„Demokratie leben!“ sponsert jetzt Erdogans Handlanger

Von Dirk Maxeiner

Die Aktion „Demokratie leben!“ aus dem Familienministerium der Manuela Schwesig (SPD) entlarvt sich gerade selbst. Zum gleichen Zeitpunkt, an dem Recep Tayyip Erdoğan in der Türkei Tausende vermeintliche Regimekritiker verhaften lässt und sogar die Online-Seite Wikipedia verboten hat, fördert die Bundesregierung im Rahmen von „Demokratie leben!“ Erdogans Statthalter in Deutschland mit großen Summen. Das Geld fließt an die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (türkisch Diyanet, abgekürzt DITIB), die im Januar dadurch aufgefallen war, dass in Ihren Reihen schwarze Listen von in Deutschland lebenden Erdogan-Gegnern angefertigt wurden.

DITIB ist ein bundesweiter Dachverband für die Koordinierung der religiösen, sozialen und kulturellen Tätigkeiten der angeschlossenen türkisch-islamischen Moscheegemeinden in Deutschland. Der Verband mit Sitz in Köln-Ehrenfeld untersteht der dauerhaften Leitung, Kontrolle und Aufsicht des staatlichen Präsidiums für Religiöse Angelegenheiten der Türkei, das dem Amt des türkischen Ministerpräsidenten angegliedert ist. Das heißt: Die Aktion „Demokratie leben!“ des Familienministeriums fördert ganz offiziell die Feinde der Demokratie. Oder noch drastischer: Demokratie leben! bezahlt die Handlanger der Diktatur. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Heta am 03/05/2017 - 14:17

    Dirk Maxeiner:
    Das Geld fließt an die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e. V. (türkisch Diyanet, abgekürzt DITIB),…

    Kleine Korrektur: „Diyanet“ ist die Religionsbehörde in Ankara, die DITIB ist ihr deutscher Ableger, „Diyanet“ heißt Religion, Frömmigkeit.

    Der Skandal ist nicht nur, dass „Erdogans Handlanger“ bedeutende Summen aus deutschen Steuergeldern erhalten, sondern dass mit DITIB eine Institution subventioniert wird, die uns zwanzig Jahre vorgelogen hat, dass sie mit dem türkischen Staat nichts zu tun hat. „DITIB ist eine demokratische, eine Zivilorganisation, hat mit der türkischen Regierung nichts zu tun, wir bekommen keine Weisungen“, versicherte ihr früherer Geschäftsführer Mehmet Yildirim gegenüber ARD-„Panorama“, auch der FAZ sagte er: „Wir gehören nicht zum Religionsministerium.“

    Sie lügen uns die Hucke voll und werden dafür auch noch belohnt. Ich traf mal den DITIB-„Dialogbeauftragten“ Bekir Alboga und fragte ihn, warum die Türken so taktlos seien, ihre Moscheen in Deutschland „Fatih“ = Eroberer zu nennen. „Ach, ist doch nur ein Wort“, sagte der Dauerlächler, „hat nichts zu bedeuten.“ Von wegen! Das ist so, als würden wir Kirchen in der Türkei, wenn wir welche bauen dürften, nach Karl Martell benennen.

  2. #2 von Cheshire Cat am 03/05/2017 - 15:22

    http://www.demokratie-leben.de/servicemenue/leichte-sprache/leichte-sprache-inhalt.html
    Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

  3. #3 von Heimchen am Herd am 03/05/2017 - 19:41

    Und immer schön bunt bleiben!

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