merkel zeigen, mit blutenden Händen, eine Kugel im Bauch. Die Wut, so sieht es aus, hat auch ihn erfasst.“

    Seltsam. Was mag dem Mann Schlimmes zugestoßen sein?

  3. #3 von Cheshire Cat am 15/06/2018 - 16:15

    NEUES AUS DER ANSTALT
    Abteilung ZITAT DES TAGES

    Es hätte auch ein japanischer Tourist sein können:

    *https://mobile.twitter.com/k_sakkas/status/1004781230372655104

    Konstantin Sakkas

    Fall #Susanna: es hätte auch ein Amerikaner oder Japaner sein können, der als Tourist oder Expat in D war u nach der Tat ganz legal in sein Heimatland zurückgeflogen ist. Mit #Migration oder dem #BamfSkandal hat das nichts zu tun.
    Nicht instrumentalisieren!

    Leserkommentare:

    Was ist das für ein Nazi gehabe? Du willst jetzt Amerikaner und Japaner, mit dem Fall Susanna vergleichen. Das ist keine Instrumentalisierung?

    Der Tweet ist eine Beleidigung für jeden durchschnittlich intellektuell begabten Menschen, dem komplexe Zusammenhänge nicht ganz fremd sind….

    Ich twittere jetzt mal wie Sie. Widerstrebend, aber ich tue es: „Genausogut hätte es auch ein Autor sein können, der in D lebt oder eben jeder andere…..“

  4. #4 von marc am 15/06/2018 - 20:04

    @3
    Ich schätze der SAKKAS hat das ironisch gemeint…

    So kommt man ja noch durch die Zensur.

    Das ONLINEMAGAZIN auf twitter mit 70000 Abos schein gelöscht worden zu sein…
    Auf gab.ai sind sie noch da.

  5. #5 von Heimchen am Herd am 15/06/2018 - 22:32

    „Seit Susanna tot ist, sprechen die Menschen in Mainz von Angst. Die einen fürchten sich vor Asylbewerbern, die anderen vor der AfD.“

    Die einen sind normale Menschen, die anderen sind Bekloppte! So einfach ist das!