Automanager: Grün gewaschen gegen den Baum

Von Dirk Maxeiner

Jetzt holt der Diesel-Skandal auch Daimler ein. Der Volkswagen-Konzern hatte den Skandal ausgelöst, inzwischen sind praktisch alle Hersteller betroffen (Ausnahme bislang: BMW). Die Affäre ruiniert das Image der ganzen Branche und ist ein Fest für Autofeinde, denen die motorisierte Form der individuellen Mobilität schon lange ein Dorn im Auge ist. Politiker, die das Spiel lange mitgespielt haben, führen die Unternehmen am Nasenring durch die Arena, schließlich ist Wahlkampf. Was Ingenieure und Arbeiter in den großen Autokonzernen über Jahrzehnte aufgebaut haben, wird gerade mit dem Hintern eingerissen. Führende Manager der Autoindustrie geben dabei ein ziemlich jämmerliches Bild ab.

Der Grund dafür liegt in gleich dreifacher Dummheit. Die erste Dummheit war der Glaube, man könne sich mit amerikanischen Behörden anlegen und sie offenkundig bescheißen. In Europa mag so etwas im vorzeitigen Ruhestand enden, in Amerika endet es im Knast. Soviel zum Verbraucherschutz diesseits und jenseits des Atlantiks. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Seltenschreiber am 16/07/2017 - 12:04

    Zum Phänomen, dass die Wirtschaft heutzutage auf der Seite der Linken agiert, ist der folgende PI-Beitrag vom letzten Jahr sehr zu empfehlen:
    http://www.pi-news.net/brexit-hofer-und-die-geaenderten-sozialen-grundlagen-des-protests/

    Alte Artikel geraten leider schnell in Vergessenheit, daher noch 2 Beiträge von Peter M. Messer:
    http://www.pi-news.net/geschmacksmacht-i-warum-akif-pirincci-so-wichtig-wie-sarrazin-ist/
    http://www.pi-news.net/geschmacksmacht-ii-geschmackliche-und-politische-souveraenitaet/

  2. #2 von Cheshire Cat am 16/07/2017 - 14:57

    „Jetzt holt der Diesel-Skandal auch Daimler ein.“

    „Diesel-Skandal“ (der den Verbraucher eigentlich nicht beeindruckt) ist nichts verglichen damit:

    „Solche Leute suchen wir doch“: Daimler-Chef will Flüchtlinge anwerben.

    Flüchtlinge sind für Deutschland eine Chance, findet Daimler-Boss Zetsche.
    Schließlich seien viele von ihnen gut ausgebildet und hoch motiviert. Er will deshalb direkt in Asylbewerberunterkünften nach neuen Arbeitskräften suchen.

    http://www.n-tv.de/wirtschaft/Daimler-Chef-will-Fluechtlinge-anwerben-article15874076.html

    Wenn deutsche (Auto)Industrie afro-orientalische Analphabeten beschäftigt, dann wird „Made in Germany“ zu ANTIWERBUNG.

  3. #3 von Cheshire Cat am 16/07/2017 - 14:58

  4. #4 von Cheshire Cat am 16/07/2017 - 16:28

    „Der Ruf von Managern und Unternehmern in Deutschland lässt arg zu Wünschen übrig. Ein großer Teil der Deutschen hält sie laut Umfragen für „rücksichtslos“, die Wirtschaftselite sei „raffgierig“ und könne nie genug bekommen. Etwa ein Drittel der Bevölkerung weiß darüber hinaus, dass Unternehmer „Ausbeuter“ sind, die nur andere ausnutzen, dass sie „kein Verständnis für kleine Leute“ und keine „Ideale“ haben (außer Profit versteht sich).“

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