Festerling: AfD zerlegt sich

Kommentar von Tatjana Festerling bei FB

Deutschland ist kanzlerlos – Merkel ist nur noch geschäftsführend im Amt – und die AfD zerlegt sich selber. Es läuft ab, wie schon im Januar vorher gesagt.
Die Höcke-Rede im Januar war der Startschusss für den internen Zerstörungskurs. Frauke Petry hat mit ihrem Zukunftsantrag noch versucht, das Ruder herumzureißen, obwohl sie zu dem Zeitpunkt schon wusste, dass der Drops gelutscht war.

Das absurde Theater der Verhandlungen zeigt schon jetzt, was Deutschland droht, sollte diese karibische Koalition zustande kommen. Die Grünen suhlen sich in Selbstgefälligkeit, da sie in wichtigen Fragen, z.B. dem Familiennachzug, eh über die Länder mitstimmen, per Bundesrat.

Eigentlich eine super Ausgangslage für eine konservativ-bürgerliche Partei, wenn es nun doch zu Neuwahlen käme. Neuwahlen, die übrigens von de Maizière schon eine Stunde nach der ersten Hochrechnung im ZDF-Interview in Betracht gezogen wurden!
Ja, Neuwahlen stehen im Raum, aber ein SPD Bundespräsident wird die erst ausrufen, wenn die AfD, „der Feind von rechts“, richtig kaputt geschlagen wurde, wenn sie für bürgerliche Konservative unwählbar gemacht wurde. Und das erledigt man von innen, deshalb werden die (von wem auch immer, vermutlich vom VS) platzierten Leute jetzt natürlich aktiv:

Gestern wurde Albrecht Glaser öffentlich niedergemacht – wegen eines auf einem Landesparteitag im Mai (!) geäußerten Satzes, der auch noch in Schwarze traf. Glaser warnte schon damals vor einer „Verzwergung“ der AfD und äußerte sich, dass die AfD „kaputt“ sei.
http://www.faz.net/…/albrecht-glaser-soll-afd-kaputt-genann…

Heute nun wird Alice Weidel von innen angegriffen und demontiert. Sogar ihr lesbisch sein wird ihr nun vorgeworfen von den national-romantischen Deutschen in der AfD. Dabei hat sich Weidel doch schon der Konfrontation mit dem Höcke-Lager entzogen und ihren Verzicht auf den Bundesvorstand erklärt. Weidel stemmt sich nicht gegen die Nationalen, sondern gibt ihnen den Weg in den Bundesvorstand frei. Nützt ihr nix mehr – sie wird kaputt gemacht.
Das ist etwas, das Frauke Petry eben nicht gemacht hat und das ist ihr hoch anzurechnen. Sie ist eine der ganz seltenen Politiker, die nicht opportunistisch ist, die nicht ausschließlich nach Mehrheiten schielt und dafür ihre Haltung sausen lässt. Deshalb wurde sie angegriffen und innerparteilich fertig gemacht. Ihr Schritt zu gehen war deshalb nur konsequent und hat meine absolute Hochachtung.

Die AfD war die blaue Blase, die Konservative einsammeln und ihnen „alternative Politik“ vorgaukeln sollte und nun ihre Schuldigkeit getan hat – der Machtwille von Merkel und ihrem absurden Hofstaat schreckt vor nichts zurück. Und Deutschland geht vollständig vor die Hunde.
http://www.focus.de/…/focus-47-2017-schwere-kritik-in-afd-v…

  1. #1 von Cheshire Cat am 19/11/2017 - 15:10

    Festerling ist eine ehrenwerte, aber streitsüchtige Frau – sie soll zum Petrys Blauen Wunder gehen und dort streiten.
    AfD soll sie in Ruhe lassen – die Partei macht bisher ihre Sache gut.

    Petry ist eine fähige, ehrgeizige Frau, leider U-Boot geworden, was keine Ausnahme in BRD ist.
    Die Idee von einer Bewegung mag nicht schlecht sein, ist allerdings durch Gaunerpärchen PuP und Anlehnung an Macron Totgeburt.
    http://www.krone.at/598490
    „Personenkult“: 100 Macron-Mitstreiter treten aus

    Weidel ist eigentlich für AfD zu bunt, solange sie aber im Rahmen des Parteiprogramms erfolgreich agiert, kann es toleriert werden.
    Überhaupt, eine Volkspartei muss verschiedene Flügel / Strömungen haben von Höcke (deutsch-national-konservativ) bis Weidel (liberal), um für verschiedene Wählergruppen attraktiv zu sein.
    Der gemeinsame Nenner ist Patriotismus / Rettung des Landes vor Niedergang durch Globalismus.

    Was die Lügenpresse schreibt ist egal – es ist ihre Aufgabe AfD nieder zu machen. Lügenpresse wird das immer tun, solange AfD eine nicht-systemische Partei bleibt (und das ist übrigens der zuverlässige Indikator dafür, dass AfD wählbar ist).

