Warum die Türken kamen

Jeder unserer Brüder und Schwestern hat hier Tag und Nacht gearbeitet, um Herzen zu gewinnen. Sie haben jede Bitterkeit zu Honig gemacht, jedweder Schwierigkeit getrotzt.“ Das sagte der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan 2008 bei einer Rede vor türkischen Immigranten in Köln. Es war Balsam für die Seele seiner Anhänger, sie hörten es nur zu gern. Auch deutsche Politiker neigen dazu, die Geschichte der Arbeitsmigration als eine von türkischen Opfern und deutscher Schuld durch Ausbeutung zu verklären. Aber diese Version der Geschichte ist ein Märchen. weiter bei FAZ (von 2011)

  1. #1 von Sophist X am 25/07/2017 - 15:14

    FAZ war ja voll das AfDpegidanaziblatt.

    P.S. von Erdoofans Schleimrhetorik wird mir immer zum Kotzen.

  2. #2 von Heimchen am Herd am 25/07/2017 - 17:16

    29.10.2011, von NECLA KELEK

    Ob Necla Kelek das heute auch noch so in der FAZ schreiben dürfte? Die sind doch immer
    mehr nach links gerückt!

    Und noch einmal für alle, Deutschland wurde von den Deutschen wieder aufgebaut! Als
    die Türken kamen, herrschte bei uns bereits das Wirtschaftswunder! Es war auch nicht
    vorgesehen, dass die Türken für immer hier bleiben sollten! Aber einmal hier, wird man
    sie einfach nicht mehr los!

  3. #3 von Jutta am 25/07/2017 - 19:28

    https://de.europenews.dk/Analyse-Haben-Tuerken-Deutschland-wieder-aufgebaut–138661.html

    .. eben.
    Meinen Eltern, als Kriegskinder geboren, die Familie meiner Mutter wurde zweimal ausgebombt, sie wissen, was es heisst, in einer Massenunterkunft zu hausen – hat nie irgendjemand auch nur einen Pfennig geschenkt … sie haben schwerst gearbeitet .. nicht minder schwer als die Türken.

    Und meine Oma erst. Mit über 70 musste sie noch arbeiten gehen, um sich durchzubringen.

    Ich könnte k… wenn ich daran denke, dass für die Trümmerfrauen – die ja nun auch langsam wegsterben, nicht einmal ein gotziges Denkmal errichtet wurde, diese Frauen haben im doppelten Sinne Deutschland aufgebaut: sie haben Kinder alleine großgezogen und mussten Vollzeit arbeiten, bis die Männer wieder zurückkamen und viele wurden möglicherweise auch noch vergewaltigt .. aber vor den Türken fällt man auf die Knie ..

  4. #4 von peter am 25/07/2017 - 20:30

    Tuesday, 25 July 2017

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    Wiederaufbau in Deutschland – Beitrag der Gastarbeiter
    Benutzer Bewertung: / 873
    SchlechtSehr Gut
    Geschrieben von Tobias Heinz
    Tuesday, 08 September 2009
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    Wiederaufbau durch Ausländer – Türken und türkische Gastarbeiter in Deutschland

    türkische Ausländer oder Gastarbeiter?
    Deutsche Trümmerfrauen – nicht irgendwelche Gastarbeiter bauten Deutschland wieder auf

    Kurzfassung

    Immer öfter liest man, dass Gastarbeiter bzw. Ausländer am Wiederaufbau Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg oder am Wirtschaftswunder der Bundesrepublik beteiligt gewesen seien. Durch derartige Behauptungen soll zum einen eine Verantwortung der Deutschen für die freiwillig nach Deutschland gekommenen Immigranten begründet werden, zum anderen aber auch ein Anspruch auf Leistungen des deutschen Staates und der deutschen Sozialsysteme hergeleitet werden. Darüber hinaus sollen derartige Behauptungen dazu dienen, die Forderungen nach der Verpflichtung von Immigranten zur aktiven Mitwirkung beim Gelingen der Integration abzuwehren. Integration kann aber nur gelingen, wenn die Fakten bekannt und auch deutlich geworden ist, wer welchen Nutzen gezogen und welche Verantwortung trägt im Prozess der Immigration nach Deutschland.

