Wieder ein beachteter CDU-Austritt

Er hat es lange vor sich hergeschoben, bis es irgendwann nicht mehr ging. Eine „persönliche Gewissensentscheidung“ sei sein Austritt aus der CDU, sagt Frank Richter leise. „Ich will Freunde nicht verlieren.“ Die hätten sich gewundert, dass er immer noch CDU-Mitglied sei, hätten damit „gedroht“, sich von ihm abzuwenden. „Da musste ich einfach mal meine persönliche Situation bereinigen.“ Vor etwa drei Wochen teilte Frank Richter darum dem Dresdner CDU-Chef seinen Austritt aus der Partei mit. Schriftlich. Das Ende einer Mitgliedschaft, die fast 25 Jahre hielt, aber von der viele gar nichts wussten. Das Ende einer Mitgliedschaft, das ein Weckruf sein könnte für seine Ex-Partei in Sachsen. Denn Frank Richter wäre nicht Frank Richter, wenn er einfach still austreten würde, heimlich und unbemerkt. „Mein Austritt ist ein Zeichen der Herstellung von Klarheit, nicht von Wut!“, sagt er ruhig. Er will Öffentlichkeit, er möchte darüber reden. Er will eine Diskussion anregen. So wie immer: Frank Richter, der Streitschlichter, der Vermittler, der Diskussionsfreudige. Genau das ist es, was er in der sächsischen CDU vermisst: eine „von Offenheit, harter Argumentation, die Kontroverse suchender und von Fairness geprägte Streitkultur“. Dabei sollten Demokraten den Streit doch mögen, findet Richter. „Die Demokratie erschöpft sich nicht im Gang an die Wahlurnen. Sie unterscheidet sich von der Monarchie unter anderem dadurch, dass die Bürgerinnen und Bürger die Republik als ihre eigene Angelegenheit – und nicht die Angelegenheit des Königs – betrachten und deren Wohl und Wehe öffentlich und kontrovers diskutieren.“ weiter bei Sächsische Zeitung

  1. #1 von Sophist X am 11/08/2017 - 14:42

    Aus welchem Grund ist überhaupt noch jemand in der CDU? Wofür steht diese Partei? Heute hier, morgen gestern, wie man bei uns sagt. Was im Parteiprogramm steht oder stand ist Merkel genau so scheiBegal wie das, was in den Gesetzen oder im GG steht.
    Der einzige Grund, in der CDU zu sein, kann sein, die Schranzen zu stützen und die Hoffnung, irgendwann selbst zur Schranze aufzusteigen

  2. #2 von Heimchen am Herd am 11/08/2017 - 15:17

    „Die Demokratie erschöpft sich nicht im Gang an die Wahlurnen. Sie unterscheidet sich von der Monarchie unter anderem dadurch, dass die Bürgerinnen und Bürger die Republik als ihre eigene Angelegenheit – und nicht die Angelegenheit des Königs – betrachten und deren Wohl und Wehe öffentlich und kontrovers diskutieren.“

    Damit meint er wohl „Königin“ Angela?! Die lässt das alles völlig kalt und macht unbeirrt weiter!
    Das „C“ für christlich, wird verschwinden und durch „M“ muslimisch ersetzt!
    Die große Zerstörerin zerstört alles, Partei und Land!

  3. #3 von Ketzerlehrling am 11/08/2017 - 15:39

    Kultur in diesem Land? Das ist längst Geschichte oder besser nie wirklich da gewesen. Die Deutschen mit ihrer Vollkaskodenke und entsprechendem Verhalten, unpolitisch, intolerant, kleinkariert, spießig.

  4. #4 von Cheshire Cat am 11/08/2017 - 15:54

    @#2 von Heimchen am Herd am 11/08/2017 – 15:17
    „Das „C“ für christlich, wird verschwinden und durch „M“ muslimisch ersetzt!“

    Das ist nicht nötig.
    Bei CDU steht „C“ für Halbmond:

  5. #5 von Cheshire Cat am 11/08/2017 - 16:00

    LESENSWERT

    http://www.tagesspiegel.de/politik/begrenzung-von-amtszeiten-dauerkanzlerschaften-sollten-verhindert-werden/20162092.html
    Also allerhöchstwahrscheinlicherweise noch mal vier Jahre Merkel. Sie kann Konrad Adenauer (14 Jahre) überholen und mit Helmut Kohl (16 Jahre) gleichziehen, und wer weiß, vielleicht reitet sie am Ende der vierten Amtszeit der Teufel, und sie will den deutschen Kanzleramtszeit-Pokal in Platin. Dann tritt sie noch mal an und wird womöglich noch mal gewählt. 20 Jahre Merkel? Man kennt so etwas sonst eher aus afrikanischen Ländern.