  2. #2 von Cheshire Cat am 19/11/2017 - 15:13

    LESENSWERT
    (auch über AfD)

    http://plus.faz.net/feuilleton/2017-11-16/d5637e1d071d2d6c6afa36c6091d3fcc/?GEPC=s3
    Merkel – ein Rückblick
    Die Ära Merkel geht zu Ende. Zum Glück, denn sie steht für den sinnentleerten Machterhalt einer Monarchin. Ein Gastbeitrag.
    Von Wolfgang Streeck

  3. #3 von Heimchen am Herd am 19/11/2017 - 15:51

    „Festerling: AfD zerlegt sich“

    Das hätte Festerling und Co. wohl gerne?! Die Tante soll besser ihren Mund halten!
    Ich frage mich immer, wieso interne Konflikte immer an die Öffentlichkeit gelangen?
    Wer informiert die Presse darüber? Leute, die ein Interesse daran haben, dass die
    AfD sich zerlegt! Dreimal darf man raten, wer diese Leute sind!

  4. #4 von Heimchen am Herd am 19/11/2017 - 15:58

    „Wir bitten um Antwort“: 15 Fragen der AfD-Bundestagsfraktion an die Verhandlungsführer von „Jamaika“

    Die AfD stellt 15 Fragen an Angela Merkel, Horst Seehofer und Christian Lindner – und möchte Antworten für die Menschen in Deutschland.

    An die amtierende Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Dr. Angela Merkel, an den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Horst Seehofer und an den Fraktionsvorsitzenden der FDP, Herrn Christian Lindner.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    sehr geehrter Herr Seehofer,
    sehr geehrter Herr Lindner,

    mit großer Sorge verfolgen wir die schwierigen Sondierungsgespräche zur Bildung einer möglichen „Jamaika“-Koalition. Es ist bei uns und wohl auch in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass bei diesen Verhandlungen die wahren Probleme unseres Landes nicht angemessen berücksichtigt werden.

    Wir, die Fraktion der Alternative für Deutschland im Deutschen Bundestag, appellieren deshalb an Ihre Verantwortung für unser Land und fordern Sie auf, zu den folgenden zentralen Missständen und Fragen der Öffentlichkeit eine Antwort zu geben:

    Weiterlesen hier: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/wir-bitten-um-antwort-15-fragen-depesche-der-afd-bundestagsfraktion-an-die-verhandlungsfuehrer-von-jamaika-a2271468.html?meistgelesen=1

    Sehr schön, weiter so AfD!

  5. #5 von H. Maas am 19/11/2017 - 16:46

    Nichts ist erfolgreicher als Erfolg. Die AfD steht gut da. Nach den nächsten Wahlen bzw. Neuwahlen spricht von Petry und Konsorten kein Mensch mehr.

  6. #6 von Heimchen am Herd am 19/11/2017 - 18:57

    Die Doppelkassierer

    Ex-AfD-Chefin Frauke Petry und ihr Mann sitzen in vier Parlamenten. Dagegen regt sich nun Widerstand
    Eine Leipziger Büroadresse ohne Telefonnummer, eine Website mit wenig Inhalt, ein Facebook-Konto, ein Twitter-Account – darauf beschränkt sich zurzeit die Infrastruktur der Blauen Partei von Ex-AfD-Chefin Frauke Petry und ihrem Ehemann Marcus Pretzell. Wie viele Mitglieder die nach Eigendefinition „freiheitlich-konservative“ Truppe hat, will Petry bislang nicht verraten. Der Mitgliederzuwachs habe „keine Eile“.

    Die parlamentarische Repräsentanz des Duos Petry/Pretzell nimmt sich dagegen vergleichsweise riesig aus: Das Politikerpaar verfügt zusammen über vier Abgeordnetenmandate. Petry sitzt seit der Bundestagswahl als Fraktionslose im Berliner Parlament. Gleichzeitig will sie mit ihrer blauen Gruppe zusammen mit vier anderen AfD-Abtrünnigen im Dresdner Landtag weiter Politik machen. Ehegatte Pretzell gehört dem Landtag von Nordrhein-Westfalen seit diesem Frühjahr an – und behält sein Mandat als Abgeordneter im EU-Parlament.
    Diäten, Pauschalen, Mitarbeiter

    Als Parlamentarier in Brüssel erhält Pretzell eine monatliche Grunddiät von 9516 Euro, eine steuerfreie Kostenpauschale von 4342 Euro und einen Etat für Mitarbeiter von 24.164 Euro pro Monat. Von seiner Bezahlung in NRW (8981,22 Euro monatlich) behält der Landtag wegen des Doppelmandats zwar 71,5 Prozent ein. Ungeschmälert bleibt allerdings die Pauschale von 4417 Euro pro Monat für Mitarbeiter.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/politik-die-doppelkassierer_id_7827446.html

    Was für ein geldgieriges Paar!