Einfach irre: Pizza vom Politbüro

Von Christoph Lövenich.

Eine „Nationale Reduktionsstrategie für Salz, Zucker und Fett“ müsse her, forderten die Koalitionsfraktionen im Bundestag schon vor Jahren. Verbraucherpolitiker wie die SPD-Abgeordnete Elvira Drobinski-Weiß haben Druck gemacht, und nun legt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) einen Plan vor. Man spricht jetzt von einer „Reformulierungsstrategie“, was sich auf geänderte Rezepturen von Fertiggerichten bezieht. Reformulierter Titel – Ziel bleibt aber weiterhin die „Reduktion“ der genannten Bestandteile.

Denn: Die Deutschen sollen gefälligst weniger Zucker, Fett und Salz zu sich nehmen. Politiker gönnen sich Diäten, wollen aber den Bürger auf Diät setzen. Moment mal: Bestimmen in einer Demokratie die Bürger über den Staat oder umgekehrt der Staat über die Bürger, ihre Lebensgewohnheiten und Mahlzeiten? Im Rahmen eines „ganzheitlichen ernährungsbezogenen Ansatzes für einen nachhaltig gesundheitsförderlichen Lebensstil“ (zu solchen Künast-Phrasen führt die Schwemme halbgebildeter Akademiker) sei weniger besser. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Heimchen am Herd am 05/07/2017 - 15:10

    „Höchste Zeit, den paternalistischen Frontalangriff auf die Geschmacksnerven zu stoppen. Und die Propheten des Weniger – weniger essen, weniger Alkohol, weniger Autos, weniger Energieverbrauch, … – in ihre Schranken zu weisen. Was er in den Mund nimmt, muss der mündige Bürger selbst entscheiden können, schließlich ist er kein Mündel.“

    Aber genauso sehen uns unsere Bevormunder, als unmündige Bürger! Es wird höchste Zeit,
    diese Gesundheitsapostel in die Schranken zu weisen! Jeder Mensch ist für sich selbst
    verantwortlich und das ist auch gut so!

  2. #2 von Cheshire Cat am 06/07/2017 - 00:29

    ES SCHMECKT:

  3. #3 von Sophist X am 06/07/2017 - 13:30

    Das schlimme ist, dass Presse und Marketing der Firmen mitziehen (letztere müssen: wegen der Presse…).
    Coca Cola hat angekündigt, den Zuckergehalt zu reduzieren, obwohl die schon zwei zuckerfreie Colas anbieten und massiv bewerben. Wenn ich Coca Cola mit Zucker kaufe, dann aber sicher nicht aus Versehen, sondern weil das andere Schei*e schmeckt (Cola Zero habe ich mal eine Weile durchgehalten, Cola light ist aber einfach ekelhaft). Und wenn ich was zuckerfreies trinken will, dann trinke ich eben Mineralwasser (ohnehin der Großteil an Flüssigem bei mir).