    Deutschland erlebt das jetzt schon zum dritten Mal in der Bundesrepublik. Die ehemaligen DDR- Bürger kennen die immerselben Regierenden, die Politbüroewigchefs, die Minimachtzirkel, die das eigentliche Sagen hatten, noch viel besser. Hüben wie drüben hat die Dauerhaftigkeit nichts Gutes bewirkt. Sie hat bewahrt, statt zu gestalten, Zukunft vor sich hergeschoben, statt sie anzupacken, sie war nicht auf der Höhe der Zeit.

    Der Journalist Martin Rupps beschreibt das aktuelle Regierungsberlin in seinem Buch „Kanzlerdämmerung“ als „ein geistiges ,Wandlitz‘, umgeben von Denkverboten und bewohnt von Frauen und Männern, die den Löwenanteil ihrer Lebenszeit miteinander“ verbringen: „ohne Pause, ohne Auszeit, ohne Phasen der körperlichen und geistigen Regeneration“. Nur älter werden sie dabei alle noch. Klingt das gut?

  6. #6 von Cheshire Cat am 11/08/2017 - 16:19

    WAHLWERBUNG VON DEBILEN FÜR DEGENERATEN
    Absolut lesenswert: der neue Gipfel der dreisten Blödheit

    http://www.bento.de/politik/bundestagswahl-warum-junge-waehler-angela-merkel-als-kanzlerin-wollen-1588119/
    Ich bin „Generation Merkel“ – und das ist auch gut so!

    Dieses Jahr geht die „Generation Merkel“ das erste Mal zur Wahl. Junge Erwachsene also, die sich bewusst nur an Angela Merkel als Bundeskanzlerin erinnern können.

    „Die Zeit“ nennt sie von nun an „Generation Raute“. Hört sich gleich viel cooler an.

    Meine Generation hat das außergewöhnliche Glück, in einer Phase des Friedens aufgewachsen zu sein. In einer stabilen Demokratie und mit einer Fülle an Möglichkeiten, die manchmal sogar überfordert.

    Um uns herum geht Einiges schief. Ob Russland, Polen oder Amerika: Wir nehmen wahr, dass es uns vergleichsweise gut geht.
    Warum sollte man sich nicht wünschen, dass es so weitergeht?


    Aber auch dafür steht Merkel: eine grundsätzliche ideologische Haltung überdenken können. Ergebnis davon sind beispielsweise die Energiewende und die Abstimmung über die Ehe für Alle.

    Deshalb ist sie eine Symbolfigur für die Stabilität.

    Ich sehe momentan keine wirklichen Alternativangebote.

    Doch in einer Zeit, in der Tweets zur außenpolitischen Eskalation führen können und Systeme von heute auf morgen umstürzen, ist es für mich völlig natürlich, den Wunsch nach Kontinuität und Berechenbarkeit über vieles andere zu stellen.

    Deshalb, liebe Eltern und ältere Redakteure: Hört auf, euch so eitel für eure eigene Haltung auf die Schulter zu klopfen. Und macht es der Generation Merkel nicht zum Vorwurf, wenn wir CDU wählen. Das heißt nämlich, dass wir etwas wollen – und wahrscheinlich, dass eure Renten sicher sind.

  7. #7 von Heimchen am Herd am 11/08/2017 - 16:38

    #6 von Cheshire Cat

    „Dieses Jahr geht die „Generation Merkel“ das erste Mal zur Wahl. Junge Erwachsene also, die sich bewusst nur an Angela Merkel als Bundeskanzlerin erinnern können.“

    Bin ich froh, dass ich zur „Generation Wirtschaftswunder“ gehöre! 😉
    Da war die Welt noch in Ordnung für mich! Ich durfte da zwar noch nicht wählen, aber ich
    hatte eine sehr schöne Kindheit!

  8. #8 von Heinz Ketchup am 11/08/2017 - 17:12

    Merkel sollte nicht mehr in Urlaub gehen dürfen, denn in der Freizeit kommt sie noch mehr auf dumme Gedanken die Deutschland schaden! 😦

    Verdopplung der zugesagten Plätze auf 40.000Merkel ist offen für Ansiedlung von mehr Flüchtlingen in der EU

    http://www.focus.de/politik/ausland/verdopplung-der-zugesagten-plaetze-auf-40-000-merkel-ist-offen-fuer-ansiedlung-von-mehr-fluechtlingen-in-der-eu_id_7463408.html

    und:

    Merkel stellt mehr Geld für Flüchtlingskrise in Aussicht

    https://www.merkur.de/politik/merkel-stellt-mehr-geld-fuer-fluechtlingskrise-in-aussicht-zr-8588528.html

  9. #9 von Lancelot am 11/08/2017 - 18:16

    #5 von Cheshire Cat am 11/08/2017 – 16:00

    Merkel wird sogar länger als Hitler regieren, alleine das sollte einem zu denken geben.

  10. #10 von olli am 11/08/2017 - 19:14

    @8
    Das sind keine Flüchtlinge im herkömmlichen Sinn-sondern SIEDLER.
    RESETTLEMENT PROGRAMM ist das Stichwort.Diese können NIEMALS zurückgeschikct werden!