    Hier ein kurzer Abriss von Daten und Fakten zu Wiederaufbau und Wirtschaftswunder sowie zur Anwerbung von Gastarbeitern und dem Beitrag von Ausländern. Es kann auf Basis der Fakten festgestellt werden, dass es keinen Beitrag von den Gastarbeitern (Gastarbeiter nach Definition der Anwerbeabkommen mit den Entsendeländern) gegeben hat. Ein historisches Faktum ist darüber hinaus, das die Anwerbeabkommen auf Betreiben der Entsendeländer geschlossen wurden – die Initiative zur Anwerbung von Gastarbeitern ging nicht von Deutschland aus. Anwerbung von Gastarbeitern fand von 1961 bis zum vom Bundestag beschlossenen totalen Anwerbestopp im Jahre 1973 für ca. 12 Jahre statt. Am Ende befanden sich noch ca. 2,5 – 3 Mio Gastarbeiter in Deutschland, von denen ein großer Teil bis Mitte der 70er Jahre in ihre Heimatländer zurückkehrte. Am Beispiel Türkei wird gezeigt, daß besonders Menschen aus sehr armen und wirtschaftlich und politisch sehr instabilen Ländern alles daran setzten, in Deutschland zu bleiben.
    Zeittafel

    8. Mai 1945 – Stunde 0: Bedingungslose Kapitulation Deutschlands, 2/3 Deutschlands sind zerstört, 11 Millionen Deutsche in Kriegsgefangenschaft, 25 Millionen Deutsche auf der Flucht aus Preußen, Pommern, Schlesien, dem Sudentenland und anderen deutschen Gebieten vorwiegend im Osten des deutschen Reiches.

    3. April 1948 – Die Westmächte rücken von der Deindustrialisierung Deutschlands ab, das „European Recovery Programme“ (Marschallplan) tritt in Kraft.

    21. Juni 1948 – Währungsreform in den Westzonen. Die D-Mark wird eingeführt. Der deutsche Außenhandel beginnt wieder.

    1950 – Deutschland erreicht – trotz der fehlenden Ostgebiete – in den vier Zonen wieder die Wirtschaftsleistung von 1936. Die Arbeitslosenquote in Deutschland beträgt 12,2%
    1952 – Im Westen Deutschlands ist das Wirtschaftswunder in Gang gekommen. Hohe Wachstumsraten, deutsche Innovationen und der Marschallplan führen zu hohem Wirtschaftswachstum und dem Aufstieg Deutschlands zu einer führenden Industrienation.

    1952 – Bis 1952 fließen 13,1 Milliarden US Dollar aus dem ERP/Marschallplan in die Staaten der OEEC. Deutschland zählt seit 1952 nicht mehr zu den „bedürftigen Staaten“.

    1953 – Die italienische Regierung bittet in Deutschland um die Erlaubnis, Arbeitskräfte nach Deutschland schicken zu dürfen. Dadurch soll das Außenhandelsdefizit mit Deutschland abgebaut werden und durch die Heimatüberweisungen der Italiener in Deutschland die Devisenkassen gefüllt werden.

    1955 – Das Wirtschaftswunder und die deutsche Industrie läuft auf vollen Touren.

    1955 – 0,4% der Arbeitskräfte in Deutschland sind Ausländer.

    1955 – Trotz der Ablehnung aus dem Wirtschaftsministerium schließt das Außenministerium nach zwei Jahren Druck aus Italien ein Abkommen über den „Austausch“ von Arbeitskräften mit Italien. Dieses Abkommen soll „Pilotcharakter“ haben.

    1959 – Deutschland ist die zweitgrößte Industrienation der Welt nach den USA. Das Wirtschaftswunder ist vollendet.

    1960 – In Deutschland wird die Vollbeschäftigung erreicht. Das Abkommen mit Italien hat bis dahin kaum eine Wirkung gezeigt, die Anwerbung von Arbeitskräften aus Italien ist im wesentlichen nicht in Gang gekommen.

