Der irre Kommunist hat seinen Berg gesprengt

Friedensflötentöne aus Norkorea. Ist der irre Massenmörder zu Vernunft gekommen? Hat er gar Angst vor dem entschlossenen Donald Trump bekommen? Chinesische Geologen haben eine andere Erklärung: Nach zahlreichen unterirdischen Atomtests und dadurch ausgelösten Erdbeben, ist das Bergmassiv Montsan eingestürzt. Nordkorea verfügt über keine Möglichkeit mehr, sein Atomwaffenprogramm fort zu führen. Bericht bei RT

  1. #1 von Cheshire Cat am 28/04/2018 - 16:37

    „Ist der irre Massenmörder zu Vernunft gekommen? „

    Der heutige Kim ist ein Diktator, aber kein Massenmörder.
    Nord-Korea ist im Prinzip eine klassische fern-östliche Despotie, die allerdings immer noch besser ist (siehe z.B. die Stellung der Frau), als religiöse Beduinen-Despotien Saudis und Co. (= die besten Freunde des Westens).

    „Chinesische Geologen haben einen ungewöhnlichen Erklärungsansatz für Kim Jong-uns Wende in der Atompolitik ausgemacht: Der Berg, in dem sich seine umstrittene Nuklearanlage befindet, soll aufgrund der vielen Detonationen durch die Atomtests kollabiert sein.“

    Es soll klar sein, dass eine Katastrophe auf dem Testgelände keine Wende in der Atompolitik verursachen kann, bestenfalls eine Test-Pause.
    Zumal berechtigter Verdacht besteht, dass Nord-Korea die Technologien aus dem Ausland bekommt (z.B. Raketen-Triebwerke aus der Ukraine).

    „Der irre Kommunist…“

    Kim ist überhaupt nicht irr, sondern handelt absolut rational und hat sein Ziel erreicht: Verhandlungen mit den USA auf der Augenhöhe mit dem Ziel reale Sicherheitsgarantien für sein Regime.

    DIE LEHRE AUS DIESER GESCHICHTE IST ALLERDINGS VERHEEREND:
    Alle Regierungen dieser Welt haben gesehen, dass es überhaupt nichts bringt gegenüber dem Westen Zurückhaltung zu üben (wie Putin) oder mit dem Westen zu kooperieren (wie Gaddafi). Für guten Willen / Kooperation wird man mit Raketenschlägen (Russland), „demokratischen Bomben“ / Tod (Gaddafi) prämiert. Es lohnt sich nicht, Schulen und Krankenhäuser zu bauen (Gaddafi, Assad); man soll sich lieber den Atom-Knüppel besorgen und mit richtiger Deckung Härte zeigen – nur das garantiert reale Sicherheit.

    So weit ist es gekommen, weil der Westen vom Welt-Polizisten zum primitiven Banditen mutiert ist, von dem niemand mehr sicher ist.
    Der Polizist war gefürchtet, aber respektiert und akzeptiert.
    Der Bandit wird gefürchtet und verhasst und irgendwann von der Bevölkerung beseitigt.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 28/04/2018 - 18:07

    „Der irre Kommunist hat seinen Berg gesprengt“

    Lieber den Berg, als seine Nachbarn!

    Natürlich ist Kim nicht ganz dicht und größenwahnsinnig noch dazu!
    Aber davon gibt es so einige Leute auf der Welt!

  3. #3 von marc am 28/04/2018 - 21:52

    @1
    Was sind denn die Lager dort?Das sind nichts anderes als KZs!

  4. #4 von Cheshire Cat am 28/04/2018 - 23:04

    @#3 von marc am 28/04/2018 – 21:52
    „Was sind denn die Lager dort?Das sind nichts anderes als KZs!“

    Das weiß man nicht.
    Es gibt aus Nord-Korea keine objektive / gesicherte Information
    (nord- / süd-koreanische Quellen sind reine Propaganda und können nicht ernst genommen werden).

    Da Nord-Korea unter dem sowjetischen Einfluss entstand, kann man annehmen, dass nord-koreanische Lager dem Gulag ähnlich sind.
    Wie die Zeitzeugen berichten (z.B. Solschenizyn) war Gulag zwar ein brutales, aber kein Vernichtungs-System in dem Sinne, dass der Zweck Gulags Einschüchterung / Sklavenarbeit (am Anfang noch Umerziehung) waren und nicht der Tod der Insassen, obwohl die Todesrate hoch war.

    Man kann das auch so ausdrucken:
    dem Zweck nach war der Bau der Großen Chinesischen Mauer keine Vernichtungsaktion der eigenen Bürger, obwohl es unzählige Opfer gefordert hat.

    Nord-koreanisches Gulag hat wahrscheinlich sein eigenes asiatisches Spezifikum (also noch brutaler) und mehr ideologische Gehirnwäsche (was im späten Gulag fast verloren ging).
    Aber es ist unwahrscheinlich, dass dort Massenvernichtung stattfindet, schon aus dem Grund, dass das Regime Arbeitskräfte für seine ineffektive Wirtschaft braucht.