Erstens kommt es anders…

Eine „Expertenmeinung“ aus dem Jahr 2001:

  1. #1 von Tom K. am 19/01/2018 - 08:43

    Trendforscher? Ich hau mich weech… Wird sich laut Matthias Horx das Auto zu einem Massenphänomen entwickeln oder bleibt es bei Pferdekutschen?

  2. #2 von Sophist X am 19/01/2018 - 08:52

    Ich habe mich mal flüchtig auf der Webseite dieses „Zukunftsinstituts“ umgesehen. Allein der Name brüllt jedem gleich ein SCHARLATANE offen ins Gesicht. Meine Sorge, diese Kanzlei von Provinzrasputins würde am Steuerschatz schmarotzen, scheint aber zum Glück unbegründet. Sie haben eine spezielle Zielgruppe, eine, die es verdient hat, abgezogen zu werden.

    Zur Verdeutlichung sei ein kurzer Auszug aus einem Fachtext dieser Truppe dem Gelächter der geneigten Leser und Leserinnen preisgegeben:

    Techniken des Schwebens
    Um das Leben und Schweben im 21. Jahrhundert zu beherrschen, gilt es, sich einige Techniken anzueignen, Schwebetrainings zu absolvieren. Eine dieser Praxisübungen, die für jeden zukunftsgewandten Entrepreneur oder Manager hilfreich sind, um sich gekonnt im Business der Zukunft zu bewegen, ist die “Powerful Uncertainty”: Üblicherweise deuten wir die Unsicherheit, die in komplexen Situationen entsteht, als Mangel – so zumindest erlebt man es in allgegenwärtigen Diskursen. Ein Beispiel: “Ist Ihr Unternehmen auf die Digitalisierung vorbereitet?” Derartige Untersuchungen gibt es täglich. Antwortet man darauf mit “Ich bin unsicher”, gilt man als Risikogruppe.

    Ich halte diese Leute aber nicht für eine Ausnahme. Alle Zukunftsforscher sind berufsmäßige Schwindler. Das galt für Hellseher aller Epochen und es gilt auch heute ohne die geringste Einschränkung.

  3. #3 von ingres am 19/01/2018 - 08:55

    https://www.pcwelt.de/ratgeber/Die_spektakulaersten_Fehlprognosen_der_IT-Geschichte-6948150.html

    „Ich denke, dass es weltweit einen Markt für vielleicht fünf Computer gibt”. Das prognostizierte Thomas Watson, Chairman von IBM, im Kriegsjahr 1943. Und dann war es ausgerechnet IBM, das dem PC, wie wir ihn heute kennen, zum Durchbruch verhalf und ihn zum Massenprodukt machte.

    Also ich allein habe jetzt allein 9 Computer seit 1998 gehabt. Und davor 1984 einen Apple

    Ich hoffe, dass meine Prognosen für das was in der BRD passieren wird falsch sind, wenigstens, dass man in der Katastrophe dann noch was wenden kann. Aber ohne Crash kann ich mir das nicht mehr vorstellen.

  4. #4 von Lomar am 19/01/2018 - 09:05

    Ich frage mich manchmal, wo ist der Sinn meiner Arbeit? Jetzt weiß ich, dass andere jahrelang ein gutes Gehalt beziehen und viel weniger dafür leisten als ich. 😉
    Jeder Straßenkehrer leistet mehr für die Gesellschaft als ein solcher Zukunftsforscher. Er verdient leider nur viel weniger. Man sollte ihm das Gehalt eines Herrn Horx mit dazu geben.
    Das schöne am Beruf des Zukunftsforschers ist ja, dass er längst im Ruhestand ist, eh seine Arbeitgeber merken, dass er Mist erforscht hat.
    Seine Auftraggeber hätten ihn auch für das Geld mit einem Zahnstocher in einem Stück Kacke herumstochern lassen können. Da wäre das gleiche für sie dabei heraus gesprungen. Obwohl? Ist das so? Vielleicht hat er ja seinen Auftraggebern gerade in dem Moment der Veröffentlichung seiner Studie, einen Vorteil gebracht. Ich glaube, das ist im Grunde der Sinn aller Studien der heutigen Forschungsinstitute.

  5. #5 von Quid pro quo am 19/01/2018 - 09:18

    Hat der auch herausgefunden, dass Islam nichts mit Terror zu tun hat?

  6. #6 von Heimchen am Herd am 19/01/2018 - 10:32

    Das Internet ist nur ein Hype – und Facebook wird sterben!

    Von Dennis Horn am 06.01.2017

    Matthias Horx nennt sich selbst Trend- und Zukunftsforscher. Dabei bewertet er nicht einmal die Gegenwart richtig. „Der Trend Digitalisierung wird überschätzt“, sagt er im Interview mit der dpa, das ihr unter anderem im Fachmagazin Werben & Verkaufen findet. „Eigentlich ist Digitalisierung ein alter Hut“, sagt Horx. „Computer und Rationalisierung verändern seit zwanzig, dreißig Jahren die Arbeitswelt.“

    Ich habe einen kurzen Moment darüber nachgedacht, ob ich lachen oder weinen soll. Dann habe ich darüber nachgedacht, ob ich darüber bloggen oder einem solchen Unsinn lieber keine Aufmerksamkeit schenken soll. Dann habe ich Horx‘ gegoogelt und gesehen, wie viele Schlagzeilen über die Digitalisierung mittlerweile auf sein Konto gehen.