    1960 – Weitere Staaten, die im Handel mit Deutschland hohe Defizite aufweisen, dringen auf Abkommen, die es Arbeitskräften ermöglichen sollen, in Deutschland zu arbeiten. Besonders Portugal, das in diesen Jahren fast von Hungersnöten gebeutelt wird und das Entwicklungsland Türkei, das von einer Wirtschafts- und politischen Krise in die nächste schlittert, machen Druck auf das deutsche Außenministerium, derartige Abkommen zuzulassen.

    1961 – Das von der Türkei gewünschte Anwerbeabkommen wird unterzeichnet. Es wird vertraglich festgeschrieben, dass jeder türkische Arbeitnehmer maximal 2 Jahre in Deutschland arbeiten kann und dann zurückkehren muss (Rotation). Es wird vereinbart, nur Menschen aus dem europäischen Teil der Türkei aufzunehmen, ferner wird – in Abweichung zu den Anwerbeabkommen mit europäischen Ländern der Familiennachzug bzw. die Familienzusammenführung in Deutschland vertraglich ausgeschlossen.

    1967 – Die Nettoanwerbung von ausländischen Arbeitskräften sinkt auf 0. Es werden nur noch „rotierende“ Gastarbeiter ersetzt. Führende Vertreter der deutschen Wirtschaft proklamieren: es gibt keinen wirtschaftichen Nutzen durch Gastarbeiter.

    In „50 Jahre Bundesrepublik – 50 Jahre Einwanderung“ schreibt Mathilde Jamin 1999, S. 146: „Johannes Dieter Steinert stellte aufgrund der Akten im Bundesarchiv und im Archiv des Auswärtigen Amtes für den Zeitraum bis 1961 fest, dass die Initiative zu diesen Entsendeabkommen von den „Entsendeländern“ ausging. Hissahi Yano (1998) kam für den Forschungszeitraum bis 1964 zu demselben Ergebnis.“ und weiter „Noch stärker war aber offenbar der Druck in den „Entsendeländern“ durch „Export“ von Arbeitskräften ihren Arbeitsmarkt zu entlasten. (…) Die zuständigen deutschen Behörden standen den türkischen Wünschen zurückhaltend gegenüber; (…) Noch im September 1960 urteilte Anton Sabel, der Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, aus arbeitsmarktpolitischen Gründen sei die Bundesrepublik nicht auf ein Abkommen mit der Türkei angewiesen, möglicherweise wohl aber aus politischen Rücksichten auf die Türkei als NATO-Land“.

    1973 – Nach 12 Jahren verhängt der deutsche Bundestag den „totalen Anwerbestopp“. Zu diesem Zeitpunkt sind zwischen 2,4 und 3 Millionen Gastarbeiter in Deutschland.

    http://www.formelheinz.de/index.php/20090908274/Kultur/Wiederaufbau-in-Deutschland-Beitrag-der-Gastarbeiter.html

  5. #5 von Cheshire Cat am 25/07/2017 - 20:38

    Der Minister beugt sich in seinem braunen Ledersessel nach vorn, streift die Zigarre vorsichtig im schweren, silbernen Aschenbecher ab und schlägt eine dünne, graue Aktenmappe auf. Schließlich fährt er mit dem Zeigefinger über endlose Zahlenkolonnen.

    „600 000 Italiener leben in Deutschland“, sagt Otto Schily und nickt zufrieden. Er hat ein Ferienhaus in der Toskana, trinkt gern italienischen Rotwein und fühlt sich manchmal selbst wie ein Italiener. Nein, mit denen gibt es keine Probleme. Der Finger wandert weiter.

    „568 000 Jugoslawen“, sagt der Minister und denkt nach. Nein, auch was jene anbelangt, sieht er ebenso wenig Schwierigkeiten wie beispielsweise mit den Polen. Schilys Finger kreist in der Luft. „Worüber reden wir eigentlich?“, fragt er, ohne eine Antwort zu erwarten, und klopft dann mehrmals auf eine deutlich umkringelte Zahl.

    Über etwa 1,9 Millionen Türken – die größte Gruppe unter den 7,3 Millionen Ausländern in Deutschland.

    2001 hatten nur noch 44 Prozent von ihnen einen Job; die Zahl der Türken, die von Sozialhilfe leben, ist prozentual dreimal so hoch wie ihr Anteil an der Bevölkerung.

    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-38016900.html

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