Merkels Afrikarettung – und jetzt die Zahlen

Von Gunnar Heinsohn

Gut, dass Papst Franziskus die für den Süden kämpfende Kanzlerin „ermutigt, auf diesem Weg weiterzugehen“. Immerhin sieht ihr Entwicklungsminister Gerd Müller alsbald 100 Millionen Afrikaner auf dem Weg zu den 82 Millionen Deutschen und ihren westlichen Nachbarn.

Die Zahlen klingen extrem, sind aber noch untertrieben. Von 180 Millionen auf eine Milliarde Einwohner 2017 springt allein der Subsahara-Raum seit 1950. Im selben Gebiet verlieren nach der Befreiung vom Kolonialismus rund 18 Millionen Menschen in Genoziden und Kriegen ihr Leben. Zudem ertrinken Tausende auf dem Weg nach Europa. Schon für 2009 ermittelt das Gallup-Institut zwischen Sahara und Kapstadt 38 Prozent Auswanderungswillige. Bei unveränderten Wünschen würden momentan also 380 Millionen übersiedlungsbereit für Europa sein. Niemand kann dem Minister Alarmismus vorhalten. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Sophist X am 23/06/2017 - 12:01

    Bei unveränderten Wünschen würden momentan also 380 Millionen übersiedlungsbereit für Europa sein. Niemand kann dem Minister [Müller] Alarmismus vorhalten.

    Ooh doch. Ich kann es, und Müller macht es mir leicht.
    Der geschätzte und unverzichtbare G. Heinsohn hat einen nur scheinbar nebensächlichen Parameter der (von mir) nach G. Müller benannten Müllerschen Flüchtlingsformel nicht beachtet, und er hat Müllers ‚fachlichen‘ Background und seine Motivation nicht hinreichend genau betrachtet.

    Zunächst ein Wort zu Müllers fachlichem Background: Er hat keinen gezeigt. Wie konnte Heinsohn das übersehen?

    Ich hatte es an anderer Stelle schon geschrieben: Laut Müller wird die Flucht von 100 Mio Negern durch die Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur um 2 Grad ausgelöst.
    Damit katapultierte sich Müller hinaus aus allen rationalen Kategorien direkt in die Abzocker-Propaganda der EEG-Profiteure. Es ging Müller nicht um Bevölkerungstheorie oder um eine nachrechenbare Zahl. Er brauchte bloß eine möglichst große Zahl, um das wirkungslose und grenzenlos dumme Klimaregime seiner Herrin Merkel zu stützen.
    Es ging im nicht um Afrika, nicht um Flüchtlinge oder Klimarettung, es geht nur um die Rettung eines Narrativs. Dafür ist jeder Nonsens recht, und in diesem Fall war es eben ein willkürlich gewählter Abstecher in Heinsohns Fach mit willkürlich gewählten Zahlen. Dafür hätte Müller tagelang Feuer bekommen müssen, aber vermutlich wusste einfach keiner, wer der Typ ist.

    Rechnen wir mal nach. Ich gehe zuerst von einer linearen Abhängigkeit aus, da Müller, wie gesagt, keinerlei fachlichen Hintergrund liefert.

    2 Grad erzeugen 100 Mio Flüchtlinge
    0,001 erzeugen gemäß Müllers Theorie also 50000 Flüchtlinge

    Ich glaube, es ist nicht nötig, weiter ins Detail zu gehen, um diese brüllende Verblödung deutlicher darzustellen.

  2. #2 von Jürg Rückert am 23/06/2017 - 12:11

    Alter Ärger aus meinem Fundus:

    Vor allem Afrika ist wie der „Süßer Brei“ des Märchens der Gebrüder Grimm. Es kocht und kocht. Der Brei versenkt Dörfer und Wälder. Niemand kennt das Zauberwort, um seiner Wohltat zu entrinnen! Afrika hat 1 Mrd. Menschen und wird in 90 Jahre 4 Mrd. haben … Erst wenn es den Flüchtlingen hier genau so schlecht geht wie zu Hause, dann endet der Strom. Auf einen erfolgreich anlandenden Zukömmling wachsen 10 weitere nach, ein exponentielles Wachstum.

    „Ein Boot, mit rund 30 Schwarzafrikanern bevölkert, näherte sich der spanischen Exklave Melilla (10.07.13). Als die Küstenwache das Anlegen des Bootes verhindern wollte, drohten die Insassen mit eindeutigen Gesten damit, die an Bord befindlichen Kleinkinder zu ertränken und erpressten somit ihre Weiterfahrt.“1 Heiliger Christophorus! Wie groß muss die Not dieser Menschen sein, wenn sie ihre eigenen Kinder als Erstes opfern! Und wir sind schuld, nur wir!

