Trump um Entspannung bemüht

Schon mehrfach stießen US-Präsident Donald Trumps Bemühungen um eine moderatere Russlandpolitik auf Grenzen. Nun stellt er sich gegen die jüngst angekündigten neuen Sanktionen. Schon die Ausweisung sechzig russischer Diplomaten war ihm kein Herzenswunsch. weiter bei RT

  1. #1 von Cheshire Cat am 20/04/2018 - 15:16

    Es ist schlicht unmöglich Trumps Politik zu analysieren:
    im Weißen Haus herrscht infolge der internen Kämpfe das blanke Chaos, der für Außenstehende nicht durchschaubar ist.

    Möglich ist es aber DIE PERMANENTE AMERIKANISCHE RUSSOPHOBIE zu erklären, die eigentlich den geopolitischen Interessen des Westens eklatant widerspricht.
    Zwar sind russische und amerikanische Systeme derzeit ähnlich (kapitalistische Oligarchie – das amerikanische ist nur viel heuchlerischer) und russische Oligarchen versuchen mit allen Mitteln, sich im Westen zu integrieren (Geld / Immobilien / Kinder werden im Westen deponiert), bleibt Russophobie eine Konstante der amerikanischen Politik.

    Die ERKLÄRUNG:
    Die amerikanischen Rüstungsindustrie / Militärs brauchen auch nach dem Zusammenbruch des sozialistisches Systems RECHTFERTIGUNG FÜR ÜPPIGE FÜTTERUNG.

    Also brauchen die Amerikaner einen großen, aber berechenbaren Feind,
    und Russland passt ideal dafür:
    – die lange Tradition der Feindschaft vorhanden
    – groß, aber nicht wirklich gefährlich
    – nicht wirklich feindlich, immer gesprächsbereit
    – Wirtschaft / „Eliten“ vom Westen (immer noch) abhängig

    PROBLEME dabei:

    – Russische Bevölkerung, die am Ende der Sowjetzeit mehrheitlich sehr amerikafreundlich war, ist jetzt klar anti-amerikanisch (jedoch nicht grundsätzlich anti-westlich).

    – Russland bleibt nichts anders übrig, als Verbündete im Osten zu suchen (China, Iran, Indien usw.). Irgendwann steht dem schwächelnden Westen ein mächtiger Block gegenüber. Also, die fundamentalen Interessen des Westens werden der Gier des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes geopfert.

    – Irgendwann könnte die Geduld der Russen zu Ende sein und irgendein russischer Oberst / General könnte in Wut den Knopf (z.B. für taktische Atomwaffen) drücken. Dann haben alle schlauen amerikanischen Spiele ein jähes Ende.

    PS
    Nichts Neues unter der Sonne:

  2. #2 von Heimchen am Herd am 20/04/2018 - 21:48

    „Schon mehrfach stießen US-Präsident Donald Trumps Bemühungen um eine moderatere Russlandpolitik auf Grenzen. Nun stellt er sich gegen die jüngst angekündigten neuen Sanktionen. Schon die Ausweisung sechzig russischer Diplomaten war ihm kein Herzenswunsch.“

    Ist er nun der Präsident der USA, oder nicht? Warum entscheidet er denn nicht selbst? Ich
    verstehe ihn nicht!