Urlaub neben der Erstaufnahmestelle

Von Charlotte Robotte.

Meine beste Freundin. Sie hat immer die besten Ideen. Sie weiß, was ich mag. Sie kennt mich wie keine Andere. Deswegen verlasse ich mich immer auf sie, wenn sie unseren einmal jährlichen Wanderurlaub aussucht. Dabei spielen malerische, epische Landschaften, gut ausgestattete und beschilderte Premiumwanderwege, geschmackvolle Pensionen, gutes Bier und rustikales Essen wichtige Rollen. So stellte ich es mir auch dieses Jahr vor. Abends sitzen wir beide nebeneinander im Bündchenschlafanzug im Ehebett und schauen biertrinkenderweise miteinander fern.

Dieses Jahr fiel ihre Wahl auf das beschauliche, schwäbische Örtchen Sigmaringen im Donaufelsenland. Sie schrieb per whatsapp, dass sie sich auch schon eine tolle Pension ausgeschaut hätte, der Link folgte. Das war vor einem halben Jahr. Drei Wochen vor unserer Reise schaute ich noch mal im Internet nach, wie es denn da so aussieht und was es so gibt. Google – Sigmaringen – Bilder – News. Bilder von steilen Felsformationen und glücklichen Wanderern, Bilder einer parteiübergreifenden Bürgerinitiative. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Cheshire Cat am 07/07/2017 - 16:47

    LOCUS GIBT EINBLICKE INS SCHLEPPERGESCHÄFT:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/marokkaner-in-nuernberg-abgeschoben-ehefrau-erzaehlt-uns-blieb-nur-zeit-fuer-einen-kuss_id_7325173.html
    Marokkaner in Nürnberg abgeschoben:
    Ehefrau erzählt: „Uns blieb nur Zeit für einen Kuss“

    FOCUS Online: Wie haben Sie sich kennen gelernt?
    Martina R.: Mein Mann und ich haben uns im Frühjahr 2015 über einen Bekannten von mir kennen gelernt. Der hat uns sozusagen vermittelt. Zu Anfang hatten wir viel Kontakt über WhatsApp und Facebook, bis El Mustapha sich entschlossen hat, nach Deutschland zu kommen.

    FOCUS Online: Wie ist Ihr Mann nach Deutschland gekommen?
    Martina R.: Mein Mann ist mit dem Schiff nach Griechenland gekommen, von da aus dann über die Balkanroute nach Deutschland. …

    FOCUS Online: Hat Ihr Mann Asyl beantragt?
    Martina R.: Er hat in Österreich Asyl beantragt, wegen politischer Verfolgung in seinem Heimatland. Der Antrag ist aber leider abgelehnt worden. Von Österreich aus kam er nach Deutschland, …

    FOCUS Online: Warum wurde der Antrag auf Asyl abgelehnt?
    Martina R.: Die Begründung war, dass keine Gründe für Asyl vorliegen. Auch ein zweiter Antrag wurde dann abgelehnt.

    FOCUS Online: Waren Sie der Meinung, die Ehe mit Ihnen würde dazu führen, dass ihr Mann bleiben dürfte?
    Martina R.: Ja eigentlich schon. In anderen Fällen hat das ja auch geklappt. Mein Mann war sich so sicher, dass es klappt, ich nicht so ganz. Aber wir waren sehr hoffnungsvoll – schließlich war er ja auch in einer Deutschschule, hat einen Deutschkurs gemacht.

    Weitere Details:
    http://www.pi-news.net/was-macht-ein-abgehaengter-akademiker-nach-der-uni/

  2. #2 von Cheshire Cat am 07/07/2017 - 16:54

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/600-5-juli-2017

    Merkel wird nach ihrer Wiederwahl durch 35 bis 40 Prozent jener deutschen Kälber, die man aus Brechts gleichnamigem Marsch kennt, den Familiennachzug für die noch nicht so lange hier Lebenden durchwinken und das Land mit weiteren Millionen Analphabeten bereichern. Danach werden sie ans Staatsbürgerschaftsrecht gehen und die ausufernde Kriminalität germanisieren. Den deutschen Sozialstaat, geneigter Leser, können Sie mitsamt Ihren Ersparnissen, Ihren Immobilienwerten, Ihrer privaten Sicherheit und Ihren Renten vergessen.