    Der blaue Himmel des Abendlandes wird in kleine Splitter zerschlagen. Wir holen uns blutige Füße. Unser Land zerfällt in immer mehr Stämme und Sippen, vielfältigst gespalten! Diejenigen, die PEGIDA vorwerfen das Land zu spalten, zertrümmern es in kleine Splitter.

    Die Kirchen sind einem abstrusen Lazarussyndrom erlegen: Barmherzigkeit mit der wahrscheinlichen Todesfolge für uns, die Eingeborenen.
    Der Papst hat uns den Part des reichen Prassers zugedacht. Würden die Rollen vertauscht (reicher Lazarus und armer „Prasser“), so liefe die Geschichte ähnlich ab. Es wäre aber zu befürchten, dass der Bettelmann, insbesondere so er hoch zu Kamele käme, weit höher ritte als der alte Herr. Sofern der arme Lazarus mit dem Dolch des IS im Gewande … Kann halt mal vorkommen, Kollateralschäden auf dem Weg zur Neuen Weltordnung?
    Die Kirchen reden gern vom barmherzigen Samariter. Wird er in dieser Welt von denen, die er gesund pflegte niedergeschlagen, ausgeraubt und liegen gelassen? Und keiner wird mehr mehr da, der ihm helfen könnte!

    Früher
    – War Barmherzigkeit eine freiwillige Leistung,
    jetzt wird sie erpresst.
    – Kamen Eroberer mit dem Schwert,
    jetzt kommen sie mit der Bettelschale.
    – Gab es Grenzen,
    jetzt haben wir grenzenlose Unordnung.
    – Hatten wir Hirten,
    jetzt sehe ich nur Mietlinge.
    – War mir mein Staat Schutz,
    jetzt ist er mir Bedrohung.
    – Hatte meine Regierung Macht,
    jetzt muss sie Schutzgelder zahlen.
    – Besaßen wir Wohlstand,
    jetzt wird abgeräumt.
    – Hatten wir als Volk eine Identität,
    jetzt werden wir zu Tode vervielfältigt.
    – Blickten wir in eine gute Zukunft,
    jetzt erleben wir Untergang.

  3. #3 von Heimchen am Herd am 23/06/2017 - 13:40

    Tinariwen (+IO:I) – Ténéré Tàqqàl (what has become of the Ténéré)

    Wir brauchen Afrika nicht zu retten, Afrika kommt sehr gut ohne uns aus!
    Und das schon ewig! Afrika braucht uns nicht, aber Merkel scheint Afrika zu brauchen, warum?

  4. #4 von Lancelot am 23/06/2017 - 15:03

    Der Artikel hat mehrere Fehler.

    „Während auf dem Höhepunkt des Imperialismus (1914) die heutige EU-Lokomotive Frankreich/Deutschland – bei jeweils rund 100 Millionen Einwohnern – gegen den Subsahara-Raum ein 1:1 schafft, soll es 2050 mit 1:15 aussichtslos hinten liegen (140 zu 2.100 Millionen).“

    Frankreich und Deutschland hatten 1914 jeweils nicht 100 Mio Einwohner, nur zusammen hatten sie 100 Mio (Deutschland ca 60, Frankreich ca 40).

    „Dort gibt es 320 bis 500 Mathematik-Asse (Japan beziehungsweise Singapur) unter 1.000 Kindern. In Deutschland sind es 50 und in Frankreich sogar nur 20.“

    Ostasien mag zwar in Mathematik besser sein, als Europa, aber was ist mit den anderen Fächern?

    Außerdem funktioniert der Link nicht.

    „Hinzu kommt nun Berlins Forderung an jeden jungen Europäer, vier junge Afrikaner für die globalen Märkte fitzumachen.“

    Das klingt ja, als ob junge Europäer, die selber noch in der Schule, Berufsschule und Universität lernen, als Lehrer für die jungen Afrikaner arbeiten sollen. Dabei lernen sie doch selber noch. Der Satz gehört umformuliert.

  5. #5 von Cheshire Cat am 23/06/2017 - 16:36

  6. #6 von Cheshire Cat am 23/06/2017 - 16:53

    WER MICH WÄHLT, IST SELBER SCHULD:


    M (wie Merkel):
    Made in Germany, Mitbestimmung, Muttersprache, Muslime, Migrationshintergrund, Mut zur Lücke

  7. #7 von peter am 23/06/2017 - 19:48

    Was sich fast keiner traut anzupsrechen:

    Jemand anders hat auch ein Video dazu gemacht(finde ich aber nicht mehr)da bemerkt er das der IQ in Spanien wo der M. herrschte niedriger ist als im Norden wo es keine M. gab…gilt auch für Italien…

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