„Juden rügen, ohne vor den Kopf zu stoßen“

Steinmeier verzichtet auf das Treffen mit den beiden NGOs. Er muss damit rechnen, dass jedes seiner Worte und jede seiner Gesten in Jerusalem akribisch genau beobachtet wird: Dennoch ist zu erwarten, dass er seine Kritik an der israelischen Siedlungspolitik vorbringen wird. Auch sein Anliegen, die friedliche jüdisch-arabische Koexistenz, wird er betonen. Anders als Gabriel wählt er dafür einen anderen, aus israelischer Sicht wohl weniger provokativen Weg. Als ehemaliger Spitzendiplomat kennt er die israelischen Empfindlichkeiten und weiß zu rügen, ohne seine Gastgeber vor den Kopf zu stoßen. Steinmeier setzt auf Symbole. (…)

Einen weiteren Kranz wird Steinmeier laut Programm in Ramallah, der de-facto-Hauptstadt der Palästinenser, am Grab von Jassir Arafat niederlegen. Auch das hat Symbolkraft, war Arafat an seinem Lebensende doch faktisch von Israel unter Hausarrest gesetzt worden, weil er als Terrorist galt, der den Frieden verhinderte. Ob Steinmeier Palästinenserführer Mahmoud Abbas – er wird ihn am Dienstag vor dem Rückflug nach Berlin zum Lunch treffen – mit kritischen Fragen zum Friedensprozess konfrontieren will, wird sich zeigen.

Das Handelsblatt berichtet über Steinmeiers diplomatische Meisterleistung im Juden rügen.

  1. #1 von Heimchen am Herd am 08/05/2017 - 16:27

    Was sich unsere Politiker Israel gegenüber erlauben, ist unter aller Sau!
    Auf solche „Freude“ kann Israel sehr gut verzichten!

  2. #2 von Cheshire Cat am 08/05/2017 - 16:41

    Das ist die BRD-Diplomatie:

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