Professor Collier und die Weltformel

Paul Collier ist Wirtschaftswissenschaftler in Oxford. Der 68-Jährige weiß so viel wie kaum jemand über afrikanische Ökonomie. So ist er zur Koryphäe geworden auf einem Gebiet, das lange nur wenige Spezialisten interessierte, heute aber ganz Europa: Flucht und Migration. Er hat Angela Merkel radikal kritisiert – und so klug argumentiert, dass die Bundesregierung ihn später als Berater engagierte. Sein neues Buch mit dem Titel „Gestrandet“ ist eine Generalabrechnung mit 70 Jahren globaler Fluchtpolitik. Und es ist das Plädoyer für einen radikalen Neustart. Collier glaubt, das Rezept dafür zu haben, die Weltformel. Wendet man seine Formel an, ist das Resultat in den Augen des Forschers: eine bessere Welt. Für Flüchtlinge genauso wie für die Menschen in Europa. Bericht bei WELT

  1. #1 von Sophist X am 20/04/2017 - 09:38

    Nein, mein Guter.

    Internationale Geldgeber zahlen zwei Milliarden Dollar, Jordanien erteilt dafür 200.000 syrischen Flüchtlingen eine Arbeitserlaubnis.

    Nach Adam Riese 10000 pro Kopf. Und das zahlen nicht „internationale Geldgeber“, die am Ende des Regenbogens einen Topf Gold gefunden haben, sondern ICH zahle es mit meinen Steuern.

    Deutsche Firmen sollten lieber – begleitet vom Staat – einfache Produktionsschritte in die Türkei, den Libanon oder Jordanien verlegen.

    Das sollten sie vielleicht. Aber warum müssen „einfache Produktionsschritte“ mit Unterstützung einer teuren, ineffizienten Armee von Beamten dorthin verlagert werden, wenn Asien in der Lage ist, solche Jobs ohne jeglichen regulatorischen Eingriff zu sich zu holen? Warum sollte man mit Afrika und Mittel-Ost Kindergarten spielen, wenn Asien erwachsen genug ist, solche Dinge in Eigenregie und zum eigenen Vorteil zu leisten? Es würde genügen, zu sagen: Macht, was Südkorea gemacht hat und tschüs.

    Nebenbei, für 2 Milliarden Dollar könnte man eine Menge Verhütungsmittel produzieren, mit denen der Nachschub an „jungen, risikobereiten Männern“ (Collier) etwas gebremst werden könnte. Der Herr Professor hat nichts begriffen, und er passt zu Merkel wie der Arsch auf den Eimer.

  2. #2 von Cheshire Cat am 20/04/2017 - 13:40

  3. #3 von Heimchen am Herd am 20/04/2017 - 14:52