Fallrückzieher: Berliner Schule mit Nahostkonflikt

Von Roger Letsch

„Störe meine Kreise nicht“– das waren der Legende nach die letzten Worte des griechischen Gelehrten Archimedes von Syracus, bevor ihn ein römischer Soldat erschlug. Es ist leider nicht überliefert, in welchen geistigen Sphären der Gelehrte gerade geflogen war, als er so unsanft in der Realität aufschlug. Sein Aufenthalt dort dauerte jedoch bestenfalls noch einige Sekunden. Die Elternschaft und das Lehrerkollegium der Friedenauer Gesamtschule müssen „nach einem antisemitischen Vorfall“ schon einige Tage am Boden bleiben, bemühen sich aber sehr, wieder Wind unter die Flügel zu bekommen.

Der „Vorfall“ betraf einen 13-jährigen jüdischen Schüler, für den sich seine Eltern eine als besonders multikulturell geltende Schule in Berlin ausgesucht hatten. Was er dort erlebte, ist mit Mobbing nur sehr euphemistisch umschrieben. Das Spektrum der „Aufmerksamkeiten“ seiner Mitschüler reichte von Beleidigungen über „ich kann nicht dein Freund sein, weil du Jude bist – Juden sind Mörder“ bis zu körperlicher Gewalt. Die Eltern mussten ihren Sohn von der Schule nehmen. Schlimm genug, dass solche Vorfälle an unseren Schulen längst keine Einzelfälle mehr sind, ist es hier jedoch die Reaktion der Schule, die aufhorchen lässt. Mehr auf der Achse …

  1. #1 von Heimchen am Herd am 09/04/2017 - 14:51

    „Man zeigte sich pflichtschuldigst entsetzt über das Verhalten der Mitschüler des angegriffenen Jungen und kann doch gleichzeitig gar nicht begreifen, wie es soweit kommen konnte. Schließlich nehme man doch erfolgreich am Programm „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

    Der jüdische Mitschüler hat alles zunichte gemacht! Jetzt ist die schöne heile Welt der
    Gutmenschen ins Wanken geraten!

  2. #2 von kongomüller am 09/04/2017 - 15:11

    das absehbare resultat „progressiver“, „bunter“ bildungspolitik „mit courage“ und tschingderassabum, sicherlich auch klimaneutral und gegen rechts.
    der arabische antisemitismus wird unter den tisch gekehrt, verständnis geheuchelt, ein hauch empörung ist auch dabei und das ganze übliche rumgeeiere wenn einem die selbstgebastelte konstruktion aus ideologie, gutmenschentum, oneworld-besoffenheit und rosaroter brille in aller öffentlichkeit, ganz real und unüberhörbar um die ohren fliegt.

    der direx der schule verhält sich wie die kapelle auf der sinkenden titanic und spielt das lied bis zum schluß weiter:

    https://www.welt.de/vermischtes/prominente/article163538819/Jetzt-spricht-der-Schulleiter-des-Drecksorts.html

  3. #3 von Cheshire Cat am 09/04/2017 - 17:51

  4. #4 von peter am 09/04/2017 - 19:28

    Anderen ergeht es doch genau so…wie sagte doch eine Türkin die vollkommen angepasst aussah in die TV Kamera:
    Deutsche sind eklig weil sie Schweinefleisch essen!