Haft für christlichen Gouverneur

Ein Gericht in Jakarta hat den amtierenden Gouverneur der indonesischen Hauptstadt, Basuki Tjahaja Purnama, zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Die fünf Richter befanden den christlichen Politiker für schuldig, sich mit abfälligen Bemerkungen über den Koran der Gotteslästerung schuldig gemacht zu haben. Zugleich ordneten sie die sofortige Verhaftung des 50-Jährigen an. Mit dem Urteil ging das Gericht über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus. Diese hatte ein Jahr Haft auf Bewährung gefordert. Purnama, der auch unter seinem Spitznamen Ahok bekannt ist, kündigte an, Berufung einzulegen. weiter bei SPIEGEL

  1. #1 von Sophist X am 15/05/2017 - 14:51

    Indonesien ist moderat, wie die Propagandatruppe nicht müde wird zu wiederholen. Aber so sieht moderater Islam eben aus. Man wird nicht gleich verurteilt und geköpft, aber letzteres macht dann irgendwann später der Außendienst.

  2. #2 von Starenberg am 15/05/2017 - 14:59

    Wahrscheinlich kommt der Linke Yücel vorher frei, denn für den setzen sich ja linke Gutmenschen ein. Der Christ kann ruhig in der islamischen Hölle verrotten, wen stört es.

  3. #3 von Heimchen am Herd am 15/05/2017 - 15:16

    „Mit mehr als 200 Millionen Muslimen ist Indonesien das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt. Christen gehören mit etwa 20 Millionen Gläubigen zu den Minderheiten des Landes, das lange für seine religiöse Toleranz bekannt war.“

    Mein Schwager und meine älteste Schwester haben 14 Jahre in Jakarta, der Hauptstadt Indonesiens gelebt. Er war Generalmanager eines großen Hamburger Pharmaunternehmens,
    das war gegen Ende der siebziger Jahre. Unter anderem waren dort auch viele Unternehmen
    aus USA, und China vertreten. Sie lebten alle in großen Villen, praktisch unter sich. Eigene
    Kindergärten und Schulen. Viel Hauspersonal, vom Gärtner über Hausdamen, bis zum Chauffeur.
    Da regierte noch Haji Mohamed Suharto. Von verschleierten Frauen oder dem Islam keine Spur.

    Es war sehr westlich dort und sehr angenehm zu leben! Sie haben unheimlich viel Geld dort
    verdient, steuerfrei und sie kommen immer wieder ins Schwären, wenn sie an die Zeit dort
    zurückdenken! Doch diese Zeiten werden nie wieder kommen!

    Sobald der Islam die Überhand gewinnt, geht es mit den betroffenen Ländern bergab!
    Das war so und das wird auch immer so bleiben!

  4. #4 von Cheshire Cat am 15/05/2017 - 15:34

  5. #5 von Jürg Rückert am 16/05/2017 - 21:03

    Mal Papst, mal Pilatus – die beiden Seiten der Macht

    Es ist ein inakzeptabler Missbrauch, wenn eine Religion wie der Islam ihre politische Seite der Unberührbarkeit der Religion zugesellt, denn damit wird jede Kritik an weltlichen Dingen zur potentiellen Gotteslästerung. Wohin das führt zeigt aktuell die Verurteilung eines christlichen Politikers in Indonesien.

    Ist dieses zweischneidige Schwert dem Islam vorbehalten?
    Der Papst verkündigt eine Umweltenzyklika. Sie verpflichtet die Gläubigen, sich der innerweltlichen Decarbonisierungslehre zu unterwerfen, oder sie leben in Sünde. Die Verwischung der beiden Welten wie im Islam ist offenkundig.
    Papst und Bischöfe handeln als religiöse Führer, als Verwalter irdischer Güter und politisch. Vor Jahren hielt ich einem protestantischen Freund vor, dass seine Pastoren mal Pastor seien, dann mal Manager oder Minister. Katholische Pfarrer seien Priester für immer und gehalten, sich den politischen Geschäften zu versagen. „Aber der Papst politisiert dafür für alle …“, erwiderte er. „Und die Bischöfe und Stadtdekane auch“, füge ich heute hinzu.
    Der Papst erlaubte es sich, uns Europäer als Mördergesindel (2013 Lampedusa) zu bezeichnen. Er beleidigt uns als Politiker brutal. Seine Gläubigen sind deshalb berechtigt, ihn mit einer Rute auf seinen politischen Körperteil zu schlagen! Der religiöse bleibt selbstverständlich sakrosankt.
    Der kleine Gläubige, so wie ich aus dem Ingesinde, kann sehr gut zwischen der verwalteten bzw. politischen Amtskirche und der geistlichen Kirche, der linken und der rechten Wange unterscheiden. So wie sich nun offenkundig „die Zeiten der Völker erfüllen“, so erwacht der mündige Gläubige und weist seine professionellen Vorsteher „brüderlich“ zurecht, wo sie irren. Dem mietlinghaften Verhalten vieler Hirten folgt die Respektlosigkeit der vielen. Dass dabei auch das religiöse Amt Schaden nimmt geht zu Lasten der Treulosen.

  6. #6 von peter am 16/05/2017 - 23:22

    Hier machte sich ein Lucke(nicht von der AFD)zum Thema Indonesien lächerlich.Und sowas nennt sich Politikwissenschaftler.

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