Katastrophe für Israel

Von Gunnar Heinsohn

Mit „katastrophalen Folgen“ bedrohen Russlands Raketentruppen Israel, wenn es gegen den Aufbau von Waffensystemen für die Erleichterung seiner Vernichtung vorgehe. Gewiß kann Putin den Mini-Staat auslöschen und würde beim Gegenschlag aus den U-Booten wohl nur Petersburg und Moskau verlieren. Weil selbst dieser Preis nicht unbeträchtlich wäre, rüstet sein Außenminister Lawrow zumindest beim Sprachgebrauch ab, besteht aber auf den antiisraelischen Waffenlieferungen. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Cheshire Cat am 28/04/2018 - 17:01

    „Mit „katastrophalen Folgen“ bedrohen Russlands Raketentruppen Israel, wenn es gegen den Aufbau von Waffensystemen für die Erleichterung seiner Vernichtung vorgehe.“

    Russland hat in Syrien nur Luftabwehr-Raketen, die für die Bedrohung / Vernichtung Israels nicht geeignet sind.

    „Gewiß kann Putin den Mini-Staat auslöschen und würde beim Gegenschlag aus den U-Booten wohl nur Petersburg und Moskau verlieren…“

    Es scheint, dass der Autor (Gunnar Heinsohn) während seiner Forschungen (katastrophale demographische Situation in Europa) einen Dachschaden bekommen hat (was auch verständlich wäre).

    Ansonsten soll Israel
    meiner bescheidenen Meinung nach
    – sich aus dem syrischen Krieg (alle gegen alle) heraushalten (da ist nichts zu gewinnen)
    – nicht mit seinen Erzfeinden Saudis und Co. (die ihm hassen und vernichten wollen) kooperieren.
    Das Gleiche gilt übrigens auch für Deutschland.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 28/04/2018 - 17:50

    „Gewiß kann Putin den Mini-Staat auslöschen und würde beim Gegenschlag aus den U-Booten wohl nur Petersburg und Moskau verlieren.“

    Israel weiß sich zu verteidigen und das weiß auch Putin!

    Israelische Armee bestätigt Zerstörung eines Atomreaktors in Syrien

    TEL AVIV, 21.03.2018 (FJ) – Die israelische Armee (IDF) hat nach zehnjährigem Schweigen offiziell bestätigt, für die Zerstörung eines Atomreaktors im September 2007 in Syrien verantwortlich zu sein. Laut der israelischen Armee wurde die Operation „Outside the Box“ in der Nacht zum 6. September 2007 nach langwierigen und komplexen Beobachtungen durchgeführt. Die Operation habe eine „nukleare Bedrohung gegen den Staat Israel und die gesamte Region beseitigt“, heißt es in der offiziellen Sondermeldung der IDF. Der Atomreaktor stand, nach Angaben der israelischen Armee, in der Region Deir ez-Zor, 450 Kilometer nördlich von Damaskus und befand sich kurz vor der Fertigstellung.

    Zerstörung innerhalb drei Minuten

    Laut der israelischen und amerikanischen Geheimdienste wurde der Reaktor zur Produktion von Plutonium als spaltbares Material für Atombomben errichtet. Die israelische Armee erklärte, dass mit Hilfe eines elektronisches Störsystems, das die Luftabwehr Syriens geblendet habe, acht Flugzeuge der israelischen Armee unentdeckt die etwa 800 Kilometer zu dem Atomreaktor fliegen und dort Tonnen von Sprengstoff auf das Ziel werfen konnten. Der Reaktor soll als landwirtschaftliche Farm getarnt gewesen sein. Innerhalb drei Minuten habe die israelische Armee den Meiler komplett zerstört.

    (…)Unter strengster Geheimhaltung wurde daraufhin die Durchführung der Operation geplant. Da der Angriff auf die Atomanlage einen Krieg hätte auslösen können, wurden nur wenige hochrangige Armeeoffiziere kurze Zeit vor der Operation über die Durchführung informiert, um ihre Truppen in Alarmbereitschaft zu versetzen. Auch die vereinigten Staaten seien über den Bau des Reaktors und die Operation informiert worden, heißt es in den Dokumenten der israelischen Armee.(…)

    Bekanntgabe kann als Warnung verstanden werden

    Es ist das erste Mal, dass Israel offiziell eine solche Operation bestätigt. Israel hatte seine Beteiligung an der Operation „Outside the Box“ in der Vergangenheit streng geheimgehalten und Veröffentlichungen im Ausland weder dementiert noch bestätigt. Unklar ist, weshalb die israelische Armee die Informationen zum Angriff freigegeben hat. Der ehemalige UNO-Botschafter Ron Prosor, der als Generaldirektor des israelischen Außenministeriums in die Vorbereitungen eingeweiht war, erklärte, dass die jetzigen Veröffentlichungen eine Botschaft an den Iran sein könnte. In einer Stellungnahme zur Operation „Outside the Box“ sagte IDF-Stabchef Gadi Eisenkot: „Die Nachricht von dem Anschlag auf den Reaktor im Jahr 2007 ist, dass Israel den Aufbau einer Möglichkeit, die die Existenz des Staates Israel bedroht, nicht akzeptieren wird […] Das war die Botschaft 2007. Und das ist die Botschaft an unsere Feinde für die Zukunft“. (…)

    http://www.fokus-jerusalem.tv/2018/03/21/israelische-armee-bestaetigt-zerstoerung-eines-atomreaktors-in-syrien/

    Die Bekanntgabe ist eine Warnung an alle, die die Existenz des Staates Israel bedrohen!

  3. #3 von Sophist X (@sophist_x) am 29/04/2018 - 00:22

    Die einzige Lösung für Israel wäre, sowohl die schiitischen Assad-Leute als auch die sunnitischen tork-arabischen Kräfte dort zu neutralisieren. Dann wäre aber keiner mehr übrig.
    Die neuen Abwehrsysteme kann man darüber hinaus als Reaktion auf die militärisch sinnlosen Angriffe mit Cruise Missiles werten. Strategie sieht anders aus.