    Weiterlesen hier: https://blog.wdr.de/digitalistan/das-internet-ist-nur-ein-hype-und-facebook-wird-sterben/#prettyPhoto

    Die Kommentare sind sehr interessant! Ich bin der selben Meinung wie P. Gedoehns !
    Es gibt auch noch eine Welt ohne Internet und das ist gut so! 😉

  7. #7 von Heimchen am Herd am 19/01/2018 - 10:33

    Soll das etwa unsere Zukunft sein? Dann gute Nacht!

  8. #8 von Cheshire Cat am 19/01/2018 - 11:40

    „PROGNOSEN SIND SCHWIERIG, BESONDERES WENN SIE DIE ZUKUNFT BETREFFEN.“
    Das ist eigentlich alles, was man über Zukunftsforschung wissen soll.

    DAS HAUPTPROBLEM IST, DASS DIE ENTWICKLUNG NICHT LINEAR IST: man kann meistens die aktuelle Entwicklung nicht in die Zukunft fortschreiben – oft kommt etwas Neues / Unerwartetes dazwischen.

    Man hat z.B. vor 50 Jahren erwartet, dass die Menschheit heute schon Mars erreicht. Heute kann die Menschheit aber nicht mehr zum Mond fliegen. Vor 50 Jahren konnte man den Zusammenbruch der Sowjet Union und die allgemeine Degeneration des Westens eben nicht voraussehen.

    DAS ANDERE PROBLEM IST, DASS DIE HOCHBEGABTEN / GENIALEN MENSCHEN (die den Fortschritt bewirken) UNREGELMÄSSIG FÜR BEGRENZTE ZEIT UND IN BEGRENZTEM RAUM ERSCHEINEN (von der Bevölkerungszahl nicht abhängig).

    Heute ist die Bevölkerungszahl auf dem Höchststand und es gibt im Westen für Forschung immer noch relativ günstigen Bedingungen, aber im XXI Jahrhundert gab es bisher keine neuen technischen Entwicklungen (von der Kunst ganz zu schweigen) – es werden lediglich die Erfindungen des XX Jahrhunderts weiter entwickelt.

    Der Westen ist hauptsächlich mit Terror, Islam, Masseneinwanderung und buntem Mist beschäftigt und ist klar in der Degenerationsphase (leider).
    Russland ist technologisch nur der Schatten der Sowjet Union.
    Und niemand von Entwicklungsländern konnte bisher ihre Rolle für den Fortschritt übernehmen.

  9. #9 von Cheshire Cat am 19/01/2018 - 11:40

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/744-17-januar-2017

    Die zur regelmäßigen Lektüre hiermit empfohlene Webseite ScienceFiles ist eine Bastion der Rationalität in Zeiten von Weltklimarettung, Dekarbonisierung, Willkommensschamanismus, Geschlechtervervielfachung und anderer Feldzüge gegen die Intelligenz. Diesmal widmet sich dort ein Autor der Frage, warum das einstige Land der besten Ingenieure keinen Flughafen mehr bauen kann und warum das größte Schlachtschiff, das die Deutschen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs konstruiert haben, die Fregatte F-125, weder see- noch kampftauglich ist, ja nicht einmal über eigene Luftabwehrwaffen verfügt. Ein Antwortvorschlag lautet:

    Ein Land, in dem Leistung diskreditiert wird, weil z.B. Geschlecht oder ideologische Passung höher gewichtet wird, ist kein Land, in dem Leistungswillige bleiben. Ein Land, dessen politische Führung sich explizit gegen moderne Technologien, sei es Kernkraft, Biotechnologie oder Militärtechnik entscheidet, ein Land, in dem die Regierenden als einzige Vision für ihre Gesellschaft Zuwanderung empfehlen können, ein Land dessen Infrastruktur verfällt, weil mehr Geld in ideologische Erziehung, Frauenbevorzugung und politische Gefallen gesteckt wird als in Autobahnbrücken, ein Land, in dem es Rentnern nach 45 Jahren Arbeit nicht möglich ist, ein Leben aus ihrer staatlichen Rente zu finanzieren, das ihrer Lebensleistung angemessen ist, ein Land, in dem der Leistungswille verlacht und das Schnorren als Günstling von Ministerien Schule macht, ein Land, in dem ein technologiefeindliches Klima herrscht, ein solches Land muss sich nicht wundern, wenn die Leistungen früherer Jahre nicht aufrechterhalten werden können.

    Mit Gender Studies kann man nun einmal keine Brücken konstruieren oder Flughäfen planen.

    https://sciencefiles.org/2018/01/16/deutschland-wird-zum-gespott-der-welt-oder-gender-studierte-bauen-keine-brucken-oder-schiffe/
    Deutschland wird zum Gespött der Welt oder: Gender Studierte bauen keine Brücken oder Schiffe