Erdogans vergessene Geisel

Warum bekommt ein Deutscher, am 2. April in der Türkei inhaftiert, am 24. Juli einen ersten Besuch der deutschen Botschaft? Sind einfache Bürger weniger wert als „Aktivisten“, Journalisten und eine Übersetzerin?

David B., 55, wollte von seiner Heimatstadt Schwerin zu Fuss bis nach Jerusalem pilgern. Für den Pädagogen war das neben einem persönlichen „Gebet mit den Füssen“ auch ein „gelebtes Projekt des Friedens und der Völkerverständigung“. Ganz bewusst wollte der Christ auf die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen in der Fremde vertrauen. Er wanderte also ab November 2016 und wollte zu Ostern in Jerusalem sein. weiter bei Audiatur

  1. #1 von Cheshire Cat am 31/08/2017 - 19:38

    „David B., 55, wollte von seiner Heimatstadt Schwerin zu Fuss bis nach Jerusalem pilgern. Für den Pädagogen war das neben einem persönlichen „Gebet mit den Füssen“ auch ein „gelebtes Projekt des Friedens und der Völkerverständigung“. Ganz bewusst wollte der Christ auf die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen in der Fremde vertrauen.

    Man kann vielleicht von Glück reden, dass die Türken ihn daran gehindert haben, ein paar Kilometer weiter in das Bürgerkriegsland Syrien zu wechseln. Denn dort hätte ihm sein „Gottvertrauen“ wohl nur wenig geholfen.“

    Der Gutmensch, der sich selbst in die akute Gefahr begeben hat, soll sich freuen.
    Denn Türken haben ihn das Leben gerettet.

    Und wer weiß: hätten ihn die Türken entlassen, vielleicht würde er versuchen, durch den Irak zu marschieren.
    Wer so viel „Gottvertrauen“ hat, ist zu allem fähig.

    Zu bedauern ist nur, dass er nicht in der Psychiatrie, sondern im Gefängnis sitzt.
    Aber vielleicht sind die Bedingungen im türkischen Gefängnis einfach besser.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 31/08/2017 - 20:24

    „David B., 55, wollte von seiner Heimatstadt Schwerin zu Fuss bis nach Jerusalem pilgern. Für den Pädagogen war das neben einem persönlichen „Gebet mit den Füssen“ auch ein „gelebtes Projekt des Friedens und der Völkerverständigung“. Ganz bewusst wollte der Christ auf die Hilfsbereitschaft seiner Mitmenschen in der Fremde vertrauen“

    Ich wundere mich immer wieder, wie naiv und leichtsinnig doch einige Menschen sind!
    David B. hatte mehr Glück als Verstand! Aber das sieht er natürlich nicht so, dieser Tor!

  3. #3 von Cheshire Cat am 31/08/2017 - 20:43

    Apropos Grenzen

    UNGARN FORDERT SOLIDARITÄT VON EU

    http://www.focus.de/politik/ausland/fluechtlingskrise-im-news-ticker-satte-rechnung-orban-will-eu-fuer-grenzzaun-bezahlen-lassen_id_7539449.html
    Orbán schickt EU saftige Rechnung für Grenzzaun zur Flüchtlingsabwehr

    „Brüssel muss seinen Anteil zahlen“, sagte Lazar. Es gehe hier um „praktische europäische Solidarität“.

  4. #4 von peter am 31/08/2017 - 22:35

    Türkei kann was Deutschland angeblich nicht kann.
    http://www.newobserveronline.com/2017/08/turkey-closes-border-with-syria-after.html

    Liberals and controlled media all over the world who so vehemently opposed Donald Trump’s plan to build a border wall with Mexico have been totally silent about Turkey’s completion of a 435 mile-long reinforced concrete border wall with Syria—a construction which is 9 feet high, 6 feet wide, 11 inches thick, and topped with barbed wire and 120 observation towers manned by armed soldiers.