    Diese fatale Person wird, wenn ihr niemand ernsthaften Widerstand entgegensetzt, Deutschland noch mehr und weit „nachhaltiger“ verändern als das Alien aus Braunau. Der enorme moralische Druck, unter den sich diejenigen gesetzt sehen, die schon länger hier leben, hat zur Folge, dass die meisten die Erosion ihrer „Lebenswelt“ (J. Habermas) schweigend hinnehmen. Die Ersetzung von Facharbeitern durch „Fachkräfte“ braucht, bis sie durchschlägt, etwas Zeit, aber auch nicht wirklich viel. Binnen zweier Generationen leben wir hier in einem Schwellenland. Niemand kann sagen, er habe es nicht gewusst.

  3. #3 von Seltenschreiber am 07/07/2017 - 18:31

    Früher habe ich fast jeden Abend noch einen kurzen Spaziergang gemacht. Heutzutage versuche ich spätestens um 18 Uhr zu Hause zu sein.

    Ich gehe Umwege, um nicht mehr am Asylbewerberheim vorbei zu kommen.

    Aber das reicht noch nicht. Neulich hat mich morgens um 7 Uhr ein noch nicht so lange hier lebender am Arm gepackt, weil er meinte, es sei meine Aufgabe im zu Diensten zu sein. Also versuche ich enge Wege zu vermeiden, damit man mehr Abstand halten kann.

    Da geht so viel Lebensqualität verloren. Das ist noch nicht mal der materielle Schaden, den werden viele erst nach der Wahl zu spüren kriegen.

  4. #4 von Seltenschreiber am 07/07/2017 - 18:45

    Ein guter Kommentar bei der Achse:

    Man merkt, mit Verlaub, dass der Artikel von einer Soziologin stammt. Und dass Sie noch nie in Indien waren. Und daher empfehle ich Ihnen herzlich, einmal hinzufahren. Dann werden Sie sehen, dass weit größere soziale Unterschiede als die von Ihnen gesehenen keineswegs zum Aufstand führen müssen, sondern problemlos akzeptiert werden können. Die Armut stört dort niemanden, selbst wenn der Slum direkt neben dem Palast beginnt. Es ist halt so. Vergessen Sie also dieses Sozial-Dogma, das die Umverteiler so gern missbrauchen. Sie werden in Indien übrigens auch keine „krepierenden“ Menschen sehen, bettelarme allerdings schon. Die sind übrigens genauso arm, egal ob sie hinfahren oder zuhause ihre Vorurteile pflegen. Lassen Sie sich auf das Abenteuer ein, wenigstens einmal. Sie werden es nicht bereuen. Ihrer Freundin können Sie allerdings sagen, wenn Sie so nicht leben möchte, hätte sie nicht grün wählen sollen…

  5. #5 von Heimchen am Herd am 07/07/2017 - 19:36

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was dieser Gutmenschenbericht auf der Achse zu suchen hat?
    Das wäre doch eher etwas für die Brigitte, oder wie die Frauenzeitschriften heißen!

  6. #6 von Seltenschreiber am 07/07/2017 - 20:24

    @Heimchen am Herd
    Es ist ein Bericht über Menschen. Und Menschen interessieren sich für andere Menschen. Die linke Ideologie ist nicht dominant, weil die Bürger vom Kommunismus überzeugt wären, sondern weil man ihnen niedliche Flüchtlingskinder und geldbörsenfinde Flüchtlinge gezeigt hat. Um einen erfolgreichen Blog zu betreiben, braucht es auch Geschichten, die die Leser berühren. Genauso braucht es Berichte über Kultur, in diesem Fall über Wanderkultur.

    Um zu Erfahren, dass Deutschland sich abschafft, dazu brauche ich keine Blogs lesen, das wurde 2010 breit diskutiert und ist von einer überragenden Mehrheit gewollt. Ich lese Blogs wegen Berichten wie diesem.

  7. #7 von Heimchen am Herd am 07/07/2017 - 20:45

    #6 von Seltenschreiber

    „Um einen erfolgreichen Blog zu betreiben, braucht es auch Geschichten, die die Leser berühren.“

    Tut mir leid, aber mich berührt dieser Bericht von der Tante nicht! Menschen empfinden eben
    verschieden! 😉