Ehe für alle – noch diese Woche

Nach fast 30 Jahren politischer Debatte um die Ehe für homosexuelle Paare könnte es jetzt ganz schnell gehen. Nachdem sich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) überraschend bereiterklärte, das Thema vom Fraktionszwang zu befreien und der Gewissensentscheidung der Abgeordneten zu überlassen, wollen die mitregierenden Sozialdemokraten das Thema noch in dieser Woche durch den Bundestag bringen. Eine Mehrheit quer durch die Fraktionen gilt als sicher.

Merkel hat für die von der SPD verlangte Bundestagsabstimmung den Fraktionszwang in der Union aufgehoben. Die CDU-Chefin sagte am Dienstag nach Teilnehmerangaben in der Sitzung der Unionsfraktion, es gehe bei der Abstimmung um eine Gewissensentscheidung. Deswegen könnten die Abgeordneten frei abstimmen. Solch ein Vorgehen ist besonders bei sensiblen Fragen aus dem persönlichen Lebensbereich erprobt – zuletzt etwa in dieser Legislaturperiode bei der Abstimmung über die Sterbehilfe 2015. Mehr im Tagesspiegel …

  1. #1 von Ein Widerlicher aus Sachsen am 28/06/2017 - 16:16

    Geschichtlich gesehen können wir von Glück reden, in einer Zeit zu leben, in der uralte Regeln und Werte, welche das Zusammenleben in einer Gemeinschaft möglich machen, über Bord geworfen werden. Wenn selbst CDU- Abgeordnete nur noch auf den Zeitgeist hören, scheint alles verloren…

  2. #2 von Heimchen am Herd am 28/06/2017 - 16:45

  3. #3 von Heimchen am Herd am 28/06/2017 - 16:54

    „Ehe für alle – noch diese Woche“

    Jawoll…und auch noch Freibier für alle! Reichtum für alle! Liebe für alle! Sex für alle!
    Kinder für alle… usw. usf.!

    Wo wird das enden?

  4. #4 von Heimchen am Herd am 28/06/2017 - 17:09

    Die beiden haben sich auch ganz doll lieb!

  5. #5 von Cheshire Cat am 28/06/2017 - 18:51

    „EHE FÜR ALLE“

    Heiratet jetzt Volker Antonia?

  6. #6 von Cheshire Cat am 28/06/2017 - 19:16

    „Merkel verkündete ihre Kehrtwende beim Talk der Frauenzeitschrift „Brigitte““
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    https://www.welt.de/politik/deutschland/article165984976/Perfektionismus-Meinen-Sie-beim-Waescheaufhaengen.html
    Perfektionismus? „Meinen Sie beim Wäscheaufhängen?“
    Bei einer Veranstaltung mit der Zeitschrift „Brigitte“ sprach Angela Merkel nicht nur über Politik. Ganz offen plauderte die Kanzlerin auch über ihre Unfähigkeit zum Pokerface und ihren Perfektionismus.

    Trotzdem ärgere es sie manchmal noch, dass sie zum Beispiel Cartoons so schlecht lesen könne. Etwas, was ihr Mann Joachim Sauer so gut könne. „Ich sehe den Witz nicht, muss mir das erklären lassen. Das ist natürlich bitter für den, der es sofort sieht.“ Dafür habe sie mehr Gespür für Situationskomik. Ohne Humor ließe sich das Leben in der Politik nicht aushalten, sagt Merkel. Sie lache mindestens einmal am Tag und versuche immer, etwas Entspannendes zu sagen, wenn die Lage – auch politisch – angespannt ist.

    Besonders schlimm sei es in wechselnden Hotelzimmern, mit all dem Technikkram klarzukommen. „Den Lichtschalter zu finden ist manchmal gar nicht so einfach, Gardinen auf und zu, Wasserhähne bedienen – und je älter man wird, desto sorgenvoller bin ich, ob ich die ganzen modernen Entwicklungen noch hinkriege“, sagte Merkel.

    Und sie wollte immer genau das werden, wofür sie überhaupt kein Talent hatte, erzählt Merkel: Balletttänzerin. Schwebebalkenturnerin…

  7. #7 von Seltenschreiber am 29/06/2017 - 17:22

    https://sciencefiles.org/2017/06/29/neo-orientalismus-im-bundestag-ressourcenverschwendung-im-extrem/

    Dort wird auch auf eine Alternative hingewiesen, aber zu der sind weder FDP noch AfD liberal genug:

    „Wenn Homosexuelle zusammenleben wollen und sich ihrer nicht sicher sind, so dass sie eine rechtliche Sicherheit benötigen, steht ihnen jederzeit die Möglichkeit zur Verfügung, einen privatrechtlichen Vertrag mit einander abzuschließen. Es gibt keinerlei Notwendigkeit, homosexuelle Partnerschaften per Zugang zur Ehe unter den Schutz des Grundgesetzes und nachfolgend in den Genuss der damit verbundenen steuerlichen Vorteile, staatlichen Subventionen und sonstigen finanziellen Zuwendungen kommen zu lassen.“

  8. #8 von Cheshire Cat am 29/06/2017 - 22:04

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna/item/593-28-juni-2017

    Heft 125 des Ostberliner Comics „Mosaik“, welches verfasst wurde von einem, ich wiederhole mich hier gern, Shakespeare der Jugendliteratur namens Johannes Hegenbarth, trägt den Titel „Der Pokal des Siegers“ und spielt in Konstantinopel anno domini 1204, genauer: am 12. und 13. April 1204. Obwohl bzw. weil die Stadt von einem Kreuzfahrerheer belagert wird, veranstaltet Kaiser Alexios V. (im Comic) im Hippodrom ein großes Wagenrennen, um sein Volk abzulenken und bei Laune zu halten. Wie die Geschichte ausging, ist bekannt; nicht nur für die Einwohner der Stadt, sondern auch für den tags darauf türmenden Alexios selbst hielt sie ein heikles Ende bereit.

    Unser aktuelles Wagenrennen heißt: „Ehe für alle“.

  9. #9 von Heimchen am Herd am 30/06/2017 - 08:58

    LIVE: Bundestag stimmt über „Ehe für alle“ ab