Betreutes Wetter

Von Ulli Kulke

Früher nahm man das Wetter wie es kam, allenfalls rief man den Herrgott an oder verbrannte ein paar Hexen. Heute nehmen sich ganze Bataillone von Beobachtern und Betreuern der Sache an, verkünden wahlweise die Klimakatastrophe oder einen sonstigen Notstand. Nix ist mehr normal, alles ist auffällig, dramatisch, ungesund und so weiter. Selbst vor der Sprache wird kein Halt gemacht: Wenn die Leute übers Wetter reden, was sie seit Urzeiten tun, dann sollen sie das heute gefälligst politisch korrekt tun. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Sophist X am 27/07/2017 - 12:01

    Ich kann’s auch nicht mehr hören. Früher gab es warme Winter, kalte Winter, trockene Sommer, verregnete Sommer, und kein Schwein hat von Weltuntergang geredet. Heute unken die Leute, wenn sich das Wetter eine Weile nicht ändert und genauso, wenn es sich eher oft ändert (wie im Juni). Sie kommen dann schon ins Schleudern, wenn man fragt, wie denn normales Wetter aussehen müsste (Na nicht so! …).

    Nehmen wir zur Kenntnis: Wann gab es den letzten Hurrican, so wie früher, der die Nachrichtengucker tagelang wohlig gruselte?
    Nehmen wir zur Kenntnis: http://www.euroherz.de/naturkatastrophen-richten-weniger-schaeden-an-3875130/
    Letztes ist noch kein Trend, und der Begriff Naturkatastropenen ist sehr umfassend. Aber nach Weltuntergang klingt das eben nicht.
    Und da alle Prognosen ausnahmslos Untergangsprognosen sind, zeigt sich, dass alle diese Prognosen frisiert sein müssen.

  2. #2 von Sophist X am 27/07/2017 - 12:02

    >Naturkatastropenen

    Das schieb‘ ich auf die neue Tastatur.

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